Haushaltsplanentwurf 2017 einschl. Finanzplanung bis 2020
FB 45/0311/WP17 · Entscheidungsvorlage
Beratung
Im Rahmen der Haushaltsberatungen werden folgende Anträge beraten und beschlossen.
Ergebnisplan:
Produkt 050203: einstimmig beschlossen
Der Antrag des Jugendamtselternbeirats wird unter Produkt 060101 beraten.
Der Unterstützungsbetrag in Höhe von 1.000,00 Euro wird gewährt unter der Prämisse, dass spitzabgerechnet wird.
Produkt 060101: einstimmig mit o. a. Änderung beschlossen
Der Antrag der Fraktionen Die GRÜNE und Die LINKE hinsichtlich einer Erhöhung der Schulsozialarbeit im Jahr 2017 um 500.000,00 Euro wird unter Produkt 060201 beraten.
Der Antrag wird mehrheitlich abgelehnt mit drei Zustimmungen und vier Enthaltungen.
Die Anträge der freien Träger der offenen Jugendhilfe (laufende Nummern 2 – 16 sowie 18 – 20) werden insoweit entsprochen, dass eine Erhöhung des Zuschusses der Stadt Aachen um 2 % für alle „Offenen Türen“ erfolgen soll.
Der Antrag mit der laufenden Nummer 17 des Jugendtreffs „Knutschfleck“ über die Einrichtung einer zusätzlichen halben Stelle wird mit acht Zustimmungen und sechs Ablehnungen beschlossen.
Dem Antrag mit der laufenden Nummer 21 des Freizeit- und Erholungsvereins Walheim über eine pauschale Erhöhung des Zuschusses um 50 % wird einstimmig nicht entsprochen.
Der Antrag mit der laufenden Nummer 22 des Bildungswerks Carolus Magnus e.V. auf Anpassung der Sockelförderung für die Jugendkunstschule wird einstimmig beschlossen. Die Deckung soll aus den Mitteln des PSP-Elements 4-060201-924-9, Sachkonto 52910000 erfolgen.
Der Antrag des Kinderschutzbundes Aachen zu einer pauschalen Erhöhung um 5 % für den Abenteuerspielplatz wird abweichend in Höhe von 2 % einstimmig beschlossen.
Produkt 060201: einstimmig mit o. a. Änderungen beschlossen
Der Antrag mit der laufenden Nummer 23 des SKF zur pauschalen Erhöhung des Zuschusses für den Pflegekinderdienst wird mit einer Enthaltung einstimmig beschlossen.
Der Antrag mit der laufenden Nummer 24 des SKF zur pauschalen Erhöhung des Zuschusses für den Proko Nachbarschaftstreff wird abweichend mit einer Erhöhung um 2 % bei einer Enthaltung einstimmig beschlossen.
Der Antrag mit der laufenden Nummer 25 des SKF zur Einrichtung einer Pädagogenstelle in der Robert-Koch-Straße wird mit einer Enthaltung einstimmig beschlossen.
Den Anträgen des SKM (laufende Nummer 26) und der Arbeiterwohlfahrt (laufende Nummer 27) zur pauschalen Erhöhung der Zuschüsse um 2,75 % sowie dem Antrag des SKF um eine pauschale Erhöhung des Zuschusses mit der laufenden Nummern 28 werden bei jeweils zwei Enthaltungen einstimmig beschlossen.
Der Antrag der Arbeiterwohlfahrt (laufende Nummer 29) zur pauschalen Erhöhung des Leistungszuschusses für den Bereich Vormundschaften um 4,75 % wird abweichend in Höhe von 2,75 % bei zwei Enthaltungen einstimmig beschlossen.
Die Anträge des SKF mit den laufenden Nummern 30 – 31 für die beiden Projekte Vormundschaften und „Do It“ werden bei jeweils zwei Enthaltungen einstimmig beschlossen.
Der Antrag des Kinderschutzbundes Aachen mit der laufenden Nummer 32 betreffend die Einrichtung einer halben Stelle im Bereich der Frühen Hilfen und der Antrag des SKF mit laufender Nummer 33 zur pauschalen Erhöhung des Zuschusses für das Projekt Guter Start ins Leben werden abgelehnt. Es sollen zunächst Evaluationen in 2017 erfolgen.
Die beiden Anträge der Lebenshilfe Aachen (laufende Nummer 34) und der Caritas Lebenswelten (laufende Nummer 35) auf eine Bezuschussung von Therapeutenkosten werden bei jeweils sechs Enthaltungen abgelehnt.
