6. September 2016 um 17:00, Verwaltungsgeb. Mozartstraße Zi.207
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Entgelte und Öffnungszeiten in den Museen, der Route Charlemagne und dem Ludwig Forum für Internationale KunstAntrag Kulturticket;Antrag der Fraktionen SPD und CDU vom 03.02.2016Einen kostenlosen Tag pro Woche in den Aachener Museen in 2016Antrag der Fraktion DIE LINKE vom 26.11.2015

E 49.5/0053/WP17-1 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:geändert beschlossen

Beratung

Die Vorsitzende, Bürgermeisterin Dr. Schmeer, spricht im Namen aller Fraktionen den Dank für die Vorlage der Verwaltung aus. Sie verweist darauf, dass als Basis die Besucherzahlen des Jahres 2015 dienen.

Sie führt aus, dass es viele Meinungen zu diesem Thema gibt. Auf der einen Seite ist ein eventuelles Defizit möglichst klein zu halten, auf der anderen Seite sollte Ziel sein, mehr Besucher zu erreichen. Darüber hinaus sei die Unterscheidung der zentralen Museen und den Häusern mit peripherer Lage wichtig.

Herr von Hayn erklärt, dass er mit der Qualität der Vorlage nicht zufrieden sei.

So fehlen z.B. Prognosen über die Entwicklung der Besucherzahlen bei Einführung der jeweiligen Varianten. Er bewertet die Variante 4 als nicht gut.

Herr von Hayn erklärt, dass ein Vergleich mit anderen Häusern, die bereits Entgelte erhöht haben, erforderlich sei. Darüber hinaus fehle z.B. auch eine Angabe über die genauen Räumlichkeiten für Sonderausstellungen.

Ratsfrau Beslagic bewertet die Rechnungsvarianten der Verwaltung als gute Diskussionsvorlage. Sie hebt das deutliche Plus des Centre Charlemagne hervor und bezeichnet die Häuser Suermondt-Ludwig-Museum und Ludwig Forum als „Sorgenkinder“, die daher folglich eine besondere Strategie benötigen. Sie verweist auf den ausgeteilten Beschlussvorschlag der Grünen Fraktion. Dieser sieht einen freien Eintritt für das Ludwig Forum und das Suermondt-Ludwig-Museum vor. Ausgenommen hiervon sind Wechselausstellungen. Darüber hinaus soll ein freier Tag je Woche gewährt werden.

Alle anderen Häuser sollten entgeltpflichtig sein. Jedoch soll auch hier ein freier Tag je Woche gewährt werden.

Die Kasse soll auf jeden Fall – auch bei freiem Eintritt - besetzt bleiben. Ratsfrau Reuss schlägt vor, in der heutigen Sitzung keinen Beschluss zu fassen. So sei u.a. mit Verweis auf die „ergänzenden Möglichkeiten“ der Vorlage noch vieles zu bedenken und zu besprechen.

Sie schlägt vor, dass die Verwaltung noch konkretere Zahlen - z.B. nach einem halben

Jahr – vorlegt um mögliche Auswirkungen aufzuzeigen. Sie erklärt, dass der Vorschlag der Fraktion GRÜNE für das Ludwig Forum nicht durchführbar sei.

Frau Crumbach-Trommler dankt zunächst der Aachener Zeitung für die graphische Darstellung, die ihr sehr hilfreich gewesen sei.

Sie führt folgende Punkte auf:

a) Die kulturelle Bildung als Auftrag wird nie kostendenkend sein. Auf Grund der positiven wirtschaftlichen Ergebnisse des Centre Charlemagne wäre es töricht, dieses Haus mit freiem Eintritt anzubieten.

b) Hinsichtlich der Trennung des Ludwig Forums von den anderen Häusern erklärt sie, dass die Bürgerinnen und Bürger hauptsachlich die Wechselausstellungen besuchen werden. Es wäre hier von Vorteil gewesen, in der Vorlage der Verwaltung z.B. die Besucherströme graphisch darzustellen. Auch sie spricht sich dafür aus, heute keinen Beschluss zu fassen.

c) Hinsichtlich der Personalsituation bittet sie die Verwaltung bzgl. des Krankenstandes und den daraus resultierenden Kosten um eine detailliertere Darstellung.

d) Die endgültige Entscheidung über die Entgelte sollte gut überlegt werden. Für das Ludwig Forum und das Suermondt-Ludwig-Museum sind aus ihrer Sicht massive Werbekampagnen erforderlich.

