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Verkehrsprobleme Hirzenrott/Pontsheide durch anliefernde LKWAntrag der SPD-Bezirksfraktion Aachen-Kornelimünster/Walheim vom 19.01.2016

FB 61/0374/WP17 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:geändert beschlossen

Beratung

Die SPD-BF ist mit der Verwaltungsvorlage nicht einverstanden, da aus ihrer Sicht noch offene Fragen bestehen. Die Anlieferer sollen ausschließlich über den Nerscheider Weg die Firmen erreichen, um die zwischen Oberforstbacher Straße und Nerscheider Weg gelegenen Wohnstraßen nicht zu belasten. Die Anzahl von ca. einem falschfahrenden Lkw pro Woche bzw. von maximal zehn pro Monat ist für die SPD-BF relativ viel, wobei die großen Lkw die Probleme bereiten. Berücksichtigen muss man allerdings, dass Anliegerverkehre für die Wohnstraßen frei sind. Es ergeben sich die Fragen, ob die Verwaltung tatsächlich mit dem Landesbetrieb Straßenbau und den Software-Anbietern für die Navigationsgeräte gesprochen haben.

Frau Opitz verdeutlicht dass zwischen benachbarten Wohn- und Gewebegebieten immer verkehrliche Probleme auftreten. Ein Umweg über die Oberforstbacher Straße, dann über die Aachener Straße durch Schleckheim und über den Nerscheider Weg vorbei, ist nicht zumutbar und bringt aufgrund der sich dort befindenden Grundschule Oberforstbach und Kita Schleckheim zusätzliche Gefahren mit sich. Wenn man die Belange der Bürger in Betracht zieht, sollte man dem Teilstück Pontsheide, welches zwischen Nerscheider Weg und Hirzenrott liegt einen neuen Straßennamen geben; aber nicht in Hirzenrott umbenennen.

Für Herrn Pütz sind die falschfahrenden Lkw von einem pro Woche bzw. zehn pro Monat nicht viel.

Die Grüne-BF schlägt vor, die Verwaltung sollte nochmals Kontakt mit dem Landesbetrieb Straßenbau aufnehmen, dass die Aufstellung eines Firmenwegweisers an der Monschauer Straße ermöglicht wird.

Herr von Thenen verdeutlicht, dass zwischen einer Totalsperrung ab 3,5 t Gesamtgewicht und der Möglichkeit für „Anlieger frei“ zu unterscheiden ist. Da die Firma Janssen-Cosmetics postalisch in der Pontsheide angesiedelt ist, sind die Anlieferer Anlieger und dürfen somit die gesamte Straße Pontsheide befahren. Er begrüßt den Vorschlag von Frau Opitz dem besagten Teilstück der Pontsheide einen anderen Straßennamen zu geben.

Auch die CDU-BF stimmt der Idee von Frau Opitz zu, da der Vorschlag einer Umbenennung im Verhältnis die einfachste Lösung darstellt.

Frau Keller informiert, dass die Firma Janssen-Cosmetics zwei Firmeneinfahrten hat und daher auch von der Straße Hirzenrott angefahren werden kann. Sie schlägt vor, die Firma sollte ihren Firmensitz sinnvollerweise in Hirzenrott umbenennen.

Im Hinblick auf die noch unbebauten Grundstücke im angesprochen Straßenstück der Pontsheide, ist für Frau Opitz nur eine Umbenennung sinnvoll.

Herr von Thenen schlägt vor, den Beschlussvorschlag zu erweitern, dass die Verwaltung mit der Firma Janssen-Cosmetics ein Gespräch führt, dass diese ihre Anlieferungen über die Straße Hirzenrott bezieht.

Beschluss

Die Bezirksvertretung nimmt die Ausführungen der Verwaltung einstimmig zu Kenntnis. Die Verwaltung wird gebeten, sowohl mit den Software-Anbietern für die Navigationsgeräte als auch mit der Firma Janssen-Cosmetics zeitnah Gespräche zu führen. Durch Gespräche mit der Firma Janssen-Cosmetics soll erreicht werden, dass diese ihre Anliefererzufahrt über die Straße Hirzenrott ausweist. Über das Ergebnis der Gespräche soll in einer der nächsten Sitzungen berichtet werden.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Die Bezirksvertretung Aachen-Kornelimünster/Walheim nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis. Der Antrag gilt damit als behandelt.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Die von der SPD-Bezirksfraktion bereits wiederholt aufgrund der Beschwerde einiger weniger Anwohner der Pontsheide angeregte LKW-Sperrung der Straße Pontsheide oder aller vier Verbindungsstraßen zwischen Oberforstbacher Straße und Nerscheider Weg würde für die dortigen Anwohner eine erhebliche Verschlechterung ihrer Anlieferungsmöglichkeiten darstellen.

