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Integration von Flüchtlingen - Erstellung eines Integrationsplans -- Ratsantragspaket der Fraktionen CDU und SPD vom 15.03.2016Niedrigschwellige Arbeitsmöglichkeiten für Asylbewerber nach § 5 AsylbLG - Ratsantrag der Fraktion Grüne vom 11.04.2016

FB 50/0154/WP17-1 · Entscheidungsvorlage

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Herr Prof. Dr. Sicking erläutert, dass der vorliegende Integrationsplan an den Leitfaden des Deutschen Städtetages angelehnt ist. Als nächstes sollen die konkreten Maßnahmen und deren Finanzierung ausgearbeitet werden.

Herr Linden lobt die Verwaltung für die schnelle Vorlage des Integrationsplanes. Mit dem Konkretisieren der Maßnahmen beginnt jetzt die Integrationsarbeit. Er merkt an, dass nach dem Festlegen der Maßnahmen rechtzeitig die daraus resultierenden Kosten für die Haushaltsberatungen bekannt sein müssen.

Des Weiteren führt Herr Linden aus, dass sich das DRK bei der Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge bewährt hat. Er hat folgende Fragen:

- wie viele Verträge gibt es im Rahmen der Unterbringungsstrategie?

- wie stellt sich der neue Fachbereich 56 auf und welche Schnittstellen gibt es innerhalb und außerhalb

der Verwaltung?

Darüber hinaus spricht Herr Linden das Thema „Integration in Arbeit“ an. Im Rahmen des mit Bundesmitteln geförderten Programms für 100.000 Arbeitsgelegenheiten, sollen 270 niedrigschwellige Stellen in Aachen geschaffen werden. Das Jobcenter ist hier federführend tätig und der Einflussbereich der Stadt Aachen gering.

Prof. Dr. Sicking erläutert, dass die Fachbereichsleitung für den neuen Fachbereich noch zu besetzen ist

und man sich damit in Verzug befindet. Auch die Stelle des Sozialplaners muss nach der Sommerpause noch besetzt werden. Zu den Arbeitsgelegenheiten in der Stadt führt er aus, dass er eine Rückmeldung über 25 Arbeitsgelegenheiten innerhalb der Verwaltung bekommen hat.

Frau Knabe erklärt zu den Verträgen mit dem DRK, dass das DRK erst für die Landesflüchtlinge und später für die zugewiesenen Flüchtlinge die Betreuung übernommen hat. Das DRK betreut insgesamt rund 500 Menschen in denEinrichtungen in der Franzstraße, Kalverbenden, Roermonder Straße, Turpinstraße und Schweizer Hof. Nur das DRK ist in der Lage gewesen, eine 24 Stunden Betreuung zu gewährleisten. Die Einrichtung Kirchberg wird am 31.07.2016 geschlossen.

Herr Müller bedankt sich für die gute Vorlage bei den Mitarbeitern der Verwaltung. Er verweist auf den Leitfaden des Deutschen Städtetages, Seite 129 der Vorlage, Zeilen 23 und 24, „Die Städte setzen ihren begonnenen Weg unbeirrt fort. Denn Städte können Integration“. Herr Müller ist der Meinung, dass man den Integrationsplan nicht besser machen kann.

Frau Dr. Lassay bedankt sich für den prägnanten Bericht. Alle Themen sind behandelt worden.

Sie weist darauf hin, dass die Kommunen und die freien Träger zur Bildung von Arbeitsmöglichkeiten zusammenarbeiten sollen.

Herr Deumens bedankt sich bei der Verwaltung für die geleistete Arbeit. Er hofft, dass auch das Integrationskonzept bis zum Ende des Jahres fertig wird. Des Weiteren führt es aus, dass zuerst die Unterbringung der Flüchtlinge wichtig war. Jetzt ist die Integration der Flüchtlinge voranzutreiben.

Er hält den Integrationsplan für einen guten Handlungsleitfaden und stimmt den Anträgen der CDU- und SPD Fraktion und der Fraktion Die Grünen zu.

