27. April 2017 um 17:00, Verwaltungsgeb. Mozartstraße Zi.207
TOP 9Öffentlich

Bericht über die Anmeldezahlen an den Aachener allgemeinbildenden Schulen für das Schuljahr 2017/2018 und Antrag auf Genehmigung einer zusätzlichen Klasse am Einhard-Gymnasium

FB 45/0345/WP17 · Entscheidungsvorlage

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Beratungsergebnis:geändert beschlossen

Beratung

Frau Griepentrog bemängelt, dass die Anmeldezahlen einiger weiterführender Schulen bereits seit längerer Zeit besorgniserregend sind, beispielsweise an der GHS Burtscheid. Die bisherigen politischen Diskussionen diesbezüglich haben bis dato zu keiner Verbesserung der Situation geführt. Außerdem kritisiert sie die Verteilung der Kinder, welche inklusiv beschult werden, da hier ein gravierendes Ungleichgewicht zwischen den einzelnen Schulformen entstanden ist. Auch hier weist sie auf die GHS Burtscheid hin, die bei 13 angemeldeten Kindern insgesamt sieben Inklusionsschüler/innen aufweist. Mit dieser Regelung würde Inklusion nicht zielführend umgesetzt und sie regt daher an, dass das Verfahren zur Verteilung dieser Kinder überdacht werden sollte.

Herr Biesing stimmt den Ausführungen zu und weist auf den Grundgedanken der Inklusion hin, dass Kinder mit entsprechendem Förderbedarf in das Regelsystem integriert werden sollen.

Herr Krott verweist darauf, dass es sich bei den vorliegenden Anmeldezahlen um die tatsächlichen Anmeldungen handelt und daher kann der Ausschuss diese nur zur Kenntnis nehmen. Auch ihm sind die rückläufigen Anmeldezahlen insbesondere an den Haupt- und Realschulen aufgefallen und er berichtet, dass interfraktionell bereits über diese Problematik diskutiert wird. Zur Verteilung der Inklusionsschüler muss politisch hinterfragt werden, warum von den insgesamt 91 Schüler/innen lediglich sieben an den Gymnasien integrativ beschult werden. Er bedauert, dass durch die fehlende Teilnahme an der Inklusionsrunde der politische Einfluss auf die Verteilung der Kinder nicht gegeben ist. Dem zweiten Teil der Vorlage, dem Antrag des Einhard-Gymnasiums auf Einrichtung einer weiteren Eingangsklasse, kann seiner Meinung nach gefolgt werden, da insbesondere der Innenstadtbereich so gestärkt werden kann.

Frau Schwier erläutert, dass die Verteilung der Inklusionsschüler eine Hauptaufgabe der Schulaufsicht ist. An der Inklusionsrunde nimmt lediglich eine Kollegin aus dem Fachbereich Kinder, Jugend und Schule der Stadt Aachen teil. Daher ist auch der Einfluss der Verwaltung hier sehr gering. Auf Nachfrage durch Herrn Sahm teilt sie mit, dass es aus datenschutzrechtlichen Gründen auch nicht möglich ist, den Förderschwerpunkt eines jeden Kindes einzusehen.

Frau Griepentrog appelliert, dass ein Vertreter der Inklusionsrunde im Ausschuss über das Verfahren der Verteilung berichten soll, damit die Politik über die internen Verfahrensweisen informiert wird. So könne seitens der Fraktionen qualifizierter auf Nachfragen seitens der Bevölkerung reagiert werden und das Verfahren würde transparenter sein.

Herr Brantin und Herr Biesing regen ebenfalls eine stärkere Einflussnahme durch den Schulausschuss an. Außerdem bittet Herr Biesing darum, im ersten Absatz des Beschlussvorschlages das Wort „zustimmend“ zu streichen.

Frau Schwier erklärt, dass die Zusammensetzung der Inklusionsrunde durch das Schulgesetz NRW vorgegeben wird. Auch die Verwaltung sieht die Verteilung der Inklusionsschüler kritisch.

Frau Griepentrog fragt, ob die Verwaltung als Schulträger einen Einfluss auf die Bereitstellung von Schulplätzen hat und auch beeinflussen kann, wie diese besetzt werden. Herr Mathar erwidert, dass die Verwaltung nur bedingt Einfluss nehmen kann, weil beispielsweise bauliche Voraussetzungen gegeben sein müssen, wenn ein Kind mit einem Rollstuhl beschult werden soll.

Herr Auler schlägt einen ergänzenden Beschlussvorschlag vor, welcher als zweiter Absatz in den Beschluss aufgenommen werden soll:

„Der Schulausschuss hält die Verteilung der Inklusionskinder für pädagogisch nicht nachvollziehbar. Der Schulausschuss beauftragt die Verwaltung, diese Missbilligung gegenüber der Schulaufsicht deutlich zum Ausdruck zu bringen.“

Diese Ergänzung wird einstimmig in den Beschluss mit aufgenommen.

