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Vennbahncenter, verkehrliche Auswirkungen und Ausführungsbeschluss zum Umbau des Knotens Trierer Straße/Karl-Kuck-Straße/Anbindung Vennbahncenter

FB 61/0389/WP17 · Entscheidungsvorlage

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Auf die Verwaltungsvorlage wird verwiesen.

Herr Bezirksbürgermeister Tillmanns begrüßt Frau Ulbort vom Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen sowie Herrn Schuckließ von der Fa. BSV.

Ratsfrau Lürken von der CDU-BF bedankt sich für die aussagekräftige Vorlage. Die Planung der Ein- und Ausfahrt sei nicht unkritisch. Die Verlegung zweier Querungsmöglichkeiten vermindere das Gefahrenpotential beim Linksabbiegen vom Parkplatz des zukünftigen Vennbahncenters. Die Sicherheit von Radfahrern und Rollstuhlfahrern sei bei dieser Planung gegeben, ebenfalls die Erreichbarkeit des Centers von beiden Fahrtrichtungen aus.

Herr Hellmann von der SPD-BF schließt sich dem Dank von Frau Lürken an.Um Konfliktsituationen zwischen Radfahrer und Fußgänger zu vermeiden, sollten nach Möglichkeit die Radfahrer, dieaus Richtung Trierer Straße kommend über den Fußweg in die Karl-Kuck-Straße hineinfahren, auf die Gefahrensituation aufmerksam gemacht werden.Die das Grundstück der Tankstelle verlassenden Pkw-Fahrer könnten die Ampel gut erkennen. Überdacht werden sollte die Aufstellung der Pkw unmittelbar vor der Ampel. Ein anhaltender Linienbus könnte sich leichter in den fließenden Verkehr einfädeln, wenn die Ampel versetzt würde.

Herr Müller von der SPD-BF merkt an, dass nach 22:00 Uhr die Zuwegung von der Rombachstraße zum Parkplatz des Vennbahncenters durch eine Schranke gesperrt werde und fragt nach, obdann eine andere Schaltung der Ampelanlage am Knoten Karl-Kuck-Straße/Trierer Straße vorgesehen werde? Es müsse sichergestellt sein, dass beim Abbiegen auf den Parkplatz nach 22:00 Uhr keine Fehlleitung wegen der geschlossenen Schranke auftrete. Dem Plan könne entnommen werden, dass die Aufstellmarkierung für Linksabbieger vom Parkplatz in Richtung Aachen weit von der Ampel zurückgesetzt sei.

Frau Ulbortvom Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen zeigt anhand eines Plans, dass Radfahrer aus der Karl-Kuck-Straße kommend aufgrund der räumlichen Gegebenheiten ein Stück über den Gehweg fahren müssen, um den in beiden Richtungen führenden Radweg zu erreichen. Daher sei hier eine Ausschilderung „Geh-/Radweg für Radfahrer frei“ vorgesehen.

Zu den von der Tankstelle ausfahrenden Pkwteilt Frau Ulbort mit, dass bei der vorgeschlagenen Lösung die Fahrzeuge für die anderen Verkehrsteilnehmer gut erkennbar seien. Sollte sich die Situation wesentlich verschlechtern, könne ein Schild „Bei Rot bitte Zufahrt freihalten“ nachgerüstet werden. Die Möglichkeit für Pkw-Fahrer, direkt aus der Karl-Kuck-Straße in die Trierer Straße abzubiegen,sollte nichtrealisiert werden.

Zur Frage einer anderen Ampelsteuerung in der Nacht teilt Frau Ulbort mit, dass verkehrsabhängige Steuerungen mit entsprechenden Induktionsschleifen in der Fahrbahn vorgesehen seien. Die Signalgeber für die Trierer Straße würden auf Dauergrünstehen. Die Beeinträchtigung der Grünen Welle solle lediglich bei querenden Fußgängern oder herausfahrenden Pkw erfolgen. Beim Überfahren einer Haltelinie müsse immer noch ein Räumen des Knotens möglich sein, sobald der feindliche Verkehrsstrom wieder einsetze. Durch die zurückliegende Halteliniewürden die notwendigen Schleppkurven für Lkw und größere Kfz frei gehalten.

Herr Hußmann von der GRÜNE-BFsieht mit der Planung die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer gewährleistet.Diezuzügliche Ampelphase hätte er gerneerläutert.

Der Gutachter Herr Schuckließ erklärt, dass die Planung des Knotenpunktes auf Grundlage einer Verkehrssicherheitsanalyse und gleichzeitigen Verkehrszählungenerfolgt sei. Essei gründlich überprüft worden, ob die geplante Signalanlage mit den speziell entwickelten Signalzeitenplänen harmoniert.

