Betreuung demenzkranker Pflegebedürftiger in der Stadt Aachenhier: Antrag der CDU-Fraktion vom 16.07.2004
im Ratsinformationssystem anzeigenBeratung
Herr Henke begrüßte die vorliegende Übersicht der Verwaltung über die bestehenden Angebote für demenzerkrankte Pflegebedürftige in der Stadt Aachen. Es sei wichtig, dieses Angebot zu veröffentlichen. Nach seinem Kenntnisstand sei zwischenzeitlich die gerontopsychiatrische Fachberatung der Fauna seitens der Versorgungsverwaltung Düsseldorf als sogenanntes niedrigschwelliges Angebot anerkannt worden.
Herr Dr. Köster berichtete, dass auch der Familienentlastende Dienst der Lebenshilfe seitens der Versorgungsverwaltung Düsseldorf anerkannt worden sei. Man begrüße darüber hinaus, dass weitere Träger die Anerkennung betreiben.
Frau Scheidt sah neben der allgemeinen Beratung die Aufgabe der Kommunen vor allem in der Unterstützung alternativer Wohnformen, in denen demenzerkrankte Menschen auch außerhalb von Pflegeheimen leben können. Sie regte an, in Aachen ein Hearing mit dem Kuratorium Deutscher Altershilfe durchzuführen, um sich diesbezüglich besser informieren zu können. Ggf. bestehe die Möglichkeit, ein Modellprojekt in Aachen zu realisieren.
Herr Schäfer (SPD-Fraktion) betonte, dass für den Personenkreis der demenzerkrankten Menschen auf allen politischen Ebenen Weiteres getan werden müsse. Er unterstützte den Vorschlag von Frau Scheidt, ein Hearing durchzuführen.
Frau Behlau berichtete, dass die Verwaltungsvorlage im Seniorenbeirat einhellig begrüßt worden sei. Den Mitgliedern des Seniorenbeirates sei ein in Kerkrade verwirklichtes Wohnkonzept vorgestellt worden. Die Entwicklung neuer Wohnformen auch für die Stadt Aachen sei erstrebenswert.
Auf Nachfrage von Herrn Künzer bestätigte Herr Dr. Köster, dass das Modellprojekt „Demenz-Service-Zentrum Aachen/Eifel“ an die Pflegeberatungsstelle der Verbraucherzentrale des Kreises Aachen in Alsdorf angegliedert sei. Bereits am kommenden Freitag werde ein erstes Gespräch mit den Verantwortlichen stattfinden. Dabei müsse geklärt werden, inwieweit eine Einbindung der Stadt Aachen in das Konzept möglich sei.
Frau Nacken teilte mit, dass beabsichtigt sei, zur besseren Information der Angehörigen ein Faltblatt zu den bestehenden Angeboten bei den Hausärzten und – auf Anregung von Frau Höller-Radtke - in den Altentagesstätten zu hinterlegen und zudem in der Presse zu veröffentlichen. Auch sie unterstützte den Vorschlag von Frau Scheidt, zur Thematik zukünftiger Wohnformen ein Hearing durchzuführen.
Auf Nachfrage von Herrn Henke berichtete Herr Dr. Köster, dass das positive Ergebnis eines formellen Antragsverfahrens für die betroffenen Träger Voraussetzung für die Abrechnung von Leistungen nach dem SGB XI sei. Die Anerkennung könne für die unterschiedlichsten Formen der Verbesserung der Situation der Demenzkranken erteilt werden.
Beschluss
Technische Details
ID: 827
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=827
Grunddaten
- TOP
- Ö 4
- Sitzung
- Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschusses
- Gremium
- Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie
- Datum
- Do., 25.11.2004
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Federführend
- Fachbereich Soziales und Integration
- Status
- gemischt