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Sachstandsbericht Ferienspiele der Stadt Aachen 2016

FB 45/0298/WP17 · Kenntnisnahme

im Ratsinformationssystem anzeigen
Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Herr Sahm lobt die Aufstellung und das Ergebnis der Auswertung, bemängelt jedoch, dass der Start des Online-Portals zur Anmeldung für die Ferienspiele erst im Jahr 2018 geschieht. Frau Drews teilte mit, dass eine Information des Ausschusses über die Mitteilungen der Verwaltungerfolgt, sobald das System angelaufen ist.

Herr Deloie und Herr Giancoli loben das Angebot ebenfalls, Herr Giancoli äußert jedoch den Wunsch, das Angebot noch weiter auszubauen und gerade für sozial benachteiligte Familien spezielle Plätze freizuhalten, da die Anmeldung der Kinder aus diesen Familien oft zeitverzögert stattfindet, dann aber bereits alle Plätze belegt sind. Frau Drews kündigt an, dass versucht wird, im Rahmen der finanziellen Mittel, weitere Angebote zu schaffen. Die Mittel seien allerdings begrenzt.

Herr Brantin fragt nach, ob eine Versorgungsquote oder die Anzahl der Ablehnungen erhoben wird. Frau Drews erklärt, dass es keine Versorgungsquote gibt und man die einzelnen Anbieter nach der Zahl der Ablehnungen befragen müsste. Dies wäre jedoch mit erheblichem Arbeitsaufwand verbunden.

Herr Pauls ergänzt, dass die Finanzierung besonders im Hinblick auf die Förderung der Inklusion erhöht werden sollte. Auch Frau von Korff unterstützt diese Idee und führt weiter aus, dass eventuell über ein gesondertes Schreiben der Schulen, sozialschwache Familien besser unterstützt werden könnten.

Beschluss

1.Der Schulausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis. 2. Der Kinder- und Jugendausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

1.Der Schulausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.

2. Der Kinder- und Jugendausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.

Erläuterungen

Erläuterungen:

1. Allgemeine Informationen

Die Ferienspiele der Stadt Aachen haben seit 36 Jahren Tradition.

Anfänglich in der Hauptsache als Spielangebot für die Kinder gedacht, die in den Sommerferien nicht in Urlaub fahren können, rückt in der heutigen Zeit die Notwendigkeit der Betreuung aller Kinder zu allen Ferienzeiten in den Vordergrund. Familien, in denen beide Elternteile berufstätig sind, stehen vor der logistischen Herausforderung in den 12 Wochen Schulferien im Jahr die Betreuung der Kinder sicher zu stellen.

Viele Grundschulkinder werden durch die Offene Ganztagsbetreuung in den Ferien aufgefangen – aber nicht für jedes Kind ist ein Platz verfügbar. Weiterführende Schulen bieten diese Möglichkeit in den Ferien nicht.

Die anerkannten Träger der offenen Jugendarbeit, sowie verschiedene Sportvereine und Institutionen haben in den letzten Jahren auf die veränderte Situation reagiert und bieten heute in fast allen Ferien (außer Weihnachtsferien) zahlreiche Angebote an.

2. Aktuelle Situation

Die imletzten Jahr neu gewonnenen Anbieter wie der Neptun Aachen und der Fußballverein VFB 08 Aachen haben auch in diesem Jahr in allen Ferien ihre Angebote mit maximalem Zulauf durchgeführt. Andere Anbieter, wie der Voltigiersportverein Gut Neuhaus oder der Badmintonclub PTSV Aachen haben ihr Angebot nochmals erweitert. Der Verein Dance Evolution e.V. mit Sitz in den Aachen Arkaden konnte in diesem Jahr wieder ein Tanzprojekt anbieten.

Erstmalig hat die Naturerlebniswerkstatt Alsdorf ein einwöchiges Projekt in Wald, Wiese und Bach rund um Aachen angeboten. Auch hier war der Zulauf groß. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv. Da die Pädagoginnen keine Räumlichkeiten in Aachen vorhalten konnten, ist positiv zu vermerken, dass das Vinzenzheim, selbst Anbieter von integrativen Ferienspielen, ohne großen Aufwand Räumlichkeiten als Treffpunkt zur Verfügung gestellt hat.