Die per Tischvorlage ausgelegten Anträge des Kinderschutzbundes Aachen zu pauschalen Erhöhungen um jeweils 5 % für die Erziehungsberatungsstelle und das Müttercafé werden abweichend jeweils in Höhe von 2 % einstimmig beschlossen.
Produkt 060301: bei 3 Enthaltungen mit o. a. Änderungen beschlossen
Investitionsplan:
In der Bezirksvertretung Aachen-Eilendorf ist ein Antrag der SPD-Fraktion zum Neubau einer Kita im Neubaugebiet Breitbenden eingegangen. Dieser wird im Rahmen der Kindertagesstättenbedarfsplanung für 2017 / 2018 beraten.
Produkt 060101: einstimmig beschlossen
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Kinder- und Jugendausschuss beschließt ausschließlich der Personalaufwendungen die Teilergebnispläne der Produkte 050203 sowie 060101, 060201 und 060301 entsprechend dem Haushaltsplanentwurf 2017 mit der mittelfristigen Finanzplanung bis 2020 inklusive der Veränderungsnachweisung sowie den in der Sitzung beschlossenen Einzelveränderungen und beauftragt die Verwaltung, die Beratungsergebnisse in die Teilfinanzplanung zu übertragen.
Der Kinder- und Jugendausschuss beschließt darüber hinaus die Produktblätter,die im Teilfinanzplan 2017 veranschlagten Investitionen sowie deren mittelfristige Finanzplanung bis 2020 inklusive der Veränderungsnachweisung und den beschlossenen Einzelveränderungen.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Der Haushaltsplanentwurf 2017 einschließlich des Finanzplanes bis 2020 wurde am 26.10.2016 in den Rat eingebracht. Die den Jugendbereich betreffenden Beratungsunterlagen sind beigefügt.
Seitens des Kinder- und Jugendausschusses sind die Produkte
050203 Unterhaltsvorschuss
060101Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Tagespflege
060201Förderung von Kinder- und Jugendarbeit
060301Hilfe für junge Menschen und ihre Familien
zu beraten.
Die Bezirksvertretungen befassen sich mit dem Haushaltsentwurf 2017 zwischen dem 16.11. und dem 07.12.2016. Die Jugendhilfe betreffende Beschlüsse werden, soweit gefasst, nachgereicht.
Die Veränderungsnachweisungen zur Ergebnisplanung und Investitionsplanung wird ebenfalls nachgereicht.
Ferner sind beigefügt eine Auflistung der inzwischen eingegangenen Anträge freier Träger, welche die haushalterischen Auswirkungen und Einschätzung der Verwaltung aus fachlicher und betriebswirtschaftlicher Sicht beinhaltet, sowie die jeweiligen Anträge der freien Träger selbst.
Losgelöst hiervon macht die Verwaltung noch folgende Ausführungen:
- Aus fachlicher Sicht können alle Anträge nachvollzogen und damit auch befürwortet werden.
- Die betriebswirtschaftliche Prüfung hat bis auf die folgenden anzumerkenden Anträge keine Beanstandungen ergeben:
- Zum Antrag von Jugend Nordwest e.V. für CUBE (Nr. 18) ist folgendes anzumerken: Es ist darauf hinzuweisen, dass sich der zunächst bei der Verwaltung eingegangene Antrag auf eine Erhöhung des Zuschusses von 92.000 € auf rund 100.000 € bezog. Da dieser Betrag allerdings zu diesem Zeitpunkt die bereits gezahlte Zuschusssumme unterschreitet, wurde der Antrag als nicht nachvollziehbar angesehen. Eine Korrektur des Antrages und der somit einhergehenden Erhöhung wie sie sich jetzt darstellt erfolgte erst zum 27.Oktober, sodass die weitergehende Prüfung aus zeitlichen Gründen nicht möglich war und dieser erst im Nachgang eingehend geprüft werden kann. Weiterhin kann der Antrag aufgrund von fehlenden Informationen über die Eingruppierung der Mitarbeiter nicht betriebswirtschaftlich nachvollzogen werden, da sich die beantragte Zuschusserhöhung auf die Höhergruppierung dieser Mitarbeiter und der damit einhergehenden Mehrkosten im Personalbereich stützt. Vor diesem Hintergrund ist die Verwaltung bemüht, weitergehende Informationen zu erhalten und wird hierzu ggfls. in der Sitzung mündlich berichten.
- Der Antrag des Jugend- und Begegnungshauses Brander Feld für jub- Das Netz (Nr. 19), welcher eine Erhöhung des Zuschusses um 17,16 % vorsieht, wird vor dem Hintergrund der letztjährigen Tarifsteigerungen nicht in diesem Maße befürwortet.
