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Armutsentwicklung in Aachen-Antrag zur Tagesordnung der Fraktion Die Linke vom 05.04.2016-

FB 50/0153/WP17 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Frau Begolli erläutert den Antrag der Fraktion Die LINKE vom 05. April 2016. Des Weiteren führt sie aus, dass die Zahlen im Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbandes von den Ausführungen der Stadt Aachen aus der Vorlage abweichen.

Herr Prepols teilt mit, dass im Land eine überdurchschnittliche Steigerung von Armut zu verzeichnen ist.

Gründe sind unter anderem der Mindestlohn von 8,50 Euro und viele Renten, die nicht Armutsfest sind.

Frau Begolli fragt des Weiteren, wann die nächste Sozialkonferenz stattfindet und ob Aufklärungsarbeit gegen die verschämte Altersarmut geleistet wird.

Herr Prepols antwortet hierzu, dass es sehr schwer ist, an die Menschen heranzukommen, die aus Scham nicht im Fachbereich Soziales vorsprechen. Über die Presse wurde die Nummer eines Informationstelefons bekanntgegeben. Dort konnten sich Bürgerinnen und Bürger anonym beraten lassen.

Zum Thema Sozialkonferenz erklärt Herr Prof. Dr. Sicking, dass für den am 31.12.2015 ausgeschiedenen Sozialplaner Herrn Dr. Köster, noch ein/e NachfolgerIn gesucht wird.

Sobald eine Nachbesetzung erfolgt ist, soll die Planung der Sozialkonferenz erfolgen und noch in diesem Jahr stattfinden.

Herr Linden erläutert, dass sich die Armut in Deutschland ausweitet. In Aachen wird viel gegen die Armut getan. Durch den Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie wurde Geld für Beratungsleistungen, z.B. Schuldnerberatung, für Soziale Dienste und für das Quartiersmanagement zur Verfügung gestellt. Wichtig ist auch, dass mehr in den Wohnungsbau und in die Vermittlung von Arbeit investiert wird, damit sich die Armut in Aachen nicht verfestigt.

Frau Timm erklärt, dass sich der Bericht des PäritätischenGesamtverbandes auf eine größere Region bezieht und daher vom Bericht der Stadt Aachen abweicht. Allen Akteuren muss bewusst sein, dass man das Thema Armut weiterverfolgen muss. Wichtig ist auch, dass in der 3. Sozialkonferenz die Umsetzung der bisherigen Beschlüsse vereinbart wird.

Der Beschluss erfolgt einstimmig.

Beschluss

Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie nimmt die Ausführungen zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie nimmt die Ausführungen zur Kenntnis.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Die Fraktion Die Linke beantragt mit Schreiben vom 05.04.2016 den TOP – Armutsentwicklung in Aachen- in die Tagesordnung aufzunehmen. (Anlage 1)

Der Paritätische Gesamtverband hat den Bericht zur Armutsentwicklung in Deutschland 2016 veröffentlicht. Danach lag die Armutsquote in Aachen 2012 noch bei 16,6 % und somit nur knapp über dem Landesdurchschnitt von 16,3 % (siehe Anlage 2). Bis zum Jahr 2014 stieg die Armutsquote in Aachen jedoch auf 19,7 % an und liegt somit um 2,2 % über dem Landesdurchschnitt.

Ein derartiger Anstieg kann erfreulicherweise bei den vom FB 50 betreuten Hilfeempfängern nicht beobachtet werden.

Der Anteil der Leistungsempfänger nach dem SGB XII an der Gesamtbevölkerung hat sich von 2012 bis 2014 um lediglich 0,08 % erhöht und ist von 2013 nach 2014 sogar um 0,02 % gefallen.

Der Anteil der Hilfeempfänger nach dem SGB II an der Gesamtbevölkerung ist von 2012 bis 2014 sogar um 0,17 % gesunken (siehe Anlage 3).

Die Handlungsspielräume einer Kommune in Bezug auf die Armutsentwicklung sind eher gering. Dennoch hat die Verwaltung im Rahmen ihrer Möglichkeiten verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Lage der Menschen mit Einkommensdefiziten zu verbessern. Diese zielen in erster Linie darauf ab, die Folgen von Armut abzufedern.

Einige Beispiele sind:

-Aufklärungsarbeit zur Bekämpfung verschämter Altersarmut

-Maßnahmen zur Verhinderung von Wohnungslosigkeit

-Mitarbeit an Konzepten zur Vermeidung von Energiesperrungen und Erreichen einer Wiederaufnahme der Energielieferung

-Persönliche umfassende Lebensberatung durch die Allgemeinen Sozialen Dienste

-Zugewandtes und Ängste abbauendes Verhalten des städtischen Personals

-Informationsveranstaltungen zum Bildungs- und Teilhabepaket

-Unterstützung von MigrantInnen bei der Schul- und Folgeausbildung

-Beratung von Menschen mit Behinderungen

-Beratung und Unterstützung von älteren Menschen insbesondere zur Wohnsituation und Vermeidung von Heimpflege

Aktuell nimmt die Verwaltung die Stärkung der Arbeitsmarktintegration nicht nur für Flüchtlinge in den Blick.

Aachen hat sich entschieden, an Stelle eines Armutsberichtes die sozialen Entwicklungen mit dem Instrument eines Sozialentwicklungsplanes zu beleuchten. Dieser ermöglicht einen Aachen-spezifischen Blick bis hinein in die Quartiere über die Armutsentwicklung hinaus.

Im Zweiten Sozialentwicklungsplan wurden die demografischen, sozio-ökonomischen und sozialen Entwicklungen und die Perspektiven für die Aachener Quartiere ausführlich dargestellt.

Ansprechpartner der Träger der freien Wohlfahrtspflege sowie der Fachbereiche Kinder, Jugend und Schule und Soziales und Integration stehen für Fragen zur Verfügung.

Auswirkungen

finanzielle Auswirkungen

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

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Auszahlungen

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Ergebnis

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- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

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Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Folgekos-ten (alt)

Folgekos-ten (neu)

Ertrag

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Personal-/

Sachaufwand

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Abschreibungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Es ergeben sich keine finanziellen Auswirkungen.

Weitere Dokumente (3)

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Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2016-04-14 FB 50_0153_WP17 Armutsentwicklung in SAO.pdf

23.11.2024

286.4 KB

Metadaten

TOP
Ö 6
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Soziales, Integration und Demographie
Gremium
Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie
Datum
Do., 28.04.2016
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
Fachbereich Soziales und Integration
Geändert
22.2.2026
Inhalt abgerufen
22. Februar 2026 um 22:40