14. Juni 2016 um 17:00, Verwaltungsgeb. Mozartstraße Zi.207
TOP 9Öffentlich

Umgang mit Auslandsmaßnahmen Jugendlicher - Empfehlung zur Leistungserbringung der stationären Erziehungshilfe im Ausland

FB 45/0244/WP17 · Kenntnisnahme

Umgang mit Auslandsmaßnahmen Jugendlicher - Empfehlung zur Leistungserbringung der stationären Erziehungshilfe im Ausland

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Angesichts der medialen Aufmerksamkeit zum Thema wird der Bericht der Verwaltung als beruhigend eingeordnet. Frau Scheidt schlägt eine Trägerpräsentation von „KasparX“ vor, dem einzigen Anbieter in der Stadt Aachen in diesem Arbeitssegment. Die Zahl der Auslandsmaßnahmen ist, wie Frau Drews mitteilt, deutlich abgebaut worden. Einzelfallbezogen ist die Distanz zum Heimatort immer verbunden mit dem Ansinnen, Jugendliche nach ihrer Teilnahme in ein geordnetes Lebensgefüge zuhause zu bringen. Insofern sind Individualentscheidungen durchaus zielführend. Festzustellen ist: Auslandsmaßnahmen sind kostengünstiger als stationäre geschlossene Unterbringungen. Der Fachbereich war mitbeteiligt an der Entwicklung der Richtlinien des Landesjugendamtes für dieses Arbeitsfeld.

Beschluss

Der Kinder- und Jugendausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Kinder- und Jugendausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis.

Erläuterungen

Erläuterungen:

1. Ausgangslage

Im April 2015 berichtete die ARD in der Sendung Monitor über individualpädagogische Auslandsmaßnahmen in der Jugendhilfe unter dem Titel „Mit Kindern Kasse machen - Auslandsmaßnahmen außer Kontrolle“.

Die Thematik ist in der Folge in den Medien, den Landesjugendämtern und von den politisch Verantwortlichen intensiv diskutiert worden.

Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport (MFKJKS) Nordrhein-Westfalens hat diese Thematik ebenfalls aufgegriffen und bereits im Juli 2015 die Jugendämter zum Fachgespräch eingeladen, die eine größere Anzahl von Jugendlichen im Ausland betreuen lassen.

Als Ergebnis des Fachgespräches erklärten sich die Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen bereit, gemeinsam mit den beteiligten Jugendämtern Standards zur individualpädagogischen Betreuung im Ausland zu erstellen.

Der Fachbereich Kinder, Jugend und Schule der Stadt Aachen hat sich auf Einladung des Landesjugendamtes Rheinland an diesem Prozess beteiligt.

2. Situation in der Stadt Aachen

Durch den Fachbereich sind am 01.05.2016 (als Stichtag) 27 junge Menschen im Ausland untergebracht. Hierbei handelt es sich aber bei der überwiegenden Mehrzahl der Fälle um grenznahe Unterbringungen im Rahmen von Pflegeverhältnissen gemäß § 33 SGB VIII im Dreiländereck.

Zehn junge Menschen sind in Belgien und den Niederlanden in Pflegefamilien untergebracht und werden durch den Pflegekinderdienst des FB 45 betreut, neun junge Menschen leben in Erziehungsstellen und einer Gruppe eines in Aachen ansässigen Jugendhilfeträgers. Somit werden tatsächlich im Sinne einer individualpädagogischen Maßnahme im Ausland acht junge Menschen (sechs in Spanien; einer in Polen, einer in Irland) betreut. Diese Jugendlichen sind ausschließlich über den Aachener Träger Kaspar X untergebracht.

Bei der Gesamtzahl von Hilfen zur Erziehung von 4.262 Fällen in 2015 bedeutet dieses tatsächlich eine verschwindend geringe Zahl.

3. Fazit

Von Seiten des Fachbereiches wird die Möglichkeit der Betreuung im Ausland als im Einzelfall pädagogisch sinnvolles und notwendiges Angebot in der Jugendhilfe gesehen.


Der nun vorliegende gemeinsam erarbeitete Entwurf von Standards für den Bereich der stationären Jugendhilfe trägt diesem Rechnung und bietet gleichzeitig ein hohes Maß an Sicherheit für die betroffen Jugendlichen, ihre Familien, die durchführenden Träger der Maßnahmen und nicht zuletzt für die unterbringenden Jugendämter.

In der Anlage beigefügt ist die vorläufige Endfassung, die von Seiten des Landschaftsverbandes Rheinland in den kommenden Wochen offiziell veröffentlicht wird.

Auswirkungen

finanzielle Auswirkungen

Keine, da Sachstandsbericht.

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

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Auszahlungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Folgekos-ten (alt)

Folgekos-ten (neu)

Ertrag

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Personal-/

Sachaufwand

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Abschreibungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Abstimmungsergebnis

Zustimmung:Ablehnung:Enthaltung: einstimmig
Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2016-05-25 FB 45_0244_WP17 Umgang mit Auslandsm SAO.pdf

17.11.2024

98.6 KB

Metadaten

TOP
Ö 9
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses
Gremium
Kinder- und Jugendausschuss
Datum
Di., 14.06.2016
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 45 - Fachbereich Kinder, Jugend und Schule
Geändert
22.2.2026
Inhalt abgerufen
22. Februar 2026 um 22:49