Die Vorsitzende, Bürgermeisterin Dr. Schmeer, schlägt vor, heute keinen Beschluss zu fassen.

Ratsfrau Epstein erklärt, dass die Variante 1 in keinem Fall möglich sei, da Personal immer vor Ort erforderlich sei.

Die Vorsitzende, Bürgermeisterin Dr. Schmeer, weist darauf hin, dass in anderen Städten Sponsoren den freien Eintritt in Museen ermöglichen.

Die Beigeordnete, Frau Schwier, weist darauf hin, dass die Vorlage als Anregung für eine Diskussion dienen sollte. Sie erklärt, dass der Fokus auf 3 Punkten liegen müsse:

a) Wirtschaftlichkeit

b) Attraktivität (freie Tage)

c) Zusatzmöglichkeiten, z.B. Motto-Tage etc.

Die Beigeordnete, Frau Schwier, berichtet, dass Herr Dr. Beitin einen Sponsor gefunden habe, der es ermöglicht, für 2 Jahre jeweils einen freien Tag für das Ludwig Forum zu ermöglichen.

Hierbei werde man ganz genau auf die Besucherströme achten, klar sei, dass alle Maßnahmen noch geschärft werden müssen. Hierbei ist zu beachten, dass das Ludwig Forum und das Suermondt-Ludwig-Museum ggf. anders behandelt werden müssen, als die zentral gelegenen Häuser. Die Beigeordnete zeigt sich dankbar für die Fragen der Ausschussmitglieder und verspricht eine entsprechende Nachbearbeitung auf Grund der unterschiedlichen Anforderungen.

Frau Luczak erklärt mit Verweis auf Variante 4, dass man als Zielvorgabe entweder eine Kostendeckung oder aber mehr Besucher haben müsse. Im Sinne des Betriebsausschusses Kultur wäre aus ihrer Sicht das Ziel nach mehr Besuchern vorrangig. Hinsichtlich der bisher freien Vernissagen schlägt sie eine Art von Sponsoring vor, bei der die Besucher am Ende einer Vernissage um eine kleine Spende gebeten werden. Abschließend erklärt sie, dass ein Drittel der Besucher freien Eintritt hatten.

Die Beigeordnete Frau Schwier antwortet, dass hier hauptsächlich Schulklassen freier Eintritt gewährt wurde.

Ergänzend verweist Frau Tirtey auf die Entgeltordnung, wonach diversen Personengruppen freier Eintritt gewährt wird.

Die Vorsitzende, Bürgermeisterin Dr. Schmeer, bezeichnet den Vorschlag von Frau Luzcak hinsichtlich der Vernissagen als nicht gut.

Ratsherr Pilgram führt den Vorschlag von Frau Luzcak aus.

Er zeigt sich erfreut, dass sowohl die Vorsitzende als auch Frau Reuss die Differenzierung zwischen den zentral gelegenen und außerhalb gelegenen Häusern vornehmen.

Er bittet um eine zügige Aufarbeitung seitens der Verwaltung. Des Weiteren seien die Vergleichszahlen in der Vorlage schlecht lesbar.Ratsherr Pilgram erklärt zunächst ein halbes Jahr für die Bearbeitung als zumutbar. Doch sei auch eine schnellere Bearbeitung im Rahmen des Möglichen.

Ratsherr Bruynswyck erklärt, dass der Betriebsausschuss auch auf die Finanzen des Kulturbetriebes zu achten habe. Auch er schlägt vor, heute keinen Beschluss zu fassen. Bzgl. der Kassenkraft erklärt Frau Crumbach-Trommler das in jedem Fall ein Ansprechpartner vor Ort sein muss.

