27. April 2016 um 17:00, Sitzungssaal Bürgerhaus (alt)
TOP 8Öffentlich

Kindertagesstättenbedarfsplan

FB 45/0232/WP17 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:geändert beschlossen

Beratung

Bezirksbürgermeister Corsten begrüßte von der Fachverwaltung Frau Fischer.

Anhand der umfassenden Verwaltungsvorlage ging Frau Fischer auf die von der SPD BV-Fraktion mit Antrag zur Tagesordnung vom 12.03.2016 gestellten Fragen ein.

Bezirksbürgermeister Corsten dankte Frau Fischer für den umfangreichen Vortrag.

Zum Vortrag ergaben sich seitens der Bezirksvertretung Nachfragen zu den Bereichen Auslastungs- und Versorgungsquote, Wartelisten im Bezirk und möglichen Grundstücken für Kita-Neubauten.

An der sich anschließenden Diskussion beteiligten sich Bezirksbürgermeister Corsten sowie die Bezirksvertretungsmitglieder Dr. Kronenberg, Kogel, Schulz, Finsterer, Starmanns und Becker.
Frau Fischer gab weitergehende Erklärungen zur Verwaltungsvorlage auf die Nachfragen ab.


Für die Fachverwaltung ist die Auslastungs- und Versorgungsquote im Bezirk zufriedenstellend. Man habe aber im Hinblick auf die Geburtensteigerungen, den Zuzug von Menschen nach Aachen und insbesondere nach Haaren und Verlautenheide die Auslastung der bezirklichen Kitas und des Sozialraumes im Blick. Es gelte schließlich, tatsächliche Bedarfe zu decken (auch durch neue Gruppen im Bestand oder Neubauten) aber auch bereits absehbare Überkapazitäten zu vermeiden. Haaren und Verlautenheide seien da sehr im Blick der Fachverwaltung. Ebenfalls unterliegen die Zahlen gerade im U3 Bereich auch einer gewissen Dynamik, da oft junge Familien in den ersten Lebensjahren der Kinder nochmals umziehen. Gleichwohl sei es auch effektiver, z.B. den Standort Eibenweg mit 2 Gruppen zu verstärken als eine neue zentrale Kita zu bauen (für die es im Moment keine richtig geeigneten Grundstücke gibt), die von den Menschen zu weit entfernt ist.

Gerade im Bereich von Verlautenheide hat die Fachverwaltung in den letzten Jahren aufgrund der Beschwerden aus dem Bezirk massiv U3 Plätze eingerichtet. Die Kinder kommen dann mit 2 Jahren in die Kita und bleiben dann in der Regel auch bis zum Übertritt in die Grundschule, so dass es daher schon einmal zu Engpässen in der Kita bei Ü3 Plätzen kommen kann. Unter Berücksichtigung des Gesamtbedarfes an Kita Plätzen in der Stadt Aachen sei aber alles auf einmal beim besten Willen nicht realisierbar.

Bezirksbürgermeister Corsten dankte Frau Fischer für ihren Vortrag und merkte an, dass das Thema der Mehrfachmeldungen die Bezirksvertreter jährlich erreiche. Es wäre sehr hilfreich, wenn die Fachverwaltung der Bezirksvertretung eine Auswertung mit den tatsächlichen Zahlen (Soll tatsächliche Kinderzahl in Haaren U 3 und Ü 3 und Ist, inkl. in den bezirklichen Kitas abgewiesenen Kindern aus Haaren und Verlautenheide) übersenden könne. Dann wäre auch eine richtige Grundlage vorhanden, auf der die Bezirksvertretung auch die Themen Warteliste usw. beurteilen kann. Für ihn geht erstmal eine wohnortnahe Versorgung der Kinder im Stadtbezirk mit Kitaplätzen im Stadtbezirk vor.

Bezirksbürgermeister Corsten machte in Abwandlung des Beschlussvorschlages der Verwaltung folgenden Vorschlag:

Beschlussvorschlag:

Die Bezirksvertretung Aachen-Haaren nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis. Sie bittet die Fachverwaltung um Erstellung einer tatsächlichen Soll/Ist Aufstellung zum Bedarf an Kita Plätzen im Stadtbezirk und Ausführungen zur Wartlistenthematik. Diese soll dem Protokoll beigefügt werden oder als Mitteilung der Verwaltung für die nächste Sitzung vorliegen. Der Antrag der SPD-BV Fraktion vom 12.03.2016 gilt damit als erledigt. Ferner beauftragt sie die Fachverwaltung unter Berücksichtigung der Geburtenzuwächse, des Zuzuges von neuen Familien im Stadtbezirk sowie der Flüchtlingsthematik den Bedarf an Kita Plätzen im Stadtbezirk genau zu überwachen und bei Bedarf umgehend neue Kita Plätze im Stadtbezirk zu schaffen.

Beschluss (einstimmig):

Dem Beschlussvorschlag von Bezirksbürgermeister Corsten wurde einstimmig gefolgt.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Die Bezirksvertretung Haaren nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.

Der Antrag der SPD Fraktion vom 12.03.2016 gilt damit als erledigt.

Erläuterungen

Erläuterungen:

  1. Antrag der SPD Fraktion

In einem Schreiben vom 12.03.2016 beantragt die SPD-Fraktion der Bezirksvertretung Haaren, dass die Verwaltung nähere Informationen zur Kitasituation im Sozialraum 8 (Haaren/Verlautenheide) liefert und geplante Maßnahmen erläutert.

