18. Februar 2016 um 17:00, Verwaltungsgebäude Marschiertor
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Turmstraße, Ergänzung der Radverkehrsanlagen im Bereich Einmündung Claßenstraße

FB 61/0367/WP17 · Entscheidungsvorlage

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Beratungsergebnis:geändert beschlossen

Beratung

Herr U. Müller berichtet über den Beschluss der Bezirksvertretung zu dieser Vorlage am Vortag. Er wurde einstimmig gefasst mit der mehrheitlich beschlossenen Ergänzung, dass keine überbreiten Spuren von 5,50 m, sondern 2 getrennte Fahrspuren in jeder Fahrtrichtung markiert werden sollen.

Herr Lindemann trägt folgende Anmerkungen vor:

  1. Das Zusatzzeichen 1022-10 “Radfahrer frei“ zum Zeichen 239 StVO „Sonderweg Fußgänger“ sollte auf dem Plan entfernt werden, da es hier kontraproduktiv sei und der Radverkehr auf der Straße weitergeführt werden sollte.
  2. Wegen der Sperrung der Claßenstraße sei die Bushaltestelle "Audimax" (Fahrtrichtung Ponttor bzw. Innenstadt) ersatzlos aufgehoben und werde zurzeit nicht angefahren.Im Mai 2014 seibeschlossen worden, die Bushaltestelle „Audimax“ in die Claßenstraße zu verlegen(siehe Vorlage FB 61/1125/WP16). Dieser Beschluss müsse umgesetzt werden, sobald die Claßenstraße wieder befahrbar sei.
    Die Verwaltung habe dafür plädiert, die Markierung des Schutzstreifens im Bereich der früheren Bushaltestelle "Audimax" zu unterbrechen, um sich alle Optionen offen zu halten.
    Um jedoch die Bushaltestelle an der alten Stelle zu markieren, müssten die obigen Beschlüsse revidiert werden.Das sei bisher nicht erfolgt, sodass diese nach wie vor gültig seien.
  3. Wie in der B 0 beschlossen, sollen keine überbreiten Spuren von 5,50 m, sondern 2 getrennte Fahrspuren in jede Fahrtrichtung markiert werden. Fehlende Markierungen würden zur Desorientierung der Autofahrer führen.

Frau Poth stimmt zu, dass das Zusatzzeichen 1022-10 “Radfahrer frei“ demontiert werden kann.

Herr Fischer berichtet, die Fraktion Grüne sehe die Sache bezüglich der Änderung der breiten Fahrspuren anders als die Mehrheit der Bezirksvertretung.Es gebe Beispiele für überbreite Straßen, wo es auch funktioniere.

Eine Entflechtung der größer werdenden Fußgängerströme mit dem Radverkehr sei gut; deshalb könne das Schild entfernt werden. Zur Verlegung der Bushaltestelleschlage er vor, diesen Beschluss aufzuheben und den Schutzstreifen durchzuziehen.

Herr A. Müller teilt mit, er befürworte die überbreiten Spuren; dort werde u. U. vorsichtiger gefahren.

Herr Achilles ist der Meinung, wenn die Verwaltung sagt, dass eine überbreite Spur ausreiche und deshalb keine Markierung notwendig sei, dann sollte man es auch so belassen.

Herr U. Müller betont, man spreche hierbei nicht über die Knotenpunkte. Da es keinen Busverkehr gebe, könne man so verfahren, wie vorgeschlagen.

Frau Breuer befürchtet, dass nicht alle Autofahrer und Radfahrer damit zurechtkommen und sicher fahren würden, wenn es keine Markierung gebe.

Anschließend beantragt Herr Lindemann:

  1. Das Zusatzschild (s. o.) soll entfernt werden.
  2. Ob die Bushaltestelle Audimax später verlegt wird,soll offen bleiben, sodaß die Nutzung nach Wiederherstellung geprüft und mit diesem Wissen eine optimale Entscheidung gefällt werden kann.
  3. Anstelle der überbreiten Spuren von 5,50 m, sollen 2 getrennte Fahrspuren in jeder Fahrtrichtung markiert werden.

