16. Juni 2016 um 17:00, Verwaltungsgebäude Marschiertor
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Wettbewerb Bushofhier: Sachstandsbericht

FB 61/0467/WP17 · Kenntnisnahme

Wettbewerb Bushofhier: Sachstandsbericht

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Für die Fraktion der Grünen betont Herr Rau den dringenden Handlungsbedarf bei der Entwicklung des Bereichs Bushof. Es handele sich hierbei um eine schwierige, aber auch enorm wichtige Aufgabe, daher habe man im Rahmen der Haushaltsaufstellung Mittel für einen Wettbewerb eingestellt. Man erwarte von der Verwaltung, dass nun auch zügig das Wettbewerbsverfahren gestartet werde, man sei allerdings entschieden dagegen, jetzt noch mit öffentlichen Geldern aufwändige Verbesserungsmaßnahmen durchzuführen. Wenn es ein Problem mit der Beleuchtung gebe, müsse dieses Problem durch zusätzliche Lampen gelöst werden, hierfür ein teures Lichtkonzept durch ein externes Büro erarbeiten lassen, halte man jedoch für überflüssig und werde daher einer solchen Beauftragung nicht zustimmen.

Für die SPD-Fraktion zeigt sich Herr Plum enttäuscht von der Vorlage der Verwaltung. Zwar seien mit viel Mühen Gelder eingeworben worden, bislang sei jedoch trotz dringenden Handlungsbedarfs nichts passiert. Seitens der Volkshochschule werde die schlechte Beleuchtungssituation immer wieder beklagt, und da angesichts der Zeitperspektive nicht zu erwarten sei, dass es kurzfristig zu einer dauerhaften Lösung kommen werde, unterstütze man durchaus die Verwaltung in dem Bemühen, zeitnah eine Verbesserung der Situation herbeizuführen. Dies könne allerdings möglicherweise auch ohne ein Lichtkonzept geschehen, wenn man die Eigentums- und Leitungsverhältnisse kläre und eine pragmatischere Herangehensweise finde. In diesem Sinne könne man dem Beschlussvorschlag der Verwaltung durchaus folgen.

Für die CDU-Fraktion stimmt Herr Gilson seinen Vorrednern zu und schlägt vor, gemeinsam mit der STAWAG und dem städtischen Gebäudemanagement nach schnell umsetzbaren und günstigen Möglichkeiten zur Verbesserung der Beleuchtungssituation zu suchen.

Für die Fraktion Die Linke plädiert auch Herr Beus dafür, den Wettbewerb zu forcieren, um möglichst zügig für den Bereich am Bushof, der von vielen Bürgern als einer der Brennpunkte in Aachen wahrgenommen würde, eine nachhaltige positive Entwicklung in Gang setzen zu können. Die Erarbeitung einer Lichtkonzeption sei aus seiner Sicht in der momentanen Situation nicht zielführend, wichtig sei eher, dass man im Rahmen der Unterhaltung und Sauberkeit alle Möglichkeiten ausschöpfe und da wo erforderlich, Verbesserungen mit möglichst geringem Aufwand umsetze.

Für die Fraktion der Piraten schließt sich Herr Pütz seinen Vorrednern an, bittet jedoch angesichts der in letzter Zeit bereits mehrfach in der Öffentlichkeit geführten Diskussionen um Lichtfarben bei LED-Beleuchtung darum, Leuchtmittel zu verwenden, die eine als angenehm empfundene Atmosphäre schaffen.

Als Vertreterin des Seniorenbeirats bedauert Frau Reinartz, dass durch die derzeitigen Eigentumsverhältnisse die Umsetzung von pragmatischen Lösungen erschwert werde. Auch vor diesem Hintergrund sei der Verkauf von Teilen des Bushofs an einen privaten Investor nach ihrer Einschätzung ein Fehler gewesen. Dennoch solle sich die Verwaltung bemühen, Fortschritte vor allem im Hinblick auf die Sauberkeit und die Helligkeit zu erzielen. Beim Thema Beleuchtung könne man dazu auch auf den in Aachen unzweifelhaft vorhandenen Sachverstand bei RWTH und Firmen wie beispielsweise Aixtron zurückgreifen.

