12. April 2016 um 17:00, Verwaltungsgeb. Mozartstraße Zi.207
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Sachstandsbericht Stadtbibliothek

E 49/6/0001/WP17 · Kenntnisnahme

im Ratsinformationssystem anzeigen
Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Herr Sawallich ergänzt seinen Sachstandsbericht durch eine PowerPoint-Präsentation.

Ratsfrau Reuß bedankt sich für den Sachstandsbericht und die Erläuterungen.

Die erhoffte Zusammenarbeit mit der VHS wäre für beide Teile fruchtbar. Es gäbe mit Sicherheit auch Verzahnungsmöglichkeiten mit dem IZM.

Ratsfrau Epstein sieht einen Zusammenhang zwischen dem Rückgang der Ausleihen und dem Rückgang der Neuanschaffungen.

Frau Epstein hätte gerne den Begriff „arbeitender Besucher“ erläutert sowie eine Stellungnahme zum Selbstbuchungsterminal.

Ratsherr Pilgram dankt ebenso für den Bericht und merkt an, dass keine Aussagen bzgl. der Kooperation mit anderen Geschäftsbereichen des E 49 erwähnt wurden.

Im Bereich der Kundenpflege erkundigt er sich, wie man mit seinen Kunden bzw. Kundengruppen kommuniziere.

Frau Crumbach-Trommler sieht ebenfalls einen Zusammenhang zwischen verminderten Ausleihzahlen und verminderten Anschaffungen.

Sie sieht jedoch auch eine Veränderung im Hinblick auf die Verlagerung zu digitalen und virtuellen Medien.

Sie fragt nach, welche Wünsche die Stadtbibliothek habe.

Ratsherr Müller dankt ebenfalls für den Vortrag und hält es für eine gute Sache, dass Flüchtlinge z.B. Themen frei gestalten können und kein Lernzwang dahinter stehe.

Deutschkenntnisse sollen hier angewendet und trainiert werden.

Ebenso hält er das “Modell Zeitung“ für eine tolle Sache.

Herr von Hayn erläutert, dass die reine Ausleihfunktion abnehme, jedoch die Aufenthaltsdauer vor Ort zunehme. In diesem Bezug fragt er nach der Möglichkeit, die Öffnungszeiten zu erweitern.

Frau Bürgermeisterin Dr. Schmeer dankt für die Ausführungen und hofft auf eine bessere Zukunft.

Eine Entscheidung über den Neubau könnte realistisch im Herbst 2016 fallen.

Frau Beigeordnete Schwier erläutert den politischen Auftrag, die Bibliothek und die VHS zu vernetzen.

Das Raumprogramm müsse verfeinert werden. Momentan werden seitens eines Architekturbüros diesbezüglich erste Ideen entwickelt. Die Architektenpläne werden zunächst abgewartet.

Das RFID ist daher bis dato auf Eis gelegt. Zunächst sollen auch Gespräche mit möglichen

Investoren geführt werden.

Herr Sawallich erläutert, dass die Selbstverbuchungsanlage frühestens 2019/2020 an den Start gehen könne. Hier müssten Mittel in 2017 beantragt werden, um eine Bewilligung für 2018 zu ermöglichen.

Die Zusammenarbeit mit der VHS laufe und Gespräche würden gesucht.

Mit dem IZM sei eine Zusammenarbeit angestrebt. Das E 49 habe es der Bibliothek ermöglicht, Anschaffungen zu tätigen, wofür er sehr dankbar sei.

Der Medienetat belaufe sich momentan auf 185.000,00 €. Wünschenswert wäre ein Etat von ca. 1,00 €/Einwohner, was einer Summe von ca. 250.000,00 € entsprechen würde.

Im letzten Jahr haben die zusätzlichen 75.000,00 € der Stadtbibliothek sehr geholfen.

Längere Öffnungszeiten seien immer auch eine Frage des Personals. Sparpotential durch die Einführung der Selbstverbuchung solle in eine höhere Qualität an Beratung einfließen.

Ratsherr Pilgram fragt nochmal in Bezug auf die Kundenpflege und das Wissenschaftsjahr nach.

Ratsfrau Epstein hätte gerne noch Erläuterungen zum Bücherbus.