Frau Griepentrog lobt abschließend die reibungslose Verteilung der Anmeldeüberhänge durch die Schulen. Die Schulleitungen haben hier eine sehr gute Arbeit geleistet.

Beschluss

Der Schulausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis. Der Schulausschuss hält die Verteilung der Inklusionskinder für pädagogisch nicht nachvollziehbar. Der Schulausschuss beauftragt die Verwaltung, diese Missbilligung gegenüber der Schulaufsicht deutlich zum Ausdruck zu bringen. Er genehmigt einmalig die Einrichtung einer zusätzlichen Eingangsklasse am Einhard-Gymnasium im Schuljahr 2017/2018.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

  1. Der Schulausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis.
  1. Er genehmigt einmalig die Einrichtung einer zusätzlichen Eingangsklasse am Einhard-Gymnasium im Schuljahr 2017/2018.

Erläuterungen

Erläuterungen:

1. Anmeldeverfahren

Das Anmeldeverfahren für die weiterführenden Schulen in Aachen wurde in folgenden Zeiträumen

durchgeführt:

Städtische Schulen:

Gesamtschulen 03.02.2017 bis 10.02.2017

Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien 20.02.2017 bis 17.03.2017

Private Ersatzschulen:

Bischöfliches Pius-Gymnasium 06.02.2017 bis 10.02.2017

Gymnasium St. Ursula 06.02.2017 bis 13.02.2017

Viktoriaschule 06.02.2017 bis 11.02.2017

Amos-Comenius-Schule 23.01.2017 bis 03.02.2017

Das Koordinierungsgespräch mit den Schulleiterinnen und Schulleitern der Gesamtschulen beim Fachbereich 45 fand am 16.02.2017 statt.

Das Koordinierungsgespräch mit den Schulleiterinnen und Schulleitern der Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien beim Fachbereich 45 fand am 28.03.2016 statt. Die Leiter der städt. Gymnasien trafen im Rahmen einer Dienstbesprechung bereits am 20.03.2017 mit dem Vertreter der Schulaufsicht bei der Bezirksregierung Köln zusammen.

2. Antrag des Einhard-Gymnasiums

Am Einhard-Gymnasium sind zu Schuljahresbeginn 2017/2018 insgesamt 142 Schülerinnen und Schülerangemeldet.

Das Gymnasium beantragt deshalb die einmalige Erweiterung der Zügigkeit um einen Zug im Schuljahr 2017/2018.

Die zusätzliche Klasse kann in den zur Verfügung stehenden Räumlichkeitenuntergebracht werden, Lehrerkapazitäten stehen zur Verfügung.

3. Empfehlung der Verwaltung

Im Rahmen der Verteilungsgespräche wurde deutlich, dass eine Verteilung der am Einhard-Gymnasium angemeldeten Schülerinnen und Schüler auf andere Gymnasien

innerhalb des Stadtgebietes unter Berücksichtigung der Zweit- und Drittwünsche nicht möglich ist.

Das Einhard-Gymnasium kann bei einmaliger Erweiterung der Zügigkeit um einen Zug im

Schuljahr 2017/2018 140 Schülerinnen und Schüler aufnehmen, lediglich 2 Schülerinnen und Schüler müssen auf andere Gymnasien verteilt werden.

Für die Schülerinnen und Schüler, die am Gymnasium St. Leonhard abgewiesen werden

müssen, konnten sowohl im Vorfeld als auch im Verteilungsgespräch am 28.03.2017 Alternativen erarbeitet werden, so schöpft das Kaiser-Karls-Gymnasium seine volle Vierzügigkeit aus und nimmt insgesamt 116 Schülerinnen und Schüler auf.

Aufgrund der Gesamtanmeldesituation an den Aachener Gymnasien und der besonderen Situation

am Einhard-Gymnasium befürwortet der Schulträger die einmalige Einrichtung einer zusätzlichen Eingangsklasse im Schuljahr 2017/2018.

Ansprüche auf zusätzliche Raumkapazitäten ergeben sich hieraus nicht.

Die ausführliche Begründung der Schule ist in der Anlage beigefügt.

Entsprechende Übersichten der Anmeldezahlen an den weiterführenden Schulen werden in der Sitzung vorgelegt.

Auswirkungen

finanzielle Auswirkungen

es ergeben sich keine finanziellen Auswirkungen

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Folgekos-ten (alt)

Folgekos-ten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

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0

Personal-/

Sachaufwand

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0

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Abschreibungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Abstimmungsergebnis

Zustimmung:Ablehnung:Enthaltung: 1 Einstimmig

Weitere Dokumente (1)

Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2017-04-06 FB 45_0345_WP17 Bericht ueber die Anm SAO.pdf

15.11.2024

293.6 KB

Metadaten

TOP
Ö 9
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Schulausschusses
Gremium
Schulausschuss
Datum
Do., 27.04.2017
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 45 - Fachbereich Kinder, Jugend und Schule
Geändert
19.2.2026
Inhalt abgerufen
19. Februar 2026 um 09:28

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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