6. Oktober 2016 um 17:00, Verwaltungsgebäude Marschiertor
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Revitalisierung Aachen-Nord

FB 02/0062/WP17 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:geändert beschlossen

Beratung

Herr Wittfeld vom Büro kadawittfeldarchitektur präsentiert als Vertreter der beauftragten Arbeitsgemeinschaft die Ergebnisse der Standort- und Marktanalyse für die Gewerbeflächen im Stadtteil Aachen-Nord an der Jülicher Straße.

Für die SPD-Fraktion dankt Herr Plum Herrn Wittfeld für die beeindruckende Darstellung. Einige dieser Visionen seien möglicherweise erst in 10 bis 20 Jahren realisierbar, aber Vieles decke sich mit den Vorstellungen der SPD-Fraktion für dieses Gebiet. Insbesondere sei man interessiert an den Möglichkeiten, hier auch Wohnen zu entwickeln. Man hoffe, hierzu zeitnah erste Schritte einleiten zu können und bitte dazu um frühzeitige Einbindung der Politik.

Für die CDU-Fraktion schließt sich Herr Gilson dem Dank an. Mit dieser Analyse sei deutlich gemacht worden, dass hier zukunftsweisende Chancen vorhanden seien, die man nutzen müsse. Diese Ergebnisse könnten als Richtschnur für künftige Planungs- und Entwicklungsschritte in diesem Bereich dienen.

Frau Breuer ergänzt hierzu, dass man neben den Anforderungen des aktuellen Tagesgeschäfts nicht vergessen dürfe, in die Zukunft zu denken, nur dann sei es möglich, solche Potentiale zu nutzen.

Für die Fraktion Die Linke betont Herr Beus, dass es sich bei dem untersuchten Bereich um ein Areal mit wertvollen Flächen in einer wachsenden Stadt handele. Viele dieser Flächen seien heute untergenutzt, was beispielsweise an Emissionen vorhandener Betriebe oder schwierigen Eigentumsverhältnissen liege. Diese Konflikte seien auch weiterhin vorhanden und nicht einfach zu lösen, dennoch sei es nun wichtig, den begonnenen Prozess fortzuführen, um die vorhandenen Chancen zu nutzen. Berücksichtigen dabei müsse man auch die Denkmäler, die im Gebiet vorhanden seien.

Für die Fraktion der Grünen stimmt Herr Gaube seinen Vorrednern zu. Entscheidend für den Erfolg eines solchen Prozess sei es, die privaten Akteure mitzunehmen und für eine solche Entwicklung zu begeistern.

Herr Wingenfeld sieht in den Ergebnissen der Analyse eine Fortführung der Überlegungen, die seitens der Verwaltung schon vor mehr als 10 Jahren angestellt worden seien. Aus seiner Sicht müsse man die skizzierten Perspektiven bis zur Wurm weiter denken; dabei gelte es, den unverwechselbaren Charakter des Gebiets zu erhalten und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Flächen nicht unter Wert entwickelt würden.

Herr Begaß erläutert, dass man sich bereits mit einigen Eigentümern in Gesprächen befinde. Im Gebiet stünden etliche Veränderungen an und die Eigentümer seien an neuen Perspektiven und Entwicklungen interessiert. In diesem Sinne sei die Zeit reif, um die nächsten Schritte einzuleiten.

Herr Baal schlägt vor, den Beschlussvorschlag um einen Auftrag an die Verwaltung zu ergänzen, den begonnenen Prozess unter Berücksichtigung der in der Diskussion vorgebrachten Anregungen weiterzuführen und dem Ausschuss zeitnah zu berichten.

Der Ausschuss fasst den folgenden

Beschluss

Der Planungsausschuss nimmt die Ausführungen bezüglich der Ergebnisse der Standort- und Marktanalyse der Gewerbeflächen zur Revitalisierung des Gewerbestandortes Aachen-Nord zur Kenntnis. Er beauftragt die Verwaltung, den begonnenen Prozess unter Berücksichtigung der in der Diskussion vorgebrachten Anregungen weiterzuführen und dem Ausschuss zu Beginn des nächsten Jahres über die weiteren Schritte, die vorgenommen wurden, zu berichten.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

  1. Der Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft nimmt die Ausführungen bezüglich der Ergebnisse der Standort- und Marktanalyse der Gewerbeflächen zur Revitalisierung des Gewerbestandortes Aachen-Nord zur Kenntnis.
  1. Der Planungsausschuss nimmt die Ausführungen bezüglich der Ergebnisse der Standort- und Marktanalyse der Gewerbeflächen zur Revitalisierung des Gewerbestandortes Aachen-Nord zur Kenntnis.