Herr Sawallich erklärt, dass man Haltestellen verlegt habe und hier ansonsten improvisiere.

In Bezug auf die Kundenpflege erklärt er, dass man seit Januar 2016 verstärkt damit beschäftigt sei, die E-Mails der Kunden zu aktualisieren, um auch hierüber Angebote unterbreiten zu können.

Herr Olaf Müller verweist z.B. auf das Rahmenprogramm zum Karlspreis und die Zusammenarbeit mit der Goethegesellschaft.

Beschluss

Beschluss 100/11/2016: Der Betriebsausschuss Kultur nimmt die Ausführungen der Verwaltung einstimmig und zustimmend zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Betriebsausschuss Kultur nimmt die Ausführungen der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Die Stadtbibliothek und ihre Leistungen im Jahr 2015

Das Aachener Bibliothekssystem umfasst neben einer Zentralbibliothek -bestehend aus Erwachsenenbibliothek, Musikbibliothek, Kinder- und Jugendbibliothek- weiterhin den Bücherbus, zwei Stadtteilbibliotheken und vier Nebenstellen. Ein besonderes Merkmal stellt der umfangreiche und wertvolle historische Altbestand dar, eine Quelle für historische, auch stadtgeschichtliche Forschungen.

Die Bibliothek hat 2015 (in Klammern: 2014) über einen aktuellen Bestand von 245.544 (258.849) Büchern und anderen Medien verfügt und damit 776.004 (813.603) Entleihungen erzielt. Insgesamt haben 321.831 (315.234) Kunden die Einrichtungen der Stadtbibliothek aufgesucht. Hinzu kommen noch über 200.000 Nutzer unserer virtuellen Angebote. 73.495 (59.197) Leserinnen und Leser nutzten die mittlerweile 295 Benutzerarbeitsplätze zum längeren Lesen und intensivem Arbeiten in der Bibliothek.

Das bibliothekarische Vollprogramm der Bibliothek, das grundsätzlich Bürgerinnen und Bürgern jeden Alters und jeder Herkunft, aller sozialen Schichten und aller Bildungsgrade anspricht, hat die Erfüllung folgender Aufgaben zum Ziel:

Sie stellt ein Buch- und Medienangebot bereit für die Ausleihe und Nutzung vor Ort, welches sie ständig aktualisiert.

Aus einer Fülle aller auf dem Markt angebotenen jährlichen Neuerscheinungen werden entsprechend ihrem Anschaffungsprofil die Medien für die Stadtbibliothek Aachen ausgewählt, inventarisiert, katalogisiert, inhaltlich erschlossen und für die Medienausleihe technisch bearbeitet. Die Leserinnen und Leser erwarten zu Recht einen Bestand mit aktuellen Medien. Deshalb werden veraltete Medien gelöscht und defekte Medien repariert oder auch aus dem Bestand genommen. 18.425 (25.031) Medien wurden neu in den Bestand aufgenommen und 27.724 (29.759) veraltete oder defekte Medien gelöscht. Täglich wurden ca. 3.000 (entspricht 60 lfde. Regalmeter) zurückgegebene Medien wieder in die Regale sortiert.

Sie betreibt aktive Bestands- und Informationsvermittlung durch Beratung unter Zuhilfenahme des eigenen Bestandes, lizensierter Datenbanken und Nutzung anderer Quellen.

An den Auskunfts- und Informationsplätzen für die drei Servicebereiche der Erwachsenenbibliothek im EG, im 1. und 2. Obergeschoss, den Informationsplätzen der Kinder- und Jugendbibliothek sowie der Musikbibliothek und darüber hinaus in den dezentralen Bereichen beraten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtbibliothek ihre Kundinnen und Kunden. Neben der Information gehören hierzu die Betreuung an den 29 Internetterminals und die Einweisungen in den EDV-Katalog (19 OPACs). Pro Jahr wurden ca. 100.000 Recherchen durchgeführt und Informationsfragen beantwortet. Auch von zu Hause aus ist es den Bibliotheks-Nutzern möglich, Recherchen im Online-Katalog durchzuführen. Die Möglichkeiten der DigiBib als Ergänzung des eigenen Bestandes kommen insbesondere bei der Beratung der Schülerinnen und Schüler mit ihren speziellen Facharbeitsthemen verstärkt zum Tragen. Darüber hinaus versorgt die Stadtbibliothek ihre Leserinnen und Leser über die Fernleihe mit nicht vor Ort vorhanden Büchern, Zeitschriftenaufsätzen und Datenbankinformationen.

