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Verkehrsbelastung der Rödgener Straße zwischen Zehnthofweg und Brückstraße; Bürgerantrag verschiedener Anwohner vom 09.03.2016

FB 61/0533/WP17 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:geändert beschlossen

Beratung

Herr Rohbock, FB 61, erläutert detailliert das Ergebnis der Verkehrsmessung anhand eines PowerPoint-Vortrages (als Anlage beigefügt.

Die Bezirksbürgermeisterin dankt für den ausführlichen Vortrag und dass die Verkehrsmessung zu zügig umgesetzt werden konnte.

Herr Bode, CDU, kritisiert den Standort und den Zeitpunkt der durchgeführten Verkehrsmessung. Außerdem beantragt er, den Beschlussvorschlag mit einem Prüfauftrag für ein Handlungskonzept zu ergänzen. Die Fachverwaltung solle Vorschläge erarbeiten, welche verkehrslenkenden Maßnahmen kostengünstig zur Verkehrsberuhigung in der Rödgener Straße umsetzbar sind.

Herr Anhold, SPD, begrüßt, dass jetzt Messungen mit Ahndung durchgeführt werden sollen. Weitere straßenbauliche Maßnahmen in der Rödgener Straße hält er nicht für erforderlich.

Herr Plum, Bd.90/GRÜNE, stellt den nachhaltigen Effekt von Messungen mit Ahndung in Frage und ist bestürzt über die hohe Anzahl von gemessenen Geschwindigkeitsüberschreitungen.

Die Bezirksbürgermeisterin unterbricht um 18.36 Uhr die Sitzung, damit die anwesenden Anwohner der Rödgener Straße Fragen stellen können.

Ein Anwohner der Rödgener Straße merkt an, dass die Messungen nicht repräsentativ gewesen seien, da am Wochenende gemessen wurde. Ein anderer Anwohner weist darauf hin, dass es in Richtung Zehnthofweg zum Zeitpunkt der durchgeführten Verkehrsmessung eine Baustelle gegeben habe

und auch dadurch die Geschwindigkeiten noch geringer als normal waren. Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass in der Rödgener Straße die Fahrzeugmenge, bezogen auf die Fahrbahnbreite, im Verhältnis zu anderen Straßen in Aachen, zu hoch sei.

Die Sitzung wird ab 18.41 Uhr wieder fortgesetzt.

Herr Dr. Weber, Bd.90/GRÜNE macht deutlich, dass das ursächliche Problem in der Überlastung der Von-Coels-Straße liege. Die festgestellten Geschwindigkeitsüberschreitungen seien eindeutig und daher unterstütze seine Fraktion die vorgeschlagene Erweiterung des Beschlusses.

Herr Schäfer, SPD, schließt sich auch für seine Fraktion dem Erweiterungsvorschlag an.

Beschluss

Die Bezirksvertretung Aachen-Eilendorf nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis und beauftragt einstimmig die Fachverwaltung ein Konzept zu erarbeiten, welche verlehrslenkenden Maßnahmen kostengünstig zur Verkehrsberuhigung in der Rödgener Straße umsetzbar sind.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Die Bezirksvertretung Aachen-Eilendorf nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.

Erläuterungen

Erläuterungen:

1. Anlass

In der Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Eilendorf vom 09.03.2016 berichtete ein Anwohner über die Verkehrssituation in der Rödgener Straße. Eine Gruppe von Anwohnern hätte das Ziel, den Durchgangsverkehr zu vermindern und eine Verkehrsberuhigung zu erzielen. Aus diesem Grund sei durch die Bewohner eine Verkehrserhebung durchgeführt worden, um den Anteil des Durchgangsverkehrs am Gesamtverkehr und die Reisegeschwindigkeiten in der Rödgener Straße zu ermitteln. Seitens der Anwohner wurde vorgeschlagen, eine Verkehrsentlastung z.B. durch Verlagerung auf breitere Parallelstraßen und/oder Ausbildung der Rödgener Straße als Sackgasse zu erreichen. Die Bezirksvertretung hatte daraufhin zugesagt, dass die Verkehrsmengen und gefahrenen Geschwindigkeiten in der Rödgener Straße durch die Fachverwaltung erfasst und ausgewertet werden. Die Ergebnisse der Verkehrserhebung liegen nun vor.

