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Offener Ganztag an der GGS Brander Feld - Verbesserung des Raumangebots und Mensasituation

FB 45/0354/WP17 · Entscheidungsvorlage

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Herr Bezirksbürgermeister Tillmanns begrüßt Frau Lehmenkühler und Herrn Gerards vom Gebäudemanagement der Stadt Aachen (E 26) sowie Frau Souvignier vom Fachbereich Kinder, Jugend und Schule (FB 45).

Frau Souvignier ergänzt mündlich die finanziellen Auswirkungen auf Seite 3 der Verwaltungsvorlage:

Bei den investiven Auswirkungen in der Zeile Auszahlungen sei im Feld „Ansatz Planung 2017“ der Betrag von 83.500 € und in „fortgeschriebener Ansatz 2017“ ebenfalls der Betrag von 83.500 € einzusetzen. Unter Bau bei „Ansatz 2017 ff.“ unter “Auszahlungen“ 1.716.500 €, „fortgeschriebener Ansatz“ 1.716.500 €. Der Gesamtbedarf für die Maßnahme würde bei max. 1.800.000 € für alt und neu betragen.

Frau Lehmenkühler nimmt Bezug auf die Vorlage und erklärt anhand einer Power-Point-Präsentation die Verpflegung in den Grundschulen allgemein und den OGS-Ausbau in der Grundschule Brander Feld (Schagenstraße). Rückblickend seien die Kosten beim Neubau einer Mensa auf der grünen Wiese und deren Anbindung mit 1,5 Mio. € berechnet worden. Daher seien die Fragen aufgeworfen worden, warum nicht eine kleinere Variante gewählt werden könne und wie die Nutzung des Cafés JuB im Bestand aussehe. Grundsätzlich gebe der Bedarfsträger die Verpflegungsart vor, das Veterinär-/Gesundheitsamt gebe die minimalen Hygienevorschriften vor, der Küchenbetreiber teile seinen Bedarf mit und letztendlich stelle die Schule die Essensplätze zur Verfügung. Der Bedarfsträger gebe das Angebot „Cook & Serve“ für alle Grundschulen als Standard vor. D.h. das Essen komme warm in der Schule an und werde ergänzt mit eigener Rohkost, Dessert, Obst sowie Brötchen. Eine eigene Spülmöglichkeit müsse vorhanden sein.

Aktuell könnten die 200 geforderten Essen im Bestand nicht untergebracht werden, sondern nur max. 95 Essen. Dies wäre nur möglich, wenn der JuB massiv eingeschränkt und der Nachbarraum mit einbezogen würde. Sollte ein Neubau entstehen, würde eine Fläche von ca. 100 m² zzgl. Bestand benötigt. Frau Lehmenkühler geht noch auf die problematische Raumsituation in der Grundschule Brander Feld ein.

Sofern man einen Neubau auf der grünen Wiese plane, müsse von einer Mindestfläche von 270 m² - ohne mehr Fläche für den eigentlichen Schulbetrieb zu haben - ausgegangen werden. Der größte Teil sei Nutzfläche und nicht Schülerfläche.

Als Alternative hierzu wären die Nutzungsflächen des JuB zzgl. einer neuen Fläche von 115 m² zu betrachten. Wichtig sei auch, ausreichend groß und damit zukunftssicher zu planen.

Herr Auler von der CDU-BF fragt nach, ob bei einer Umstellung von „Cook & Serve“ auf „Cook & Chill“ alle vorgetragenen Änderungen auch hinsichtlich der Hygienevorschriften erfolgen müssen.

Frau Lehmenkühler sieht nicht die Hygienevorschriften als Problem, sondern vielmehr das Platzangebot. Der Platz für die Lager- und Kühlhaltung in der Schagenstraße könnte im Souterrain auf Ebene JuB vorgehalten werden und von dort aus angebunden werden. Dies wäre die größere Lösung und letztendlich zukunftssicher.

Herr Hellmann von der SPD-BF teilt mit, dass bei der Variante „Cook & Chill“ Konvektomaten zum Aufwärmen der Speisen zur Verfügung stehen müssten. Er fragt nach, ob diese auf die zusätzliche Fläche im Keller gestellt werdenkönnten?

