4. Juli 2017 um 17:00, Verwaltungsgeb. Mozartstraße Zi.207
TOP 12Öffentlich

Bestandsaufnahme der Jugendverbandsarbeit in der Stadt Aachen

FB 45/0387/WP17 · Entscheidungsvorlage

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Beratungsergebnis:geändert beschlossen

Beratung

Herr Deloie kommt – auch nach Gesprächen mit den Mitgliedern der Jugendverbandsarbeit – zu dem Schluss, dass eine schriftliche Befragung mittels eines Fragebogens nicht das sinnvollste Mittel darstelle um die Bedürfnisse und Bedarfslagen der Mitgliedsverbände des Aachener Jugendrings zur Jugendverbandsarbeit zu erheben.

Vielmehr sehe er einen größeren Nutzen darin, eine Bestandsaufnahme in einer offenen Diskussion („open space“) zu erfassen. Daher bittet er, den Beschlussvorschlag der Verwaltung entsprechend unter Punkt 2 um die Aufnahme der Durchführung eines Workshops zu ergänzen.

Im Anschluss an diesen könne auch noch eine schriftliche Befragung durchgeführt werden.

Frau Scheidt findet zudem, dass eine schriftliche Befragung für die jungen Menschen als Adressaten der Angebote der Jugendverbandsarbeit nicht zweckmäßig ist und schließt sich dem Vorschlag von Herrn Deloie an. Ein offener Austausch der Politik, Verwaltung, der Mitgliedsverbände sowie der jungen Menschen selbst ermögliche auch, dass diese kritische Fragen stellen sowie Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge für die Jugendverbandsarbeit unterbreiten können.

Frau van der Meulen ist ebenfalls der Meinung, dass eine Beteiligung der jungen Menschen wichtig und sinnvoll ist. Ein Fragebogen, der sich an die Mitgliedsverbände richtet, schließe dies aus.

Herr Pauls schließt sich seinen Vorrednern an. Die Angebote der Jugendverbandsarbeit sowie die Nachfrage durch die jungen Menschen und ihre Familien nehmen aktuell weiter zu, insbesondere die Ferienfahrten und Ferienspiele werden in hohem Maße in Anspruch genommen.

Er befürchtet allerdings, dass die Nachfrage künftig sinken könnte, sofern man hier nicht versucht, das derzeitige Angebotsspektrum weiter auszubauen bzw. weiterzuentwickeln.

Frau Drews betont, dass eine Bestandsaufnahme in dieser Thematik von großer Bedeutung ist. In vergangenen Hearings oder Workshops konnten bislang in der Regel auch innovative Ergebnisse erzielt werden, daher kann sie sich dem Vorschlag der Ausschussmitglieder anschließen.

Sie befürwortet die Förderung von ehrenamtlichem Engagement junger Menschen, gleichzeitig werde es zunehmend schwieriger, diese über einen längeren Zeitraum an ein Ehrenamt zu binden.

Sie bestätigt, dass die Nachfrage nach Ferienspielen aktuell sehr hoch ist und sie befürwortet die stärkere Einbindung der jungen Menschen in die Weiterentwicklung der Angebotslandschaft.

Sobald die Verwaltung durch die Ausschussmitglieder entsprechend beauftragt wird, könne die Planung für die Beteiligung junger Menschen gestartet werden.

Herr Simons unterstützt, dass ein ehrenamtliches Engagement aus seiner Sicht mithilfe eines Hearings oder Workshops gefördert werden kann. Auch Herr Bengner ist davon überzeugt, dass offene Gespräche und ein persönlicher Austausch mehr im Sinne der Jugendverbandsarbeit steht.

Herr Brötz stellt klar, dass auch im Vorschlag der Verwaltung eine schriftliche Befragung der Mitgliedsverbände lediglich ein Zwischenschritt in der Weiterentwicklung der Angebotslandschaft der Jugendverbandsarbeit darstellen sollte. Es war angedacht, das Verfahren mehrstufig zu gestalten und selbstverständlich war auch ein Runder Tisch mit allen Beteiligten vorgesehen. Mithilfe des Fragebogens erhoffte sich die Verwaltung, einen objektiven Blickwinkel auf bestimmte Bereiche erhalten zu können.

Herr Krott lobt die guten Vorschläge über das weitere Vorgehen und stellt heraus, dass die Jugendverbandsarbeit von keiner Seite infrage gestellt wird. Er wünscht sich, dass veränderte Bedarfe seitens der jungen Menschen entsprechend berücksichtigt werden.

Zudem würd er begrüßen, dass neben den Kindern und Jugendlichen auch Vertreter der Jugendpolitik an einem Workshop teilnehmen.

Auf Nachfrage von Frau van der Meulen erklärt Herr Krott, dass keine Information bzw. Anfrage an die Schulen und Berufskollegs im Stadtgebiet Aachen erfolgen wird, da es sich hier um außerschulische Angebote für Kinder und Jugendliche handelt.

Es wird über den geänderten Beschlussvorschlag von der Großen Koalition abgestimmt.

