Randzeitenbetreuung Kita Kalverbenden
FB 45/0385/WP17 · Entscheidungsvorlage
Beratung
Herr Deloie dankt der Verwaltung für den Bericht und äußert den Wunsch, den im Beschlussvorschlag aufgeführten reduzierten Umfang der Randzeitenbetreuungvon 17:30 Uhr auf 18:00 Uhr auszuweiten.
Eine durchgeführte Auswertung durch die AWO habe ein Kind mit einem solchen Bedarf gezeigt. Da die Verwaltung und Politik mit der Ausweitung der Randzeitenbetreuung ein Zeichen setzen möchte, sollte dieser Bedarf berücksichtigt werden, auch wenn dieser nur bei einem Kind auftritt.
Herr Krott konstatiert, dass nun abgewartet werden muss, wie sich diese Betreuungsform in der Einrichtung etablieren wird. Auch in einer zweiten Einrichtung sei die Einführung der Randzeitenbetreuung geplant.
Zudem bleibt abzuwarten, wie sich die neue Landesregierung dieser Thematik annähern wird.
Frau van der Meulen gibt zu bedenken, dass die Randzeitenbetreuung nicht optimal mit Studienzeiten oder Schichtarbeit vereinbar ist. Beispielsweise gingen manche Vorlesungen der Katholischen Hochschule bis 19:00 Uhr. Daher erkundigt sie sich nach flexibleren Öffnungszeiten der Kindertagesstätte, welche aber dennoch den Betreuungsrahmen von 9 Stunden einhalten.
Herr Tillmanns begrüßt das Modell der Randzeitenbetreuung, stellt aber verwundert fest, dass das Angebot von Seiten der Bevölkerung nicht vollumfänglich angenommen wird. Er fragt sich daher, ob der Bedarf nach einer Randzeitenbetreuung demnach nicht im erwarteten Umfang besteht.
Daher schlägt er vor, die Situation weiterhin zu beobachten und bittet die Verwaltung, kurzfristig einen ausführlicheren Bericht zum Angebot der Randzeitenbetreuung vorzulegen, damit seitens der Politik weitere Rückschlüsse gezogen werden können.
Herr Paul stimmt dem geänderten Beschlussvorschlag von Herrn Deloie auf Ausweitung der Betreuung bis 18:00 Uhr zu und betont, dass die vorliegenden Ausführungen der Verwaltung zum jetzigen Zeitpunkt lediglich zur Kenntnis genommen werden. Er wartet daher auf die weiteren Ausführungen im Herbst. Die Verwaltung sollte aus seiner Sicht gezielt auf die Träger zugehen und sich nach besonderen Bedürfnissen erkundigen.
Herr Deloie erinnert sich, dass das Studierendenwerk in Aachen auch eigene Betreuungsangebote für Studierende bereit hält. Frau Fischer erläutert, dass dies mangels Nachfrage eingestellt wurde.
Frau van der Meulen ergänzt, dass die Katholische Hochschule nicht dem Studierendenwerk Aachen angehört und die Studierenden ohnehin nicht von den Betreuungsangeboten des Studierendenwerkes profitieren könnten. Sie sieht eine Notwendigkeit darin, Betreuungsplätze für die Kinder von Studierenden zu schaffen, insbesondere, da die Kinder von Studierenden der RWTH und der FH Aachen ihrem Gefühl nach bevorzugt von Kindertageseinrichtungen angenommen würden.
Herr Krott weist abschließend auf eine Studie des Audits familienfreundliche Kommune hin, welche im Rahmen ihrer Untersuchung zur Familienzeit das Ergebnis gefunden habe, dass viele Eltern die derzeit starren Öffnungszeiten der Kindertageseinrichtungen zunehmend als problematisch empfinden. Dies müsse zwar kritisch betrachtet werden, allerdings sieht er die Stadt Aachen dennoch auf einem guten Weg.