Ihrer Meinung nach gibt es Lösungen, die sowohl wirtschaftlich als auch erfolgreich hinsichtlich der Besucherzahlen seien.

Hinsichtlich der Anmerkung von Ratsfrau Luzcak erklärt sie, dass es z.B. Einladungen gebe bei denen ein Hinweis auf eine mögliche Spende enthalten ist.

Ratsfrau Reuß erklärt, dass auf Grund der unterschiedlichen Ansätze zum heutigen Zeitpunkt keine Entscheidung getroffen werden könne.

Sie erwartet, dass die Verwaltung konkrete Beobachtungen – wie z.B. Auswertungen über die Motto-Tage - vorlegt. Insgesamt wünscht sie sich eine höhere Konkretisierungsebene.

Ratsfrau Reuß fragt an, inwiefern die auf Seite 7 „ergänzenden Möglichkeiten“ bereits jetzt umsetzbar seien. Hinsichtlich der Anmerkung von Frau Epstein erklärt Frau Tirtey, dass eine Aktualisierung der Website zur Übersetzung auf Niederländisch auf Grund der Wechselausstellung finanziell nicht machbar sei. Herr Olaf Müller weist zunächst auf die 2 neuen Leitungen des Ludwig Forums bzw. des Centre Charlemagne hin. Unter Bezugnahme auf die Anmerkung von Ratsfrau Epstein erklärt er, dass die Häuser nicht so leer sind, wie von ihr dargestellt. Er verweist z.B. auf die Sonderveranstaltungen, Vernissagen und Eröffnungen. Die Eröffnungen bezeichnet Olaf Müller als ein Ort der Kommunikation, die auch der Mundpropaganda dienen. Er erklärt, dass die Häuser hinsichtlich ihrer Grundfinanzierung durch den Steuerzahler getragen werden.

Unter Bezugnahme auf die Anmerkung von Herrn von Hayn merkt Herr Olaf Müller an, dass sehr viele unterschiedliche Museen mit unterschiedlichen Strukturen gibt. Die Unterschiedlichkeit der Häuser ist gleichzeitig auch der Grund für unterschiedliche Entgeltstrukturen.

Hinsichtlich der freien Eintritte favorisiert Herr Olaf Müller die 21 Jahre Grenze, um so auch Studenten in Aachen einen freien Eintritt zu ermöglichen.

Ratsherr Pilgram vermisst eine Begründung der Verwaltung, aus welchem Grund sich diese für die Variante 4 ausspricht. Darüber hinaus merkt er an, dass eine Websiteänderung nicht sehr arbeits- und kostenintensive sei.

Ratsfrau Reuss schlägt vor, die ergänzenden Möglichkeiten der Vorlage für eine Erprobungszeit umzusetzen. Jedoch hält sie den Zeitraum bis zur nächsten Sitzung im November zu knapp, um hieraus verwertbare Aussagen tätigen zu können.

Die Beigeordnete, Frau Schwier, macht unmissverständlich klar, dass es nicht möglich sei, eine Auswertung vorzunehmen und gleichzeitig zu Beginn des nächsten Jahres eine entsprechende Broschüre herauszugeben.

Herr von Hayn stellt klar, dass es ihm darum gehe, bei Museen in Erfahrung zu bringen, wie dort eventuelle Preisänderungen umgesetzt und seitens der Besucher angenommen wurden. Darüber hinaus warnt er, neue Kombitickets einzuführen, da er deren Erfolg als sehr fraglich ansieht. Ratsfrau Crumbach-Trommler erklärt hinsichtlich des Ticketing, dass auch hier Erfahrungen aus anderen Städten eingeholt werden sollen. Sie spricht sich dafür aus, den ats und Frau Wulf vom Eurogress mit einzubeziehen. Frau Tirtey erklärt, dass der ats beteiligt wurde.

Ratsfrau Beslagic spricht sich im Gegensatz zu Ratsfrau Epstein dafür aus, die ergänzenden Möglichkeiten jetzt nicht zu beschließen.

