Beratung
- Vor der Sitzung des Landschaftsbeirates fand um 16.00 Uhr ein Ortstermin zum Thema „Besichtigung der Ausgleichsmaßnahmen der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft“ in Oberforstbach „Am Entenplatz“ statt. Eine weitere Ortsbesichtigung ebenfalls zum Thema „Ausgleich“ fand im Anschluss daran bei„Gut Frohnhof“ statt.
Bei dem Ortstermin anwesend waren:
Herr Alexander von Frantzius
Herr Horst Bernhardt
Herr Georg Bündgens
Herr Thomas Kirchübel
Frau Sibille Lohmann
Frau Ute Ranft
Herr Heinz Gossens
Herr Herbert Fleu
Herr Frank Radermacher
Frau Elisabeth Jung
von der Verwaltung:
Herr Jürgen Drautmann, FB 36/42
Frau Andrea Milobara, FB 36/42
Ortstermin „Am Entenplatz“:
Der Ausgleich, welcher „Am Entenplatz“ durchgeführt wurde, ist im Auftrag der Stadt Aachen durch die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft erfolgt. Der Ausgleich erfolgte, um die Bebauungspläne Erzberger Allee, Kornelimünster-West/Schleckheimer Straße und Debeyestraße/Trierer Straße in Teilen zu kompensieren. Die Kompensationsfläche umfasst eine Fläche von insgesamt ca. 2,6 ha und ist auf den Grundstücken Gemarkung Walheim, Flur 1, Flurstücke 1048 und 1049 sowie Flur 2, Flurstücke 404 (teilweise), 417, 1212 und 1213 durchgeführt worden.
Anlässlich des Ortstermines wurden insbesondere die Grundstücke Gemarkung Walheim, Flur 2, Flurstücke 1212 und 404 in Augenschein genommen. Es handelte sich zuvor um intensiv genutztes Grünland und wurde in Streuobstgrünland (regionaltypische Streuobst-Hochstämmen) mit Heckenstrukturen (Weißdorn-Kastenhecken) umgewandelt. Die Bewirtschaftung der Flächen erfolgt als Weidenutzung mit einer maximalen Besatzdichte bis 4 Großvieheinheiten (GVE) pro ha.
Auf Nachfrage von Herrn Bernhardt, aus welchem Grunde die Umsetzung des Ausgleich an die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft abgegeben worden sei, wird bekanntgegeben, dass dies zum einen daran liege, dass nicht genügend Personal verfügbar sei, um den Ausgleich durchzuführen und es zum anderen auch an städtischen Flächen mangele; die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft führe Kompensationsmaßnahme auf privaten Flächen durch.
Es erfolgt vor Ort noch eine kurze Diskussion darüber, ob 4 GVE/ha eine extensive Bewirtschaftung einer Fläche darstelle. Nach Meinung von Herrn Fleu sei eine extensive Bewirtschaftung lediglich bei 1,5 GVE/ha gewährleistet.
Ortstermin „Gut Fronhof“:
Herr Drautmann erläutert vor Ort, dass die Fläche am „Gut Fronhof“, Gemarkung Kornelimünster, Flur 10, Flurstück 597, eine Größe von insgesamt 23.963 m“ habe. Er führt weiterhin aus, dass die Fläche in 3 Teilflächen unterteilt werden könne. Die 1. Teilfläche habe eine Größe von insgesamt 10.481 m². Diese befinde sich vom Fronhofer Weg gesehen am hinteren nördlichen Bereich der Gesamtfläche. Es handele sich hierbei um eine „Alte Obstwiese“, welche an den NABU verpachtet sei.
Die 2. Teilfäche habe eine Größe von insgesamt 700 m² und sei direkt am Fronhofer Weg gelegen. Diese Teilfläche sei an die Eheleute Kuhlmann verpachtet.
Beide Teilflächen liegen nicht in der Verantwortung der Unteren Landschaftbehörde.
Herr Drautmann führt weiterhin aus, dass die im Frühjahr 2015 durch die Untere Landschaftsbehörde der Stadt Aachen durchgeführte Ausgleichmaßnahme auf der 3. Teilfläche erfolgt sei, welche sich vom Fronhofer Weg gesehen am hinteren südlichen Bereich der Gesamtfläche befinde. Die Fläche umfasse eine Größe von 12.781 m“ und sei als Kompensation des städtischen Bebauungsplanes Lichtenbusch Innenbereich durchgeführt worden.
Gepflanzt wurden laut Auskunft von Herrn Drautmann insgesamt 62 verschiedenen Obstbäume, 2 Esskastanien, 3 Walnussbäume, 3 Mispeln, 3 Vogelbeerenebereschen, 3 Trauben wintereiche sowie 1 Sommerlinde. Darüber hinaus seien 320 Stück einheimische Feldgehölze gepflanzt worden.
Ausführende Firma sei die Fa. Holz aus Jülich. Diese übernehme auch bis 2019 die Entwicklungspflege.
Herr Drautmann führt weiterhin aus, dass eine Beweidung der Fläche nicht vorgesehen sei, so dass ca. zweimal jährlich eine Mahd erfolge.
- Herr Meiners stellt die Projekte „Renaturierung Haarbach“ und „Renaturierung Wurm“ anhand von Fotos bzw. kurzer Videosequenzen vor.
- Herr Meiners spricht das Thema Windkraftanlagen Münsterwald, die Entscheidung des Ausschusses für Umwelt und Klimaschutz sowie die in der Sitzung des Landschaftsbeirates am 02.06.2015 beschlossene Abstimmung per E-Mail zum Thema „Verlegung der Stromkabeltrasse für die geplanten WEA im Münsterwald“ an. Er teilt mit, dass es seitens der Bezirksregierung Einwände hinsichtlich dieses Verfahrens gegeben habe, da zunächst ein Verstoß gegen die Gemeindeordnung (nicht gewährleistete Öffentlichkeit des Themas) gesehen worden sei. Seitens der Stadt Aachen wurde eine Stellungnahme gegenüber der Bezirksregierung abgegeben. Die Einwände haben sich letztendlich als nicht begründet herausgestellt; dennoch sollten zukünftige Entscheidungen des Landschaftsbeirates nur noch im Rahmen der offiziellen Verfahren (Beschlussfassung während der Sitzung oder im Rahmen eines Beteiligungsfalles) getroffen werden.
Für diesen Tagesordnungspunkt liegen noch keine Beratungsergebnisse vor.
Technische Details
ID: 70325
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=70325
Grunddaten
- TOP
- Ö 8
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Landschaftsbeirates
- Gremium
- Naturschutzbeirat
- Datum
- Di., 08.09.2015
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Status
- gemischt