Frau Souvignier bestätigt, dass die Konvektomaten ohnehin für die Erwärmung der Speisen als Standard vorgesehen und in den Küchen vorhanden seien; allerdings würden sie aktuell nur bei Abkühlung der Speisen von unter 60 Grad genutzt.

Weiterhin fragt Herr Hellmann nach dem Unterschied der in der Präsentation vorgetragenen kleinen und großen Lösung. Seinem Verständnis nach seien bei der kleinen Lösung ein Mehrzweckraum und bei der großen Lösung zwei Räume einkalkuliert.

Frau Lehmenkühler erklärt, dass bei der kleinen Lösung nur der Raum ausgeglichen werde, der oben belegt werde und mithin kein zusätzlicher Raum geschaffen werde. Der gesamte Grundstücksbereich sei städt. Eigentum und somit verfügbar. Die neuen Flächen könnten barrierefrei der Ebene im Bereich des Wendehammers geschaffen werden.

Zu den Kosten fragt Herr Hellmann nach, dass er der Vorlage entnommen habe, dass die kleinere Lösung 1,4 Mio. €, die externen Wünsche 1,8 Mio.€ und die Clubhauslösung - also große Lösung – ebenfalls 1,8 Mio. € kosten würde. Bei Vergleich der Varianten würde praktisch der zusätzliche Mehrzweckraum mit 97 m² Fläche 400.000 € Mehrkosten verursachen.

Frau Lehmenkühler begründet die hohen Baukosten mit der hohen Beanspruchung der Fläche. Insoweit könne kein Vergleich mit beispielsweise einem privaten Wohnhaus mit 120 m² Wohnfläche und 4 Bewohnern gezogen werden. Zudem seien die Anforderungen des Aachener Standards höher, um die Anforderungen an die Nachhaltigkeit des Gebäudes zu erfüllen.

Frau Reiber von der GRÜNE-BF fragt nach, was für den JuB noch an Fläche erhalten bleibe und ob dann die Möglichkeit bestehe, 200 Essen auszuteilen.

Frau Lehmenkühler erklärt anhand der Präsentation die Flächen, die federführend dem JuB

bzw. der Schule zugewiesen würden. Bei den Gesprächen mit JuB und Schule habe sich herausgestellt, dass Synergien gefunden werden können. Die Ausgabe von 180 – 200 Essen am Tag ermögliche 100 % OGS.

Herr Hußmann von der GRÜNE-BF führt aus, dass in einer Entfernung von 300 m eine große Mensa in der Gesamtschule Rombachstraße vorhanden sei. Er fragt nach, warum die OGS diese Mensa nicht mit nutzen könne. Für ihn seien die Kosten sehr hoch und er fragt sich, ob dies im Vergleich zu anderen Schulen angemessen sei. Wichtig erscheine ihm, dass bei der Flächenberechnung auch für die Zukunft geplant werde.

Frau Souvignier erklärt, dass aktuell bereits Grundschüler als Übergangslösung in der Gesamtschule essen gehen würden. Allerdings sei zwischenzeitlich die Zahl der Grundschüler, die in der Mensa der Gesamtschule essen sollen, gestiegen. Die Hauptessenszeit von beiden Schulen sei gleich, d.h. in der Gesamtschule müssten in der Mittagspause ca. 500 Schüler in einem kurzen Zeitraumversorgt werden. Frau Souvignier verweist zudem auf den pädagogischen Aspekt, wonach die Kinder in der OGS am Tisch ihr Essen erhalten und einnehmen sollen. Dies sei in der Gesamtschule nicht gewährleistet, da dort das Essen mit Tabletts abgeholt werden müsse. Die Schüler der OGS müssen separat nicht zusammen mit den Schülern der Gesamtschule essen.

Bei der OGS existierten aktuell bereits Wartelisten, da wegen der Raumsituation in der Schule nicht alle Kinder aufgenommen werdenkönnen. Obwohl jeder vorhandene Quadratmeter genutzt werde, sei die Schule derzeit am Ende ihrer Kapazitäten.

Frau Lehmenkühler ergänzt, dass im Rahmen der OGS-Untersuchung 12 Schulen verglichen worden seien. In allen betrachteten Schulen befinde sich die Essenseinnahme im Schulgebäude. Außerdem stünden für die OGS eigene Räume zur Verfügung. Dies könne die Grundschule Brander Feld nicht vorweisen, da es nur 8 Klassenräume und 2 Mehrzweckräume gebe. Sofern die Schule mit einer eigenen Mensa ausgestattet sei, könnten die Räumlichkeiten vor und nach dem Essen i.S.d. Multifunktionalität ganztägig genutzt werden.

