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Radschnellweg Euregio: 1. Stufe der Bürgerbeteiligung

FB 61/0300/WP17 · Kenntnisnahme

Radschnellweg Euregio: 1. Stufe der Bürgerbeteiligung

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Herr Larscheid, FB 61 erläutert der Bezirksvertretung Laurensberg den derzeitigen Sachstand.

Herr Gilson zieht die Notwendigkeit der Schaffung eines Radschnellweges grundsätzlich in Zweifel und fragt nach, warum keine Auffahrt auf den Radschnellweg in Laurensberg geschaffen werden könne. Die Streckengestaltung wäre in seinen Augen sinnvoller im Bereich des Campus West / Melaten anzusiedeln und sollte nicht über den Alten Bahndamm führen. Hierzu erläutert Herr Larscheid, dass es hinsichtlich der Gestaltung Möglichkeiten zu einer filigranen Ausgestaltung gäbe, die sowohl eine Nutzung für Radfahrer als auch für Fußgänger ermögliche. Eine Anbindung von Laurensberg an den Radschnellweg würde vorgesehen, um möglichst einfach auf den Schnellweg zu gelangen. Er weist darauf hin, dass Campus West / Melaten grundsätzlich mit einbezogen werden wird.

Herr Knörzer lobt das vorbildliche Beteiligungsverfahren und sieht die Notwendigkeit der weiteren Verfolgung als gegeben, um dem erhöhten Verkehrsaufkommen künftig Rechnung tragen zu können.

Herr Biesing hält ebenfalls einen Perspektivwechsel für dringend erforderlich und ist der Auffassung, dass eine Streckenführung über den Alten Bahndamm grundsätzlich als gut anzusehen sei, da es sich hierbei um eine relativ ebene Strecke handele. Zu den von Herrn Knörzer und Herrn Biesing gestellten Fragen bezüglich der Kosten legt Herr Larscheid dar, dass diese derzeit nicht realistisch absehbar sind. Er äußert weiterhin, dass eine Realisierungschance gegeben sei, dies jedoch weiterer intensiver Prüfung bedürfe.

Herr Jaramaz legt dar, dass die Erforderlichkeit eines Radschnellweges grundsätzlich gegeben sei; er stellt sich jedoch derzeit die Frage nach der technischen Machbarkeit. Insbesondere im Bereich Tittardsfeld sei diese noch stark klärungsbedürftig.

Frau Perschon regt an, dass die Planung nicht nur bezirksbezogen sondern global behandelt werden müsse. Sie sieht große Chancen in dem Projekt und fragt nach, wie die Politik mit in die Planung einbezogen werden kann.

Herr Larscheid äußert hierzu, dass es sich derzeit lediglich um die 1. Stufe der Bürgerbeteiligung gehandelt habe und weitere Schritte (voraussichtlich April 2016) im Bereich der Beteiligung geplant wären. Hier bestünde sodann auch die Möglichkeit, weitere Bedenken und Anregungen mit einfließen lassen zu können.

Er informiert die Bezirksvertretung darüber, dass in der 2. Stufe der Bürgerbeteiligung die Arbeitsgruppe Radverkehr mit einbezogen werden soll, welche sich dann ebenso wie jeder Bürger in die Diskussion mit einbringen kann.

Herr Claßen regt an, den in Laurensberg ansässigen Einzelhandel mit in die Überlegungen einzubeziehen. Herr Biesing äußert, dass eine rechtzeitige Kostentransparenz aus seiner Sicht wünschenswert sei.

Weitere Wortmeldungen erfolgten nicht.

Beschluss

Die Bezirksvertretung Aachen-Laurensberg nimmt die Ausführungen der Verwaltung einstimmig zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Die Bezirksvertretung Aachen-Richterich nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.

Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.

Die Bezirksvertretung Aachen-Laurensberg nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.

