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Organisatorische Veränderungen im Gebäudemanagement der Stadt Aachen

E 26/0032/WP17 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Frau Ferber erläutert, dass mit der Vorlage zu den organisatorischen Änderungen im Gebäudemanagement der Betriebsausschuss als Aufsichtsgremium des Gebäudemanagements über wesentliche Änderungen der Geschäftsstruktur unterrichtet werden soll.

Seit Gründung des Gebäudemanagements 2004 war die Struktur klassisch organisiert und hat sich bislang in der Vergangenheit gut bewährt.

Aufgrund der Änderung des Aufgabenvolumens und auch Änderung der Aufgabenarten wurde seitens der Betriebsleitung es als sinnvoll erachtet, die Organisationsstrukturen den vorgenannten Änderungen anzupassen.

So wurde mit den Änderungen der Organisationsstrukturen eine deutlichere Trennung der Aufgabenbereiche Instandhaltung und Maßnahmen im Neu-, Um- und Erweiterungsbau sowohl in der Abteilung Technisches als auch Hochbautechnisches Gebäudemanagement.

Ziel dieser organisatorischen Veränderung war insbesondere, das vorliegende Know-how zu bündeln und dem seit 2009 stetig ausgeweitetem Aufgabenvolumen gerecht zu werden.

Herr Schavan ergänzt, dass in der Hochbautechnischen Abteilung seit dem 01.04.2015 ein neues Team mit der Bezeichnung „Zentrale Fachaufgaben“ installiert worden sei.

Hauptaufgabe des Teams sei es, im Rahmen einer Projektzielklärung eine verstärkte Bedarfsplanung herbeizuführen. Dies sei wichtig, da die Wirtschaftlichkeit einer Baumaßnahme sich zu Beginn einer Planung am stärksten beeinflussen lasse.

Diese methodische Ermittlung des Bedarfes und dessen zielgerichtete Aufarbeitung wird als „Leistungsphase 0“ bezeichnet, – eine Leistungsphase, die den eigentlichen Planungsphasen der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) vorgelagert ist.

Die Bedarfsklärung lege die Grundlagen für die weitere Planung.

Herr Schavan gibt aber zu bedenken, dass das Gebäudemanagement nach wie vor keine eigenen Planungskapazitäten habe.

So würden alle Neu-, Um- und Erweiterungsbauten in der Planung und Bauleitung zu 100 Prozent an Externe vergeben.

Aus diesem Grundsei auch bei kurzfristigen Anfragen und Ausarbeitungswünschen zu einzelnen Themen zu beachten, dass aufgrund einer fehlenden Planungsabteilung keine ausreichenden Kapazitäten für diese Aufgabenerledigung zur Verfügung stünden.

Ratsherr Jacoby fragt nach, ob angedacht sei, den Aufbau einer festen Planungsabteilung anzustoßen.

Dies wird durch Herrn Schavan verneint, da dies auch politisch bisher nicht gewollt sei. Er hält die Diskussion darüber aber für erforderlich und verweist an dieser Stelle auf die Ausführung des Positionspapiers im Jahr 2014.


Er gibt jedoch zu bedenken, dass Fachkompetenz und Berufserfahrung nur durch eigene Aufgabenerledigung wieder aufgebaut und/oder gehalten werden könne. Dazu sei ein Grad von

15 – 30 % eigene Aufgabenerledigung erforderlich. Dies sei auch bei der Kontrolle der Externen als wertvoll zu erachten.

In der anschließenden Diskussion wird die Wirtschaftlichkeit bei Vergaben von Planung und Projektierungvon Maßnahmen mit kleinerem Bauvolumen an Externe im Vergleich zur eigenen Aufgabenerledigung erörtert.

Im Weiteren wird nachgefragt,ob mit der Zuweisung der Stellen im vergangenen Jahr, die nun sukzessive besetzt wurden, zu erwarten sei, dass Kapazitäten für diese Aufgaben freigeworden sind bzw. werden.

Herr Schavan weist ausdrücklich darauf hin, dass die mit Positionspapier geforderten und mit Beschluss des Betriebsausschusses und des Rates bewilligten Stellen u. a. mit Mitarbeitern besetzt worden seien, um die Betreiberfunktion zu sichern.

Die mit Positionspapier erbetenen Stellen für Instandhaltungsaufgaben wurden jedoch nicht bewilligt.

Ratsherr Höfken bittet, diese Diskussion mit einer Vorlage in einer der nächsten Ausschusssitzungen aufzubereiten und als Tagesordnungspunkt einzubringen.

Beschluss

Der Betriebsausschuss nimmt den Bericht zu den organisatorischen Veränderungen im Gebäudemanagement der Stadt Aachen einstimmig bei einer Enthaltung zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Betriebsausschuss nimmt den Bericht zu den organisatorischen Veränderungen im Gebäudemanagement der Stadt Aachen zur Kenntnis

Erläuterungen

Erläuterungen:

Bis zum 01.03.2014 waren die Aufgaben innerhalb der Abteilung Technik (E 26/30) und Hochbau

(E 26/40) so organisiert, dass die dort eingesetzten Mitarbeiter/innen sowohl Instandhaltungsaufgaben als auch Projekte im Rahmen von Neu-, Um- und Erweiterungsbauvorhaben betreuten.

