Sanierung Freibad Hangeweiher- Vorkonzept zum 3. Bauabschnitt -
E 26/0035/WP17 · Entscheidungsvorlage
Beratung
Frau Beigeordnete Schwier weist darauf hin, dass das Freibad Hangeweiher als einziges Aachener Freibad für die Stadt Aachen unverzichtbar ist. Die Beliebtheit des Freibades Hangeweiher zeigt sich auch darin, dass in dieser Badesaison rd. 90.000 Besucher dort waren. Unter Berücksichtigung der unbestritten wichtigen Sport- und Freizeitstätte für die Aachener Bürger wurde bereits der erste Bauabschnitt der notwendigen Sanierungsarbeiten durchgeführt, indem die Technikanlagen für rd. 2,1 Mio. € erneuert wurden. Für 2017 ist der zweite Bauabschnitt der Sanierungsmaßnahmen vorgesehen und mit 2,7 Mio. € auch im Haushalt entsprechend berücksichtigt. Hier sollen die
Schwimmbecken saniert werden und zwar in dem Edelstahlbecken eingesetzt werden. Für diese Maßnahmen, die insgesamt eine Aufrechterhaltung des Badebetriebes gewährleisten werden rd. 5 Mio. € verausgabt.
Sie weist darauf hin, dass allerdings die aktuelle finanzielle Situation der Stadt Verschönerungsmaßnahmen, wozu die Neugestaltung der Gebäude und Außenanlagen zählen, in den nächsten Jahren nicht zu lässt. Daher sollte die Planung hierzu vorerst zurückgestellt werden.
Der Vorsitzende des Sportausschusses, Ratsherr Paul, bittet den technischen Geschäftsführer des Gebäudemanagements, Herrn Schavan um seine Erläuterungen zur Vorlage.
Herr Schavan erklärt im Rahmen einer Power-Point-Präsentation, die der Vorlage bereits beigefügt war, dass bisher nur grobe Vorüberlegungen bezüglich der Gebäude und Außenanlagen bestehen, die keinen Anspruch auf Planungsreife haben. Er erläutert nochmals die Maßnahmen des ersten und zweiten Bauabschnittes, die aus technischen und gesundheitshygienischen Gründen zur Sicherstellung des Freibadbetriebes zwingend erforderlich waren bzw. sind. Er weist ausdrücklich darauf hin, dass im dritten Bauabschnitt Maßnahmen zum Abbau von Funktionsdefiziten usw. angedacht sind. Das Vorkonzept hat bereits dargelegt, dass die Sanierung des vorhandenen Baubestandes unwirtschaftlich ist. Demzufolge ist der Abriss der vorhandenen Gebäude (ohne Technikhaus) und ein Neubau unter Berücksichtigung einer deutlich verkleinerten Nutzfläche angedacht. Derzeit sind auch z. T. ungenutzte bzw. nicht gut ausgelastete Flächen im Umkleidegebäude zu unterhalten. Die Kosten sind im Freibad bei einem Saisonbetrieb jedoch nicht so hoch, wie in anderen Gebäuden.
Er führt deutlich aus, dass es natürlich auch bauliche Mängel im Bereich der Hochbauten im Freibad gibt, für deren Behebung es jedoch derzeit keine zeitlichen Zwänge gibt. Sie müssen in den nächsten 3 bis 5 Jahren nicht saniert werden.
Herr Schavan erläutert des Weiteren, dass das Gebäudemanagement nicht mehr über eine Planungsabteilung verfügt und somit alle entsprechenden Aufträge nach außen vergeben werden müssen. Daher sind auch immer Planungsmittel erforderlich.
Auf Nachfrage von Ratsherrn Paul führt Herr Schavan aus, dass die höchsten Einsparpotentiale im Bereich der Energiekosten liegen. Diese Einsparungen werden im Rahmen der Realisierung des ersten und zweiten Bauabschnittes erzielt werden. Er gibt an, dass er derzeit keine Angaben zu den Unterhaltungskosten für die Hochbauten im Freibad machen kann, weist aber darauf hin, dass diese im Bedarfsfall nachgeliefert werden könnten.
Ebenso macht er nochmals deutlich, dass derzeit keine statisch konstruktiven Probleme bei dem vorhandenen Gebäude vorliegen, die eine kurzfristige Maßnahme erforderlich machen würden.
Der Vorsitzende, Ratsherr Paul, bedankt sich im Namen des Sportausschusses bei Herrn Schavan für die Ausführungen.
Herr Balthasar weist darauf hin, dass für seine Fraktion das Freibad Hangeweiher für Aachen und seine Bürger/innen eine unverzichtbare Einrichtung ist, die auch dem heutigen Standard entsprechen sollte. Dazu gehört für ihn im Wesentlichen auch die Beseitigung der derzeit vorhandenen und auch eingeräumten Funktionsdefizite.
Er führt aus, dass der vorliegende Beschlussvorschlag nicht den Neubau usw. beinhaltet, sondern es sich um die Erstellung der Planung und damit verbunden um Planungsmittel in Höhe einer mittleren 5-stelligen Zahl handelt.
Er weist auf Probleme im Bereich der Städtebauförderung hin, wo Förderungsmöglichkeiten von Maßnahmen am nicht
ausreichenden Planungsstand scheiterten. Aus seiner Sicht sprengen Planungsmittel im Rahmen von 50.000 € bis 100.000 € einen städtischen Haushalt nicht.