Der Mobilitätsausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Sachstand

In der Zeit vom 08. bis zum 29.06.2015 wurde im Rahmen der Machbarkeitsstudie die erste Stufe der Bürgerbeteiligung durchgeführt. Über die ersten Ergebnisse wurde zunächst im Bauausschuss der Städteregion Aachen am 26.08.2015 und anschließend in den Septembersitzungen der Bezirksvertre-tungen Aachen-Laurensberg, Aachen-Richterich und Aachen-Mitte sowie im Mobilitätsausschuss be-richtet. Im Bauausschuss der Städteregion wurde festgelegt, dass vor der zweiten Stufe der Bürgerbe-teiligung die Bewertungsergebnisse für alle Abschnitte in den politischen Gremien vorgestellt werden sollen. Daher mussten die zunächst für Ende Oktober/Anfang November 2015 angedachten Bürger-workshops in das Jahr 2016 verschoben werden.

Über die Internetseite www.radschnellweg-euregio.de sowie auf schriftlichem Wege wurden 90 ver-schiedene Streckenvorschläge sowie zusätzliche Kommentare von Bürgern eingereicht, die sich zum größten Teil auf einzelne Streckenabschnitte beziehen.

Dies erforderte eine umfangreiche Auswertung, so dass die zweite Stufe der Bürgerbeteiligung sowie der Abschluss der Machbarkeitsstudie erst später als ursprünglich geplant erfolgen können. Mit dieser Vorgehensweise haben die Projektpartner StädteRegion Aachen, Stadt Herzogenrath und Stadt Aachen der – auch von den politischen Gremien aller Partner eingeforderten – umfangreichen Bür-gerbeteiligung in zwei Stufen Rechnung getragen und die Bürgerbeteiligung bereits in einer sehr frühen Projektphase begonnen.

Die besten Streckenvarianten werden für die zweite Stufe der Bürgerbeteiligung aufbereitet.

Diese umfasst Bürgerworkshops in den Bezirken Aachen-Mitte, Aachen-Laurensberg und Aachen-Richterich, in Herzogenrath-Kohlscheid sowie in Herzogenrath-Mitte, die nun für das Frühjahr 2016 geplant sind. Die Festlegung der Termine und Veranstaltungsorte wird in Kürze erfolgen.

In den Bürgerworkshops werden die vorgestellten Streckenvarianten mit den Bürgern diskutiert. Nach einer abschließenden Auswertung wird eine weiter zu bearbeitende Vorzugsvariante für die Linienfüh-rung vorgeschlagen und den politischen Gremien aller Projektpartner zur Entscheidung vorgelegt.

Mit der Festlegung der Vorzugsvariante wird die Machbarkeitsstudie hierfür weitergeführt (Vorplanung) und fertig gestellt. Ein Abschluss der Studie und deren Vorstellung in den politischen Gremien wird dann nach der jetzigen Planung voraussichtlich im Sommer 2016 erfolgen.

Folgende Varianten wurden anhand der Bewertungskriterien (vgl. Anlage 1 – Bewertungskriterien 1. Stufe Bürgerbeteiligung) für die zweite Stufe der Bürgerbeteiligung auf Aachener Stadtgebiet ausge-wählt und weiter verfolgt (vgl. Anlage 2 - Bewertung der Streckenvorschläge):

Abschnitt 1: Aachen-Zentrum nach Aachen-Laurensberg

-vom Grabenring über Wüllnerstraße und Turmstraße oder über die Pontstraße/Malteserstraße zur Rütscherstraße und von dort mit einer Brückenlösung über die Kohlscheider Straße und den Toledoring zum alten Bahndamm in Laurensberg

-vom Grabenring über Wüllner-, Krupp-, Kühlwetter- und Henricistraße; anschließend der Ro-ermonderstraße folgend

Abschnitt 2: Aachen-Laurensberg nach Aachen-Richterich

-entlang der Roermonder Straße

-über den Bahndamm Laurensberg und dann entlang der Roermonder Straße

-über den Bahndamm Laurensberg und Tittardsfeld; danach entlang der Roermonder Straße