Herr Deumens ist jedoch entsetzt über die Aussage in der Einleitung des Integrationsplanes, dass der Rat der Stadt Aachen die Verwaltung in seiner Sitzung am 06.04.2016 beauftragt hat, einen Integrationsplan zu erstellen. Er erläutert, dass der Rat der Stadt Aachen am 06.04.2016 in keiner Weise die Verwaltung beauftragt hat, einen Integrationsplan zu erstellen. Ein solcher Fehler darf nicht passieren.

Herr Brantin erläutert, dass in der Stadt Aachen eine hohe Willkommenskultur herrscht. Die 1. Phase, die Flüchtlingsunterbringung, wurde sehr gut gemeistert. In der 2. Phase, der Integration der Flüchtlinge, sind Bildung und Teilhabe sehr wichtig. Herr Brantin schlägt vor, einen Koordinator einzusetzen. Bei der Volkshochschule ist dies nicht möglich, da die Volkshochschule Mitbewerber bei den Sprachkursen ist.

Sinnvoll wäre ein Angebot durch die Stadt Aachen in Kooperation mit der StädteRegion.

Frau Ernst erläutert hierzu, dass die Stadt Aachen schon früh eine Bildungserstberatung im Verwaltungsgebäude Bahnhofplatz aufgebaut hat. Dort wird in einer offenen Sprechstunde eine Sprachberatung durchgeführt. Dies erfolgt in Kooperation mit allen Trägern, die in Aachen Sprachkurse anbieten. Die Zusammenarbeit mit den Trägern ist sehr gut. Derzeit wird für das Migrantenticket ein neuer Flyer erstellt. Frau Ernst ist gerne bereit, die Bildungserstberatung in einer der nächsten Sitzungen des Ausschusses für Soziales, Integration und Demographie vorzustellen.

Frau Höller-Radtke fasst zusammen, dass man in Aachen in der Sprachkommunikation gut aufgestellt ist.

Verbesserungen sind noch möglich. Es fehlen leider Lehrkräfte für die Sprachkurse.

Herr Poschmann schließt sich der Meinung von Herrn Deumens an, dass der in der Einleitung gemachte Fehler nicht passieren darf. Des Weiteren fragt er,warum ausschließlich durch das DRK und nicht durch andere Träger die Aufgabe der Betreuung der Flüchtlingsunterkünfte übernommen wird.

Frau Knabe erklärt hierzu, dass der Malteser Hilfsdienst im Inda-Gymnasium im Einsatz war, danach aber nicht mehr zur Verfügung stand. Aufgrund der Notsituation konnten die zu vergebenden Betreuungsaufgaben nicht ausgeschrieben werden. Bei zukünftigen Neuabschlüssen werden Ausschreibungen erfolgen.

Der Beschluss erfolgt einstimmig.

Beschluss

Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie stimmt der Vorgehensweise der Verwaltung zu. Die Ratsanträge Nr. 149/17, 150/17, 151/17, 152/17, 153/17 und 158/17 werden mit der Erstellung des Integrationsplanes aufgegriffen, abgearbeitet und die beauftragten Themenbereiche kontinuierlich weiterentwickelt.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie stimmt der Vorgehensweise der Verwaltung zu. Die Ratsanträge Nr. 149/17, 150/17, 151/17, 152/17, 153/17 und 158/17 werden mit der Erstellung des Integrationsplanes aufgegriffen, abgearbeitet und die beauftragten Themenbereiche kontinuierlich weiterentwickelt.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Ausgangslage

In Aachen herrscht eine starke Willkommenskultur. Politik und Verwaltung ist es im Schulterschluss mit den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt ein wichtiges Anliegen, frühestmöglich die hier ankommenden Menschen in die Gesellschaft einzugliedern.

In diesem Sinne hat es in Aachen traditionell immer wieder Aufträge und Appelle der Politik, Initiativen der Verwaltung, Angebote der Wohlfahrtspflege und anderer Träger, zahlreiche Vereinsaktivitäten und auch sehr breit gestreute Angebote von Bürgerinnen und Bürgern gegeben. Die große Zunahme von Flüchtlingen insbesondere seit 2015 hat diese integrativen Strukturen wachsen lassen und gestärkt.

