Vergrößerung der Kulisse des Naturparks Eifel auf dem Gebiet der Stadt Aachen
FB 36/0145/WP17 · Kenntnisnahme
Beratung
Herr Wiezorek erläutert die Vorlage und geht auf einige wesentliche Details ein. Der Status „Naturpark“ bringt für die darin lebende Bevölkerung und für Vereinigungen keine Verbindlichkeiten oder Einschränkungen mit sich.
Durch den Ratsbeschluss wird die Verwaltung einen entsprechenden Antrag an die Geschäftsstelle des Naturparks stellen, der in der Mitgliederversammlung beschlossen werden muss. Daran anschließend sind die Bezirksregierung und das Ministerium in die Entscheidungsfindung eingebunden. Erste sondierende Gespräche haben jedoch bereits ein positives Echo vernehmen lassen.
Wenn das Verfahren für die Stadt positiv abgeschlossen ist, wäre die Zeit gekommen, wo den Bürgern und dem Stadtbezirk die Rolle zufallen könnte, konkrete Ideen und Konzepte im Sinne der Aufgaben des Naturparks zu entwickeln, die evtl. durch den Verein gefördert werden könnten.
Auf Nachfrage von Herrn Pütz antwortet Herr Wiezorek, dass die jeweiligen Landschaftspläne der Kommunen die Freizeitaktivitäten im Naturpark begrenzen und nicht die Festsetzung als Naturpark.
Herr Wiezorek antwortet auf Nachfrage der Grüne-BF, dass die Stadt auch auf gesamter Naturparkbasis wahrgenommen wird, auch wenn die Stadt bisher nur mit einem kleinen Flächenanteil Mitglied ist. Die Verwaltung möchte, dass sich die Stadt noch stärker arrangiert und engagiert als bisher.
Natur- und Nationalpark verfolgen ganz unterschiedliche Ziele und die Zusammenarbeit ist nach anfänglichen Schwierigkeiten als hervorragend zu bewerten.
Die Grüne-BF und die SPD-BF danken der Verwaltung. Im Hinblick auf die bereits vorhandenen touristischen Möglichkeiten - wie z. B. Eifelsteig und Vennbahnweg - passt die Erweiterung der Naturparkfläche gut in den Stadtbezirk und zur Gesamtstadt.
Die CDU-BF dankt der Verwaltung für die zusätzlichen Informationen und begrüßt die Vorlage. Sie empfiehlt und hofft, dass der Stadtbezirk ausgeschildert werden kann mit „Tor zur Eifel“. Sie hofft, dass zukünftig auch Mittel für das Gelände des Freizeit- und Erholungsvereins Walheim geltend gemacht werden können.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Bezirksvertretung Aachen-Kornelimünster/Walheim nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Anknüpfend an die Vorstellung der Arbeit des Naturparks Nordeifel durch den Geschäftsführer, Herrn Hostert, im AUK am 28.06.2016 hat die Verwaltung eine Vergrößerung der Flächenkulisse auf dem Gebiet der Stadt Aachen vorgeschlagen.
Die Stadt Aachen ist Gründungsmitglied des Naturparks Nordeifel e.V., der auf Initiative des damaligen Regierungspräsidenten - Schmidt-Degenhardt - des zu diesem Zeitpunkt noch existierenden Regierungsbezirks Aachen gegründet wurde. Die Stadt Aachen ist seit dieser Zeit (1960) mit einer Fläche von ca. 12,8 km2 Bestandteil des Naturparks Nordeifel.
Der überwiegende Teil dieser Fläche wird durch Waldflächen, die sich überwiegend in städtischem Besitz befinden, geprägt. Weiterhin enthalten sind die südlichen Ortsränder von Schmithof, Teile von Friesenrath und von Hahn.
Seit der Gründung des Vereins zahlt die Stadt Aachen einen pauschalen Mitgliedsbeitrag von
1.611,00 Euro.
Der Naturpark Nordeifel hat gerade in den vergangenen 15 Jahren aus Sicht der Verwaltung einen erheblichen Aufschwung erlebt, der sich insbesondere darin zeigte, dass wiederholt Wettbewerbe durch überzeugende Konzepte gewonnen werden konnten, die sich vorzugsweise im Bereich
touristischer Infrastrukturentwicklung, von typischer Kulturlandschaft und auch in der Form einer Markenbildung Eifel niederschlugen.
Die erfolgreiche Arbeit des Naturparks hat für viele kleinere Eifelgemeinden einen deutlichen
Fortschritt in ihrer Entwicklung gebracht. Fantasie, Kreativität verbunden mit einer vorzüglichen Einbindung in die Bürgerschaft vor Ort, haben den Erfolg des Naturparks Nordeifel erst möglich gemacht.
Über viele Jahre hinweg hat die Stadt Aachen als Mitglied auch im Vorstand des Vereins diese
positive Entwicklung begleitet, wenngleich aufgrund des Zuschnittes des eigenen Flächenanteils nur wenig konkrete Projekte in der Stadt Aachen abgewickelt werden konnten. Erschwerend kam darüber hinaus hinzu, dass die Stadt Aachen als Oberzentrum nicht Teil einer LEADER - Region sein kann. Dennoch bietet der Naturpark Nordeifel e.V. auch über die LEADER - Förderung hinaus verschiedene Förder- und Kooperationsmöglichkeiten, die zur Finanzierung von entsprechenden Maßnahmen auch im Südraum Aachen herangezogen werden könnten.