Ratsfrau Lürken von der CDU-BF bedankt sich für die gefertigte Vorlage und den heutigen Vortrag. Begeistert habe sie die Tatsache, dass nicht nur eine Mensa geplant, sondern die Besonderheiten des Bezirks berücksichtigt worden seien. Die Anforderungen an die Barrierefreiheit seien nicht zu unterschätzen und würden mit dem Vorschlag der Verwaltung gut erfüllt. Gerade im Hinblick auf die in Brand entstehenden Neubaugebiete sei es erforderlich, auch für die Zukunft zu planen. Ihre Fraktion befürworte daher die größere Lösung.

Herr Hellmann von der SPD-BF stellt fest, dass sich die Schulen in den letzten 10 Jahren deutlich verändert hätten und in Zukunft mit 100 % OGS zu rechnen sei. Es gehe um Kinder zwischen 6 und 10 Jahren, deren familiäre Situation sich dadurchverändere, dass das gemeinsame Mittagessen teilweise in die Schule ausgelagert werde. Er sei gegen das „Abfüttern“ der Kleinen in einer riesigen Kantine, da zunächst eine Essenskultur vermittelt werden müsse. Deshalb könne man diese Kinder nicht bei Wind und Wetter von einer Schule zur anderen „scheuchen“, damit sie möglichst schnell essen können. Er sei für den Vorschlag der Verwaltung dankbar und spreche sich deshalb im Namen seiner Fraktion für die größere Lösung aus.

Herr Müller von der SPD-BF bedankt sich bei Frau Lehmenkühler für ihren Vortrag, dem er gut folgen konnte. Er fragt nach, ob so gebaut werden könne, dass man in Zukunft noch eine Aufstockung vornehmen könne.

Frau Lehmenkühler bestätigt dies. Allerdings müsse zunächst kostentechnisch eine Grenze gezogen werden.

Frau Reiber von der GRÜNE-BF bedankt sich bei Frau Lehmenkühler und würde sich ebenfalls für die größere Variante mit dem Clubhaus aussprechen. Sie schließt sich der Frage von Herrn Müller an und fragt nach, ob zukunftsorientiert auch 300 Essen in der Mensa der OGS ausgegeben werden könnten. Ihrer Meinung nach sei die Essenseinnahme in der Gesamtschule aber kein „Abfüttern“. Es gebe viele Kinder, die ohnehin später auf die Gesamtschule wechseln würden.

Frau Müller von der SPD-BF konnte den Plänen entnehmen, dass der JuB in den Neubau am Wendehammer einziehen solle. Da die Fläche des Wendehammers aktuell zum Skateboardfahren genutzt werde fragt sie nach, ob die gesamte Fläche bebaut werde.

Frau Lehmenkühler erklärt, dass dies erst im nächsten Planungsschritt festzulegen sei.

Herr Auler von der CDU-BF stimmt mit Frau Reiber darin überein, dass die Mensa der Gesamtschule aus Sicht eines Jugendlichen oder Erwachsenen nicht ungemütlich sei. Ein Grundschüler nehme einen so großen Raum anders wahr. Die Ratsfraktion der GRÜNEN habe im Schulausschuss beantragt, dass an jeder Schule eine genügend große Mensa eingerichtet werden solle, in der alle Kinder gleichzeitig verköstigt werden können.

Ratsfrau Lürken von der CDU-BF gibt zu bedenken, dass es bei der Essensausteilung in der Praxis so sei, dass die Kleinen sich hinten anstellen müssten und die Größeren in der Schlange vorgehen. Die Grundschulkinder würden dann noch weiter hinten anstehen. Gerade bei den kleinen Kindern müsse man den Besonderheiten Rechnung tragen.

Herr Hußmann von der GRÜNEN-BF hält an seiner Auffassung fest, dass die Grundschulkinder durchaus ihr Essen in der Mensa der Gesamtschule einnehmen können. Ein kostspieliger Neubau sei daher nicht unbedingt erforderlich.

