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Forstwirtschaftsplan 2016

FB 36/0067/WP17 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Herr Bezirksbürgermeister Tillmanns begrüßt Herrn Odrost vom Fachbereich Umwelt.

Herr Odrost verweist auf die Vorlage erläutert, dass in den vergangenen Jahren im Brander Wald ruhig gewirtschaftet worden sei. Zurzeit werde die Forsteinrichtung durch ein qualifiziertes Forsteinrichtungsbüro überarbeitet. Aktuell seien ca. 50 % der Waldfläche inventarisiert und überplant. Die endgültigen Ergebnisse würden Anfang nächsten Jahres erwartet. Die Einschlagsmaßnahmen bewegen sich im Hiebsatz; in diesem Jahr seien keine Pflanzmaßnahmen vorgesehen.

Herr Meyer von der CDU-BF bedankt sich bei Herrn Odrost für seinen Vortrag und die hervorragende Unterhaltung des Brander Waldes. Die Begehbarkeit der Wege werde auch für Erholungssuchende gewährleistet.

Ratsherr Blum von der FDP bedankt sich ebenfalls bei Herrn Odrost und bittet ihn darum, eine Einschätzung über den Zustand des Brander Waldes zu geben.

Herr Odrost teilt mit, dass seinerzeit beim Sturm Wiebke im Jahre 1990 nicht alle Flächen in dem 60 ha großen Forst neu aufgeforstet worden seien. Statt des zuvor vorherrschenden Fichtenbewuchses werde ein Laubbaumbewuchs forciert. Schließlich seien Buchen die natürliche Baumart in diesem Bereich. Trotz des sauren Regens befinde der Brander Wald sich auf einem guten Niveau. Mit der Baumart Buche sei man auf einem guten Weg, da fast alle Eschen krank seien und in den nächsten 3 Jahren absterben würden. Eine Reaktion aus Klimaschwankungen sei für langfristig planende Forstleute schwierig. Es sei eine Zunahme der Population der Gelbbauchunke zu verzeichnen.

Frau Lürken-Souvignier von der CDU-BF hat festgestellt, dass z. Zt. im Brander Wald Hölzer liegen. Sie fragt nach, ob die Stämme liegen bleiben sollen.

Herr Odrost antwortet hierauf, dass es sich um einen regulären Einschlag handele. Aus dem letzten Jahr sei noch eine geringe Menge Kiefernholz vorhanden, ansonsten befinde sich im Brander Wald kein Restholz. Das geschlagene Holz gehe so weg wie es geschlagen werde. Was nicht benötigt werde, bleibe als Totholz stehend oder liegend zurück.

Herr Bezirksbürgermeister Tillmanns bedankt sich bei Herrn Odrost für seinen Vortrag.

Beschluss

Die Bezirksvertretung Aachen-Brand nimmt die Forstwirtschaftspläne für das Forstwirtschaftsjahr 2016 für den Brander Wald zustimmend zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Die Bezirksvertretung Aachen-Brand nimmt die Forstwirtschaftspläne für das Forstwirtschaftsjahr 2016 für den Brander Wald zustimmend zur Kenntnis.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Forstwirtschaftsplan 2016

Die Forstwirtschaftspläne basieren auf der mittelfristigen Betriebsplanung (so genannte Forsteinrichtung) vom 1.10.2003. Diese war zum 01.10.2013 abgelaufen und wurde mit Zustimmung der Unteren Forstbehörde bis heute fortgeschrieben.

Zurzeit wird die Forsteinrichtung durch ein qualifiziertes Forsteinrichtungsbüro überarbeitet. Bisher sind rund 50 Prozent der Waldfläche inventarisiert und beplant. Die endgültigen Ergebnisse werden im Januar 2016 erwartet.

a) Holzeinschlag

*)Alh = andere Laubbäume mit hoher Umtriebszeit (Esche, Bergahorn, Kirsche)

Aln = andere Laubbäume mit niedr. Umtriebszeit (Roteiche, Birke, Roterle, Eberesche, Robinie, Rosskastanie)


Einschlagsplanung

Der jährliche Hiebssatz wird im Forstbetrieb durch die Forsteinrichtung festgelegt und gibt die flächenbezogene nachhaltig einschlagbare Holzmenge in Festmeter (entspricht Kubikmeter) an. Er ist nach Holzartengruppen unterteilt und wird so bemessen, dass die Ertragskraft des Waldes sowie die Nachhaltigkeit der Waldfunktionen erhalten bleiben.

Aufgrund des zurückhaltenden Holzeinschlags in der Vergangenheit könnten im kommenden Jahr 2.203 fm genutzt werden. Geplant sind dagegen 609 fm, mit Schwerpunkt in der Baumart Fichte und Kiefer. Auch wenn sich die Holzmarktsituation für Fichtenstamm- und kurzholz im vergangenen Jahr etwas verschlechtert hat (Preisrückgang ca. 8-10%), sind die Preise nach wie vor attraktiv. Der Einschlag von Laubholz dient in erster Linie der Brennholzversorgung von Kleinabnehmern.

Über den gesamten Forsteinrichtungszeitraum (13 Jahre) betrachtet wurde der Holzeinschlag um 12 % unterschritten. Im Sinne einer nachhaltigen, aber auch umweltgerechten und marktkonformen Holznutzung wurden die Laubholzvorräte geringfügig aufgebaut und die Nadelholzvorräte geringfügig abgebaut.

b) Kulturen, Wege, Erholung

Kulturen und Jungbestände

Im Forstwirtschaftsjahr 2016 sind keine Pflanz- und Kultursicherungsmaßnahmen vorgesehen.

Wegebau/Wegeunterhaltung/Erholungseinrichtungen

Ziel ist es, die Wegesubstanz auf dem vorhandenen Niveau zu halten. Die Unterhaltungsarbeiten werden überwiegend in Eigenregie durchgeführt.

Die Maßnahmen im Bereich der Erholungseinrichtungen beschränken sich ebenfalls auf Instandhaltungsarbeiten.

c) Fremdaufträge

Kosten für die Holzbringung: Das in Eigenregie aufgearbeitete Holz muss durch Unternehmer bis an die LKW-befahrbaren Wege geliefert werden. Für diese Arbeiten werden Kosten in Höhe von 3.000 Euro kalkuliert.

Verkehrssicherungsmaßnahmen: ca. 3.000 Euro

Unterhaltungsarbeiten an sand-/wassergebundenen Wegen,
Gräben und Böschungen, Erhaltung des Lichtraumprofils, Wegebaumaterial: ca. 2.000 Euro

Auswirkungen

finanzielle Auswirkungen

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

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Auszahlungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Folgekos-ten (alt)

Folgekos-ten (neu)

Ertrag

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Personal-/

Sachaufwand

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Abschreibungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Kosten für Unternehmerleistungen:

Kosten für die Holzbringung:3.000 Euro

Verkehrssicherung:3.000 Euro

Wegebau inkl. Umbau v. Schwarzdecken:2.000 Euro

Summe: 8.000 Euro

Abstimmungsergebnis

Einstimmig
Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2015-10-05 FB 36_0067_WP17 Forstwirtschaftsplan SAO.pdf

22.11.2024

124.8 KB

Metadaten

TOP
Ö 8
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Brand
Gremium
Bezirksvertretung Aachen-Brand
Datum
Mi., 28.10.2015
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 36 - Fachbereich Klima und Umwelt
Geändert
23.2.2026
Inhalt abgerufen
23. Februar 2026 um 10:20