16. Februar 2017 um 17:00, Verwaltungsgebäude Marschiertor
TOP 4Öffentlich

Realisierung eines dritten Gleises zwischen Aachen Hauptbahnhof und Bahnhof Rothe Erde

FB 61/0629/WP17 · Kenntnisnahme

im Ratsinformationssystem anzeigen
Beratungsergebnis:geändert beschlossen

Beratung

Die Vorlage zu diesem TOP liegt den Ausschussmitgliedern als Tischvorlage vor und istnun auch im Ratsinformationssystem eingestellt.

Frau Dipl.-Ing. Büker (VIA Consulting Development) hält einen Vortrag. Sie weist auf eine Studie hin, die auf den Seiten der IHK Aachen zum Download verfügbar ist (siehe auch Seite 2 der Tischvorlage):

https://www.aachen.ihk.de/standortpolitik/Verkehrspolitik/Studie_Aachener_Schienenkorridor

Herr Fischer dankt und kommentiert den vorgelegten Weg als den anscheinendleinziggangbaren, da das 3. Gleis als nicht finanzierbar gelte. Aachen brauche aber Klarheit, was mit dem Viadukt geschehen soll.

Er fragt, was mit dem Viadukt geplant ist und für welchen Zeitraum, wie die Finanzierung aussehen soll und wieviel Platz hierfür freigehalten werden muss. Weiter fragt er, wie weit die Planungen für die Bahnhöfe Eilendorf und Eschweiler fortgeschritten sind.

Herr Wingenfeld antwortet, in Burtscheid müsstenFlächen südlich des Viaduktes freigehalten werden.Das müsse bei einem privaten Bauvorhaben beachtet werden. ZurSicherung der Ziele sei ein Aufstellungsbeschluss zu einem Bebauungsplan gefasst worden.Man müsse einen Weg bezüglich der Abstandsflächen finden, da Rechte Dritter betroffen seien. Hierzu sei sehr viel Dialog notwendig.

Frau Breuer bemerkt, in Aachen befasse man sich seit Jahren mit dem 3. Gleis. Man müsse jetzt sehr wohl darauf achten, dass Abstandsflächen erhalten bleiben. Es wäre fatal, wenn es daran scheitern würde. Die Frage sei, ob und welches Gremium beschließen muss.

Herr Wingenfeld antwortet unter Verweis auf die Tischvorlage, es wäre hilfreich, wenn der Ausschuss einen Beschluss fassen würde, welcher der Verwaltung den Rücken stärkt.

Frau Rhie dankt für den Vortrag; besonders hilfreich sei die Folie, auf der die Kosten nochmal dargestellt sind. Sie stellt die Fragen,

  1. ob schon absehbar sei, welche Kosten noch zusätzlich anfallen können, z. B. für die Infrastruktur;
  2. ob die Rheydter Kurve in den Entwurf desBundesverkehrswegeplans aufgenommen worden ist.

Frau Büker antwortetzur 1. Frage, es sei zurzeit schwer, zusätzliche Kosten, z. B. für Abrissmaßnahmen, abzuschätzen.Zu 2. sagt sie, könne sie nicht sagen, ob es bereits einen Beschluss gibt.

Herr Fischer schlägt vor, zum Beschlussvorschlag in der Tischvorlage noch einen Empfehlungssatz für den Planungsausschuss hinzuzufügen, der für das Baurecht zuständig ist. Herr Wingenfeld schlägt eine Formulierung vor, die einvernehmlich angenommen wird.

Sodann ergeht der folgende

Beschluss

Der Mobilitätsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis. Er beauftragt die Verwaltung, sich in den laufenden regionalen Abstimmungen für eine zügige Konkretisierung der Planungen für ein drittes Gleis zwischen Aachen Hauptbahnhof und dem Bahnhof Rothe Erde einzusetzen. Er empfiehlt dem Planungsausschuss, die Verwaltung zu beauftragen, alle notwendigen bauleitplanerischen Schritte zu unternehmen, die Option des 3. Gleises im Bereich des Deutschen Viaduktes zu sichern.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Mobilitätsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis. Er beauftragt die Verwaltung, sich in den laufenden regionalen Abstimmungen für eine zügige Konkretisierung der Planungen für ein drittes Gleis zwischen Aachen Hauptbahnhof und dem Bahnhof Rothe Erde einzusetzen.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Im vergangenen Jahr haben verschiedene regionale Auftraggeber (Zweckverband Nahverkehr Rheinland, der Kreis Düren, der Rhein-Erft-Kreis, der Logistikregion Rheinland e.V., der Antwerp Port Authority und die sieben IHKs des Rheinlandes (Aachen, Bonn/Rhein-Sieg, Düsseldorf, Köln, Mittlerer Niederrhein, Wuppertal – Solingen – Remscheid und Duisburg – Wesel)) eine Studie in Auftrag gegeben, die ein Maßnahmenpaket zur Stärkung des Bahnknotens Aachen erarbeiten sollte, dessen Wirkung in Summe vergleichbar ist mit dem lange geforderten Dritten Gleis zwischen Aachen und Köln.

Die Studie ist zwischenzeitlich fertig gestellt und auf den Seiten der IHK Aachen verfügbar: https://www.aachen.ihk.de/standortpolitik/Verkehrspolitik/Studie_Aachener_Schienenkorridor

Für die Stadt Aachen ist von besonderem Interesse, dass mittelfristig die Realisierung eines dritten Gleises zwischen Aachen Hauptbahnhof und dem Bahnhof Aachen Rothe Erde über den Burtscheider Viadukt gefordert wird.

Die Ergebnisse der Studie werden vom Auftragnehmer, dem Aachener Büro VIA Consulting & Development GmbH, in der Sitzung vorgestellt.

Abstimmungsergebnis

einstimmig
Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2017-02-07 FB 61_0629_WP17 Realisierung eines d SAO.pdf

22.11.2024

79.0 KB

Metadaten

TOP
Ö 4
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Mobilitätsausschusses
Gremium
Mobilitätsausschuss
Datum
Do., 16.02.2017
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Geändert
19.2.2026
Inhalt abgerufen
19. Februar 2026 um 09:03