Der Zedernweg, die Pontsheide, der Föhrenweg sowie die Tannenallee dienen nicht nur als „ungewollte“ Zufahrt für vereinzelte Lieferfahrzeuge zur Firma Janssen-Cosmetics, zur Fa. Netto oder zum benachbarten Autohaus, sondern auch allen Anwohnern dieses Wohngebietes Oberforstbachs als Zufahrt. Bei einer Sperrung der Querstraßen ab 3,5 t aus Richtung Oberforstbacher Straße müssten die dorthin orientierten Lieferanten nach dem Abbiegen von der Monschauer Straße auf der Oberforstbacher Straße bleiben und zur Weiterfahrt an der Grundschule Oberforstbach vorbei zur Aachener Straße und von dort aus über den großen und kleinen Nerscheider Weg zum Wohngebiet zurück fahren. Dieser Umweg zur Anlieferung des von der Oberforstbacher Straße verkehrlich abgeriegelten Wohngebietes erscheint gemessen an den wenigen „Falschfahrten“ über die Pontsheide unverhältnismäßig.

Auf Befragen beziffert die Fa. Janssen Cosmetics die Zahl der falschfahrenden LKW mit ca. einem pro Woche und maximal zehn pro Monat. Gemessen an der sehr geringen Verkehrsbelastung der dortigen Verbindungsstraßen und der auch zu anderen Wohnhäusern orientierten Lieferfahrten ist dieser zusätzliche LKW pro Woche nicht so unzumutbar, dass er einen Eingriff in die verkehrliche Erreichbarkeit eines ganzen Wohngebietes in der beantragten Form rechtfertigt.

Die Fa. Janssen hat sich bemüht, bereits auf der Monschauer Straße vor dem Linksabbieger zur Oberforstbacher Straße über die im städtischen Verkehrsraum besonders in Gewerbegebieten zu findenden braunen „Klimm“-Informationstafeln Einfluss auf den Fahrtweg der immer wieder wechselnden ausländischen Lieferanten zu nehmen. Der Landesbetrieb Straßenbau hat jedoch einen entsprechenden Antrag auf Aufstellung eines Firmenwegweisers an der Monschauer Straße abgelehnt.

Die Verwaltung wird nochmals mit den beiden Software-Anbietern für die in Europa gängigen Navigationsgeräte Kontakt aufnehmen und bitten, das Ziel Pontsheide 34-38 via Pascalstraße auszuschildern. Hier wäre ggf. eine Namensänderung dieses Sackgassenstückes in Hirzenrott mit gleichzeitiger Verlegung der Sperrstelle zu prüfen. Der sehr geringe tatsächliche Fremdverkehr im Wohngebiet stellt jedoch diesen Verwaltungsaufwand in Frage.

Nach Auswertung der Unfalldaten hat die Polizei in allen vier Verbindungsstraßen zwischen Oberforstbacher Straße und Nerscheider Weg keinen einzigen Verkehrsunfall mit beklagtem LKW-Durchgangsverkehr registriert. Lediglich ein Unfall im Rangierverkehr (Zurücksetzen in eine Grundstückszufahrt) sowie ein Wenden in der Einmündung Oberforstbacher Straße sind aktenkundig, die jedoch nicht antragsrelevant sind.

Wegen der für das gesamte Wohnviertel unverhältnismäßigen Auswirkungen, der Mehrbelastung des Bereiches Grundschule Oberforstbach mit möglichem weitergeleitetem Schwerverkehr und der in allen Aachener Wohnstraßen immer wieder vereinzelt fahrenden LKW wird die Verwaltung im vorliegenden Fall keine besonderen verkehrsbeschränkenden Maßnahmen anordnen.

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Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2016-02-02 FB 61_0374_WP17 Verkehrsprobleme Hir SAO.pdf

13.1.2025

1.4 MB

Betroffene Straßen

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Metadaten

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Ö 5
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Kornelimünster / Walheim
Gremium
Bezirksvertretung Aachen-Kornelimünster / Walheim
Datum
Mi., 09.03.2016
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Geändert
22.2.2026
Inhalt abgerufen
22. Februar 2026 um 22:15