Der Vorsitzende Herr Ferrari teilt mit, er werde zunächst über den Beschlussvorschlag der Verwaltung abstimmen lassen, dann über den Antrag des Herrn Lindemann.Der Ausschuss fasst folgenden

Beschluss

Der Mobilitätsausschuss beschließt die Umsetzung der Planung gemäß Plan-Nr. 2016/01-02. Die Umsetzung der Maßnahme unterliegt dem Haushaltsvorbehalt sowie der Einzelabstimmung mit der Kommunalaufsicht.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Die Bezirksvertretung Aachen Mitte nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und empfiehlt, dem Mobilitätsauschuss, die Umsetzung der Planung gemäß Plan-Nr. 2016/01-02 zu beschließen.

Die Umsetzung der Maßnahme unterliegt dem Haushaltsvorbehalt sowie der Einzelabstimmung mit der Kommunalaufsicht.

Der Mobilitätsausschuss beschließt die Umsetzung der Planung gemäß Plan-Nr. 2016/01-02.

Die Umsetzung der Maßnahme unterliegt dem Haushaltsvorbehalt sowie der Einzelabstimmung mit der Kommunalaufsicht.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Anlass

An der Claßenstraße wurde ein neues Hörsaalgebäude der RWTH Aachen errichtet, welches Platz für über 4.000 Studierende bieten wird. Auf rund 14.000 Quadratmetern Fläche stehen elf Hörsäle, 16 Seminarräume, eine Pausenhalle mit Café sowie Flächen für die Physiksammlung, Lager und Arbeitsbereiche zur Verfügung. Die beiden größten Hörsäle haben 1.000 und 800 Sitzplätze.

Unmittelbar mit der Inbetriebnahme des Hörsaalzentrums werden enorme Fußgängerströme zwischen Claßenstraße, Campus Kernbereich und Mensa fließen. Die Belastung der Fußgängerfurten an der T-Kreuzung Turmstraße/Claßenstraße führt zu erheblichen Leistungsfähigkeitseinbußen bei gleichzeitig steigenden Kfz-Belastungen. Daher ist ein Ausbau des Einmündungsbereiches aus Leistungsfähigkeitsgründen unerlässlich.

Im Einmündungsbereich der Claßenstraße in die Turmstraße wird eine zusätzliche Linksabbiegespur angelegt.

Eine ursprünglich vorgesehene zusätzliche Rechtsabbiegespur entfällt, da zwischen den vorhandenen Gebäuden kein ausreichender Abstand vorhanden ist.

Gleichzeitig wird den Belangen des Radverkehrs durch die Einrichtung von beidseitigen Schutzstreifen in der Claßenstraße Rechnung getragen werden. Der in die Turmstraße linksabbiegende Radfahrer wird rechts neben der rechten Linksabbiegespur auf der Fahrbahn geführt. Für rechtsabbiegende Radfahrer kann aus Platzgründen kein Angebot hergestellt werden.

Auf der Claßenstraße entfallen sämtliche Fahrbahnrandparkplätze.

Die Arbeiten im Umfeld des Hörsaalzentrum sollen im Sommer 2016 abgeschlossen sein.

Um Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern zu vermeiden sind in der Turmstraße Anpassungen in der Radverkehrsführung erforderlich. Auf der Ostseite der Turmstraße benutzen heute viele Radfahrer den für Radfahrer freigegebenen Gehweg (Fahrtrichtung Ponttor). Dies wird zu Problemen mit den Fußgängern an der signalisierten Fußgängerfurt über die Turmstraße führen. Eine Führung des Radverkehrs in der Fahrbahn der Turmstraße (Fahrtrichtung Ponttor) ist daher dringend geboten.

Beschreibung der Planung

Um im vorhandenen Querschnitt eine Radverkehrsanlage auf Fahrbahnniveau markieren zu können, muss die Mittelinsel in der Turmstraße entfallen. Die neue Fahrbahnaufteilung sieht im Aufstellbereich der Signalanlage dann drei Kfz-Spuren mit einer Breite von 3,0 m und einen Schutzstreifen für den Radverkehr mit einer Breite von 1,77 m vor.