Herr Lauven widerspricht hier Ratsfrau Beslagic. Nicht zuletzt auf Grund der verschiedenen Presseberichte sei es wichtig, heute zumindest Teile der ergänzenden Maßnahmen zu beschließen. Ratsherr Adenauer spricht sich dafür aus, heute keinen Beschluss zu fassen.

Die Vorsitzende, Bürgermeisterin Dr. Schmeer, erklärt, dass nicht erkennbar sei, welcher Auftrag nun an die Verwaltung erteilt werde.

Die Beigeordnete, Frau Schwier, fasst in Abstimmung mit dem Betriebsausschuss Kultur die nachfolgenden Arbeitsaufträge an die Verwaltung zusammen:

1. Messung der Besucherströme tag-und zeitscharf (nach Stunden und Wochen). Frau Tirtey merkt an, dass dies technisch nur für das Ludwig Forum, das Centre Charlemagne und das Internationale Zeitungsmuseum möglich sei.

2. Das Ludwig Forum und das Suermondt-Ludwig-Museum sollen anders behandelt werden; hier sollen Optionen vorgestellt werden

3. Die Position Bewachung soll genauer aufgeschlüsselt werden, insbesondere die kranken-, personaltechnischen sowie finanziellen Auswirkungen.

4. Die Möglichkeit eines Kombitickets soll mit dem ats bzw. der Stadt Dresden abgestimmt werden.

5. Die ergänzenden Möglichkeiten sollten weiter berechnet werden (z.B. Motto-Tage) insbesondere im Abgleich mit dem bisher gültigen Familiensonntag.

6. Bis zum 21. Lebensjahr sollte der Eintritt frei bleiben. Herr Olaf Müller bittet unter Bezugnahme auf die Gespräche mit den Asten bzw. als Signal des aktuellen Themas Futurelap und Aachen als Wissenschaftsstadt ab 01.10.2016 freien Eintritt für Personen bis zum 21. Lebensjahr zu gewähren.

Beschluss

Beschluss 121/14/2016: Der Betriebsausschuss Kultur beschließt einstimmig die Altersgrenze für den freien Eintritt ab dem 01.10.2016 auf 21 Jahre zu erhöhen. Beschluss 122/14/2016: Der Betriebsausschuss Kultur beschließt einstimmig: Die Verwaltung wird beauftragt, die nachfolgenden Punkte bis zur Novembersitzung des Betriebsausschusses Kultur zu bearbeiten: 1. Messung der Besucherströme tag-und zeitscharf (nach Stunden und Wochen). Frau Tirtey merkt an, dass dies technisch nur für das Ludwig Forum, das Centre Charlemagne und das Internationale Zeitungsmuseum möglich sei. 2. Das Ludwig Forum und das Suermondt-Ludwig-Museum sollen anders behandelt werden; hier sollen Optionen vorgestellt werden 3. Die Position Servicekräfte soll genauer aufgeschlüsselt werden, insbesondere die kranken-, personaltechnischen sowie finanziellen Auswirkungen. 4. Die Möglichkeit eines Kombitickets soll mit dem ats bzw. der Stadt Dresden abgestimmt werden. 5. Die ergänzenden Möglichkeiten sollten weiter berechnet werden (z.B. Motto-Tage) insbesondere im Abgleich mit dem bisher gültigen Familiensonntag. 6. Bis zum 21. Lebensjahr sollte der Eintritt frei bleiben.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Betriebsausschuss Kultur nimmt die Ausführungen der Verwaltung als Diskussionsvorlage zu einem Beschluss über geänderte Öffnungszeiten und Entgelte zur Kenntnis.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Die Museumsstrukturkommission und der Betriebsausschuss Kultur haben die Verwaltung beauftragt, die bestehenden Regelungen zu Eintrittsentgelten und Öffnungszeiten der städtischen Museen zu überprüfen. Hintergrund ist die Fertigstellung der Route Charlemagne und die damit entstehende Konzentration der Museen in der Innenstadt einerseits sowie der „Randlage“ des Ludwig Forums und des Suermondt-Ludwig-Museums andererseits, die eine strategische Neubetrachtung sinnvoll erscheinen lassen.

