Eisbahn auf dem Theaterplatz, temporäre Sperrung der Nordseite für den motorisierten Individualverkehr
FB 61/0506/WP17 · Kenntnisnahme
Beratung
Herr Wingenfeld stellt die Planungen für eine temporäre Eisbahn am Theaterplatzvor, die während des Weihnachtsmarktes angelegt und privat finanziert werden soll.
Herr U. Müller erläutert ergänzend die Einzelheiten zur Verkehrsplanung mit Bezug zur Vorlage.
Frau Breuer findet, es sei eine gute Sache, wenn private Eigeninitiative unterstützt werden soll. Allerdings sei die Skizze eine Zumutung; sie wäre zumindest in Farbe besser gewesen.
(Herr U. Müller projiziert die farbige Skizzean die Tafel. Sieist auch im Ratsinformationssystem farbig eingestellt.)
Sie vermute, dass die in der Vorlage dargestellten Zahlen nicht repräsentativ für den Weihnachtsmarkt sein können. Wenn der Ausschuss das jetzt so zur Kenntnis nehmen müsse, sollten daran zwei Bedingungen geknüpft sein:
- Die Stadt Aachen dürfe nicht finanziell gefordert werden; das sei die Sache des Investors.
- Es könne nur ein Prüfauftrag sein, nicht aber ein Beschluss, das müsse klar sein.
Herr Wingenfeld bestätigt, dass es sich hier nur um einen Prüfauftrag handelt.
Frau Rhie schließt sich den Ausführungen ihrer Vorrednerin an.
Auf ihre Frage nach Zahlen zum MIV (Motorisierter Individualverkehr) als Grundlage für die Entscheidung, ob man auf eine Signalanlage verzichten kann, sagt Herr U. Müller zu, diese nachzureichen. Es betreffe nur die Südumfahrt; die Nordumfahrt solle bleiben wie bisher. Der Busverkehr bliebe ebenfalls bestehen, er müsse nur langsamer werden. Wenn die Verwaltung den Auftrag bekommen sollte, das Projekt weiter zu bearbeiten, würden diese Einzelheiten noch dargestellt.
Frau Rhie findet es auch wichtig zu wissen, wie das Stadttheater hierzu steht, z. B. wegen der Erreichbarkeit.
Herr U. Müller betont, dass es sich hier zunächst einmal nur um eine Ideenskizze der Verwaltung handelt, die konkretisiert werden müsse. Fußgänger könnten an der Anlage unkompliziert vorbei gehen. Er schließe sich bezüglich der Zahlen der Meinung der Frau Breuer an. Die Attraktivität werde sicherlich noch steigen; das sei aber zurzeit schwer zu beurteilen.
Herrn Lindemann geht es nicht nur um die Eisbahn, sondern er sehe das Konzept auch als Testphase. Es sei fraglich, ob der Theaterplatz aus seiner Insellage herausgebracht werden könne.
Auf seine Frage, welcher Ersatz für die Parkplätze vorgesehen ist, die während der Weihnachtsmarktzeit mit Buden belegt sind und ob die Taxistände vor dem Postgebäude sich eignen, antwortet Herr U. Müller, auch diese Fragen müssten im Falle der Beauftragung untersucht werden.
Herr Ferrari bemerkt, wenn der Ausschuss Kenntnisnahme und Prüfauftrag beschließe, gehe er davon aus, dass die Fachleute in der Verwaltung dieses Projekt umfassend bearbeiten.
Frau Dr. Driessen reklamiert für die ASEAG, dass diese für die Prüfung der Sachlage ebenfalls eine gewisse Zeit benötige.
Herr Blum teilt mit, er wisse, dass es in anderen Städten schon Eisbahnen gab. Er begrüße solch eine Privatinitiative auch für Aachen und finde sie gut. Man sollte es nicht “totprüfen“ bis nichts mehr übrig ist. Er bitte darum, die Sache wohlwollend und zügig zu prüfen.
Für die wegfallenden Parkplätze finde sich sicherlich Ersatz, z. B. Elisabethstraße sei eine Idee. Er sei sich aber sicher, die Verwaltung werde Lösungen anbieten.
Herr A. Müller findet das Projekt interessant. Er habe in Maastricht und Duisburg schon einmal eine Eisbahn gesehen. Allerdings müsse auf die Preise geachtet werden; aber dafür müsse die Bahn erst stehen. Der Verkehr müsse geregelt und die ASEAG natürlich einbezogen werden. Es sei eine gute Gelegenheit, die Änderungen als Testphase auszuprobieren.