Die zur Beratung anstehenden Ratsanträge stehen in diesem Kontext. Sie werden von der Verwaltung zum Anlass genommen, die bisherigen Integrationsbemühungen in Aachen weiter zu entwickeln, Strukturen und Netzwerke zu optimieren und Themenschwerpunkte zu setzen.

Sachstand

Stand 01.06.2016 erhalten in Aachen rund 2850 Personen Leistungen nach dem AsylbLG. Davon sind rund 2540 Flüchtlinge in den Einrichtungen und Wohnungen des Fachbereiches Soziales und Integration untergebracht.

Derzeit werden der Stadt Aachen keine Flüchtlinge zugewiesen, weil die Aufnahmeverpflichtung übererfüllt ist. Das liegt insbesondere an der Anrechnung von Plätzen für Landesflüchtlinge. Ab Juli 2016 wird mit weiteren Zuweisungen gerechnet. (s. dazu die Ausführungen zu TOP 8)

In den letzten 3 Jahren sind zahlreiche Angebote entstanden, um der enorm gestiegenen Zahl von Asylbewerbern zu begegnen.

Neben der Aufstockung des Betreuungspersonals in der Verwaltung entstanden vielfältige Aktivitäten zur Integration der schutzsuchenden Menschen. In dieser Phase wurde das Aachener Bündnis für Flüchtlinge ins Leben gerufen. Die Akteure wurden damit unter ein Dach gestellt und nach Themen- bereichen geordnet. Dennoch ist festzustellen:

Dem großen Handlungsdruck geschuldet wurde bislang im Wesentlichen auf die aktuellen Notwendigkeiten reagiert. Nun gilt es, den angelegten Weg auszubauen, zu festigen und die Marschrichtung nach den aktuellen Anforderungen festzulegen.

Dazu soll der Integrationsplan dienen. Er baut auf dem Konzept zur Betreuung und Unterbringung von Flüchtlingen auf, das im letzten Jahr vom Rat verabschiedet worden ist.

Der Integrationsplan soll - im Gegensatz zum wesentlich umfassenderen Integrationskonzept- einen konkreten Handlungsrahmen angesichts der aktuellen Herausforderungen darstellen.

Vorgehensweise

In der Sitzung des Ausschusses für Soziales, Integration und Demographie am 28.04.2016 sollte zunächst die Gliederung des Integrationsplanes vorgestellt werden. Der TOP wurde in der Sitzung nicht beraten, sondern verschoben.

Zwischenzeitlich hat der Deutsche Städtetag zum Thema „Integration von Zugewanderten – Veränderte Herausforderungen für die Kommunen“ einen Leitfaden (Anlage 2) herausgegeben, der am 23.06.2016 verabschiedet wird. Die Verwaltung hat sich in ihren Ausführungen diesem Leitfaden angeschlossen und die Gliederung des Integrationsplans Aachen an der Abfolge der og. Ratsanträge orientiert.

Ein Entwurf des Integrationsplanes Aachen ist in der Anlage 1 beigefügt und wird in der Sitzung am 23.06.2016 vorgestellt.

In einem nächsten Schritt sollen konkrete Maßnahmenpakete und die Kosten der Umsetzung zur Beratung vorgelegt werden.

Auswirkungen

finanzielle Auswirkungen

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

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Auszahlungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Folgekos-ten (alt)

Folgekos-ten (neu)

Ertrag

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Personal-/

Sachaufwand

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Abschreibungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Die finanziellen Auswirkungen können noch nicht beziffert werden.

Weitere Dokumente (4)

Die Dokumente werden direkt vom Ratsinformationssystem der Stadt Aachen abgerufen und nicht von uns gespeichert oder gehostet.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2016-06-09 FB 50_0154_WP17-1 Integration von Fluec SAO.pdf

24.11.2024

1.2 MB

Metadaten

TOP
Ö 5
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Soziales, Integration und Demographie
Gremium
Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie
Datum
Do., 23.06.2016
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
Fachbereich Soziales und Integration
Geändert
23.2.2026
Inhalt abgerufen
22. Februar 2026 um 23:01