Auf dem Abenteuerspielplatz Zum Kirschbäumchen des Kinderschutzbundes stiegen die Teilnehmerzahlen der dreiwöchigen Piratenwochen auf bis zu 200 Kinder täglich, eine noch nie dagewesene Beteiligung. Viele Flüchtlingskinder nahmen dieses Angebot wahr. Für viele Gruppen der Offenen Ganztagsschulen und Offenen Türen ist der Spielplatz zum beliebten Ausflugsziel geworden.

Highlight für viele Aachener war die Archimedische Werkstatt auf dem Katschhofunter Federführung des FB 13.

Im Rahmen der Veranstaltungen des „Future Lab Wissenschaftsjahres“errichtete der Aachener Stadtbetrieb vor den Stufen des Rathauses einen dreihundert Quadratmeter großen Sandkasten.

Unter Leitung der Bleiberger Fabrik fand in einer Hälfte des Sandkastens ein Kunstprojekt statt, in dessen Verlauf 26 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren in Begleitung des Künstlers Berthold Westhoff eine Riesenmaschine aus Recyclingmaterial herstellten. Diese Aktion wurde im Rahmen der Ferienspiele von FB 45 mit einer Summe in Höhe von 12.713,00 Euro finanziert.

Die andere Hälfte des Sandkastens stand den zahlreichen Besuchern des Platzes zur Verfügung. In der Zeit von 10.00 bis 16.00 Uhr standen samstags und sonntags pädagogische Kräfte zur Betreuung der Kinder und zur Ausgabe der Spielmaterialien bereit.

Viele Kindertagesstätten machten von diesem Angebot Gebrauch. Eltern und Großeltern kamen mit ihren Kindern, ließen sich rund um den Sandkasten in den bereitgestellten Liegestühlen nieder und bauten mit den Kindern Sandburgen.

Studenten entdeckten in den Abendstunden den Sandkasten für sich und errichteten eine wahre Hügellandschaft oder trafen sich ganz einfach dort.

Ab 16.00 Uhr bis zum täglichen Start des Projektes um 10.00 Uhr wurde der Sandkasten durch einen Sicherheitsdienst bewacht. Negative Vorkommnisse gab es nicht. Nach Aussagen der Wachleute herrschte durchweg eine positive und entspannte Stimmung.

Zahlreiche Sponsoren, allen voran der Stadtbetrieb, haben dieses Projekt möglich gemacht.

Das von der Stawag gespendete Sandspielzeug wurde der Kita Eintrachtstraße zur Neueröffnung übergeben.

E18, FB 13, FB 45 und die Bleiberger Fabrik würden begrüßen, dieses Projekt auch im nächsten Jahr an gleicher Stelle durchführen zu können. Das Material wurde bei E 18 eingelagert.

Hier nun eine Zusammenstellung der in diesem Jahr beteiligten Einrichtungen:

  • 30 anerkannte Träger der offenen Jugendarbeit,
  • 2 städtische Offene Türen (OT Talstraße, und das Spielhaus Kennedypark),
  • Sportvereine (Schachverein 1856 e.V., Neptun, VFB 08 Fußball, PTSV Aachen Badminton, Tauchclub TSG Aachen)
  • die RWTH mit dem Projekt Bauspielplatz und Girls go Mint,
  • die VHS und InVia mit zahlreichen Angeboten,
  • die Handwerkskammer Aachen am Standort Auf der Hüls
  • die Museen der Stadt Aachen,
  • das Sportamt mit Angeboten in den Schwimmhallen und in der Sportanlage Gillesbachtal,
  • Waldpädagogen, im Preußwald und im Paulinen Wäldchen
  • Alsdorfer Naturwerkstatt (Angebote im Aachener Wald)
  • die Sparkasse Aachen,
  • die Lebenshilfe Aachen e.V. und der Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF),
  • der Freizeit- und Erholungsverein Walheim, (Mitmachzirkus Armani, Spielen bei Flutlicht mit der ganzen Familie und Ponyhof)
  • der Euregio Zoo,
  • das Haus der Märchen und das Literaturbüro
  • das Jurakowa Projekt
  • das Medienzentrum
  • die Bleiberger Fabrik
  • die Barockfabrik
  • Dance Evolution Aachen e.V.
  • FahrRad in Aachen, Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen
  • Deutsch Französisches Kulturinstitut Aachen
  • 35 Offene Ganztagsschulen

Nach den bisher erfolgten Rückmeldungen der Träger und Veranstalter einschließlich der OGS haben rund 9500 Kinder an den Ferienspielen in allen Ferienzeiten teilgenommen.