Hierzu wurden von Seiten der Fraktion u.a. Fragen aufgeführt, auf die im Folgenden eingegangen wird.

  1. Aktuelle Situation in Haaren

Für das Kita Jahr 2016/2017 hat der Sozialraum Haaren/Verlautenheide folgende Versorgungsquoten zu verzeichnen:

ü3: 81,38 %

U3: 42,49 %

Die Zahlen der Versorgungsquoten lassen zunächst darauf schließen, dass im Sozialraum sowohl im ü3 als auch im U3 Bereich ein Ausbaubedarf an Kita-Plätzen besteht.

Gleichzeitig zeigt die Auslastungsquote von 98,23 %, dass bis zum Ende des letzten Kita-Jahres noch einige freie Plätze im Sozialraum verfügbar waren und keine volle Auslastung erreicht wurde.

Diese Aussage relativiert den anhand der Versorgungsquoten ermittelten Ausbaubedarf, so dass bei der Prüfung weiterer Ausbaumaßnahmen gut geprüft werden muss, welche tatsächlichen Bedarfe bestehen, um keine Überkapazitäten zu schaffen.

  1. Planungen/Überlegungen

3.1 Weitere Überlegungen zum Platzausbau in Haaren

Die baulichen Erweiterungspotentiale der Bestandskitas im Sozialraum 8 sind größtenteils ausgeschöpft. Informationen hierzu liefert eine in 2012 erfolgte Machbarkeitsstudie.

Eine Erweiterung der Gruppen ist lediglich in zwei städtischen Kitas möglich. Zum einen in der Kita Gut-Knapp-Straße, die jedoch in Verlautenheide liegt. Dort besteht nach Einschätzung der Verwaltung zurzeit kein Ausbaubedarf.

Auch die Kita Eibenweg kann von derzeit vier Gruppen auf insgesamt sechs Gruppen erweitert werden.

Diese Maßnahme wird von Seiten der Verwaltung befürwortet, um das Platzangebot im Sozialraum 8 zu erweitern.

3.2Einrichtung einer Kita in der Grundschule Am Haarbach

Bislang ist eine Prüfung der Räumlichkeiten der Grundschule Am Haarbach im Hinblick darauf, ob diese für eine Kita geeignet sind bzw. gut hergerichtet werden können, noch nicht erfolgt.

Die Abteilung Kitas und Tagespflege wird hierzu mit der Abteilung Schulbetrieb sowie ggfs. dem Gebäudemanagement einen Ortstermin koordinieren und eine Einschätzung vornehmen.

3.3Geeignete Grundstücke + neue Kitas statt Erweiterung Eibenweg

Im Rahmen einer Arbeitsgruppe mit Beteiligung des FB 61 wurde u.a. der Sozialraum 8 dahingehend überprüft, ob es mögliche freie und geeignete Grundstücke für Kita Neubauten gibt, um bei entstehenden Bedarfen die Möglichkeit zu haben, entsprechende Maßnahmen zu generieren.

Im Ergebnis konnten geeignete Grundstücke im Sozialraum ermittelt werden.

Da derzeit von Seiten der Verwaltung jedoch kein Bedarf für einen Kita Neubau gesehen wird, soll die Maßnahme der Erweiterung der Kita Eibenweg mit erster Priorität betrachtet werden.

Über die Erweiterung von zwei Gruppen können bis zu 30-40 neue Kita-Plätze geschaffen werden.

Gleichzeitig ist mit Blick auf die aktuell zu verzeichnenden steigenden Geburtenzahlen sowie die vermehrten Zuzüge, die Entwicklung innerhalb des Sozialraums zu verfolgen, um bei Bedarf frühzeitig Maßnahmen generieren zu können.

3.2 Erweiterte Öffnungszeiten

Grundsätzlich erscheint ein Angebot von erweiterten Öffnungszeiten in jedem Sozialraum sinnvoll, um die Wege für die Eltern möglichst kurz zu halten.

Im Kita-Jahr 2015/2016 ist die Kita Kalverbenden als Projekt mit erweiterten Öffnungszeiten in Betrieb genommen worden.

Vorgesehen ist, dass in Kürze eine Auswertung dieses Angebots von Seiten des Trägers erfolgt, um eine Einschätzung vornehmen zu können, wie das Angebot in Anspruch genommen wird.

Als zweite Kita mit erweiterten Öffnungszeiten war die Kita Eintrachtstraße unter der Trägerschaft von Caritas Lebenswelten vorgesehen. Da der Träger jedoch seine Trägerschaft zurückgegeben hat, bleibt abzuwarten, ob in einer weiteren Kita verlängerte Öffnungszeiten angeboten werden können.

Aus den vorgenannten Gründen kann aktuell keine weitere Kita mit erweiterten Öffnungszeiten benannt werden.

Auswirkungen

finanzielle Auswirkungen

Es gibt keine finanziellen Auswirkungen, da es sich um eine Berichtsvorlage handelt.

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

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Auszahlungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Folgekos-ten (alt)

Folgekos-ten (neu)

Ertrag

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Personal-/

Sachaufwand

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Abschreibungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Weitere Dokumente (2)

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Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2016-04-12 FB 45_0232_WP17 Kindertagesstaettenbe SAO.pdf

16.11.2024

2.9 MB

Betroffene Straßen

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Metadaten

TOP
Ö 8
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Haaren
Gremium
Bezirksvertretung Aachen-Haaren
Datum
Mi., 27.04.2016
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 45 - Fachbereich Kinder, Jugend und Schule
Geändert
22.2.2026
Inhalt abgerufen
22. Februar 2026 um 22:37