Veranstaltungen, Programmarbeit und bibliothekspädagogische Angebote ergänzen und unterstützen die originäre Aufgabenstellung.

Angebote zur Förderung der Medien- und Lesekompetenz, Führungen für Gruppen und Schulklassen sowie Lesungen, Ausstellungen, Vorträge auch in Kooperation mit Vereinen, Gruppen und anderen Partnern gehören zum tagtäglichen Programm der Stadtbibliothek Aachen. Die KiTas, Grundschulen und weiterführenden Schulen wurden über Angebote der Bibliothek informiert.

Einen nicht zu unterschätzenden Anteil an der Akzeptanz des Bibliotheksangebotes haben die dezentralen Einrichtungen der Stadtbibliothek, deren großer Vorteil in der kundennahen Lage liegt, die es gerade Familien mit kleinen Kindern, Grundschulkindern, aber auch älteren Menschen leichter macht bzw. erst ermöglicht, die Angebote der Stadtbibliothek zu nutzen. Hier wird zusammen mit Elternhaus, Kindertagesstätte und Schule der Grundstock für die für das Bestehen in unserer Gesellschaft wichtigen Allgemeinqualifikationen wie Lese- und Sprachfähigkeit und Medienkompetenz gelegt. Deshalb nehmen hier Bücher und andere Medien für Kinder, aber auch Ratgeber und Romane einen breiten Raum im Angebot ein.

Daten

2015

2014

Besucherzahlen

321.831

315.234

zuzüglich Virtuelle Besucher*

222.809

Entleihungen

776.004

813.603

Bestand inkl. Altbestand

470.482

479.781

Aktueller Freihandbestand

245.544

258.849

Auskunftsfragen

99.882

86.964

Arbeitende Besucher

73.495

59.197

Aktive Benutzer

20.635

21.110

Bibliotheksführungen

90

99

Teilnehmer

1.607

1.926

Veranstaltungen für Kinder

266

254

Teilnehmer

3.002

3.275

Veranstaltungen für Erwachsene

90

75

Teilnehmer

7.525

6.417

Ausstellungen

*Diese werden nach einem bundesweit einheitlichen Verfahren von der Hochschule für Medien in Stuttgart ermittelt.

Für eine Fülle weiterer Kennzahlen vgl. die Deutsche Bibliotheksstatistik

Neben dem veränderten Medienverhalten und veränderter Mediennutzung hat sich auch die Absenkung der Medienetats in den einzelnen Bereichen auf die Entwicklung der Ausleihzahlen negativ ausgewirkt. Stabil geblieben ist die Entwicklung in den Stadtteilbibliotheken Haaren (unverändert 32.000 Ausleihen), Ost (kaum verändert 15.000) sowie den vier Nebenstellen (leichte Steigerung von 16.000 auf 18.000 Ausleihen).

Hingegen ist ein Rückgang in der Erwachsenenbibliothek (von 392.000 auf 362.000 Ausleihen), in der Musikbibliothek (von 53.000 auf 47.000 Ausleihen), in der Kinder- und Jugendbibliothek (von 195.000 auf 185.000 Ausleihen), aber auch im Bücherbus (von 77.000 auf 71.000 Ausleihen) eingetreten. Ein Erfolgsmodell ist die Onleihe mit ihrem Ausleihangebot an e-books und anderen digitalen Medien. Seit ihrem Start Anfang 2014 im Verbund mit den anderen öffentlichen Bibliotheken der Region hat sich allein die Anzahl der Ausleihen der Aachener Leserinnen und Leser nahezu verdoppelt: 2014 mit 24.000 Ausleihen und 2015 mit über 40.000 Ausleihen.

In der Gesamtsumme ging die Zahl der Entleihungen zurück, die Zahl der Besucher hat sich hingegen gesteigert. Auch die Zahl der in der Bibliothek Arbeitenden hat um 14.289 zugenommen und in 2015 den höchsten Stand (seit 1994) mit 73.495 erreicht.

