Bündnis für Flüchtlinge - aktueller Sachstand
FB 50/0060/WP17 · Kenntnisnahme
Beratung
Herr Linden bittet Herrn Verholen und Herrn Paul, die Ergebnisse der bisherigen Treffen zusammenzufassen.
Herr Verholen, Leiter der Arbeitsgruppe 1 „Koordination der Zusammenarbeit Netzwerk mit Organisation und Begleitung von bürgerschaftlichem Engagement“, berichtet, dass das erste Treffen am 12. Mai 2015 stattgefunden hat, zu dem Vereine und Verbände eingeladen waren. Von der Kathy Beys Stiftung ist eine Internetplattform www.unserac.de eingerichtet worden. Dort können sich Verbände und Vereine präsentieren. Derzeit wird abgeklärt, wie die Kommunen der StädteRegion in das „Bündnis für Flüchtlinge“ eingebunden werden können.
Herr Linden fragt nach, ob man auf der Homepage der Internetplattform nachsehen kann, wo Bedarf besteht, bzw. wo man Hilfe leisten kann.
Herr Verholen berichtet hierzu, dass dies möglich sei, wenn man sicher ist, was man tun will. Bei Unsicherheit kann man sich auch an das Ehrenamtsportal oder an das Freiwilligenzentrum wenden.
Herr Emonts trägt vor, dass im Sinne einer guten Willkommenskultur die Bürger ggf.über die Verwaltung und die Sozialarbeiter vor Ort Kontakt mit den Flüchtlingen aufnehmen können.
Herr Paul von der Bundespolizei stellt die Arbeitsgruppe 3 “Gesundheit, Psychosoziale Notfallversorgung, Traumaberatung, Dolmetscher/Sprachvermittler und Beschwerdemanagement“ vor. Er berichtet, dass es einen Pool mit Dolmetschern mit interkultureller Befähigung bei der Bundespolizei, dem Pädagogischen Zentrum, bei der Katholischen Fachhochschule und bei der RWTH gibt. Er hält es für sehr sinnvoll, wenn auf der Internetplattform auf diesen Pool verwiesen wird. Für die psychosoziale Betreuung wurde ein Netzwerk von Krankenhäusern, niedergelassenen Ärzten und dem Gesundheitsamt gebildet. Die am Netzwerk Beteiligten können auf der Internetplattform eingesehen werden. Des Weiteren trägt Herr Paul vor, dass eine Beschwerdestelle eingerichtet werden soll. Diese sollte unabhängig und nicht bei einer Behörde angesiedelt sein. Wenn es Probleme gibt, sollen diese an die verschiedenen Ressorts der Arbeitsgruppen verteilt werden. Er kann sich vorstellen, dass der Integrationsrat eine solche Funktion übernimmt.
Frau Blume schlägt vor, dass die Termine der Arbeitsgruppen über Frau Lander an die Mitglieder des Integrationsrates bekannt gegeben werden.
Herr Emonts teilt mit, dass die 2. Arbeitsgruppe „Bildung und Sprache, Übergang Schule-Beruf“ von den Kommunalen Integrationszentren der StädteRegion und der Stadt Aachen moderiert wird. Frau Genten wird demnächst über diese Arbeitsgruppe berichten.
Der Beschluss erfolgt einstimmig.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis. Die Weiterentwicklung des Aachener Bündnisses für Flüchtlinge im Sinne eines städteregionalen Netzwerkes in Flüchtlingsfragen wird befürwortet.
Der Integrationsrat nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis. Die Weiterentwicklung des Aachener Bündnisses für Flüchtlinge im Sinne eines städteregionalen Netzwerkes in Flüchtlingsfragen wird befürwortet.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Rückblick
Am 01.12.2014 wurde das Aachener Bündnis für Flüchtlinge ins Leben gerufen, um eine Plattform zu schaffen, die sowohl nach außen ein Signal des Willkommens setzt als auch hilft, die tägliche Zusammenarbeit zu strukturieren und eine systematische Vorgehensweise abzustimmen.
