12. Oktober 2017 um 17:00, Verwaltungsgebäude Marschiertor
TOP 13Öffentlich

KurbrunnenstraßeVerbesserung der Situation von ÖPNV und Radverkehr im Zuge der Leitungserneuerungen durch die STAWAG

FB 61/0791/WP17 · Entscheidungsvorlage

im Ratsinformationssystem anzeigen
Beratungsergebnis:geändert beschlossen

Beratung

Es liegt ein Plan als Tischvorlage vor, der auch als Anlage zu dieser Niederschrift erfasst ist.

Frau Poth hält einen Vortrag und stellt den geänderten Beschluss der Bezirksvertretung Aachen-Mitte vor. Der Beschluss ist einstimmig gefasst worden mit dem Zusatz:

„Darüber hinaus empfiehlt die Bezirksvertretung Aachen-Mitte, für die Dauer der Baumaßnahme in der Kurbrunnenstraße auf der Umleitungsstrecke über den Krugenofen ein zeitlich begrenztes Streckengebot auszuweisen.“

Herr Ferrari berichtet über die Diskussion in der BO undfragt, inwieweit mit demFahrrad auch der Gehweg, z. B. von den Schülern mitgenutzt werden kann, damit die Seite nicht gewechselt werden muß.

Frau Poth antwortet, rechtlich bestehe immer die Möglichkeit, einen Gehweg für Radfahrer freizugeben. Frau Ernst bestätigt diese Aussage.

Anschließend beantwortet Frau Poth eine Frage des Herrn Achilles zum Plan.

Die Frage, ob die Stadt für die Dauer der Baumaßnahme Kurbrunnenstraße Tempo 30 auf dem Krugenofen anordnen kann, beantwortet Frau Ernst. Selbst für ein Tempo-30-Streckengebotwährend der Bauarbeiten werde die Zustimmung der Bezirksregierung benötigt.

Frau Ernst teilt außerdem mit, am 31. Oktober beginne eine Winter-Gewährleistungsfrist; bis dahin könnten die Schutzstreifen für Fahrradfahrer aufgebracht werden.

Herr Wingenfeld stellt fest, es gebe jetzt erhebliche Gefahrenpunkte auf dem Krugenofen im Zusammenhang mit der Baumaßnahme Kurbrunnenstraße. Auch er würde dafür plädieren, noch einmal das Gespräch mit der Bezirksregierung zu suchen, um zumindest temporär die Zustimmung zur Einrichtung eines Tempo-30-Streckengebots zu erreichen.

Herr Fischer bittet die Verwaltung, die Situation für Radfahrer von der Normaluhr bis zur Dammstraße zu prüfen.

Allgemein gebe es das Problem, dass Schutzstreifen von Radfahrern nicht als sicher empfunden werden; sie werden z. B. von überholenden PKW überfahren. Er sei dafür, darüber nachzudenken, Schutzstreifen generell breiter zu gestalten. Die Politik habe das gemeinsame Ziel, den Radverkehr zu fördern. Deshalb sollte geprüft werden, ob bezüglich des Querschnitts nicht noch Luft nach oben ist.

Auf die Frage der Frau Rhie nach den Auswirkungen auf die Bauzeit antwortet Frau Poth, es habe schon erhebiche Verzögerungen wegen archäologischer Funde gegeben. Ursprünglich sollte der Abschnitt Ende des Jahres fertig werden. Ergänzend teilt Frau Ernst mit, die Umleitung über den Krugenofen bleibe bis zum Ende der Gesamtmaßnahme bestehen.

Frau Poth schlägt vor, getrennte Beschlüsse zu fassen, zum einen den Ausführungsbeschluss, zum anderen den Auftrag an die Verwaltung, mit der Bezirksregierung zu verhandeln.

Sie beantwortet eine Frage der Frau Rhiezur Dauer der Umleitung. Man unterscheide zwischen groß- und kleinräumiger Umleitung; letztere könne mit dem Ende des Abschnitts beendet werden.

Der Ausschuss fasst folgenden

Beschluss

Der Mobilitätsausschuss fasst den Ausführungsbeschluss für den Umbau der Kurbrunnenstraße auf der Grundlage der Pläne 2016_036_L1 und 2016_036_RQ1. Hierbei ist der Empfehlungsbeschluss der Bezirksvertretung Aachen-Mitte zu berücksichtigen.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und empfiehlt dem Mobilitätsausschuss den Ausführungsbeschluss für den Umbau der Kurbrunnenstraße auf der Grundlage der Pläne 2016_036_L1 und 2016_036_RQ1 zufassen.