Heute endet der Radfahrstreifen (in Fahrtrichtung Ponttor) auf Höhe der Einmündung Professor-Pirlet-Straße. Der Radverkehr wird hier mit einer Markierung auf den Gehweg (s. Anlage 1) geleitet.

In Verlängerung dieses Radfahrsteifens soll auf der Fahrbahn ein Schutzstreifen mit einer Breite von 1,50 m markiert werden. An der Signalanlage Turmstraße/Claßenstraße wird ein vorgezogener Aufstellstreifen für den Radverkehr eingerichtet. Im weiteren Verlauf vom Einmündungsbereich Claßenstraße bis zur Einmündung Wüllnerstraße wird dieser Schutzstreifen mit Unterbrechung durch die vorhandene Bushaltestelle fortgesetzt (siehe Anlage 2).

Auch an der Haltelinie vor der Wüllnerstraße wird ein vorgezogener Aufstellbereich für den Radverkehr markiert.

Der Radverkehr in Fahrtrichtung Schanz bleibt wie heute in der Nebenanlage. Dem Kfz-Verkehr steht in beiden Fahrtrichtungen ein überbreiter Fahrstreifen mit einer Breite von 5,50 m zur Verfügung.

Kosten und Finanzierung

Vor einer Neumarkierung ist eine Erneuerung der Deckschicht zwischen Professor-Pirlet-Straße und Claßenstraße erforderlich, die teilweise bereits erfolgt ist. Hierfür werden Mittel in Höhe von 80.000 Euro benötigt. Die Markierungskosten betragen 4.000 Euro. Durch den Ausbau der Mittelinsel entstehen Kosten in Höhe von 24.000 Euro. Die erforderlichen Mittel stehen bei PSP-Element

5-120102-000-07200-300-1 und 4-120102-039-2 zur Verfügung.

Auswirkungen

finanzielle Auswirkungen

PSP-Element 5-120102-000-07200-300-1

Investive Auswirkungen

Ansatz

2016*

Fortgeschriebe­ner Ansatz 2016*

Ansatz 2017 ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 2017 ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

307.800,00

307.800,00

0

0

0

0

Auszahlungen

833.203,26

833.203,26

0

0

0

0

Ergebnis

525.403,26

525.403,26

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben

Deckung ist gegeben

PSP-Element 4-120102-039-2

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

2016*

Fortgeschriebe­ner Ansatz 2016*

Ansatz 2017 ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 2017 ff.

Folgekos-ten (alt)

Folgekos-ten (neu)

Ertrag

-11.000

-11.000

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

44.800

44.800

0

0

0

0

Abschreibungen

57.000

57.000

0

0

0

0

Ergebnis

90.800

90.800

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben

Deckung ist gegeben

*inkl. Ermächtigungsübertragung aus dem Haushaltsjahr 2015

Abstimmungsergebnis

einstimmig Danach erfolgt die Abstimmung über den Antrag der Koalition; es ergeht folgender Änderungsbeschluss: Das Zusatzzeichen 1022-10 “Radfahrer frei“ zum Zeichen 239 StVO „Sonderweg Fußgänger“ soll entfernt werden. Die Verlegung der Bushaltestelle „Audimax“ soll offen bleiben, so dass die Nutzung nach Wiederherstellung geprüft und mit diesem Wissen eine optimale Entscheidung gefällt werden kann. Es sollen keine überbreiten Spuren von 5,50 m, sondern 2 getrennte Fahrspuren in alle Fahrtrichtungen markiert werden. mehrheitlich

Weitere Dokumente (2)

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Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2016-01-25 FB 61_0367_WP17 Turmstrasse_ Ergaenzun SAO.pdf

20.11.2024

606.3 KB

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Metadaten

TOP
Ö 4
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Mobilitätsausschusses
Gremium
Mobilitätsausschuss
Datum
Do., 18.02.2016
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Geändert
22.2.2026
Inhalt abgerufen
22. Februar 2026 um 22:09