Zu den Bedenken der Anwohner kann Herr Schuckließ mitteilen, dass bei der damaligen Verkehrszählung die vorhandene Tankstelle berücksichtigt worden sei. Bei einem Spitzenwert von 40 Kfz/h sei die gewünschte Leistungsfähigkeit an dieser Stelle des Knotenpunktes gegeben. Zusätzlich habe eine Bewertung der Geradeausfahrer stadteinwärts stattgefunden.

Herr Bezirksbürgermeister Tillmanns bedankt sich bei Frau Ulbort und Herrn Schuckließfür ihre Vorträge.

Beschluss

Die Bezirksvertretung Aachen Mitte nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis. Sie empfiehlt dem Mobilitätsausschuss, den Umbau der Knotenpunktes Trierer Straße/Karl-Kuck-Straße/Anbindung Vennbahncenter gemäß Plan AY-S-E-L01 zu beschließen.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Die Bezirksvertretung Aachen Mitte nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis. Sie empfiehlt dem Mobilitätsausschuss, den Umbau der Knotenpunktes Trierer Straße/Karl-Kuck-Straße/Anbindung Vennbahncenter gemäß Plan AY-S-E-L01 zu beschließen.

Der Mobilitätsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis. Er beschließt den Umbau der Knotenpunktes Trierer Straße/Karl-Kuck-Straße/Anbindung Vennbahncenter gemäß Plan AY-S-E-L01.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Bebauungsplan Nr. 953 - Trierer Straße/Vennbahnweg

Die Aldi-Filiale auf dem Grundstück Trierer Straße 688 am Vennbahnweg soll abgerissen werden und in einen größeren Baukörper mit einem Vollsortimenter undeinem Drogeristen integriert werden. Drei, der vier vorhandenen Wohnhäuser sollen zu diesem Zweck ebenfalls abgerissen werden. Das Wohngebäude Ringstraße 15a bleibt erhalten. Die freiwerdenden Flächen und die derzeitigenWiesenflächen werden durch die geplante Einzelhandelsnutzung überplant. An die vorhandene Wohnbebauungin der Heussstraße soll eine Anschlussbebauung in Form einer erdgeschossigen Einzelhandelsnutzungmit Tiefgarage, ergänzt durch Dienstleistungsnutzungen im Obergeschoss, erfolgen.

Ziel ist es, die im Stadtteilzentrum ansässigen Betriebe baulich zusammenzufassen und mit gemeinsamen Erschließungs-und Stellplatzanlagen neu anzuordnen.

Verkehrliche Auswirkungen

Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens wurde ein Verkehrsgutachten für diegeplante Erweiterung und Umstrukturierung der bestehenden Einzelhandelsnutzung durch BSV, Büro für StadtundVerkehrsplanung Dr.-Ing. Reinhold Baier GmbH (Aktualisierte Verkehrsuntersuchung zum vorhabenbezogenenBebauungsplan Nr. 953 Trierer Straße/Vennbahnweg- in Aachen, Stand Januar 2015) erstellt.

Das Gutachten berücksichtigt neben den verkehrlichen Auswirkungen des Vollsortimenters auch die Auswirkungen der geplanten ca. 80 Wohneinheiten des im Parallelverfahren laufenden städtischen BebauungsplanNr. 943.

Die bestehende Zu- und Ausfahrt des vorhandenen Aldis weist im Hinblick auf die Verkehrssicherheit sichtbare

Defizite auf. Daher wurde unter Berücksichtigung der Empfehlungen der vorangegangenen Gutachten und den

Planungen der Stadt Aachen sowie der Erreichbarkeit des Einzelhandelsstandortes der Knotenpunkt Trierer Straße/Karl-Kuck-Straße/Anbindung Vennbahncenter umgestaltet. Aus Gründen der Verkehrssicherheit ist die Integration der Zu- und Ausfahrt des Vennbahncenters in die vorhandene Fußgängersignalanlage erforderlich.

Neben der Hauptanbindung an die Trierer Straße ist eine weitere untergeordnete Anbindung an die Rombachstraße vorgesehen, über die auch das geplante Wohngebiet erschlossen wird.

Der Ausbau des Knotenpunktes Trierer Straße/Karl-Kuck-Straße/Anbindung Vennbahncentersoll gemäß Plan AY-S-E-L01 (s. Anlage 1) erfolgen.

Der Knotenpunkt Trierer Straße/Karl-Kuck-Straße/Anbindung Vennbahncenter soll mit insgesamt drei signalisierten Furten ausgestattetwerden.Es ist eine zusätzliche westliche Furt über die Trierer Straße vorgesehen. Über diese Furt können Radfahrer aus dem Vennbahnweg oder aus der Karl-Kuck-Straße den Beidrichtungsradweg auf der Vennbahncenter-Seite sicher erreichen ohne zweimal auf Grün warten zu müssen. Der Gutachter empfiehlt eine wegweisende Beschilderung fürden Radverkehr. Die Wegweisung für den aus nördlicherRichtung kommenden und in Richtung Schulzenrum undSportanlagen fahrenden Radverkehr sollte weiterhin über denVennbahnweg, d. h. über die östliche Furt, erfolgen. Die Wegweisungin Richtung Innenstadt sollte über den mit dem Zusatz „Radfahrerfrei“ zu beschildernden Gehweg und die zweite westlicheFurt erfolgen.