Abschnitt 3: Aachen-Richterich nach Herzogenrath-Kohlscheid

-Roermonder Straße; ab Einmündung Roder Weg über den parallel geführten Radweg

-Roermonder Straße; Feldweg Dornkaulstraße und Kämpchenstraße

-Roermonder Straße, Küppershofweg, Hasenwaldstraße, Feldweg Dornkaulstraße und Kämp-chenstraße

Abschnitt 3-4: AachenRichterich nach Herzogenrath Pannesheide

-Roermonder Straße

-Roermonder Straße; ab Gewerbegebiet Roder Weg zur Banker-Feld-Straße, über Haus-Heyden-Straße, Am Vieslapp, dann parallel zur Roermonder Straße

-Horbacher Straße, Banker-Feld-Straße, Haus-Heyden-Straße, Am Vieslapp, dann parallel zur Roermonder Straße

Abschnitt 6+7: Aachen-Richterich nach NL-Grenzübergang Locht

-Roermonder Straße, Horbacher Straße, Grenzübergang Locht

-Roermonder Straße, Horbacher Straße, Grünenthaler Straße, Gierstraße, Vetschauer Weg, Silberpatweg, Avantisallee, Grenzübergang Locht

Finanzielle Auswirkungen

Für den Eigenanteil der Stadt Aachen an den Kosten der Machbarkeitsstudie standen im Jahr 2014 20.000 € beim PSP-Element 4-120201-928-2 52910000 zur Verfügung. Der städtische Eigenanteil in Höhe von 16.516,93 € wurde hieraus an die Städteregion beglichen.

Aufgrund der – auch von den politischen Gremien aller Partner eingeforderten – umfangreichen Bür-gerbeteiligung in zwei Stufen, die nicht in vollem Umfang in der Ausschreibung für die Machbarkeits-studie im Frühsommer 2014 enthalten war, wird sich ein Nachtrag für den Auftrag ergeben. Die Städ-teregion Aachen wird für die Nachtragsleistungen einen Kostenänderungsantrag für die Förderung stellen, so dass auch hier für die Stadt Aachen – im Falle der angestrebten Förderung – nur der städ-tische Eigenanteil (Bei 80 % Förderung verbleibt für die drei Partner 20 % Eigenanteil. Von diesen 20 % übernimmt die Stadt Aachen 25 %, so dass sie etwa 5 % der anfallenden Nachtragskosten über-nehmen muss.) zu leisten sein wird. Sollte der Fördergeber dem Kostenänderungsantrag nicht oder nur teilweise zustimmen, könnte sich der Anteil der Stadt Aachen auf bis zu 25 % der gesamten Mehrkosten erhöhen.

Die genaue Höhe des Nachtrags steht derzeit noch nicht fest und wird baldmöglichst bekannt gege-ben. Die benötigten Mittel müssen dann außerplanmäßig bereitgestellt und durch Einsparungen in andern Produkten des Fachbereichs Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen gedeckt werden.

Auswirkungen

finanzielle Auswirkungen

(Mehrkosten können noch nicht beziffert werden und sind aus dem Produktbereich zu decken; siehe Bemerkungen unter „finanzielle Auswirkungen“ im Fließtext auf Seite 4)

PSP-Element 4-120201-928-2 52910000

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

2015

Fortgeschriebe­ner Ansatz 2015

Ansatz 2016 ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 2016 ff.

Folgekos-ten (alt)

Folgekos-ten (neu)

Ertrag

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Personal-/

Sachaufwand

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Abschreibungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Abstimmungsergebnis

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Weitere Dokumente (2)

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Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2015-11-04 FB 61_0300_WP17 Radschnellweg Euregi SAO.pdf

9.11.2024

5.3 MB

Betroffene Straßen

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Metadaten

TOP
Ö 5
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Laurensberg
Gremium
Bezirksvertretung Aachen-Laurensberg
Datum
Mi., 20.01.2016
Uhrzeit
17:30
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Geändert
22.2.2026
Inhalt abgerufen
22. Februar 2026 um 21:58

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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