Herr Fischer sieht in dem Projekt eine charmante Idee, die sich in einem sehr frühen Stadium befinde. In der nächsten Sitzung könne die Verwaltung gerne mehr berichten.
Frau Breuer stellt klar, dass es nicht um Bedenkenträgerei gehe, sondern darum Probleme, die dieses Projekt mit sich bringen könnte, anzusprechen und die Verwaltung zu bitten auch daraufhin zu prüfen. Die Bürger würden die Politiker bei Problemen ansprechen; diese seiengewählt worden, auf so etwas zu achten.
Frau Rhie fragt, wer die Kosten der Prüfung trägt.
Herr U. Müller antwortet, seine Abteilung sei als Verkehrsplaner gefragt und gebeten worden, zu prüfen ob das machbar ist. Ergänzend erklärt Herr Wingenfeld, der Investor sei der Veranlasser. Es sei aber keine Baumaßnahme. Für die Stadt sei es auch eine Testphase. Man müsse sehen, was sich daraus ergibt.
Der Ausschuss fasst folgenden
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Mobilitätsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung eine temporäre Sperrung der Nordseite des Theaterplatzes für den motorisierten Individualverkehr zu prüfen.
Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung eine temporäre Sperrung der Nordseite des Theaterplatzes für den motorisierten Individualverkehr zu prüfen.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Anlass
Es besteht die Idee, in der Vorweihnachtszeit auf dem Theaterplatz eine temporäre Eisbahn einzurichten. Wie in der Anlage 1 dargestellt könnte der vordere Bereich des Theaterplatzes dafür genutzt werden.
Sachstand
Der Theaterplatz wird heute dreiseitig vom Kfz-Verkehr umspült. Die Erreichbarkeit und Aufenthaltsfunktion ist deshalb stark beeinträchtigt. Die heutige Kfz-Führung beidseitig des Theaterplatzes macht zwei Signalanlagen in den Einmündungsbereichen in den Kapuzinergraben erforderlich. Der starke Fußgängerlängsverkehr wird durch lange Wartezeiten an den beiden signalisierten Fußgängerfurten im Zuge des Kapuzinergrabens zwischen Hauptpost und Elisenbrunnen behindert.
Die Nordumfahrung (Fahrtrichtung Kapuzinergraben ist mit ca. 5.000 Kfz/Werktag belastet, die Süd-umfahrung (Fahrtrichtung Normaluhr) mit ca. 7.000 Kfz/Werktag. Der Kapuzinergraben zwischen Hartmannstraße und Theater wird von ca. 8.000 Kfz befahren, zwischen Hauptpost und Theater von 13.000 Kfz/Werktag.
Die Anlage einer temporären Eisbahn macht es notwendig die Aufenthaltsqualität und fußläufige Anbindung an die Innenstadt bzw. den Weihnachtsmarkt zu verbessern. Es bietet sich an, den Verkehr auf der Südseite zu bündeln und die Nordseite als Fußgängerzone in die Theaterplatzfläche zu integrieren. Auf der Nordseite würde dann lediglich Liefer- /Ladeverkehr und Busverkehr stattfinden. Aufgrund der erforderlichen Schleppkurven ist es notwendig, den Busverkehr wie heute beidseitig des Theaterplatzes zu führen.
Diese Verkehrsregelung im Bereich des Theaterplatzes ist als Variante bereits zu einem früheren Zeitpunkt diskutiert worden. Im Zuge einer zeitlich begrenzten Umsetzung könnten wertvolle Erkenntnisse über die Auswirkungen gesammelt werden.
Weitere Schritte
Die Verwaltung wird prüfen, welche verkehrlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, um die oben beschriebene Verkehrsführung temporär um zu setzten.
Zu klären wäre u.a. auch ob im Rahmen einer solchen Verkehrsführung auf die Signalanlage Theaterplatz Nord/Kapuzinergraben verzichtet werden könnte.
Finanzielle Auswirkungen
Die finanziellen Auswirkungen sind abhängig von den Details des noch zu erarbeitenden Verkehrskonzeptes
Abstimmungsergebnis
Weitere Dokumente (1)
Die Dokumente werden direkt vom Ratsinformationssystem der Stadt Aachen abgerufen und nicht von uns gespeichert oder gehostet.
Technische Details
ID: 76523
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=76523
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2016-07-26 FB 61_0506_WP17 Eisbahn auf dem Thea SAO.pdf
20.11.2024
649.1 KB
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 9
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Mobilitätsausschusses
- Gremium
- Mobilitätsausschuss
- Datum
- Do., 25.08.2016
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
- Geändert
- 23.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 22. Februar 2026 um 23:11