Es wird über den geänderten Beschlussvorschlag abgestimmt.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Kinder- und Jugendausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis und beschließt, die Randzeitenbetreuung in der Kita Kalverbenden im Kindergartenjahr 2017/18 weiterzuführen und im reduzierten Umfang von 7.00 Uhr bis 17.30 Uhr zu finanzieren.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Ausgangslage
Am 23.5.2015 wurde im Kinder- und Jugendausschuss beschlossen in der Kindertageseinrichtung Kalverbenden der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Aachen e.V. eine Randzeitenbetreuung einzurichten (Vorlage: FB45/0118/WP17). In der Sitzung vom 8.9.2015 hat der Kinder- und Jugendausschuss dem Konzept zu den Kosten für die Randzeitenbetreuung zugestimmt (Vorlage: FB 45/0137/WP). Ein erster Erfahrungsbericht wurde am 24.5.2016 dem Kinder- und Jugendausschuss gegeben. (Vorlage: FB 45/0238/WP17).
Bisherige Kosten
Für das Haushaltsjahr 2015 wurden von Seiten der AWO Kosten für die Randzeitenbetreuung in Höhe von 24.826,28 € geltend gemacht. Für das Haushaltsjahr 2016 waren es 55.562,95 €. Diese wurden im Rahmen des vorgelegten Verwendungsnachweises von FB 45/200 geprüft.
Bericht der AWO
Als Anlage ist der Bericht der AWO beigefügt, der Folgendes deutlich macht:
- Die Kapazität der Gruppe zur Randzeitenbetreuung wird nicht annähernd ausgenutzt (10 Kinder u 3oder 20 Kinder ü 3).
- Insbesondere die Zeit von 16.30 Uhr bis 17 Uhr wird nachgefragt.
- Es macht Sinn, das Angebot der Randzeitenbetreuung auf die Zeit von 7.00 Uhr bis 17.30 Uhr zu reduzieren. Hierdurch werden sich die Kosten für die Randzeitenbetreuung in der Kita Kalverbenden maßgeblich reduzieren.
- Aus Sicht der Verwaltung ist es sinnvoll, dass die Rahmenbedingungen für die Randzeitenbetreuung in der Kita Kalverbenden nur für ein weiteres Kindergartenjahr festgelegt werden, da im Herbst 2017 im Kinder- und Jugendausschuss das Thema grundsätzlich beraten werden soll.
Ausblick
Auch in einer neu eingerichteten Kita, die Eltern besonders wegen ihres Angebotes zur Randzeitenbetreuung hätten wählen können, besteht nur für einen kleinen Teil der Eltern dieser Bedarf.
Ausgehend vom Ratsantrag von CDU und SPD vom 10.01.17 zum weiteren Ausbau der Randzeitenbetreuungist durch Expertenbefragung(Familienzentren, Kitas und Trägern) der Bedarf der Eltern für dieses Angebot möglichst genauzu ermitteln. Hierzu sind vorab neue Modelle der Randzeitenbetreuung zu entwickeln. Diese werden zurzeit ausgearbeitet und mit dem LVR und dem Rechtsamt auf Ihre Realisierbarkeit überprüft.
Beabsichtigt ist, dass im Herbst 2017 dem Kinder- und Jugendausschuss verschiedene Modelle zur Randzeitenbetreuung vorgelegt werden, um dann zu entscheiden, wie bedarfsgerecht für einzelne Kitas und/oder Sozialräume Lösungen entstehen können, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
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Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | ||||||||
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||||||
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||||||
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||||||
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | ||||||||||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | |||||||||||||
1.)4-06101-935-7 | ||||||||||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 2017 | Fortgeschriebener Ansatz 2017 | Ansatz 2018 ff. | Fortgeschriebe-ner Ansatz 2018 ff. | Folgekos-ten (alt) | Folgekos-ten (neu) | ||||||||
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||||||
Personal-/ Sachaufwand | 160.000 | 160.000 | 200.000 | 200.000 | 0 | 0 | ||||||||
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||||||
Ergebnis | -160.000 | -160.000 | -200.000 | -200.000 | 0 | 0 | ||||||||
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | ||||||||||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | |||||||||||||
Abstimmungsergebnis
Weitere Dokumente (1)
Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.
Technische Details
ID: 81967
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=81967
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2017-06-19 FB 45_0385_WP17 Randzeitenbetreuung SAO.pdf
21.11.2024
487.1 KB
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 7
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses
- Gremium
- Kinder- und Jugendausschuss
- Datum
- Di., 04.07.2017
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- FB 45 - Fachbereich Kinder, Jugend und Schule
- Geändert
- 19.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 19. Februar 2026 um 09:59
Beschlussdokument
Sammeldokument öffentlich
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