2. Februar 2016 um 17:00, Verwaltungsgebäude Marschiertor
TOP 5Öffentlich

Konzept für ein Nachbarschafts- und Begegnungszentrum in Burtscheid

FB 23/0172/WP17 · Kenntnisnahme

im Ratsinformationssystem anzeigen
Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Herr Feiter teilte mit, dass die Vorlage im Vorfeld intensiv mit der Initiative Gut! Branderhof abgesprochen wurde. Parallel würden weiter Gespräche über die Doppelscheune geführt. Zuletzt gab es auch Gespräche mit der Planungsverwaltung über den Nachweis von Stellplätzen vor Ort. Diese Frage müsse noch geklärt werden.

Herr Baal erklärte, dass die Initiative Ihr Konzept auch der CDU-Fraktion vorgestellt habe. Seine Fraktion findet das Konzept gut. Es sei jedoch erforderlich, dass weitere Gespräche geführt werden müssten. Seine Partei unterstütze dieses Projekt.

Herr Frankenberger erläuterte ergänzend, dass es jetzt darum ginge, grünes Licht für die weitere Planung zu bekommen, insbesondere für die Klärung der wirtschaftlichen Aspekte. Nach Zustimmung des Ausschusses könnten die Gespräche über eventuelle Fördermittel geführt werden.

Herr Kuckelkorn begrüßte das vorliegende Konzept und erklärte, dass die SPD-Fraktion dem Beschlussvorschlag zustimmen werde.

Herr Moselage gab zu bedenken, dass auf die Stadt nach dem vorliegenden Konzept die laufenden Instandhaltungskosten zukommen werden. Diese könnten gegebenenfalls eine große Belastung für die Stadt Aachen darstellen.

Frau Hörmann dankte der Verwaltung für die Vorlage. Das Konzept müsse nun weiter ausgearbeitet werden und die offenen Fragen geklärt werden. Auch sie erklärte, dass derzeit nicht absehbar sei, in welcher Höhe Kosten auf die Stadt Aachen zukommen werden.

Herr Pütz unterstützte die Aussagen von Herrn Moselage und Frau Hörmann, dass die weiteren Kosten dringend beziffert werden müssten.

Beschluss

Der Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss nimmt den Sachstandsbericht der Verwaltung einstimmig zur Kenntnis. Er beauftragt die Verwaltung gemeinsam mit dem Verein „GUT! Branderhof e.V.“ wirtschaftliche und vertragsrechtliche Aspekte des Konzepts zu konkretisieren. Es sollen detaillierte Finanzrechnungen sowohl für den laufenden Betrieb (Wirtschaftsplan), als auch für die erforderlichen Umbaumaßnahmen (Investitionsplan) aufgestellt werden. Darüber hinaus sollen bzgl. des Förderprogrammes „Initiative ergreifen“ Gespräche mit dem Land geführt werden und die Antragstellung abschließend bearbeitet werden. Das konkretisierte Konzept soll vor Abgabe des Förderantrages dem Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss in einer seiner nächsten Sitzungen vorgestellt werden.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss nimmt den Sachstandsbericht der Verwaltung zur Kenntnis. Er beauftragt die Verwaltung gemeinsam mit dem Verein „GUT! Branderhof e.V.“ wirtschaftliche und vertragsrechtliche Aspekte des Konzepts zu konkretisieren. Es sollen detaillierte Finanzrechnungen sowohl für den laufenden Betrieb (Wirtschaftsplan), als auch für die erforderlichen Umbaumaßnahmen (Investitionsplan) aufgestellt werden. Darüber hinaus sollen bzgl. des Förderprogrammes „Initiative ergreifen“ Gespräche mit dem Land geführt werden und die Antragstellung abschließend bearbeitet werden. Das konkretisierte Konzept soll vor Abgabe des Förderantrages dem Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss in einer seiner nächsten Sitzungen vorgestellt werden.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Der Verein „Gut! Branderhof e.V.“ hat sich im Jahr 2015 mit dem Ziel gegründet, den denkmalgeschützten Gutshof zu einem Nachbarschafts- und Begegnungszentrum zu entwickeln. Die geplanten Projekte sollen alle Menschen aus dem Quartier, auch Kinder, Senioren, Flüchtlinge, Menschen mit Behinderung, Familien auf lebendige Weise miteinander in Kontakt bringen. Der Branderhof ist immer ein naturnaher Ort gewesen, an dem viel mit den Händen gearbeitet wurde, an dem Menschen zusammen kamen und gemeinsam etwas geschafft und geschaffen haben. Genau diese lebendige Atmosphäre möchte der Verein auf den Hof zurück bringen und damit auch der besonderen Historie des Gutshofes Rechnung tragen.

