TOP 4Öffentlich

Errichtung/Ergänzung von Verkehrsschildern "Tempo 30" in der Buchenstraße, Albert-Einstein-Straße und Am HasbachAntrag der Bezirksfraktion Grüne Aachen-Kornelimünster/Walheim vom 08.06.2015

FB 61/0323/WP17 · Kenntnisnahme

im Ratsinformationssystem anzeigen
Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Für die Grüne-BF ist die Verwaltungsvorlage nicht zufriedenstellend und regt an, die Geschwindigkeitsanzeigetafel mit bezirklichen Mitteln anzumieten.

Für Herrn Pütz stellen die Anzeigetafeln gegenüber dem Fahrzeugführer eine psychologische Hilfe dar. Aus diesem Grunde sollten die Geschwindigkeitsanzeigetafeln angemietet werden.

Die CDU-BF verdeutlicht, dass die Geschwindigkeitsmessungen gezeigt haben, dass sich viele Fahrzeugführer nicht an das gebotene Tempolimit halten. Sie setzt sich daher für regelmäßige Geschwindigkeitsmessungen mit den dafür vorgesehenen Sanktionen ein, da dies erfahrungsgemäß am besten bei den Fahrzeugführern greift. Die Geschwindigkeitsanzeige auf der belgischen Seite in Lichtenbusch hat ca. 3.000 € gekostet.

Die SPD-BF führt aus, dass man die Geschwindigkeitsanzeigetafeln in vielen Orten und kleinen Gemeinden vorfindet. Dies sollte auch in Aachen im Interesse der vorbeugenden Verkehrssicherheit eingeführt werden. Daher sollte die Bezirksvertretung in der künftigen Vorbesprechung zur Verwendung der bezirklichen Haushaltsmittel über eine Anmietung oder Beschaffung beraten.

Herr von Thenen weist darauf hin, dass eine reine Anschaffung oder Anmietung der Geschwindigkeitsanzeigen alleine nicht ausreichend ist, denn die Anzeigentafeln sollen an verschiedenen Standorten installiert werden, so dass die Kosten des Transportes und der Installation auch zu klären sind.

Die Grüne-BF setzt sich für den Vorschlag der SPD-BF ein.

In diesem Zusammenhang weist Frau Claßen darauf hin, dass die Bezirksvertretung Laurensberg eine Geschwindigkeitsanzeigetafel angeschafft hat und sich der Aachener Stadtbetrieb bereit erklärt hat, diese Anlage zu betreuen. Sollten jedoch in Aachen mehrere dieser Anzeigetafeln angeschafft werden, ist vorab die Frage der Betreuung zu klären.

Herr Pütz schlägt vor, dass diese Anlagen für einen längeren Zeitraum fest installiert und dann in längeren Intervallen umgehängt werden.

Beschluss

Die Bezirksvertretung nimmt die Ausführungen der Verwaltung einstimmig zur Kenntnis. Der Antrag gilt damit als behandelt.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Die Bezirksvertretung Aachen-Kornelimünster/Walheim nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis. Der Antrag gilt damit als behandelt.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Im Zusammenhang mit dem politischen Antrag und zwei vorab von Anwohnern der Straße Hasbach und der Buchenstraße zugegangenen Beschwerden hat die Verwaltung über eine Permanenterfassung die Geschwindigkeiten in beiden Straßen jeweils über mehrere Tage erfasst. In der Buchenstraße lag bei einer 70stündigen Erfassung die Durchschnittsgeschwindigkeit bei 36 km/h, wobei 32,5 % aller Kraftfahrzeuge über 40 km/h fuhren. Im Hasbach betrug bei einer ca. 80stündigen Dauermessung die Durchschnittsgeschwindigkeit ebenfalls 36 km/h, wobei 27,8 % über 40 km/h fuhren. Beide Straßen lagen außerhalb des für die Stadt Aachen eingestuften Toleranzbereichs von 25 % über 40 km/h, sodass ein Handlungsbedarf besteht.

Eine Möglichkeit zur Geschwindigkeitsreduzierung wäre hier alternierendes Parken mit entsprechender Markierung. Die ASEAG spricht sich jedoch gegen diese Maßnahme aus, weil sie sich negativ auf die Fahrweise der Busse auswirkt. Die Verwaltung wird deshalb durch das städtische Ordnungsamt in beiden Straßen sowie auch in der Albert-Einstein-Straße mobile Geschwindigkeitsmessstellen einrichten und Testmessungen durchführen lassen. Von den Messergebnissen hängt es dann ab, ob und wie intensiv diese Messstellen zukünftig besucht werden.

Die Fachverwaltung verfügt über keine Geschwindigkeitsanzeigetafeln, die in den genannten Straßen aufgehängt werden könnten. Die Bezirke Aachen-Laurensberg und Aachen-Richterich haben aus eigenen Verfügungsmitteln je eine solche Tafel angeschafft und stellen sie den Bewohnern in ihren Bezirken zur Verfügung bzw. lassen sie dort aufhängen, wo es im Einzelfall gewünscht wird. Für das übrige Stadtgebiet besitzt die Verkehrswacht Aachen eine solche Tafel und bringt sie je nach Bürgerwunsch gegen eine geringe Aufwandsentschädigung in den Aachener Straßen an. Hierbei werden Schulwege und schützenswerte Einrichtungen verstärkt kontrolliert.

Die Verwaltung empfiehlt, für nähere Informationen und eventuell Eintragen in eine Warteliste unmittelbar mit der Verkehrswacht Aachen in Verbindung zu treten.

Schließlich wird nochmals darauf hingewiesen, dass auch die Anwohner die Möglichkeit haben, durch wechselseitiges Fahrbahnrandparken in den einzelnen Straßenabschnitten zur optischen Einengung der Fahrbahn und damit Reduzierung der Durchfahrgeschwindigkeiten beizutragen. Hierbei sind natürlich die Durchfahrbreiten für Linienbusse und Rettungsfahrzeuge freizuhalten. In allen Straßen hat sich ein einseitiges Fahrbahnrandparken eingebürgert, das die verbleibende Restfahrgasse übersichtlich macht und damit zum zügigeren Fahren einlädt.

Weitere Dokumente (1)

Die Dokumente werden direkt vom Ratsinformationssystem der Stadt Aachen abgerufen und nicht von uns gespeichert oder gehostet.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2015-12-09 FB 61_0323_WP17 Errichtung_Ergaenzung SAO.pdf

8.3.2025

242.6 KB

Betroffene Straßen

Karte wird geladen…

Metadaten

TOP
Ö 4
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Kornelimünster / Walheim
Gremium
Bezirksvertretung Aachen-Kornelimünster / Walheim
Datum
Mi., 20.01.2016
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Geändert
22.2.2026
Inhalt abgerufen
22. Februar 2026 um 21:57