Beratung von Zielen und Kennzahlen des städtischen Haushalts
FB 20/0068/WP17 · Kenntnisnahme
Beratung
Ratsherr Prof. Dr. Kronenberg begrüßt, dass die Beratung der Ziele und Kennzahlen erfolge. Für ihn trage dies zur Übersichtlichkeit des Haushaltes bei. Ihm sei aufgefallen, dass Produkte zum Teil mehr als zwei Ziele haben.Es würden aber nur zwei Grafiken aufgeführt.
Herr Kind erläutert, dass anhand der grafischen Darstellung die Entwicklung ausgewählter Kennzahlen ablesbar sei.
Ratsherr Prof. Dr. Kronenberg führt weiterhin aus, dass für ihn der Idealfall sei, eine Kennzahl je Ziel eines Produktes zu bestimmen. Teilweise wiesen die verankerten Ziele und Kennzahlen für ihn Optimierungsbedarf auf.
Als Beispiel führt er die Kennzahl „Anzahl der Veranstaltungen“ des Produkts „15.03.02 Kongress – Eurogress“ an. Er stellt sich die Frage, ob hier die Kennzahl „Auslastungsquote“ nicht eine geeignetere Kennzahl sei.
Ratsfrau Plum freut sich ebenfalls über die Beratungen. Sie erhofft sich nach der Sommerpause detaillierte Beratungen in den einzelnen Fachausschüssen. Handlungsbedarf sehe sie im Bereich der Eigenbetriebe. Sicherlich sei die Anzahl der Berichte von Bedeutung, jedoch nicht aussagekräftig genug für einen Eigenbetrieb. Im Bereich der Ziele und Kennzahlen seien auch bei den Eigenbetrieben Anpassungen in den Wirtschaftsplänen vorzunehmen. Die Frage, welche Aufgaben wahrgenommen werden sollten, sei nicht nur an die Kernverwaltung zu richten.
Die Verwaltung habe hier die Aufgabe zu Entwicklung und Fortschreibung der Produktblätter erfüllt. Gefragt sei jetzt die Politik durch Analysen und Entwicklung von eigenen Zielen und Kennzahlen.
Unklar sei für sie die Kennzahl „Anzahl unklarer Zahlungseingänge“ im Produkt 01.09.06 „Zahlungsabwicklung“.
Herr Hermanns erklärt, dass es sich bei den unklaren Zahlungseingängen um Zahlungen auf dem Bankkonto handle, die aufgrund von fehlenden Verwendungszweckangaben, fehlerhaften Angaben oder fehlenden Anordnungsbelegen nicht zugeordnet werden könnten.
Frau Grehling ergänzt, dass eine fehlerhafte oder gar keine Zuordnung dazu führen könne, dass die unterjährige Kreditaufnahme irrtümlicherweise nicht dem tatsächlichen Kreditbedarf entspreche.
Ratsherr Pilgram bedankt sich für die Arbeit bei der Verwaltung und stimmt Ratsfrau Plum zu. Durch die Kennzahl „Jahresergebnis“ bei den Eigenbetrieben werde das Verhältnis zwischen dem Haushalt und den Wirtschaftsplänen deutlich. Für ihn seien weitere Informationen an dieser Stelle nicht von Bedeutung, da es dafür den Betriebsausschuss gebe, der Handlungs- und Steuerungsmöglichkeiten zu entwickeln habe. Für die Kernverwaltung sei die Höhe des Zuschussbedarfs und deshalb das Ergebnis von Bedeutung und nicht die Anzahl der Besucher des Theaters.
Frau Grehling unterstützt die Aussage des Ratsherrn Pilgram. Die Produktverantwortung im städtischen Haushalt liege für die Abwicklung der Bezuschussung der Eigenbetriebe bei dem Fachbereichsleiter der Finanzsteuerung, Herrn Kind. Verantwortlich sei Herr Kind nicht für die Aufgaben der Eigenbetriebe, sondern für die Veranschlagung und Abwicklung der Zuschüsse im städtischen Haushalt. Sowohl die Fachbereichsleitungen als Produktverantwortliche, als auch die Eigenbetriebe hätten inzwischen an entsprechenden Workshops teilgenommen.
Frau Grehling bittet die Ausschussmitglieder, ihre Anpassungs- undÄnderungswünsche mitzuteilen. Die Politik habe aufgrund eines anderen Blickwinkels eventuell andere Maßstäbe, an denen die Produkte gemessen werden sollten.
Herr Kind erläutert, dass eine Anpassung der Produktblätter für das Haushaltsjahr 2017 bereits vorbereitet werde, gerade bei den Eigenbetrieben solle eine einheitliche Struktur der Produktblätter erzielt werden.
Ratsherr Schmidt-Ott interessiert, ob Herr Kind als Produktverantwortlicher über Informationen, wie die Besucherzahlverfüge, bzw. diese abfragen könne.
Frau Grehling antwortet, dass die Daten durchaus durch die Finanzsteuerung abgefragt werden könnten, jedoch die Beratung über die Produktverantwortlichen zu führen sei. Die Verantwortung der Fach- und Betriebsausschüsse sei zu beachten.
Ratsfrau Plum führt aus, dass die Produktziele sehr gut nachvollziehbar seien. Sie merkt an, dass ein Hinweis auf ein Hilfsprodukt wünschenswert sei, da diese nicht unmittelbar steuerbar seien.
Letztlich bittet sie,eine Auflistung der durch den Finanzausschuss steuerbaren und nicht steuerbaren Produkte als Anlage zur Niederschrift beizufügen.