Um stärker an der positiven Entwicklung des Naturparks teilhaben zu können, hat die Verwaltung nunmehr eine Vergrößerung des Geltungsbereichs auf dem Stadtgebiet Aachen vorgeschlagen, wie in der beigefügten Karte ersichtlich. Der Vorschlag besteht darin, die Grenzen des Naturparks bis an den Südrand von Lichtenbusch, Schleckheim sowie entlang der Schleckheimer Straße und westlich des Naturschutzgebietes Indetal bis Ausgang Ortslage Brand zu verschieben. Durch diese Erweiterung wären wesentliche Bereiche des Münsterländchens auf Aachener Gebiet in den Naturpark Nordeifel integriert. Nicht alleine das Naturschutzgebiet Walheim oder das derzeit noch großflächig als
geschützter Landschaftsbestandteil ausgewiesene Itertal oder der Freyenter Wald, sondern auch zahlreiche andere geschützte Landschaftsbestandteile und die wertvollen Grünländer würden in eine künftige Förderkulisse Eingang finden.
Die Erweiterung würde auf einer zusätzlichen Fläche von zirka 19 km2 erfolgen und eine Steigerung der im Naturpark wohnenden Bürgerinnen und Bürger von 500 auf zirka 10.000 Einwohnern bedeuten. Die Einwohnerzahl und Flächengröße sind insofern von Belang, als dass bei der Berechnung der kommunalen Zuschüsse für den Naturpark Nordeifel e.V. ein Betrag gebildet wird, der sich aus der Hektarzahl der betroffenen Fläche und der Einwohnerzahl der dort wohnenden Bürgerinnen und Bürger zusammensetzt.
Unter Anwendung dieser Kriterien würde sich künftig ein Mitgliedsbeitrag von 5.512,00 Euro pro Jahr gegenüber einem bisherigen Beitrag von 1.611,00 Euro pro Jahr ergeben. Die deutliche Erweiterung der Flächenkulisse und die Möglichkeiten, die der Naturpark Nordeifel e.V. mit seinen Konzepten und Fördermöglichkeiten schafft, veranlassen die Verwaltung, eine entsprechende Erweiterung
vorzuschlagen. Die Erhöhung des Mitgliedsbeitrages erscheint vor diesem Hintergrund mehr als
gerechtfertigt.
Auf Empfehlung des Ausschusses für Umwelt und Klimaschutz hat der Rat der Stadt Aachen am 26.11.2016 die Verwaltung einstimmig beauftragt, die Vergrößerung der Fläche des Naturparks Eifel auf dem Gebiet der Stadt Aachen, vorbehaltlich der Genehmigung des Haushaltsplanes 2017 durch die Bezirksregierung, entsprechend der Vorlage zu beantragen.
Daraus ergeben sich folgende weitere Schritte:
Mit der Festlegung der Gebietskulisse durch den Rat der Stadt Aachen wird ein entsprechender
Antrag beim Naturpark Nordeifel e.V. gestellt.
Hierüber muss die Mitgliederversammlung des Naturparks Nordeifel e.V. beschließen.
In die Entscheidungsfindung sind die Bezirksregierung Köln und vor allem auch das MKUNLV
eingebunden, das letztlich eine entsprechende Genehmigung erteilen muss. Dabei wird nach § 27 Abs.1 und § 44 Abs. 1 BNatschG geprüft, ob die Kulissenerweiterung mit den Zielen und Anforderungen eines Naturparks übereinstimmt.
Hierüber werden bei entsprechendem Antrag der Stadt Aachen Anfang 2017 Gespräche zwischen Ministerium und der Geschäftsstelle des Naturparks Nordeifel e.V. geführt werden. Mit einem dann hoffentlich positiven Ergebnis und damit einer erfolgreichen Erweiterung der Kulisse wäre dann in 2017 zu rechnen.
Auswirkungen
finanzielle Auswirkungen | ||||||
Investive Auswirkungen | Ansatz 2016 | Fortgeschriebener Ansatz 2016 | Ansatz 2017 ff. | Fortgeschriebener Ansatz 2017 ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamt-bedarf (neu) |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | ||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | |||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 2016 | Fortgeschriebener Ansatz 2016 | Ansatz 2017 ff. | Fortgeschriebener Ansatz 2017 ff. | Folgekosten (alt) | Folgekosten (neu) |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | ||||
Deckung ist gegeben | Deckung ist gegeben | |||||
Der erhöhte Ansatz ist bereits in den Mittelanmeldungen für die Jahre 2017 ff. eingeplant.
Weitere Dokumente (1)
Die Dokumente werden direkt vom Ratsinformationssystem der Stadt Aachen abgerufen und nicht von uns gespeichert oder gehostet.
Technische Details
ID: 78896
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=78896
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2016-11-29 FB 36_0145_WP17 Vergroesserung der Kul SAO.pdf
16.11.2024
13.3 MB
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 4
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Kornelimünster / Walheim
- Gremium
- Bezirksvertretung Aachen-Kornelimünster / Walheim
- Datum
- Mi., 14.12.2016
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- FB 36 - Fachbereich Klima und Umwelt
- Geändert
- 23.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 23. Februar 2026 um 00:06