Die meisten Maßnahmen wurden nach Position 30 des Stadtjugendplans gemäß den Beschlüssen des Kinder- und Jugendausschusses vom 04.11.2010 und des Schulausschusses vom 02.12.2010 mit dem zur Verfügung stehenden Budget in Höhe von 228.500,00 Euro gefördert.

Diese Mittel waren zum Zeitpunkt der Sommerferien ausgeschöpft. Daher erfolgte in diesem Jahr eine Aufstockung um 10.000,00 Euro aus nicht benötigten Haushaltsmitteln des Stadtjugendplans, um eine Förderung der Herbstferienspiele sowie Nachzahlungen an einzelne Träger zu ermöglichen.

Darüber hinaus wurden die entstandenen Honorarkosten in Höhe von ca. 16.000,00 Euro aus den Mitteln des Budgets „sonstige Mitarbeiter“ bestritten.

Da sich bereits weitere Anbieter für 2017 gemeldet haben und die benötigten Betreuungsplätze weiter steigen werden, wurde die generelle Aufstockung des Gesamtbudgets um 20.000,00 Euro ab 2017 beantragt.

3. Ausblick

Für die Angebote der Sommerferien wird eine Ferienspielzeitung erstellt, die den Familien ab Mitte Mai zur Verfügung steht.

Da dies oft zu spät für die Ferienplanung ist, wurden in diesem Jahr bereits im Februar die schon bekannten Termine auf der Internetseite der Stadt Aachen veröffentlicht. Veranstaltungen in den Osterferien wurden zudem beschrieben. Entsprechend wurde mit den Herbstferienangeboten verfahren. Dies fand großen Anklang bei den Familien.

Im Rahmen der Reauditierung der Stadt Aachen zur familiengerechten Kommune hat der Rat am 28.01.2015 u.a. das Ziel „Bedarfsgerechter und zielgruppenspezifischer Ausbau der Ganztagsferienbetreuung für alle Ferienzeiten“ beschlossen, das auch die Entwicklung eines onlinebasierten Informations- und Anmeldeportals für die Ferienspiele beinhaltet.

Das Ziel, eine bedarfsgerechte Ganztagsferienbetreuung für alle Ferienzeiten in allen Sozialräumen der Stadt Aachen zu erreichen, ist dank des Engagements der Anbieter großenteils erreicht.

Die Erarbeitung eines onlinebasierten Portals wurde in die Wege geleitet. Der Projektauftrag wurde im September 2015 gestellt. Erste Gespräche haben Mitte September 2016 stattgefunden. Die Kickoff Veranstaltung des Projekts ist auf den 16.01.2017 datiert. Mit der Einführung des Programms ist in 2018 zu rechnen.

Ziel wird sein, in Zusammenarbeit mit den Anbietern alle Angebote nach Ferienzeiten geordnet bereits frühzeitig auf einem Online Portal zur Verfügung zu stellen. Die Bündelung der Informationen erfolgt im Fachbereich 45, die Anmeldung direkt beim jeweiligen Anbieter.

Die Ferienspielzeitung für den Sommer wird beibehalten – eventuell in einer geringeren Auflage als bisher üblich.

Auswirkungen

finanzielle Auswirkungen

PSP-Element: 1-060201-900-1, Sachkonto: 53390000

PSP-Element: 1-060201-900-1, Sachkonto: 50190000

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

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Auszahlungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

2016

Fortgeschriebe­ner Ansatz 2016

Ansatz 2017 ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 2017 ff.

Folgekos-ten (alt)

Folgekos-ten (neu)

Ertrag

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Personal-/

Sachaufwand

228.500,00

48.600,00

228.500,00

48.600,00

685.500,00

145.800,00

685.500,00

145.800,00

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Abschreibungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben

Deckung ist gegeben

Abstimmungsergebnis

Zustimmung:Ablehnung:Enthaltung: KJA: einstimmig SchulA: einstimmig
Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2016-10-26 FB 45_0298_WP17 Sachstandsbericht Fe SAO.pdf

16.11.2024

116.4 KB

Betroffene Straßen

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Metadaten

TOP
Ö 8
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses gemeinsam mit dem Schulausschuss
Gremium
Kinder- und Jugendausschuss
Datum
Do., 17.11.2016
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 45 - Fachbereich Kinder, Jugend und Schule
Geändert
23.2.2026
Inhalt abgerufen
22. Februar 2026 um 23:51