Ratsherr Prof. Dr. Kronenberg ist der Auffassung, dass die Information über die Anzahl der Veranstaltungen für den Bürger von Bedeutung sei. Das Interesse des Bürgers bestehe in dem verantwortungsvollen Umgang mit seinen Steuergeldern. Die sei für ihn nur nachvollziehbar, wenn auch die Ziele definiert seien. Beispielhaft führt er das Ziel des Quellen- und Kulturbetriebs an. Bei einem Zuschussdarf von rund 3 Mio. Euro sei es legitim, dass der Rechtfertigungsgrund für die Aufrechterhaltung des Eigenbetriebs seitens des Bürgers hinterfragt werde.
Für ihn sei fraglich, ob Produktzuschnitte überarbeitet werden müssten. Es sei fragwürdig, dass Querschnittsaufgaben zwingend einem Verantwortlichen zugeordnet werden könnten. Teilweise liege eine fachbereichsübergreifende Verantwortung vor.
Frau Grehling erläutert, dass die Eigenbetriebe zum Zeitpunkt ihrer Gründung bewusst dem Kernhaushalt entzogen worden seien. Das Aufgabenspektrum des Kernhaushaltes sei durch die Stadt nur eingeschränkt steuerbar. Dies sei Aufgabe der jeweiligen Produktverantwortlichen. Da die Zuschüsse an die Eigenbetriebe im Kernhaushalt in einem Produkt abzubilden seien, sei auch hier eine Produktverantwortung Voraussetzung.
Bezüglich der Fragestellung der Produktzuschnitte erläutert sie, dass ein eindeutiger Produktzuschnitt mit einem Verantwortlichkeitsbereich nötig sei. Es gebe allerdingsProdukte, deren Aufgabenspektrum übergreifend sei. Dennoch müsse eine Stelle die Verantwortung und Koordinierung übernehmen.
Hinsichtlich der Eigenbetriebe schlägt Frau Kuca vor, die Produktblätter um den Hinweis auf die Wirtschaftspläne zu erweitern, denen die jeweiligen Kennzahlen entnommen werden könnten.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Finanzausschuss nimmt die dargestellten Produktbeschreibungen inkl. der Ziele und Kennzahlen zur Kenntnis.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Entsprechend dem empfehlenden Beschluss aus der Sitzung vom 15.03.2016, nach der die Fachausschüsse die jeweils zugehörigen Produktbeschreibungen inkl. der Ziele und Kennzahlen beraten sollen, werden auch dem Finanzausschuss die zugehörigen Produktbeschreibungen, die als Anlage beigefügt sind, zur Beratung und Fortentwicklung vorgelegt.
Neben den Produkten, die der Abwicklung von Zuschüssen insbesondere der Eigenbetriebe dienen, sowie den Produkten der jeweiligen Stiftung ist der Finanzausschuss bei folgenden Produkten primär zuständig:
01.09.01 Finanzsteuerung und –controlling
01.09.03 Steuerliche Betreuung der Gesamtverwaltung und Betreuung kostenrechnender Einrichtungen
01.09.04 Vermögens- und Schuldenverwaltung
01.09.05 Geschäftsbuchhaltung
01.09.06 Zahlungsabwicklung
01.09.07 Vollstreckung
01.09.08 Steuern und sonstige Abgaben
01.09.09 NKF, EDV-ERP-System
01.20.01 Beteiligungscontrolling
16.01.01 Allgemeine Zuweisungen und Umlagen
16.01.02 Gemeindesteuern und Steueranteile
16.02.01 Sonstige allgemeine Finanzwirtschaft
Die Beschreibung sowie die zuständige Organisationseinheit des jeweiligen Produktes sowie die Rechts- bzw. Auftragsgrundlage, die zu erbringenden Leistungen, die Mitwirkenden bzw. Beteiligten, die Empfänger des Produktes sowie die gebildeten Produktziele und Kennzahlen können dem sogenannten „Produktblatt“ entnommen werden.
Die erarbeiteten Ziele und Kennzahlen des Haushaltsplans 2016 basieren auf den Ergebnissen des „Projektes“ Ziele und Kennzahlen. Eine Änderung der Ziele und Kennzahlen im Haushaltsplan 2016 ist nicht mehr möglich. Analog der Überplanung der Haushaltsansätze müssen die Ziele und Kennzahlen im jährlichen Haushaltsplanverfahren, nächstmalig mit Aufstellung des Haushaltsplans 2017, angepasst werden.
Für die Haushaltsplanberatungen 2017 werden neben den Planwerten auch die Ziele und Kennzahlen im Rahmen der Aufstellung des Haushaltsplanentwurfs durch die Organisationseinheiten überarbeitet und natürlich in den zuständigen Fachausschüsse beraten werden.
Auswirkungen
finanzielle Auswirkungen | ||||||
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | ||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | |||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff. | Folgekos-ten (alt) | Folgekos-ten (neu) |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | ||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | |||||
Es ergeben sich keine finanziellen Auswirkungen.
Abstimmungsergebnis
Weitere Dokumente (1)
Die Dokumente werden direkt vom Ratsinformationssystem der Stadt Aachen abgerufen und nicht von uns gespeichert oder gehostet.
Technische Details
ID: 75710
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=75710
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2016-04-20 FB 20_0068_WP17 Beratung von Zielen SAO.pdf
16.11.2024
491.7 KB
Metadaten
- TOP
- Ö 6
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Finanzausschusses
- Gremium
- Finanzausschuss
- Datum
- Di., 21.06.2016
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- FB 20 - Fachbereich Finanzsteuerung
- Geändert
- 22.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 22. Februar 2026 um 22:59
Beschlussdokument
Sammeldokument öffentlich
Öffnen