27. September 2016 um 17:00, Sitzungssaal im Fachbereich Umwelt
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Sachstandsbericht über das Projekt "Zeelink"

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Beratung

Frau Hoffmann, Koordinatorin des Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahrens im Fachbereich Umwelt, stellt den Verfahrensstand im Projekt Zeelink anhand eines Power-Point-Vortages vor. Antragsteller ist nach Auskunft von Frau Hoffmann, Open Grid Europe GmbH (OGE).

Zur Vorgeschichte gibt sie zunächst bekannt, dass es sich bei Zeelink um ein nationales Infrastrukturprojekt handele. Vor der konkreten Umsetzung des Zeelink Projektes müsse das Vorhaben von den jeweiligen Behörden genehmigt werden. Dazu gehören das Raumordnungsverfahren auf Landesebene sowie das Planfeststellungsverfahren auf Ebene der Bezirksregierung, bei welchem die Ergebnisse aus dem Raumordnungsverfahren einfließen. Derzeit befinde sich das Projekt im Raumordnungsverfahren.

Frau Hoffmann zeigt den geplanten Trassenverlauf der Gasleitung anhand einer entsprechenden Karte (siehe die der Niederschrift beigefügte Unterlagen). Es war zunächst noch eine Alternativtrasse nordöstlich um Aachen herum im Gespräch, welche jedoch nicht ernsthaft weiterverfolgt wurde. Untersucht werde laut Auskunft von Frau Hoffmann ein Trassenkorridor von 600 m.

Aus der Mitte des Landschaftsbeirates stellt sich die Frage, aus welchem Grunde nicht eine Trassenführung entlang der Autobahn favorisiert werde. Dazu gibt Frau Hoffmann bekannt, dass bereits im Jahre 2008 die Verlegung einer Gasleitung, Mitteleuropäische Transversale MET, durch RWE beantragt und entlang der Autobahn genehmigt wurde.

Frau Hoffmann führt aus, dass am 26.09.2016 bei der Bezirksregierung Köln ein Scoping stattgefunden habe, mit dem Ergebnis, dass dieser Korridor entlang der Autobahn in das Verfahren eingebracht werde. Diese eingriffsarme Trasse sei somit raumordnerisch akzeptiert. Nach Ansicht von Frau Hoffmann, müsse OGE jetzt schon gut argumentieren, wenn diese Autobahntrasse nicht planfestgestellt werde.

Frau Jonczyk-Stoll erkundigt sich danach, ob eine weitere Gastrasse überhaupt erforderlich sei. Frau Hoffmann erwidert, dass in Deutschland verschiedene Erdgassorten mit unterschiedlichem Methangehalt zum Einsatz kommen. Es handelt sich hierbei zum einen L-Gas (low calorific gas) und zum anderen um H-Gas (high calorific gas). Mittelfristig werde der Anteil von L-Gas aufgrund sinkender Gasvorkommen in den Niederlanden zurückgehen. Die Zeelink Gasleitung soll nach Auskunft Frau Hoffmann dafür sorgen, dass eine Anbindung des H-Gases erfolgen könne.

Herr Helmig merkt an, dass er eine Trassenführung entlang der Autobahn in jedem Fall bevorzugen würde und ist insofern froh, dass nun auch diese Trassenführung weiter untersucht werde.

Herr Kirchübel erkundigt sich danach, aus welchem Grunde es technisch nicht möglich sei, dass das anders zusammengesetzte Gas nicht durch die alten Leitungen geführt werde. Frau Hoffmann, dass sie dazu keine konkrete Begründung liefern könne, sie nur weiß, dass dies technisch nicht möglich sei. Herr Mayr führt dazu noch aus, dass das H-Gas aus anderen Regionen als das L-Gas komme und schon insofern die Nutzung der alten Leitungen nicht möglich sei.

Herr Mayr bedankt sich bei Frau Hoffmann über die Sachstandsmitteilung. Er habe die Verwaltung zu dem Zeitpunkt um einen Sachstandsbericht gebeten, als das Thema mit der Errichtung der Verdichterstation aktuell gewesen sei. Er fände es wünschenswert, dass der Landschaftsbeirat zu gegebener Zeit auch über das Verfahren der Planfeststellung informiert werde.

Frau Hoffmann schlägt vor, den akuellen Sachstand Anfang des 2. Quartals 2017 im Landschaftsbeirat vorzustellen.

Für diesen Tagesordnungspunkt liegen noch keine Beratungsergebnisse vor.

Technische Details

Grunddaten

TOP
Ö 4
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Landschaftsbeirates
Gremium
Naturschutzbeirat
Datum
Di., 27.09.2016
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Status
gemischt