Darüber hinaus sah die Organisation innerhalb des E 26/40 vor, dass ein Team sich mit dem Objekt-management der Schulgebäude und ein weiteres Team sich mit dem der nichtschulischen Gebäude befasste.

Zum 01.03.2014 wurden in einem ersten Schritt die bisherigen Teams E 26/41 (Objektmanagement Schulen) und E 26/42 (Objektmanagement nicht schulische Gebäude und Zentrale Störannahme) zu einem Team zusammengeführt.

Durch diese Maßnahme wurden u.a. das Kerngeschäft der Instandhaltung und des Objektmanagements gestärkt und die Aufgaben und fachlichen Kompetenzen gebündelt. Ebenfalls werden in diesem neuen Team die Entwicklung, Abwicklung und Steuerung von Reparaturprogrammen in den Bestandsgebäuden wahrgenommen.

Durch diese Zusammenführung kann noch besser gewährleistet werden, dass eine permanente gezielte bautechnische Fort- und Weiterbildung und ein stetiger fachlicher Austausch sichergestellt und der Gesamtüberblick über die Bestandsgebäude vereinfacht und verbessert werden.

Zu diesem Zeitpunkt existierte bereits eine Organisationseinheit, die größere Neu,- Um- und Erweiterungsbaumaßnahmen fachlich begleitete. Durch die Herauslösung weiterer Stellenanteile aus den bisherigen Teams und Zuweisung zu dieser Einheit wurde sichergestellt, dass ab 01.03.2014 alle Bauherrenaufgaben der Projektleitung und Projektsteuerung gebündelt in dem Team E 26/44 - Projektmanagement - wahrgenommen werden. Zur Entlastung der Abteilungsleitung, der seinerzeit alle Mitarbeiter/innen des E 26/44 direkt unterstellt waren, wurde auch in dieser Organisationseinheit eine Teamleitung mit Vorbereitungs-, Bündelungs-, Koordinations- und Gesamtsteuerungsaufgaben installiert.

Mit diesen organisatorischen Veränderungen verfolgte die Betriebsleitung folgende Ziele:

  • Verbesserung der Wahrnehmung von Bauherrnaufgaben
  • effizientere Vorbereitung und Umsetzung komplexer Neu-, Um- und Erweiterungsbauvorhaben (NUE-Bauten)
  • Optimierung der abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit bei Projekten
  • klare Abgrenzung der Kernaufgaben Instandhaltung und Projektdurchführung
  • weniger Aufgabenüberschneidungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und damit eine klarere Orientierung in der Aufgabenwahrnehmung für jeden Einzelnen.

Ziel war es bereits zum damaligen Zeitpunkt, auch die Aufgabenverteilung innerhalb der Abteilung Technisches Gebäudemanagement (E 26/30) in gleicher Form vorzunehmen. Die damalige Situation ließ es aufgrund fehlender personeller Ressourcen aber nicht zu, eine Aufteilung nach Instandhaltungs- und Projektaufgaben vorzunehmen.

Mit Genehmigung zusätzlicher Stellen durch den Betriebsausschuss und Rat der Stadt auf der Basis des Positionspapiers der Betriebsleitung konnte die Basis geschaffen werden, auch in dieser Abteilung zum 01.02.2015 ein neues Team „Projekte TGA“ zu bilden. Die bisher in den Teams E 26/31 – TGA Haustechnik und E 26/32 - TGA Elektrotechnik wahrgenommenen Aufgaben im Rahmen des Neu-, Um- und Erweiterungsbaus wurden in das neue Team verlagert.

Durch diese Konzentration soll u. a. die Qualitätssicherung bei Projekten noch konsequenter als bisher sichergestellt werden.

Zum gleichen Zeitpunkt wurde in der Abteilung E 26/40 ein neues Team E 26/45 „Zentrale Fachaufgaben“ gebildet. In diesem Team werden nun Aufgaben der Bedarfsanalyse und Bedarfsplanung, Vertrags- und Vergabemanagement, Wettbewerbe, Vorplanungen und Machbarkeitsstudien, Inklusion sowie Öffentlichkeitsarbeit und Sonderaufgaben gebündelt.

Hierzu sind im Positionspapier der Betriebsleitung unter der Gliederungsziffer 11. „Zentralisierung projekt-/ objektübergreifender Fachaufgaben (HOAI, TVgG, Weiterentwicklung baulicher Standards, Gremienarbeit u.ä.)“ Ausführungen erfolgt, die auch zu einer Stellenbildung für diese Aufgaben geführt haben.

Weitere Dokumente (2)

Organigramm vorher
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Organigramm nachher
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Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2015-08-04 E 26_0032_WP17 Organisatorische Ver SAO.pdf

17.11.2024

118.6 KB

Metadaten

TOP
Ö 4
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Betriebsausschusses für das Gebäudemanagement
Gremium
Betriebsausschuss Gebäudemanagement
Datum
Di., 25.08.2015
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
E 26 - Gebäudemanagement
Geändert
23.2.2026
Inhalt abgerufen
23. Februar 2026 um 09:54