Der Fokus bei der Überarbeitung kann entweder auf eine Steigerung der Besucherzahlen oder die Erzielung höherer Erträge gerichtet sein. Beide Aspekte werden nachfolgend geprüft.

Im Vorfeld der Vorlagenerstellung haben Gespräche mit den Direktionen, dem aachen tourist service und dem Fachbereich Presse und Marketing stattgefunden.

1.Eintrittsentgelte

Basis sind die Besucher-/Einnahmezahlen aus 2015 (s. hierzu die Anlagen 5 und 6).

Die Häuser haben in 2015 insgesamt Eintritte in Höhe von 230.977,50 € (s. Anlage 6) erzielt.

Dem gegenüber stehen kalkulatorische Kosten für das Kassenpersonal i.H.v. 334.942,00 € (Mischkalkulation eigenes Personal/Fremdfirma = 66.988,40 €/anno, s. Anlage 1).

Dies bedeutet, dass nach derzeitigem Stand eine jährliche Unterdeckung i.H.v. 103.965,50 € gegeben ist.

Zur Beantwortung des Prüfungsauftrags wurden 4 Varianten erarbeitet inkl. der Option eines eintrittsfreien Tages pro Woche.

Die detaillierten Berechnungen sind den Anlagen 1-4 zu entnehmen.

Variante 1 (s. Anlage 1)

Vollständig freier Eintritt

Position

Detail

Anmerkung

Wechselausstellungen

Freier Eintritt

Dauerausstellungen

Freier Eintritt

Erzielte Eintritte

Keine

Kosten Kassenkräfte

Keine

Rechnerische Ersparnis

(zu aktuell)

103.965,50 €

Anlage 1

Anlauf- und Auskunftsstelle

Nein

Shopverkauf

Nein

Besetzung bei Abendveranstaltungen

Nein

Einsparpotential

nicht in voller Höhe

s.u.a. Erläuterungen

Keine Entlastung des städt. Haushalts

Personal kommt zum Einsatz

s.u.a. Erläuterungen

Durch den vollständig freien Eintritt würden fiktiv sowohl die o.a. Eintritte als auch die Kosten für das Kassenpersonal entfallen. Die Einsparungen würden sich rechnerisch auf 103.965,50 € belaufen. Bei den Kassenkräften wird allerdings mit Priorität städt. Personal aus dem sog. „Personalpool“ eingesetzt und erst bei Ausfall durch Urlaub/Krankheit wird auf einen externen Dienstleister zurückgegriffen, so dass das o.g. Einsparpotential sich real nicht in voller Höhe realisieren lassen wird. Soweit städt. Personal zum Einsatz kommt führt dies nicht zu einer Entlastung des städt. Haushaltes.

Bei vollständig freiem Eintritt ist mit einer deutlichen Steigerung der Besucherzahlen zu rechnen.

Diese Variante hätte jedoch den Nachteil, dass den Besuchern der Museen keine Person als Anlauf- und Auskunftsstelle sowie für Shopverkäufe zur Verfügung steht.

Variante 2 (s. Anlage 2)

Freier Eintritt für Dauerausstellungen, höheres Entgelt für Wechselausstellungen.

Variante 2a) ein freier Tag je Woche.

Position

Detail

Anmerkung

Wechselausstellungen

Entgelt, 8,-- € für einen Vollzahler*

Dauerausstellungen

Freier Eintritt

Erzielte Eintritte Variante 2 / 2a)

163.559,20 € / 138.396,25 €

Anlage 2

Kosten Kassenkräfte

111.647,33 €

Nur bei Wechselausst.

Rechnerischer Überschuss/ Jahr

Variante 2 / 2a)

51.911,87 € / 26.748,91 €

Anlage 2

Anlauf- und Auskunftsstelle

Nur bei Wechselausstellungen

Shopverkauf

Nur bei Wechselausstellungen

Besetzung bei Abendveranstaltungen

Nur bei Wechselausstellungen

* Bei den Eintritten wurde mit einem Entgelt von 8,-- € für einen Vollzahler (siehe Liste vergleichbare Häuser) kalkuliert.