Aus den zahlreichen Einzelbeiträge wurde in der Sitzung die Idee entwickelt, Arbeitsstrukturen zur Erledigung der anstehenden Aufgaben zu schaffen. Es sollten arbeitsfähige Einheiten entstehen, die aus bis zu 15 Institutionen bestehen sollten. Angedacht wurden 7 Arbeitsgruppen (die Anzahl der Rückmeldungen ist in Klammern dahinter):
- Spendenakquise und Verteilung ( 2)
- Alltagsberatung, Organisation der Begleitung bürgerschaftlichen Engagements im Lebensraum ( 5)
- Bildung und Sprache (9)
- Beschaffung von Wohnraum (4)
- Koordination der Zusammenarbeit im Netzwerk (13)
- Übergang Jugendhilfe- Asylbewerberleistungsgesetz, Übergang Schule/Beruf (13 )
- Psychologische Beratung, Traumaberatung, Organisation von Sprachmittlung und Beschwerdemanagement (Anzahl der Meldungen 10).
Neue Struktur
Es wurde vereinbart, dass diese Themenfelder bzw. Arbeitsgruppen seitens der Verwaltung bei Bedarf noch verändert werden sollten. Die nach der Sitzung bei der Verwaltung eingehenden Rückmeldungen haben gezeigt, dass sich für einige Themenfelder nur wenige Interessenten gemeldet haben. Es kristallisierte sich heraus, dassauch deshalb eine andere Struktur zu erarbeiten war.
Die Verwaltung hat dazu mit diversen institutionellen Akteuren in Aachen Kontakt aufgenommen. Insbesondere ging es dabei um eine Einbindung und Weiterentwicklung bestehender Institutionen.
Es wurde folgende neue Struktur erarbeitet:
Arbeitsgruppe 1:
Koordination der Zusammenarbeit Netzwerk mit Organisation und Begleitung von bürgerschaftlichem Engagement
Federführend: Caritas - Herr Verholen
Arbeitsgruppe 2:
Bildung und Sprache, Übergang Schule/Beruf
Federführend: „Arbeitsgemeinschaft junge Flüchtlinge“
Arbeitsgruppe 3:
Gesundheit, Psychosoziale Notfallversorgung, Traumaberatung
Federführend: Bundespolizei, Herr Hartmann
Die o.a. Arbeitsstruktur hat die Vorteile, dass
-die vorhandenen Netzwerke genutzt werden
-durch die überschaubare Anzahl von Arbeitsgruppen Aufgaben gebündelt werden
-bereichsübergreifend tätige Institutionen nicht durch Teilnahme an zu vielen Arbeitsgruppen hohe Kapazitäten einsetzen müssen.
Das erste Treffen der Arbeitsgruppe 1 findet statt am Dienstag, den 12.05.2015 um 16.00 Uhr im Pavillon des Altenheimes St. Elisabeth Welkenrather Straße 69 bis 71 in 52074 Aachen.
Herr Verholen wird in der Sitzung über seine geplante Vorgehensweise berichten und für Fragen zur Verfügung stehen. Weitere TeilnehmerInnen sind angefragt.
Blick in die Region
Alle oben genannten Institutionen sind städteregional aufgestellt. Es ist deshalb die Idee entstanden, das Aachener Bündnis für Flüchtlinge in ein städteregionales Bündnis zu überführen.
Voraussetzungen dafür wären
-die Bereitschaft aller regionsangehörigen Kommunen, sich einem solchen Bündnis anzuschließen
-die Bereitschaft der Städteregion, gemeinsam mit der Stadt Aachen die Federführung für dieses Bündnis zu übernehmen.
Von einem städteregionalen Zusammenschluss würde ein deutlich wahrnehmbares Signal des Willkommens und des Miteinander in der Städteregion ausgehen.
Mögliche Themen der interkommunalen Zusammenarbeit in Flüchtlingsfragen könnten zum Nutzen aller Beteiligten erarbeitet werden.
Auch in Bezug auf die Bereitstellung von Wohnraum von Flüchtlingen könnte es zu einer Zusammenarbeit kommen. Nach Schaffung der dazu erforderlichen rechtlichen Rahmenbedingungen wäre eine Struktur geschaffen, in der zeitnah Absprachen getroffen werden könnten.
Technische Details
ID: 69579
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=69579
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2015-04-15 FB 50_0060_WP17 Buendnis fuer Fluechtli SAO.pdf
22.11.2024
78.0 KB
Betroffene Straßen
Karte wird geladen…
Metadaten
- TOP
- Ö 3
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Integrationsrates
- Gremium
- Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration
- Datum
- Mi., 10.06.2015
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- Fachbereich Soziales und Integration
- Geändert
- 23.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 23. Februar 2026 um 09:36