Sachstand KUNST IM ÖFFENTLICHEN RAUM
E 26/0052/WP17 · Kenntnisnahme
Beratung
Herr Schneider informiert den Betriebsausschuss Kultur anhand einer PowerPoint Präsentation.
Im Anschluss dankt die Beigeordnete, Frau Schwier, für die Ausführungen sowie die vorgelegte Aufstellung, die als Tischvorlage verteilt wurde.
Ratsfrau Reuß verweist auf die Wichtigkeit der Arbeit der Kommission sowie die Hilfestellung für die Kommission.
Auf Anfrage von Ratsherrn Pilgram führt Herr Olaf Müller aus, dass im Jahr 2013 die Kunst im Öffentlichen Raum für die Einarbeitung im Aufbau des Kultursekretariates Gütersloh vorgesehen war. Dies war jedoch nicht möglich, so dass dann eine Einarbeitung in die Wuppertal-Web-Plattform erfolgte. Aktuell wird auf der Grundlage der Museumsstrukturkommission eine Bewertung anhand der drei zentralen Kriterien Ästhetik, Politik und Historie vorgenommen.
Unter Bezugnahme auf den Wortbeitrag von Frau Crumbach-Trommler erklärte Olaf Müller, dass seinerzeit schon Frau Dr. Franzen die Idee hatte, mit Blick auf den Campus größere Firmen hinsichtlich möglicher Sponsoren anzusprechen.
Es folgen Wortbeiträge von Ratsherrn Bruynswyck, Herrn von Hayn, Ratsherrn Pilgram und Herrn Lauven.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Betriebsausschuss Kultur nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Eine Vielzahl von Kunstwerken schmückt Aachens Straßen, Plätze und Parkanlagen. Die größtenteils im 18. und 19. Jh. entstandenen und zu nicht unwesentlichen Teilen aus privaten Schenkungen stammenden Werke tragen maßgeblich zum Erscheinungsbild des öffentlichen Raums bei. Manche von ihnen, wie die Klenkes-Plastik am Holzgraben oder die „Oecher Prent“ am Körbergässchen zollen traditionellen Wirtschaftszweigen Tribut. Andere erinnern an den Standort längst verschwundener Bauwerke oder sind selbst ein Stück gebaute Geschichte, wie der Karlsbrunnen von Johann Joseph Couven auf dem Marktplatz – der älteste Brunnen der Stadt. Auch zeitlose lokale Besonderheiten finden ihren Niederschlag im Stadtbild. So begrüßen die „Fünf Pferde“ bereits auf dem Bahnhofsvorplatz Reisende in der Reiterstadt Aachen, während die „Regenschirmdamen“ in der Großkölnstraße einen augenzwinkernden Hinweis auf das vorherrschende Wetter in der Region liefern. Für Einheimische sind viele dieser Kunstwerke längst ein selbstverständlicher und identitätsstiftender Teil ihrer Stadt geworden. Für Touristen gehören sie während ihres Aufenthalts zu den augenfälligsten Erscheinungen im öffentlichen Raum; keine Stadtführung etwa wäre heute vollständig ohne den Besuch des Puppenbrunnens in der Krämerstraße, an dem sich in eingängiger Weise die Geschichte Aachens ablesen lässt.
Die Abteilung Denkmalpflege des Fachbereichs Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen hat nun eine Übersichtskarte zur Kulturtopographie erstellt. Insgesamt 45 Brunnen, 45 Plastiken und 4 Skulpturen sind heute im Stadtgebiet präsent; der überwiegende Teil davon innerhalb des Alleenrings sowie in Burtscheid. Die Karte demonstriert auf anschauliche Weise nicht bloß Anzahl und Verteilung, sondern anhand von Fotos und steckbriefartiger Kurzbeschreibung (Bezeichnung, Ort, Entstehungsjahr, Künstler, und besondere Charakteristika) auch die starke Heterogenität der Werke. Letztere spiegelt zum Einen die Kleinteiligkeit wieder, die für das Aachener Stadtbild, besonders die gewachsene Altstadt, typisch ist. Zum Anderen ist jedoch auch zu vermerken, dass in der Vergangenheit dem Wunsch nach Aufstellung entsprechender Schenkungen im öffentlichen Raum vielfach allzu unkritisch entsprochen wurde. Die Brunnen, Plastiken und Skulpturen in Aachens Straßenräumen stehen niemals nur für sich selbst, sondern haben selbstverständlich eine prägende Wirkung auf ihr Umfeld. Wünschenswert ist nach Ansicht der Kommission „Kunst im öffentlichen Raum“ sowohl die Formulierung des Anspruchs an Qualität in Material und Ausführung, als auch die jeweilige Betrachtung des genius loci. Die Ausgestaltung des öffentlichen Raums durch Kunstwerke muss zu gleichen Teilen als Chance, aber auch als stadtgestalterische Querschnittsaufgabe begriffen werden, der durch entsprechende fachliche sowie politische Diskussion jeder zukünftigen Schenkung Rechnung getragen werden muss.
Abstimmungsergebnis
Weitere Dokumente (3)
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Technische Details
ID: 75387
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=75387
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2016-05-18 E 26_0052_WP17 Sachstand KUNST IM Oe SAO.pdf
26.11.2024
76.6 KB
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 5
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Betriebsausschusses Kultur
- Gremium
- Betriebsausschuss Kultur
- Datum
- Di., 07.06.2016
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- Dezernat III
- Geändert
- 22.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 22. Februar 2026 um 22:47
Beschlussdokument
Sammeldokument öffentlich
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