2. Analyse

Vom 16.06.2016 bis 20.06.2016 wurde in etwa auf Höhe der Hausnummer 105 eine Geschwindigkeitsmessung durchgeführt. Über diesen Zeitraum betrug die Durchschnittsgeschwindigkeit insgesamt 39 km/h (37 km/h in Richtung Zehnthofweg und 41 km/h in Richtung Brückstraße). Die höchste gemessene Geschwindigkeit betrug 94 km/h (in Richtung Zehnthofweg). Die Geschwindigkeit V85, die am ehesten das tatsächliche Fahrverhalten wiedergibt und von 85% aller Fahrzeuge nicht überschritten wird, betrug 48 km/h (45 km/h in Richtung Zehnthofweg und 51 km/h in Richtung Brückstraße). Der Anteil der Geschwindigkeiten größer 40 km/h betrug 40,5% (33,2 % in Richtung Zehnthofweg und 48,7% in Richtung Brückstraße). Die Prozentangabe ordnet die Straße in eine Kategorie, bei der in der Regel Beobachtungen/Messungen mit Ahndungen (25 bis 40 %) bzw. Überprüfung baulicher Maßnahmen (über 40 %) erforderlich sind. Im Vergleich mit anderen Geschwindigkeitsmessungen in Tempo-30-Zonen des Stadtgebiets ist das Geschwindigkeitsniveau der Rödgener Straße als hoch einzustufen.

Insgesamt wurden bei der Messung 1945 Fahrzeuge erfasst, was einer täglichen Verkehrsstärke von 560 Fahrzeugen entspricht. Die größte tägliche Verkehrsstärke trat am 17.06.2016 auf und betrug 768 Fahrzeuge. Am 11.05.2010 wurde an der Einmündung Rödgener Straße/Zehnthofweg eine Kfz-Verkehrserhebung durchgeführt: von 07.00 bis 19.00 Uhr befuhren 880 Kfz die Rödgener Straße. Die Zählung entspricht hochgerechnet einer Belastung von etwa 1.100 Fahrzeugen am Tag. Die Verkehrsbelastung ist für Erschließungsstraßen bzw. Straßen in Tempo-30-Zonen nicht unüblich. Umliegende Straßen haben vergleichsweise folgende tägliche Verkehrsstärken: Josefstraße ca. 5.000 Kfz, Severinstraße ca. 2.000 Kfz, Kaiserstraße ca. 1.000 Kfz und Warmichstraße ca. 700 Kfz.

Die Unfalllage ist bisher nicht auffällig. Vom 01.01.2011 bis 31.12.2015 wurde in der Rödgener Straße ein Unfall der Kategorie 1-4 erfasst (mit einem Leichtverletzten). Hierbei handelte es sich nicht um einen Unfall mit Unfallursache Geschwindigkeit.

3. Fazit

Die Daten der Verkehrserhebung zeigen, dass die Verkehrsbelastung der Rödgener Straße nicht ungewöhnlich hoch ist. Die Ausbildung der Straße zu einer Sackgasse oder andere Durchfahrtsbeschränkungen sind aus Sicht der Verwaltung nicht notwendig und könnten durch den fehlenden Gegenverkehr und die Verkehrsabnahme gegebenenfalls sogar zu einer Erhöhung der gefahrenen Geschwindigkeiten führen.

Das Geschwindigkeitsniveau ist hingegen vergleichsweise hoch. Die Verwaltung wird prüfen, inwiefern im Rahmen ihrer personellen Möglichkeiten sowie in Anbetracht der räumlichen Gegebenheiten Geschwindigkeitskontrollen mit Ahndungen vorgenommen werden und weitere verkehrsberuhigende Maßnahmen ergriffen werden können.

Auswirkungen

finanzielle Auswirkungen

Investive Auswirkungen

Ansatz

2016

Fortgeschriebe­ner Ansatz 2017

Ansatz 2017 ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 2016 ff.

Gesamt­bedarf (alt)

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben

Deckung ist gegeben

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

2016

Fortgeschriebe­ner Ansatz 2016

Ansatz 2017 ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 2017 ff.

Folgekos-ten (alt)

Folgekos-ten (neu)

Ertrag

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Personal-/

Sachaufwand

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Abschreibungen

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Ergebnis

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Deckung ist gegeben

Deckung ist gegeben

Abstimmungsergebnis

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Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2016-08-11 FB 61_0533_WP17 Verkehrsbelastung de SAO.pdf

20.11.2024

234.4 KB

Betroffene Straßen

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Metadaten

TOP
Ö 4
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Eilendorf
Gremium
Bezirksvertretung Aachen-Eilendorf
Datum
Mi., 07.09.2016
Uhrzeit
18:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Geändert
23.2.2026
Inhalt abgerufen
22. Februar 2026 um 23:24

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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