Frau Stockem von der SPD-BF weist darauf hin, dass sich bereits aus den Zahlen im Kita-Bereich der Bedarf ablesen lasse. Zum Planungsverfahren seien verschiedene Stufen erwähnt worden und es solle über die Phasen 1 – 3 der Beschluss gefasst werden. Kosten seien bereits in den Haushalt eingebracht worden.

Frau Lehmenkühler erklärt, dass bei Betrachtung eines solchen Projektes zunächst Kosten geschätzt werden müssten. Der Kostenrahmen habe in seiner Sicherheit noch eine gewisse Relevanz. Diese Relevanz könne erst weiter eingeschränkt werden, wenn eine konkretere Planung (Phase 1 – 3) mit einer Kostenberechnung vorliege. Die veranschlagten Planungsmittel von 83.000 € basierten auf dem jetzigen Kostenrahmen.

Herr Bezirksbürgermeister Tillmanns bedankt sich bei den Damen Lehmenkühler und Souvignier sowie bei Herrn Gerards.

Beschluss

Die Bezirksvertretung Aachen-Brand nimmt die Entwurfsplanung und die Kostenberechnung zustimmend zur Kenntnis und empfiehlt dem Schulausschuss den Planungsbeschluss zu der Baumaßnahme zur Verbesserung des Raumangebotes und Mensasituation an der GGS Brander Feld entsprechend der Vorlage zu fassen.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Die Bezirksvertretung Brand nimmt die Entwurfsplanung und die Kostenberechnung zustimmend zur Kenntnis und empfiehlt dem Schulausschuss den Planungsbeschluss zu der Baumaßnahme zur Verbesserung des Raumangebots und Mensasituation an der GGS Brander Feld entsprechend der Vorlage zu fassen.

Der Kinder- und Jugendausschuss nimmt die Entwurfsplanung und die Kostenberechnung zustimmend zur Kenntnis und empfiehlt dem Schulausschuss den Planungsbeschluss zu der Baumaßnahme zur Verbesserung des Raumangebots und Mensasituation an der GGS Brander Feld entsprechend der Vorlage zu fassen.

Der Schulausschuss nimmt die Entwurfsplanung und die Kostenberechnung zustimmend zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung das vorliegende Planungskonzept bis zur Planungstiefe nach HOAI 3 weiterzuentwickeln.

Erläuterungen

Erläuterungen:


1. Ausgangslage

In seiner Sitzung am 16.06.2016 hatte der Schulausschuss die Verwaltung beauftragt, das in der Sitzung vorgestellte Planungskonzept bei einem weiteren bedarfsgerechten Ausbau der OGS an der GGS Brander Feld für zwei multifunktionale Räume, in denen eine Essensausgabe möglich ist, zur Beschlussfassung bis zur Planungstiefe nach HOAI 3 zu entwickeln (Vorlage FB 45/0252/WP17).

Zum Schuljahre 2016/2017 hatte die Schule eine weitere halbe Gruppe entsprechend dem Bedarf eingerichtet. Dies war nur möglich, nachdem sich der Vorstand des Jugend- und Begegnungshaus (JuB) bereiterklärt hat, das dem Verein ausschließlich zur Verfügung stehende Café täglich bis 15.00 Uhr zur Verfügung zu stellen, um die Mittagsverpflegung im Schulgebäude in 3 Schichten für die nunmehr über 90 Kinder zu gewährleisten. Die Zusammenarbeit von Schule und JuB hatte sich von Anfang an gut gestaltet, so dass bis zu 100 Schülerinnen und Schüler im JuB-Cafe ein warmes Mittagessen erhalten können.

Im Laufe des ersten Schulhalbjahres wurde deutlich, dass bei einem weiter zunehmenden Bedarf für Ganztagsplätze an der GGS Brander Feld zu prüfen ist, ob und wie das bestehende Mensaangebot bedarfsgerecht erweitert werden kann.

Im Zusammenhang mit interfraktionellen Gesprächen mit der Schulverwaltung wurde vom städtischen Gebäudemanagement darauf hingewiesen, dass von Seiten der Lebensmittelhygiene umfangreiche Anforderungen an einen Mensaneubau gerichtet werden, auch dann, wenn es sich nur um eine Essenausgabestelle handelt.Die Unterbringung einer multifunktionalen Mensa im Bestandsgebäude würde hingegen - eben weil es sich um Bestand handelt - deutlich weniger bauliche/hygienische Vorgaben nach sich ziehen. In diesem Fall wäre allerdings das JuB-Café in einen Neubau zu verlagern, erweitert um einen Mehrzweckraum, der bei einer multifunktionalen Mensa im Bestand verloren ginge.