Der Runde Tisch „Nachbarschaftshilfe“ soll hier einen festen Standort haben. Er ist eine Einladung an alle Bürgerinnen und Bürger, mehr Verantwortung füreinander zu übernehmen, sich gegenseitig im Alltag zu unterstützen. Auf diese Weise soll ein zentraler Ort geschaffen werden, an dem Hilfsbedarfe im Viertel schnell erkannt und gemeinsam nach Lösungen gesucht wird. Ein Runder Tisch ist nicht nur für die Brennpunkte der Stadt sinnvoll, sondern für alle Quartiere. Auf diese Weise sollen soziale Ungleichgewichte ausgeglichen werden, bevor sie aufkommen können.

Der Branderhof soll zu einer lebendigen Immobilie werden. Ein Ort, an dem jede und jeder sich auf seine ganz eigene Weise, mit ganz eigenen Fähigkeiten und Leidenschaften einbringen kann. Das Hoftor steht den ganzen Tag über für ALLE weit offen.

Das Vorhaben des Vereins ergänzt aus Verwaltungssicht auf ideale Weise die Planungen rund um das Neubaugebiet am Branderhof. Der identitätsstiftende Charakter des denkmalgeschützten Hofes für das Quartier wird durch die Initiative des Vereins zusätzlich gestärkt, durch sein bürgerschaftliches Engagement übernimmt der Verein soziale Verantwortung für Burtscheid.

Die in der Doppelscheune geplante Kita ist zwar eine eigene wirtschaftliche Einheit aber Bestandteil des Gesamtkonzeptes des Hofes. Durch sie wird der generationsübergreifende Ansatz des Vereinskonzeptes betont. Die Kinder wachsen hier auf, lernen den Hof damit als identitätsstiftenden Ort im Viertel kennen und fühlen sich mit ihm verbunden. Zwischen beiden Vorhaben sind darüber hinaus bereits weitreichende wirtschaftliche Synergien erkannt worden. Diese werden bei der nachfolgenden Kurzbeschreibung der Kernprojekte deutlich.

Kernprojekte:

Gutsküche

•Ertragswirksam

•Kommerzielles-/ehrenamtliches Nutzungskonzept

•Erweitertes integratives Angebot (u.a. Kochkurse; Einbindung Flüchtlinge, Menschen mit Behinderung, Senioren)

•Mittagstisch für die Kinder der KITA

•Das Konzept „genießbar“ machen

Backhaus

•Regelmäßiges Brotbacken für das Quartier

•Das Konzept „riechbar“ machen

Quartiersräume

•Ertragswirksam

•Gemeinschaftlich genutzte Räume unterschiedlicher Größe und Funktionalität

•Regelmäßige Nutzung durch Veranstaltungen der KITA

•Das Konzept „erlebbar“ machen

Runder Tisch

•Gesellschaftlich nachhaltig, langfristiger Gewinn für die Kommune

•Fester Standort Quartiersmanagement

•Vernetzung von Hilfeleistungen

•Das Konzept „fühlbar“ machen

KITA

•Mitnutzer des Hofes und der Vereinsprojekte

•Synergien durch Mittagstisch und (Vereins-) Raumnutzung

Wirtschaftliche Aspekte:

Der Verein sieht keine Möglichkeit zum Kauf des Objektes, auch nicht im Rahmen eines Erbbaurechtes. Das Objekt soll daher im Eigentum der Stadt Aachen bleiben, der Verein erhält einenlangfristigen Nutzungsvertrag. Die für die erforderlichen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen nötigen Finanzmittel sollen durch Fördergelder des Landes NRW („Initiative ergreifen“), vom Verein zu akquirierende Sponsorengelder und vom Verein zu erbringenden Eigenleistungen erbracht werden. Ein Anteil von ca. 20 Prozent müsste von der Stadt Aachen getragen werden.

Der Verein übernimmt mit seinem Bewirtschaftungskonzept die gesamten Betriebskosten des Objektes, sowie die gesamte Rücklagenbildung für die Reinvestition der technischen Einrichtung. Weiterhin übernimmt der Verein anteilige Kosten für die Instandhaltung in Höhe von ca. 8000 Euro pro Jahr. Die Stadt Aachen würde alle über diesen Betrag hinausgehende Kosten für die Instandhaltung der sanierten Gebäude tragen.

Auswirkungen

finanzielle Auswirkungen

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Folgekos-ten (alt)

Folgekos-ten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

0

0

0

0

0

0

Abschreibungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Finanzielle Auswirkungen sind zum aktuellen Zeitpunkt nicht bezifferbar.

Weitere Dokumente (1)

Die Dokumente werden direkt vom Ratsinformationssystem der Stadt Aachen abgerufen und nicht von uns gespeichert oder gehostet.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2016-01-14 FB 23_0172_WP17 Konzept fuer ein Nach SAO.pdf

12.12.2024

333.8 KB

Betroffene Straßen

Karte wird geladen…

Metadaten

TOP
Ö 5
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Wohnungs- und Liegenschaftsausschusses
Gremium
Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss
Datum
Di., 02.02.2016
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 23 - Fachbereich Immobilienmanagement
Geändert
22.2.2026
Inhalt abgerufen
22. Februar 2026 um 22:04