Beschluss

Der Kinder und Jugendausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis. Er beauftragt die Verwaltung einen Workshop („open space“) durchzuführen und die Auswertung dem Kinder und Jugendausschuss vorzustellen.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

  1. Der Kinder und Jugendausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.
  1. Er beauftragt die Verwaltung die Befragung der Mitgliedsverbände des AJR – wie in dem beigefügten Entwurf vorgeschlagen – durchzuführen und die Auswertung dem Kinder und Jugendausschuss vorzustellen.

Erläuterungen

Erläuterungen:

  1. Ausgangslage

Der seitens des Aachener Jugendringes e. V. (AJR) eingereichte Rechenschaftsbericht zur Jugendverbandsarbeit für das Jahr 2016 ist für die Fachverwaltung u.a. Anlass, eine Bestandsaufnahme der Jugendverbandsarbeit anzuregen.

Wie in dem eingereichten Bericht dargestellt, haben gesellschaftliche Entwicklungen in den letzten Jahren vor allem auch im Bildungssystem, die Arbeit der Jugendverbände massiv verändert. (1)

Mit dem Ausbau der Ganztagsangebote in Schulen, der Einführung von „G8“ aber auch den Veränderungen in der Hochschulausbildung (Bachelor/Master-Studiengänge) und vieles mehr, kam es zu einer Reduzierung bzw. zu einer größeren Fluktuation bei den ehrenamtlichen Leiterinnen und Leitern in den Jugendverbänden.

Der AJR schreibt hierzu:

„Die engagierten, leistungsbereiten überwiegend jüngeren Menschen haben oft auf die von außen kommenden Belastungen keinen eigenen gesteuerten Gestaltungseinfluss. Die Verbände müssen ihre „Mitstreiter/innen“ vor Überforderung schützen. Aber personelle Unterstützungen sind schwierig zu finden, zumal grundlegende Qualitäten, Fähigkeiten und Kenntnisse für Jugendleiter/innen u. a. nach „JuLeiCa- Vorgaben“ gegeben bleiben müssen und die freie Zeit vielfach für eine selbstbestimmte Gestaltung nicht mehr verfügbar ist. Das trifft die verbandliche, vorwiegend ehrenamtliche Jugendarbeit sehr stark mit Folgen: Aktivitäten werden reduziert, die Zeiten/Tage hierfür auch.“ (2)

Da die oben beschriebene Problematik die Jugendverbandsarbeit insgesamt betrifft, besteht seitens der Fachverwaltung die Absicht, die wichtige Arbeit der Jugendverbände durch eine Reihe von Maßnahmen zukunftsfähig mitzugestalten. Dies geschieht auch vor dem Hintergrund, dass mit dem Bekenntnis zur Notwendigkeit einer eigenständigen Jugendpolitik sich für die Jugendförderung in diesem Bereich neue Aufträge ergeben können. (3)

  1. Verfahrensvorschlag

Um fürdie Zukunft sowohl einerseits den Stadtjugendplan für die jungen Menschen in der Stadt grundlegend neu aufzustellen und insgesamt die Jugendverbandsarbeit zukunftsfähig zu halten bzw. zu gestalten, soll eine schriftliche Befragung der Mitgliedsverbände des Aachener Jugend Rings zu den Bedürfnissen und Bedarfslagen in der Jugendverbandsarbeit vorgenommen werden.

Die Verbände werden hierdurch die Möglichkeit erhalten, ihre Einschätzungen und Bedarfe u.a. zur Modifizierung des Stadtjugendplans zu artikulieren. Der hierzu entworfene Befragungsbogen ist in der Anlage 1 beigefügt.

Die Ergebnisse der Befragung sollen in einen Dialogprozess zwischen Politik, Verbänden und Verwaltung einfließen in dessen Verlauf die Eckpunkte zukünftiger Jugendförderung erarbeitet werden sollen.

(1)Vgl. Rechenschaftsbericht des AJR sowie Expertise zum 10. Kinder- und Jugendbericht der Landesregierung NRW

(2)Auszug aus dem Rechenschaftsbericht des AJR

(3)LWL und LVR „Eigenständige Jugendpolitik aus der Sicht der Kommunalen Jugendförderung“

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

x

keine, da Sachstandsbericht

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Folgekos-ten (alt)

Folgekos-ten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

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0

0

0

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Abschreibungen

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Ergebnis

0

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0

0

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Abstimmungsergebnis

Zustimmung:Ablehnung:Enthaltung: Einstimmig.

Weitere Dokumente (1)

Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2017-06-19 FB 45_0387_WP17 Bestandsaufnahme der SAO.pdf

16.11.2024

156.3 KB

Metadaten

TOP
Ö 12
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses
Gremium
Kinder- und Jugendausschuss
Datum
Di., 04.07.2017
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 45 - Fachbereich Kinder, Jugend und Schule
Geändert
19.2.2026
Inhalt abgerufen
19. Februar 2026 um 09:59

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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