Das Verkehrsgutachten kommt zu dem Ergebnis, dass unter Berücksichtigung aller berechnungsrelevanten Parameter fürdie geplante Einzelhandelsnutzung und unter Berücksichtigung der geplanten Wohneinheiten, mit insgesamtca. 4.500 Fahrten je Werktag zu rechnen ist. Davon sind ca. 2.250 Kfz-Fahrten dem Zielverkehr und ca.2.250 Kfz-Fahrten dem Quellverkehr zuzuordnen.

Insgesamt kann durch das Gutachten für den Knotenpunkt Trierer Straße/Heussstraße und den Knotenpunkt Trierer Straße/Karl-Kuck-Straße/Anbindung Vennbahncenter eine Einstufung in eine befriedigende Verkehrsqualitätsstufe C (HBS 2001) nachgewiesen werden. Damit stellt sich im Vergleich zu der ermittelten Bestandsbewertung keineVerschlechterung ein. Mit dieser Bewertung sind sämtliche Knotenpunkte leistungsfähig. Die Verkehre können imbestehenden Verkehrsnetz abgewickelt werden.

Im Rahmen der Verkehrsuntersuchung wurden umfangreiche Verkehrserhebungen durchgeführt. Hierbei wurde am Donnerstag, den 16. Mai2013, zwischen 06:00 Uhr und 10:00 Uhr sowie zwischen 15:00 Uhr und 19:00 Uhr auch der Kfz-Verkehr von und zur (Aral-)Tankstelle (Trierer Straße 703) und der Karl-Kuck-Straßeaufgenommen. An der Tankstelle wurden in den zuvor genannten Zeiträumen insgesamt 192 Kfz gezählt.Rund 80 % hiervon fuhren über die Karl-Kuck Straße wieder auf die Trierer Straße ein. In

der vormittäglichen Spitzenstunde sind dies 41 Kfz/h und in der nachmittäglichen Spitzenstunde 28

Kfz/h. Der Gutachter kommt zu dem Ergebnis, dass bei gleichbleibender Verkehrsregelung der Zufahrt Karl-Kuck-Straße (derzeit „rechts rein/rechts raus) für die aus der Tankstelle ausfahrendenKfz-Verkehre keine negativen Einflüsse durch die geplante Knotenpunktgestaltung zu erwarten sind.

Baustellenverkehr

Die Erschließung des Grundstückes für den Baustellenverkehr soll ausschließlich über die Trierer Straße erfolgen. Bereits für den anstehenden Gebäudeabriss wird die geplante Signalisierung der Zu- und Ausfahrt Vennbahncenter soweit hergestellt, dass ausfahrende LKW sicher links abbiegen können.

Der Abriss der bestehenden Gebäude erfolgt ab Mai 2016. Der Baubeginn ist für Juni 2016 vorgesehen.

Kosten und Finanzierung

Es entstehen keine finanziellen Auswirkungen für die Stadt Aachen.

Auswirkungen

PSP- Element

Investive Auswirkungen

Ansatz

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Fortgeschriebe­ner Ansatz 2016*

Ansatz 2017 ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 2017 ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

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Auszahlungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

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Deckung ist gegeben

Deckung ist gegeben

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

2016*

Fortgeschriebe­ner Ansatz 2016*

Ansatz 2017 ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 2017 ff.

Folgekos-ten (alt)

Folgekos-ten (neu)

Ertrag

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Personal-/

Sachaufwand

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Abschreibungen

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Ergebnis

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Deckung ist gegeben

Deckung ist gegeben

*inkl. Ermächtigungsübertragung aus dem Haushaltsjahr 2015

Abstimmungsergebnis

Einstimmig

Weitere Dokumente (4)

Die Dokumente werden direkt vom Ratsinformationssystem der Stadt Aachen abgerufen und nicht von uns gespeichert oder gehostet.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2016-02-16 FB 61_0389_WP17 Vennbahncenter_ verk SAO.pdf

26.11.2024

7.0 MB

Betroffene Straßen

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Metadaten

TOP
Ö 3
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sondersitzung der Bezirksvertretung Aachen-Brand
Gremium
Bezirksvertretung Aachen-Brand
Datum
Di., 15.03.2016
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Zusätze
Die Vorlage wird nachgereicht.
Geändert
22.2.2026
Inhalt abgerufen
22. Februar 2026 um 22:19