Erläuterungen

Revitalisierung Aachen-Nord

Einleitung

Die Arbeitsgemeinschaft, bestehend aus der kadawittfeldarchitektur GmbH (kwa) und dem Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH Aachen, wurde im Rahmen des Projektes Soziale Stadt Aachen-Nord beauftragt eine Standort- und Marktanalyse der Gewerbeflächen im Stadtteil an der Jülicher Straße durchzuführen. Die Inhalte und das weitere Vorgehen wurden im Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft in seiner Sitzung am 09.09.2015 sowie am 07.12.2015 beraten.

Ziele der Studie sind sowohl, eine Diskussion über diesen Standort anzustoßen als auch als Grundlage für eine aktivere Vermarktung zu dienen.

Da auch Belange der Stadtentwicklung betroffen sind wurden die Sachstände regelmäßig mit dem Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen abgestimmt. Nun nach Abschluss der Studie sollen die Ergebnisse sowie das physische Modell durch Herrn Gerhard Wittfeld (kwa) und Herrn

Dr.-Ing. Peter Burggräf (WZL) vorgestellt werden.

Hintergrund/Anlass

Das Gebiet Aachen-Nord ist von unterschiedlichen baulichen Strukturen und einem heterogenen Nutzungsgefüge geprägt. Durch Abwanderungen und Standortschließungen kam es zu Mindernutzungen und Brachen von vorhandenen Gewerbeflächen, auf deren Neunutzung der Wirtschaftsstandort Aachen dringend angewiesen ist. Die Entwicklung dieser Areale steht teilweise still und wertvolles Potenzial bleibt dadurch ungenutzt.

Der ständige Wandel und die zukünftige Entwicklung von Arbeitswelt und Gesellschaft stellen hohe und vielschichtige Anforderungen an die Flächennutzung in Innenstädten und deren Bewohner. Auf der einen Seite wird der soziokulturelle Strukturwandel weiter forciert werden müssen, viel entscheidender für diese Studie ist jedoch der Umgang mit der hohen Nachfrage an innerstädtischen Flächen und deren Revitalisierung. Denn: Wohnen in der Stadt wird beliebter (Urbanisierung), soll aber gleichzeitig räumlich eng mit den Arbeitsstandorten vernetzt sein (Familie/Wohnen und Arbeiten). Gewerbe und moderne Industrie werden zudem immer stadtverträglicher (Tertiärer und Quartärer Sektor / Digitalisierung / Industrie 4.0). Gefordert sind ‘Top-Arbeitsplätze‘, innenstadtnah, eng vernetzt mit der Wohnumgebung und einer guten Nahversorgung, einem hohen Maß an Aufenthaltsqualität und nachhaltiger Mobilität. Doch auch die alten, gewachsenen Industrie- und Gewerbestandorte müssen berücksichtigt und dürfen durch neue Strömungen nicht verdrängt werden. Aachen-Nord bietet besonderes Potenzial, um sich zu einem einzigartigen Gewerbestandort mit Zukunftsperspektive im Großraum Aachen zu entwickeln.

Ergebnisse

Die Handlungsempfehlungen sind in Form von Entwicklungsperspektiven für den Standort unter verschiedenen Aspekten bzw. Themenbereichen entwickelt worden: Erschließung, Infrastruktur und Mobilität, Freiraum, Wohnstandort- und Gewerbestandort, Brachen und Hotspots sowie Branchen, Akteure und zukünftige Nutzer.

Die Entwicklungsperspektiven dienen dazu das Potential des Standorts sowie die Möglichkeiten zu veranschaulichen und eine Entwicklung anzustoßen. Des Weiteren lassen sich die Entwicklungsperspektiven beispielhaft auf andere minder- oder ungenutzte Flächen im Raum Aachen übertragen und haben somit einen Mehrwert auch über den Standort Aachen-Nord hinaus.

Abstimmungsergebnis

einstimmig
Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2016-09-07 FB 02_0062_WP17 Revitalisierung Aach SAO.pdf

17.11.2024

92.5 KB

Betroffene Straßen

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Metadaten

TOP
Ö 4
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Planungsausschusses
Gremium
Planungsausschuss
Datum
Do., 06.10.2016
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 02 - Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa
Geändert
23.2.2026
Inhalt abgerufen
22. Februar 2026 um 23:39