Herr Schaffert erklärt, dass man verwaltungsseitig eine große Einigkeit im Ausschuss hinsichtlich des Handlungsbedarfs beim Thema Licht aus der Diskussion mitnehme, gleichzeitig aber auch verstanden habe, dass eine gesonderte Beauftragung hierzu nicht unterstützt werde.

Der Ausschuss fasst den folgenden

Beschluss

Der Planungsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und erwartet die Vorlage der verkehrlich städtebaulichen Machbarkeitsstudie sowie die Vorschläge zur Verbesserung der Lichtsituation in der zweiten Jahreshälfte 2016.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Planungsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und erwartet die Vorlage der verkehrlich städtebaulichen Machbarkeitsstudie sowie die Vorschläge zur Verbesserung der Lichtsituation in der zweiten Jahreshälfte 2016.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Im Innenstadtkonzept 2022 wurde die Neuordnung des Bushofs und seines Umfeldes als einer der Handlungsschwerpunkte benannt. Im Dezember 2015 hat die Bezirksregierung Köln den Zuwendungsbescheid über Städtebaufördermittel für einen Wettbewerb sowie für eine voraus gehende verkehrlich städtebauliche Machbarkeitsstudie der Stadt Aachen übermittelt. Diese Studie soll vor allem klären, wie in drei verschiedenen räumlichen Alternativen die Aufgabe des zentralen Umsteigepunktes organisiert werden kann, welche Flächen dafür benötigt werden und welche Konsequenzen dies für zu erneuernde oder gänzlich neue Bau- und Raumstrukturen hat.

Mit der Machbarkeitsstudie wurde Ende 2015 das Büro StadtLandBahn aus Boppard beauftragt. Aufgrund krankheitsbedingter Ausfälle im beauftragten Büro wurde die Bearbeitungsfrist so verlängert, dass mit einer Vorlage der Studie im Herbst 2016 gerechnet wird. Die Beratung und Beschlussfassung der Ergebnisse wird als eine der elementaren Grundlagen im Wettbewerb aufzunehmen sein. Es ist eindeutig absehbar, dass selbst die kleinste Lösung für die Erneuerung des Bushofkomplexes und seines Umfeldes einen mehrfachen Millionenbetrag erfordert. Mit den Zuschussgebern der Städtebauförderung ist eine mittelfristige Lösung für dieses Großprojekt ins Auge gefasst, wenn andere laufende Projekte der Städtebauförderung (insbesondere Ac-Nord, Brand und Haaren) umgesetzt sind.

Die derzeitige Situation insbesondere der Wagenhalle und ihres Umfeldes ist aber so schlecht, dass der Bushof in der öffentlichen Meinung eine traurige Spitzenreiterposition der negativen Urteile einnimmt. Diese Bewertung des Bushofes als der eines Ortes, den man am besten meidet, bekommt insbesondere die Volkshochschule zu spüren. So ist nicht von der Hand zu weisen, dass zwischen dem Besucherrückgang im letzten Winter (dunkle Jahreszeit) und der negativen Wahrnehmung, verstärkt durch eine Häufung krimineller Handlungen im Bushofumfeld, ein Zusammenhang bestehen dürfte. Die Verwaltung beabsichtigt deshalb kurzfristig ein Planungsbüro mit einer Machbarkeitsstudie für besseres Licht im Bushof zu beauftragen, das dieses in Kooperation mit der STAWAG ausarbeiten soll. Die Studie soll modulare, aufeinander aufbauende Vorschläge

erarbeiten und diese mit einer Kostenschätzung hinterlegen. Mit der Vorstellung der Ergebnisse in den Ratsgremien wird nach der Sommerpause gerechnet, so dass die Zeit reicht, noch vor dem Winter ein erstes Basismodul durch die Eigentümer umsetzen zu lassen.

Abstimmungsergebnis

einstimmig
Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2016-05-23 FB 61_0467_WP17 Wettbewerb Bushofhie SAO.pdf

15.11.2024

71.6 KB

Metadaten

TOP
Ö 7
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Planungsausschusses
Gremium
Planungsausschuss
Datum
Do., 16.06.2016
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Geändert
22.2.2026
Inhalt abgerufen
22. Februar 2026 um 22:57