Die Bestandszahlen sind in 2015 gegenüber 2014 aufgrund geringerer Neuanschaffungen bei gleichhoch bleibenden Aussonderungen (bedingt durch Verschleiß und Überalterung) gesunken; ein adäquater Ersatz durch neue Medien hängt von der Finanzierungsmöglichkeit ab. Zwar konnten durch das Bestsellerprogramm und die Wiederanmeldegebühr zusätzliche Einnahmen erzielt werden, aber gleichzeitig steht dem ein leichter Rückgang bei der normalen Ausleihgebühr und den Säumnis- und Servicegebühren gegenüber.

Zukünftige Angebote

Facharbeitsscouts und lange Lernnacht.

Unter dem Titel „Fit für die Facharbeit - Recherchieren wie die Profis“ bietet die Stadtbibliothek erstmals in diesem Schuljahr von Oktober bis Januar mehrere workshops für Schülerinnen und Schüler an. Die Teilnehmenden -gerne auch als Multiplikatoren- werden in die Methodik wissenschaftlichen Arbeitens und die Informationsbeschaffung eingewiesen.

Außerdem lädt die Stadtbibliothek zu einer langen Lernnacht ein und öffnet ihre Türen auch nach 18 Uhr bis 22 Uhr. Vor Beginn der heißen Phase der Abi-Vorbereitungen können die Abiturientinnen und Abiturienten -umgeben von Büchern und mit Zugriffsmöglichkeit auf digitale Quellen- für ihre Prüfungsfächer lernen, sich gegenseitig motivieren oder sich schwierigen Lernstoff erklären lassen. Für einzelne Fächer kann auch auf fachliche Unterstützung zurückgegriffen werden.

Die ersten workshops für Schülerinnen und Schüler wurden sehr gut angenommen.

Jugendbibliothek Ju+

Die Bibliothek hat unterschiedlichen Funktionen zu erfüllen (u.a. Information, Lernen und Freizeit), für die unterschiedliche Anforderungen notwendig sind. Daraus ergeben sich für Teilbereiche der Bibliothek unterschiedliche Entwicklungsziele. Die Etagen mit hohen Sachbuchbeständen sind eher informations- und lernorientiert weiterzuentwickeln; Insbesondere im Erdgeschoss sind eher Angebote zur sinnvollen Freizeitgestaltung zu unterbreiten. Den Jugendlichen als eigenständiger Zielgruppe wird im Erdgeschoss ein eigener Bereich zur Verfügung gestellt. Im Nachgang zur Verlagerung der Fernleihe vom Erdgeschoss in das 1. OG entsteht eine Jugendbibliothek getrennt von der Kinderbibliothek.

Stadtteilbibliothek Im Depot Talstr.

Im ehemaligen Straßenbahndepot in der Talstraße entsteht ein neues Stadtteilzentrum. Das bereits bei der Entwurfsbesprechung in 2012 bekundete Interesse der Stadtbibliothek an einer Mitbenutzung eines Bereiches führte zu dem Entschluss, die Stadtteilbibliothek Aretzstr. -in ca. 300m Entfernung- in die Räume des Kreativdepots zu verlagern.

Die neue Stadtteilbibliothek im Depot Talstraße soll als Aufenthaltsort für die unterschiedlichen Zielgruppen (insbesondere Kinder und Jugendliche) so attraktiv wie möglich gestaltet werden. Die Beschaffung ergänzender Einrichtungsgegenstände wird mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt.

Projekt „Schnellsuche NRW“

Der Umgang mit Suchmaschinen wie Google ist für unsere Kunden heute alltäglich. So wünschen sich Bibliotheken nutzerorientierte Suchmöglichkeiten für ihren gedruckten und elektronischen Bestand. Dies setzt eine Integration der Angebote in eine einheitliche Oberfläche mittels Metasuche, also die parallele Recherche in verschiedenen Katalogen oder Datenbanken voraus. Aufgrund des erfolgreichen Verlaufs eines Vorprojekts auf Landesebene NRW hat die Stadtbibliothek Aachen ihr Interesse bekundet an der weiteren Entwicklung mitzuwirken. Die Idee, alle Ressourcen einer Bibliothek, ob gekauft oder lizensiert, und zudem auch frei zugängliche Webquellen in einem Recherchetool zusammenzufassen, ist bestechend.