Daher plädiert seine Fraktion dafür, den Beschlussvorschlag der Verwaltung in der vorgelegten Fassung zu beschließen.
Herr Orthen sowie die Ratsfrauen Brammertz und Plum sprechen sich dafür aus, die Planung für die Hochbauten und Außenanlagen erst einmal zurückzustellen, da aus ihrer Sicht derzeit kein zwingender Grund für die Realisierung der Maßnahmen vorliegt. Sie weisen auf die angespannte Finanzlage der Stadt und die vielen in anderen Bereichen
sich zwingend ergebenden Aufgaben hin.
Ratsherr Bruynswyck führt aus, dass im September 2014 schon deutlich wurde, dass derzeit für die Maßnahmen im dritten Bauabschnitt keine Planungsmittel bereitgestellt würden. Er stellt den Antrag, dass der Sportausschuss das Vorkonzept zum 3. Bauabschnitt zur Kenntnis nehmen und die Neugestaltung der Gebäude und Außenanlagen bis auf weiteres zurückstellen soll.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Sportausschuss nimmt das Vorkonzept 3. Bauabschnitt zustimmend zur Kenntnis.
Er beauftragt die Verwaltung damit, die Vorüberlegungen zur Neugestaltung der Gebäude und Außenanlagen weiter zur Planungsreife ausarbeiten zu lassen und die Ergebnisse dem Sportausschuss in einer der nächsten Sitzungen vorzustellen.
Erläuterungen
Erläuterungen:
In der Sitzung des Sportausschusses vom 04.09.2014 hat das Gebäudemanagement (E26) über die notwendigen Grundsanierungsarbeiten der gesamten stark überalterten und nicht mehr den gesundheitsschutz- und hygienerechtlichen Anforderungen entsprechenden Bädertechnik im Freibad Hangeweiher berichtet. Die Schwerpunkte der dringend auszuführenden Sanierungsmaßnahmen wurden mit ihren Funktionsdefiziten in einer von E26 an Externe beauftragten „Vorstudie“ von 03/2014 aufgezeigt.
Inhalt dieser Vorstudie waren im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtung auch erste Hinweise für eine zukunftsorientierte, heutigen Nutzeransprüchen genügende Ausgestaltung des Freibades Hangeweiher hinsichtlich der Gebäudeinfrastruktur und der Freianlagen.
Bereits hier konnte aufgezeigt werden, dass gerade im Bereich der bestehenden Hochbauten Flächen erheblich optimiert werden könnten.
In seiner Sitzung vom 04.09.2014 beauftragte der Sportausschuss die Verwaltung, weitere konzeptionelle Überlegungen bezüglich Zukunftsfähigkeit des einzigen Aachener Freibades zu entwickeln. Als Grundlage dafür dient die bereits bestehende Vorstudie aus 03/2014 zur Grundsanierung des Freibades Hangeweiher sowie die Richtlinien für den Bäderbau des Koordinierungskreises Bäder (KOK) 2013.
Das Gebäudemanagement legt nun die Ergebnisse der weiteren fachlichen Auseinandersetzung mit dem überwiegend schlechten baulichen Zustand der Hochbauten, den vorhandenen (nicht mehr zeitgemäßen) Flächen, den funktionellen und ablauforganisatorischen Defiziten vor Ort und den Anforderungen des Bedarfsträgers (Fachbereich Sport - FB 52-) an einen zeitgemäßen Freibad-Betrieb als „Vorkonzept“ vor.
Diesem „Vorkonzept“ sind keinerlei Planungsleistungen nach HOAI (Leistungsphase 2 „Vorentwurfsplanung“ oder 3 „Entwurfsplanung“) vorgelagert. Es rundet Machbarkeitsüberlegungen ab, bereitet eine tiefergehende Planung und Kostenermittlung vor und stellt erste Möglichkeiten vor, eine Baustruktur innerhalb eines noch zu entwickelnden Gesamtkonzept zur Zukunft des Freibades zu integrieren.
Sie dient dazu, Lösungen für die heutigen Defizite aufzuzeigen und den veränderten Bedarfen sowohl an Fläche und Funktionszusammenhängen, als auch an Nutzungs- und Aufenthaltsqualität Rechnung zu tragen.
Die Neugestaltung der Aufbauten/Hochbauten beinhaltet einen grob ermittelten (reduzierten) Flächenbedarf von ca.1.000 m² Bruttogeschossfläche (BGF). Zum jetzigen Stand ist dafür von einem Gesamtkostenrahmen (Stand: max. Leistungsphase 1 HOAI, ohne Planung) i.H.v. 1,5 Mio. EUR auszugehen.
Für die Außenanlagen wird z. Zt. zusätzlich ein Gesamtkostenrahmen i.H.v. 0,8 Mio. veranschlagt.
Weitere Erläuterungen können in der Sitzung gegeben werden.
Weitere Dokumente (1)
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Technische Details
ID: 70519
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=70519
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2015-08-20 E 26_0035_WP17 Sanierung Freibad Ha SAO.pdf
13.1.2025
6.2 MB
Metadaten
- TOP
- Ö 3
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Sportausschusses
- Gremium
- Sportausschuss
- Datum
- Do., 10.09.2015
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- FB 52 - Fachbereich Sport
- Geändert
- 23.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 23. Februar 2026 um 10:04