Der Mensaverein der Gesamtschule Brand könnte der GGS Brander Feld grundsätzlich Essenszeiten anbieten, allerdings nicht in der Kernessenszeit der Gesamtschule Brand von 12.30 bis 13.30 Uhr. Da sich ein kontinuierlicher Aufwuchs der OGS-Nachfrage an der GGS Brander Feld zeigt, wäre die Schule mit den vorgestellten Alternativen auch langfristig besser aufgestellt.

Auch aufgrund des im Vergleich mit den anderen städtischen OGS’en hohen Preises von 3,50 EUR (notwendig aufgrund von erhöhten Personal- und Energiekosten für den Mensaverein der Gesamtschule) und eines hohen Personalbedarfs bei der Übermittagsverpflegung außer Haus, ist die Verköstigung in der Mensa der Gesamtschule aus Sicht der Verwaltung keine zukunftsfeste Lösung.

Darüber hinaus bietet die Mensa im Schulgebäude neben der räumlichen Ressource eine verträglichere Mittagssituation für die Kinder und führt zu einer erheblichen Verbesserung der pädagogischen Qualität der Mittagssituation und des gesamten Ganztags. Wesentlicher Bestandteil ist die Förderung und Entwicklung einer Esskultur für die Grundschüler. Die Konzepte gestalten sich unterschiedlich. Es gibt z.B. den Grundsatz die Mittagssituation familienähnlich zu gestalten, wobei die Kinder gemeinsam an einem Tisch sitzen, das Essen in Schüsseln auf dem Tisch steht und die Kinder lernen für sich geeignete Portionen zu nehmen und Lebensmittel wertzuschätzen. Oft decken die Kinder für die nachfolgenden Kinder den Tisch ein. Auch bei flutenden Essenszeiten wird auf Esskultur großer Wert gelegt. Die Essenszeiten werden von den pädagogischen Fachkräften begleitet. Liegt die Mensa im Schulgebäude, können die personellen Ressourcen optimal genutzt werden, so dass für die Bildung, Betreuung und Erziehung der Kinder möglichst viel Zeit zur Verfügung steht.

2. Vorgehen der Verwaltung

Insgesamt hat die GGS Brander Feld im Vergleich zu anderen Aachener Schuleneineingeschränktes Raumangebot.

Die Schule benötigt für die zukunftssichere Unterbringung der weiter aufwachsenden OGS ein Raumangebot, das den künftigen Bedürfnissen der Schule gerecht wird und dem JuB entsprechende Räume als Ersatz schafft.

Vor diesem Hintergrund und aufgrund weiterer Begehungen und intensiver Gespräche zwischen dem Gebäudemanagement und der Lebensmittelhygiene der StädteRegion Aachen wird vorgeschlagen, dass die Nutzung des Café des JuB inklusive Lager auf die Schule übergeht und zu einer multifunktionalen Mensa im Bestand umgebaut werden. Küche und Lager werden für die Ausgabe von 180-200 Essen aufgerüstet. Der Speiseraum und der benachbarte Mehrzweckraum werden als multifunktionaler Speisebereich genutzt und mit entsprechend multifunktionalen Möbeln ausgestattet, so dass der Speiseraum auch außerhalb der Essenszeiten durch die Schule genutzt werden kann.

Dieser multifunktionale Speisebereich soll vornehmlich für Tätigkeiten, die „Sitzen am Tisch“ beinhalten und den täglichen Rückbau zur Funktion „Speiseraum“ in kurzer Zeit ermöglichen, genutzt werden. Angestrebt ist eine Flexibilität durch kindgerechtes, bewegliches Mobiliar, sowie die Möglichkeit der direkten Unterbringung von Material.

Zusätzlich soll die Möglichkeit erhalten bleiben, die Mensa in Abstimmung mit der Schul- und OGS-Zeiten für Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem Foyer zu nutzen.