Durch den freien Eintritt für die Dauerausstellungen würden in den Zeiträumen ohne Wechselausstellungen fiktiv sowohl die Eintrittsentgelte als auch die Kosten für das Kassenpersonal entfallen. Dahingegen werden während der Wechselausstellungen sowohl Eintrittsentgelte erzielt als auch Personalkosten verausgabt. Der jährliche Überschuss würde sich rechnerisch auf 51.911,87 Euro / 26.748,91 Euro belaufen.

Die Berechnung für die Kosten der Kassenkräfte geht jedoch davon aus, dass Kosten für das Kassenpersonal nur für die Dauer einer Wechselausstellung (für den Zeitraum von 4 Monaten) anfallen. Wie bereits in Variante 1 erläutert, wird bei den Kassenkräften mit Priorität städt. Personal aus dem sog. „Personalpool“ eingesetzt, so dass das o.g. Einsparpotential sich real nicht in voller Höhe realisieren lassen wird.

Bei freiem Eintritt für die Dauerausstellungen ist mit einer deutlichen Steigerung der Besucherzahlen zu rechnen, allerdings in geringerem Umfang als bei vollständig freiem Eintritt.

Diese Variante hätte jedoch den Nachteil, dass den Besuchern der Museen während der Dauerausstellungen keine Person als Anlauf- und Auskunftsstelle sowie für Shopverkäufe zur Verfügung steht.

Variante 3 (s. Anlage 3)

Entgelt für Dauerausstellungen unverändert, höheres Entgelt für Wechselausstellungen.

Variante 3a) ein freier Tag je Woche.

Position

Detail

Anmerkung

Wechselausstellungen

Entgelt; 8 Euro

Dauerausstellungen

Entgelt; 5 Euro

Erzielte Eintritte Variante 3 / 3a)

(bei gleichbleibender Besucherzahl)

292.476,20 € / 243.885,90 €

Anlage 3

Kosten Kassenkräfte

334.942,00 €

Anlage 3

Rechnerische Unterdeckung/ Jahr

Variante 3 / 3a)

-42.465,80 € / -91.056,10 €

Anlage 3

Anlauf- und Auskunftsstelle

Ja

Shopverkauf

Ja

Besetzung bei Abendveranstaltungen

Ja

Bei gleichbleibendem Entgelt für die Dauerausstellungen und einer Erhöhung des Entgeltes für die Wechselausstellungen würde sich, bei gleichbleibenden Besucherzahlen, die jährliche Unterdeckung rechnerisch auf 42.465,80 Euro / 91.056,10 € Euro verringern. Allerdings ist es möglich, dass eine Erhöhung der Eintrittsentgelte eine Verringerung der Besucherzahlen zur Folge hat.

Diese Variante hat den Vorteil, dass den Besuchern der Museen im gewohnten Umfang das Kassenpersonal als Anlauf- und Auskunftsstelle sowie für Shopverkäufe zur Verfügung steht.

Variante 4 (s. Anlage 4)

Anhebung der Entgelte für Dauer- und Wechselausstellungen.

Variante 4a) ein freier Tag je Woche.

Position

Detail

Anmerkung

Wechselausstellungen

Entgelt; 10 Euro

Dauerausstellungen

Entgelt; 8 Euro

Erzielte Eintritte Variante 4 / 4a)

(bei gleichbleibenden Besucherzahlen)

410.716,20 € / 342.482,20 €

Anlage 4

Kosten Kassenkräfte

334.942,00 €

Anlage 4

Rechnerischer Überschuss/ Jahr

Variante 4 / 4a)

75.774,20 € / 7.540,20 €

Anlage 4

Anlauf- und Auskunftsstelle

Ja

Shopverkauf

Ja

Besetzung bei Abendveranstaltungen

Ja

Erst bei einer Erhöhung des Entgelts sowohl für die Dauer- als auch für die Wechselausstellungen wird bei unverändertem Einsatz des Kassenpersonals die Gewinnzone erreicht und ein rechnerischer Überschuss von 75.774,20 Euro / 7.540,20 Euro erzielt. Allerdings ist es möglich, dass eine Erhöhung der Eintrittsentgelte eine Verringerung der Besucherzahlen zur Folge hat.