RFID und Selbstverbuchung: Zeitschiene

Nach der Entscheidung im Herbst 2016, ob es einen Neubau für Bibliothek und VHS geben wird, können die Planungen für die Einführung der Selbstverbuchung in der Stadtbibliothek wieder aufgenommen werden. Bei Bereitstellung der Finanzmittel wird im November 2017 die Landesförderung für 2018 und 2019 beantragt und bis 2020 die Fertigstellung erfolgen.

Interkulturelle Bibliotheksarbeit

Die aktuelle Situation erfordert es, das Bibliotheken ihre Angebote zur interkulturellen Bibliotheksarbeit überarbeiten und ausweiten. Dringend gilt es daher noch umfassendere Maßnahmen zu ergreifen, um die Integrationsmaßnahmen zu verstärken, das zusätzliche Leserpotential an die Bibliothek zu binden und verstärkt neue Kunden zu gewinnen. Es werden laufend externe und interne Ideen gesammelt und bewertet mit dem Ziel, konkrete, bedarfsorientierte Maßnahmen zügig umzusetzen. Bibliotheksführungen werden laufend durchgeführt und gerne angenommen. Mit Unterstützung des Landes soll die Erweiterung des Medienangebotes und die Erstanschaffung von Materialien für in der Sprachbildung Tätige und für Dialog in Deutsch erfolgen.

Dialog in Deutsch

„Dialog in Deutsch“ (im weiteren DiD genannt) ist ein Ehrenamtsprojekt der Stadtbibliothek Aachen, nach dem Konzept und der Idee der Bücherhallen Hamburg. Es hat sich herausgestellt, dass viele Migranten nach Besuch eines Integrationskurses in ein sprachliches Loch fallen, wenn sie nicht gleich eine Arbeit oder berufliche Weiterqualifizierung aufnehmen und zu Hause kaum Deutsch sprechen.

Stadtbibliotheken sind aufgrund ihrer Infrastruktur kompetente Partner, um offene Gesprächsgruppen anzubieten. Stadtbibliotheken sind öffentlich, neutral und gleichzeitig bildungsnah, ohne einen Lehrbetrieb darzustellen. Sie sind Treffpunkte für Menschen unterschiedlichster politischer oder religiöser Überzeugung.

Die Gesprächsgruppen werden von jeweils zwei bis drei Ehrenamtlichen geleitet, sind offen für alle Teilnehmer mit Grundkenntnissen in Deutsch. Die Gruppenstunden werden wöchentlich zu einem festen Termin angeboten und sind kostenlos und auf unbefristete Zeit hin angelegt. Sie dauern eine Stunde. Die Stadtbibliothek Aachen ist Veranstaltungsort und begleitet das Projekt organisatorisch, inhaltlich und personell. Die erste Gesprächsgruppe startet in der Zentrale der Stadtbibliothek Aachen. Voraussichtlich werden vier Gruppen (3 x Zentralbibliothek und 1 x Stadtteilbibliothek Ost) starten.

Pressreader

In Aachen leben derzeit Menschen aus 156 Nationalitäten und eine Zunahme von Flüchtlingen ist jetzt schon deutlich nachweisbar. Daher ist eine internationale Ausrichtung des Zeitungsangebotes sinnvoll. Die Stadtbibliothek Aachen beabsichtigt die Einrichtung eines Zeitungsterminals mit internationaler Presse ausgestattet mit einem höhenverstellbaren Terminal und mit Multitouch-Display in einer Kiosk-Lösung.

Darüber hinaus soll die Nutzung der Plattform über eine App (über Munzinger-Online) für angemeldete Bibliotheksnutzer mobil möglich sein.

Die Umsetzung dieses Angebotes ist nur mit Bewilligung von Fördermitteln des Landes möglich.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2016-03-17 E 49_6_0001_WP17 Sachstandsbericht St SAO.pdf

26.11.2024

98.1 KB

Betroffene Straßen

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Metadaten

TOP
Ö 5
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Betriebsausschusses Kultur
Gremium
Betriebsausschuss Kultur
Datum
Di., 12.04.2016
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
Stadtbibliothek
Geändert
22.2.2026
Inhalt abgerufen
22. Februar 2026 um 22:26