Der wegfallende Mehrzweckraum der Schule kann grundsätzlich auch durch die Überlassung eines im Souterrain befindlichen Mehrzweckraumes des JuB kompensiert werden.

Im Rahmen der Baumaßnahmen besteht jetzt eine effiziente Möglichkeit, auf die grundsätzliche Raumknappheit der Schule zu reagieren und ein zukunftgerichtetes Raumangebot zu schaffen.

Das JuB erhält als Ausgleich für das Cafe, den Lagerraum und die Mehrzweckräume einen Erweiterungsbau („Club-Haus“) auf der Eingangsebene des JuB im Bereich des Wendehammers. An dieser Stelle kann direkt an den Bestandsbau angeschlossen werden.

3.Kostenermittlung

Vertreter des E 26 werden das Planungskonzept in der Sitzung vorstellen, wobei zwei Varianten möglich sind. Einmal die Schaffung der Mensa im Bestand und hierdurch bedingt die Verlagerung des JuB-Café und eines Mehrzweckraumes in den Neubau (Grobkostenschätzung in der Leistungsphase 0 und den entsprechenden Unwägbarkeiten: 1,4 Mio. EUR), zum anderen die Unterbringung der Mensa in einem Solitärbau (Grobkostenschätzung in der Leistungsphase 0 mit den entsprechenden Unwägbarkeiten 1,8 Mio. EUR).

Zur ersten Variante könnte auch zur Abdeckung von ansteigendem Raumbedarf der OGS ein zweiter Mehrzweckraum eingeplant werden, wobei sich dann die Kosten auf 1,8 Mio. (Grobkostenschätzung) erhöhen würden.

Die möglichen Planungen wurden der Schule und dem JuB vorgestellt, hierzu wird in der Sitzung berichtet.

Die Zustimmung des urheberrechtstragenden Planers hierzu liegt vor.

4. Empfehlung der Verwaltung

Die Verwaltung spricht sich für die Durchführung der genannten Baumaßnahmen zur Schaffung der Mensa im Bestand und Verlagerung des JuB-Café und eines Mehrzweckraums in einen Neubau auf Eingangsebene des JuB aus. Hierdurch können sowohl die Voraussetzungen für eine zukunftssichere OGS mit eigener Verpflegungsküche und Speiseraum, als auch der Fortbestand des JuB am Standort Schagenstraße sichergestellt werden.

Insofern empfiehlt die Verwaltung nunmehr die Konzeptplanung des städtischen Gebäudemanagements E26 zur Beschlussfassung im Planungsausschuss bis zur Planungstiefe nach HOAI 3 weiterzuentwickeln. Die erforderlichen Planungsmittel in Höhe von 83.500,00 EUR (inklusive aktivierter Eigenleistung) können aus dem Ansatz für den “ Bau OGS-Maßnahmen“ des lfd. Jahres zur Verfügung gestellt werden.

Haushaltsmittel für die Umsetzung der Planung entsprechend der Beschlussfassung stehen aus den in 2018 und 2019 zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel für “ Bau OGS-Maßnahmen“ zur Verfügung.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

x

PlanungBau

Investive Auswirkungen

Ansatz

2017

Fortgeschriebe­ner Ansatz 2017

Ansatz 2017 ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 2017 ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

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0

Auszahlungen

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Ergebnis

0

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben

Deckung ist gegeben

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Folgekos-ten (alt)

Folgekos-ten (neu)

Ertrag

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Personal-/

Sachaufwand

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Abschreibungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Zur Beauftragung der Planung mit der erforderlichen Planungstiefe stehen Planungsmittel in Höhe von 83.500 € bei PSP-Element 5-030101-900-00100-990-7 „Bau OGS-Maßnahmen in 2017 zur Verfügung.

Abstimmungsergebnis

Mehrheitlich mit 2 Gegenstimmen
Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2017-04-19 FB 45_0354_WP17 Offener Ganztag an d SAO.pdf

13.11.2024

110.5 KB

Betroffene Straßen

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Metadaten

TOP
Ö 4
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Brand
Gremium
Bezirksvertretung Aachen-Brand
Datum
Mi., 28.06.2017
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 45 - Fachbereich Kinder, Jugend und Schule
Zusätze
Die Vorlage wird nachgereicht.
Geändert
19.2.2026
Inhalt abgerufen
19. Februar 2026 um 09:56