Diese Variante hat den Vorteil, dass den Besuchern der Museen im gewohnten Umfang das Kassenpersonal als Anlauf- und Auskunftsstelle sowie für Shopverkäufe zur Verfügung steht.

Fazit:

Nach Prüfung der vier (sieben) Varianten kann festgestellt werden, dass bei Variante 1 ein spürbarer Anstieg der Besucherzahlen prognostizierbar ist, während Variante 4 voraussichtlich einen Rückgang bewirken würde. Aus finanzieller Sicht müsste dahingegen Variante 4 gewählt werden.

Eine Übersicht zum Vergleich aller Alternativen ist als Anlage 7 beigefügt.

Die Verwaltung schlägt Variante 4 vor.

Ergänzende Möglichkeiten

a)Variable Festlegung der Entgelthöhe für Sonderausstellung (5,--bis 15,-- €, je nach zu erwartendem Publikumserfolg, Größe der Ausstellung usw.)

b)Freier Eintritt in das IZM

c)Einführung anlassbezogener (Motto-)Tage für das Gebiet der Euregio, bei denen z.B.

bestimmten Bevölkerungsgruppen freier Eintritt gewährt wird (Werbung/Marketing).

d)Freier Eintritt für Personen unter 18 Jahre oder unter 21 Jahren (Auswirkung bzgl. Preis Familienticket).

e)Einrichtung von Kombitickets für alle Häuser (Preis 18,-€/ermäßigt 16,-€).

Gültigkeit: 1 Monat.

3.Öffnungszeiten

Die Öffnungszeiten sind derzeit uneinheitlich. Aus Sicht der Verwaltung sollte aus Gründen der Besucherfreundlichkeit eine Harmonisierung der Zeiten angestrebt werden, d.h. Suermondt-Ludwig-Museum und Ludwig Forum sollten auch um 10 Uhr oder spätestens 11 Uhr öffnen. Eine entsprechende Ausweitung der Öffnungszeiten würde jedoch zu Mehrkosten in folgender Höhe führen:

Bei Beginn 10,00 Uhr:

Bewachungskräfte Ludwig Forum 1.974,-- €/Monat

Bewachungskräfte Suermondt-Ludwig-Museum 1.128,-- €/Monat

Mehrkosten gesamt: 37.224,-- €/ Jahr.

Bei Beginn 11,00 Uhr:

Bewachungskräfte Ludwig Forum 987,-- €/Monat

Bewachungskräfte Suermondt-Ludwig-Museum 564,-- €/Monat

Mehrkosten gesamt: 18.612,-- €/ Jahr.

Längere Abendöffnungszeiten sollten nur bei entsprechender Finanzierung, z.B. aus touristischen Gründen oder durch einen Sponsor oder im Rahmen eines Ausstellungsbudgets vorgesehen werden.

3.Kulturticket (s. Anlage 9)

Die Einführung eines sogenannten Kulturtickets wird nach Abstimmung mit dem aachen tourist service für nicht sinnvoll erachtet, da die Wege in Aachen zu kurz sind, um den Mehrwert der öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Sowohl die Karlsausstellung als auch das existierende Kulturticket haben dies belegt.

Weitere Dokumente (11)

Anlage 01
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Anlage 02
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Anlage 03
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Anlage 04
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Anlage 05
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Anlage 06
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Anlage 07
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Anlage 08
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Anlage 09
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Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2016-08-16 E 49.5_0053_wp17-1 entgelte und oeffnung sao

26.11.2024

3.6 MB

Betroffene Straßen

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Metadaten

TOP
Ö 6
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Betriebsausschusses Kultur
Gremium
Betriebsausschuss Kultur
Datum
Di., 06.09.2016
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
Kulturservice
Geändert
23.2.2026
Inhalt abgerufen
22. Februar 2026 um 23:21