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Unterstützung der Initiative ´Flüchtlinge willkommen` Ratsantrag der Piraten Fraktion vom 21.01.2015 (Nr. 49/17)

FB 50/0067/WP17 · Empfehlungsvorlage (inaktiv)

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Herr Poschmann stellt fest, dass in der Stadt Aachen keine Willkommenskultur für Flüchtlinge besteht. Am 06.11.2014 hat eine erste Sondersitzung zur Flüchtlingsthematik stattgefunden. In den darauffolgenden Monaten ist nichts geschehen, um eine adäquate Lösung zur Unterbringung der Flüchtlinge zu finden. Aktuell hat man sich in der zweiten Sondersitzung am 23.06.2015 entschieden Flüchtlinge in Wohncontainern unterzubringen, was die Fraktion Piraten als nicht menschenwürdig erachtet.

Die Fraktionen CDU, SPD und Grüne weisen den Vortrag des Herrn Poschmann als ungehörig und unzutreffend zurück. Die Arbeit der Verwaltung und Politik in den letzten Monaten zeigt, dass man die eingeschlagenen Wege und getroffenen Entscheidungen gut durchdacht hat und immer das Wohl der Flüchtlinge im Blick hatte.

Der Beschluss wird mit einer Gegenstimme gefasst.

Beschluss

Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie stimmt dem Vorschlag der Verwaltung zu.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Integrationsrat folgt dem Vorschlag der Verwaltung und empfiehlt dem Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie, ebenso zu verfahren.

Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie stimmt dem Vorschlag der Verwaltung zu.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Mit Ratsantrag vom 21.01.2015 beantragt die Piraten-Fraktion, folgenden Beschluss zu fassen:

Die Verwaltung wird beauftragt, die Initiative „Flüchtlinge Willkommen“ zu unterstützen und auch auf der Webseite der Stadt Aachen zu bewerben.

Lage in Aachen

Bei der Unterbringung von Flüchtlingen handelt es sich um eine kommunale Pflichtaufgabe. Die Stadt Aachen legt Wert darauf, Flüchtlinge angemessen unterzubringen. Flüchtlinge werden in der Regel zunächst städtischen Übergangsheimen (in abgeschlossenen Wohnungen oder Gemeinschaftsunterkünften) untergebracht. Mehr als 500 Flüchtlinge (über 50%) leben bereits in Einzelwohnungen.

Aufgrund der Zunahme der unterzubringenden Flüchtlinge und der begrenzten Unterbringungs-kapazitäten besteht in Aachen seit Anfang dieses Jahres zudem keine Verpflichtung für die Flüchtlinge mehr, die städtische Unterbringung in Anspruch zu nehmen.

Alle Bewohner sind auszugsberechtigt und können sich selber um Wohnraum bemühen. Der Aufnahme von Flüchtlingen in Wohngemeinschaften steht daher bei angemessenen Mietkosten nichts im Wege.

Vorschlag der Verwaltung

Der in Berlin ansässige Verein Mensch Mensch Mensch e.V. bringt in seinem Internetportal „Flüchtlinge willkommen“ deutlich zum Ausdruck, dass er die bestehenden Rechtsvorgaben zum Ausländerrecht im Rahmen seines Projektes nicht für maßgeblich erachtet und den Umgang öffentlicher Stellen in Bezug auf die Betreuung und Versorgung von Flüchtlingen grundsätzlich kritisiert.

In Anbetracht der oben angeführten Bemühungen der Stadt Aachen, die hier lebenden Flüchtlinge im Rahmen der geltenden Vorschriften und ihrer engen haushaltsrechtlichen Möglichkeiten bestmöglich zu betreuen und zu versorgen, wird eine Bewerbung des Projektes „Flüchtlinge Willkommen“ auf der Webseite der Stadt Aachen aus Sicht der Verwaltung als unpassend betrachtet. Dies gilt auch, weil mit einem Link verbunden gleichzeitig auch eine gewisse Verantwortlichkeit seitens der Stadt Aachen für den Inhalt eintritt.

Ebenfalls ist zu beachten, dass die Wohnungsvermittlung des Anbieters der Webseite auch illegal in der Bundesrepublik lebende Personen in die Vermittlung einschließt.

Letztlich erscheint es aufgrund der geringen Zahl der durch die Initiative bislang im Bundesgebiet vermittelten Flüchtlinge (40 Personen seit November 2014) unwahrscheinlich, dass ein tatsächlich relevanter Vermittlungserfolg zu verzeichnen wäre.

Die Betreuung der in Aachen untergebrachten Flüchtlinge erfolgt durch den städtischen Sozialdienst.

Die Verwaltung schlägt vor, den Hinweis auf das Angebot des Vereins Mensch Mensch Mensch e.V. und dessen Internetauftritt www.fluechtling-willkommen.de im Rahmen der Beratung durch den Sozialdienst an die Flüchtlinge in den städtischen Einrichtungen weiterzugeben.

Weitere Dokumente (1)

Die Dokumente werden direkt vom Ratsinformationssystem der Stadt Aachen abgerufen und nicht von uns gespeichert oder gehostet.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2015-05-28 FB 50_0067_WP17 Unterstuetzung der In SAO.pdf

23.11.2024

181.2 KB

Metadaten

TOP
Ö 8
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Soziales, Integration und Demographie
Gremium
Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie
Datum
Do., 25.06.2015
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Empfehlungsvorlage (inaktiv)
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Empfehlungsvorlage (inaktiv)
Federführend
Fachbereich Soziales und Integration
Geändert
23.2.2026
Inhalt abgerufen
23. Februar 2026 um 09:51