- Der Antrag des Freizeit und Erholungsvereins Walheim für das Freizeitgelände (Nr. 21) kann unter Bezugnahme auf den Verwendungsnachweis 2015, welcher tatsächliche Kosten von „lediglich“ rund 6.100 € aufweist, einer mangelnden Kostenaufstellung im Rahmen des Antrages, sowie der letztjährigen Tarifsteigerungen nicht nachvollzogen werden.
- Der Antrag von des Bildungswerkes Carolus Magnus e.V. für die Jugendkunstschule (Nr. 22) um 100 % kann, da es sich um eine rein pauschale Beantragung handelt, betriebswirtschaftlich derzeit lediglich zur Kenntnis genommen werden.
- Die beiliegende Kostenaufstellung des SKF für den PROKO- Nachbarschaftstreff Robert- Koch- Straße (Nr. 24) ist zwar grundsätzlich rechnerisch nachvollziehbar, eine Erhöhung um rund 11,1 % kann jedoch nicht vor dem Hintergrund der letztjährigen Tarifsteigerungen in diesem Maße befürwortet werden.
- Die Anträge auf Bezuschussung der Kosten für Therapeuten und Therapeutinnen in Kindertageseinrichtungen der Lebenshilfe (34), der Caritas Lebenswelten (35) und des VKM sind differenziert zu bewerten. Der Antrag des VKM bezieht sich ausdrücklich erst auf das Jahr 2019 und ist daher zunächst erst mal nachrichtlich zu verstehen. Lebenshilfe und Caritas Lebenswelten hatten im Zuge der Diskussion der letzte Monate kommuniziert, dass Sie Personal in diesem Bereich abgebaut haben bzw. neben der Härtefallregelung des LVR auch Personal in andere refinanzierte Bereiche (Frühförderung und heilpädagogische Gruppen) umgesetzt haben. Insoweit ist die aktuelle Sachlage bei den Trägern nicht eindeutig geklärt. Die Verwaltung hat daher beide Träger angeschrieben und gebeten, mitzuteilen, welches Personal vollumfänglich oder mit klar definierten Stundenanteilen ausschließlich seit dem 01.08.2016 in KiBiz-geförderten Kindertageseinrichtungen beschäftigt wird und dort entsprechende therapeutische Leistungen für Kinder dieser Kindertageseinrichtung erbringt und mit den Krankenkassen tatsächlich abrechnet. Auch der Umfang der bisherigen Krankenkassenerstattungen bzw. erwarteten Beträge wurde erfragt. Sofern diese Informationen vorliegen, könnte das maximale finanzielle Volumen für den städtischen Haushalt eingeschätzt werden. Die Verwaltung kann aus fachlicher Sicht und im Sinne einer Gleichbehandlung eine zunächst bis 31.07.2016 befristete Übergangsregelung zur Übernahme des Finanzierungsrisikos nachvollziehen. Dies allerdings nur für therapeutisches Personal, welches nicht über andere Finanzierungsquellen refinanziert wird (heilpädagogische Gruppen, Frühförderung, Härtefallregelung...) und sich tatsächlich (und auch nur für diesen Zeitraum) in Abrechnung mit den Krankenkassen in den KibiZ-geförderten ehemals integrativen Gruppen befindet. Hierbei wäre die FINK Förderung und die Erstattungen der Krankenkassen vorab in Abzug zu bringen. Ausdrücklich weist die Verwaltung darauf hin, dass für die Übernahme dieses Finanzierungsrisikos keine Haushaltsmittel im Haushaltsentwurf enthalten sind. Diese wäre bei einer positiven Beschlussfassung zusätzlich einzustellen.
Zu näheren Auskünften steht die Verwaltung in der Sitzung zur Verfügung
Auswirkungen
finanzielle Auswirkungen Erläuterungen zu finanziellen Auswirkungen | ||||||
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | ||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | |||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff. | Folgekos-ten (alt) | Folgekos-ten (neu) |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | ||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | |||||
Finanzielle Auswirkungen ergeben sich aus den Beschlüssen des Kinder- und Jugendausschusses.
Abstimmungsergebnis
Weitere Dokumente (1)
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Technische Details
ID: 78418
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=78418
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2016-11-14 FB 45_0311_WP17 Haushaltsplanentwurf SAO.pdf
12.11.2024
104.0 MB
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 15
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses
- Gremium
- Kinder- und Jugendausschuss
- Datum
- Di., 29.11.2016
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- FB 45 - Fachbereich Kinder, Jugend und Schule
- Geändert
- 23.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 22. Februar 2026 um 23:55
Beschlussdokument
Sammeldokument öffentlich
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