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Aachen als Fairtrade-Town bekannter machen

FB 02/0061/WP17 · Entscheidungsvorlage

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Beratungsergebnis:geändert beschlossen

Beratung

Frau Kehren bringt Ihre Verwunderung über die Vorlage zum Ausdruck, da man in der Marketingstrukturkommission andere Marketingschwerpunkte gesetzt habe. Frau Feldmann dankt der Verwaltung, da die Vorlage die Möglichkeiten innerhalb des personellen und finanziellen Rahmens ausschöpfe; sie bittet darum, die beschriebene Erhebung bei den Händlern durchzuführen. Herr Teuku bedauert, dass das Fairtrade-Thema zurückgestellt werde, da er durchaus bei den Leuten Interesse sieht. Herr Adenauer entgegnet, dass es zwar ein wichtiges Thema sei, es aber im Hinblick auf die anderen Schwerpunkte keine Möglichkeiten gebe, das Thema noch zu forcieren; er schlägt vor, den Beschlussvorschlag Frau Kehren ergänzt, dass einer Fairtrade-Messe nichts im Wege stehe, sieht aber keine Rolle des AAWW hierbei. Herr Neumann betont, dass das Thema nicht priorisiert, aber Punkt für Pinkt abgearbeitet werden solle. Herr Teuku sieht die Politik in der Verantwortung und möchte am Beschlussvorschlag festhalten. Herr Adenauer sieht die Verwaltung überfordert und möchte, dass die Aktivitäten in privater Initiative weitergeführt werden. Frau Feldmann bedauert die Marginalisierung des Themas durch CDU und SPD, das Thema Nachhaltigkeit stehe der Stadt schon gut zu Gesicht. Herr Taufenbach ist der Auffassung, dass die Wiederbesetzungssperre aufgehoben werden müsse. Herr Teuku kann nicht verstehen, dass man der RWTH eine Marketingkampagne spendiere, die Fairtrade-Messe aber privat organisiert werden solle, weil es Fairtrade-Produkte im Handel gebe. Frau Kehren widerspricht, dass man nicht marginalisieren wolle, sieht aber eine fehlende Verhältnismäßigkeit bei Bedeutung und Arbeitsaufwand für die Verwaltung. Herr Fadavian ergänzt, dass der Antrag ‘bekannter machen‘ betone, und fragt nach, was noch getan werden könnte; von einer Marginalisierung könne nicht gesprochen werden.

Herr Kitt lässt sodann über den ursprünglichen Beschlussvorschlag abstimmen. Hier gibt es 10 Stimmen dagegen, eine Enthaltung und 5 Stimmen dafür. Dann ergeht folgender geänderter

Beschluss

Der Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft nimmt die Ausführungen zum Ratsantrag der Fraktion der GRÜNEN ‘Aachen als Fairtrade-Town bekannter machen zur Kenntnis. Damit gilt der Antrag als behandelt.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft nimmt die Ausführungen zum Ratsantrag der Fraktion der GRÜNEN ‘Aachen als Fairtrade Town bekannt machen‘zur Kenntnis. Er beauftragt die Verwaltung, das Ergebnis der Befragung der ‘Fairen Händler‘ in der Stadt Aachen dem Ausschuss in 2017 zur Beratung vorzulegen, um dann abschließend über die Durchführung oder das Verwerfen einer Fairgood-Messe zu entscheiden.

Erläuterungen

Aachen als Fairtrade-Town bekannter machen

In der Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft wurde die Vorlage derVerwaltung einerseits durchweg positiv bewertet, aber auch Skepsis hinsichtlich der in einer zu starken Priorisierung des Themas liegenden Gefahr geäußert. Die Verwaltung wurde daher beauftragt, das Thema weiter auszuarbeiten und ein mögliches Marketingkonzept abzugleichen; es sollte aber vermieden werden, sich bei Einbindung des Fairtrade-Themas hinsichtlich des Selbstbildes der Stadt zu verzetteln.

Inzwischen erfolgte – wie in der Vorlage vom 13.04.2016 vorgeschlagen – die Verlinkung der Website www.fairhandeln.info mit www.aachen-shopping.de, was auch zur größeren Verbreitung des ‘Fairen Stadtplans‘führt. Nach Gesprächen mit dem Fachbereich ‘Presse und Marketing‘ muss konstatiert werden, dass derzeit eine Konzentration der personellen und finanziellen Ressourcen auf die Vermarktung der ‘Wissenschaftsstadt‘ vorgesehen ist; das Thema ‘Fairtrade-Town Aachen‘ wird dort aktuell nicht als Marketing-Schwerpunkt gewertet. Auch der Vorschlag, eine Fairgood-Messe ggf. als trinationale Veranstaltung gemeinsam mit der AG Charlemagne voranzutreiben, stieß beim Partner-Treffen der AG Charlemagne auf Zurückhaltung. Angesichts von inzwischen bundesweit mehr als 420 Städten mit dem Fairtrade-Label ist festzuhalten, dass dieser Titel bei weitem auch keinAlleinstellungsmerkmal ist.

Die Verwaltung schlägt vor, das Thema nach einer sukzessiv durchzuführenden Befragung der 46 derzeit im ‘Fairen Stadtplan‘ gelisteten Unternehmen in 2017 nochmals aufzugreifen.Anhand der Befragungsergebnisse können dann die Aussichten für eine Fairgood-Veranstaltung dargelegt werden. Sollte eine ausreichende Mehrheit der in Betracht kommenden Unternehmen eine Teilnahme und Unterstützung einer solchen Veranstaltung in Aussicht stellen, könnten– ggf. im Hinblick auf die Aktion ‘Faire Woche 2017‘– entsprechendeweitere Planungen erfolgen. Hierzu müsste dann ein erfahrener Messe- und/oder Märkte-Veranstalter hinzugezogen werden. Es darf jedoch nicht verschwiegen werden, dass bei ersten Kontakten mit einem solchen Unternehmen auf die immer schwieriger werdende Problematik der Sicherheitsauflagen hingewiesen wurde.

Abstimmungsergebnis

Zustimmung: 11Ablehnung: 4Enthaltung: 2
Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2016-09-07 FB 02_0061_WP17 Aachen als Fairtrade SAO.pdf

21.12.2024

89.3 KB

Metadaten

TOP
Ö 3
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft
Gremium
Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft
Datum
Mi., 21.09.2016
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 02 - Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa
Geändert
23.2.2026
Inhalt abgerufen
22. Februar 2026 um 23:30