Der Mobilitätsausschuss fasst den Ausführungsbeschluss für den Umbau der Kurbrunnenstraße auf der Grundlage der Pläne 2016_036_L1 und 2016_036_RQ1.

Erläuterungen

Erläuterungen:


Anlass

Die STAWAG führt in der Kurbrunnenstraße umfangreiche Leitungserneuerung durch. Die Maßnahme soll genutzt werden, um den Zustand der Straße zu verbessern und damit funktionale Mängel für den ÖPNV und den Radverkehr zu beheben. Als Nebeneffekt dieser Maßnahmen kann an einzelnen Stellen ein richtlinienkonformer barrierefreier Ausbau der Flächen für den Fußverkehr erfolgen.

Zustand

Die Kurbrunnenstraße stellt zwischen Friedrich-Ebert-Allee und Wilhelmstraße das Verbindungsstück

der L 233 dar.

Die vorhandene Fahrbahn hat eine Breite von 9 - 9,65 m. In den Bereichen Bachstraße, Michaelsbergstraße und Moltkestraße ist die Fahrbahn in einem sehr schlechten Zustand. Außerdem verursachen die Bäume erheblichen Wurzelschaden in der Fahrbahn und in den Nebenanlagen.

An der Kreuzung mit der Bachstraße gibt es an der östlichen Seite eine Querungshilfe.

Die signalisierte Querung im Bereich der Michaelsbergstraße führt über eine Mittelinsel.

Der nicht benutzungspflichtige Radweg an der Nordseite der Kurbrunnenstraße hat eine Breite von 2 m und ist rot gepflastert.

Der nördliche Gehweg hat eine Breite von 1,3 bis 1,85 m.

Planung

Im Zuge der Ausführungsplanung ergaben sich Änderungen gegenüber dem Planungsbeschluss.

Durch Verzicht auf die Insel an der Bachstraße und Anlage eines Fußgängerüberweges können die großen Platanen erhalten bleiben. Dazu muss der Bordstein um 50 cm in die Fahrbahn verschoben werden, um zukünftige Schäden durch Wurzeln zu vermeiden. Die Fahrbahnbreite beträgt dann

8,50 m incl. Schutzstreifen. Die Haltestelle wird barrierefrei ausgebaut und auf das notwendige Maß von 22 m verlängert.

Der Gehweg an der Stichstraße zur Schule wird mit Schwellensteinen auf gleicher Höhe weitergeführt.

An der signalisierten Querung im Bereich der Michaelsbergstraße wird die Mittelinsel entfernt und die Querungsbereiche werden mit taktilen Elementen ausgestattet.

Die Einmündung der Michaelsbergstraße wird eingeengt und mit taktilen Elementen angelegt.

An der Dreiecksinsel zwischen der Moltkestraße und Friedrich-Ebert-Allee wird die Fahrbahn auf eine Breite von ca. 11,50 m verbreitert und ein Schutzstreifen markiert.

Das rote Pflaster des nicht benutzungspflichtigen Radweges wird ausgetauscht gegen Betongehwegplatten, sodass der Gehweg eine Gesamtbreite von 2,50 m erhält. Die restliche Breite wird dem Grünstreifen zugeschlagen. In diesem Zuge wird der gesamte Gehweg in diesem Verlauf mit taktilen Elementen versehen, ebenso die Bushaltestelle Rosenquelle stadteinwärts.

Die Bushaltestelle wird auf ein Gesamtmaß von 22 m verlängert und mit Busbordsteinen ausgestattet um den barrierefreien Einstieg in die Niederflurbusse zu gewährleisten.

Der Schutzstreifen wird von der Bushaltestelle Rosenquelle Fahrtrichtung stadtauswärts weiter geführt und an den vorhandenen Schutzstreifen im Kreuzungsbereich Friedrich-Ebert-Allee angeschlossen.

Finanzierung

Für den Umbau werden 172.000,00 € benötigt. Diese werden auf PSP-Element 5-120102-000-08700-300-1 „Kurbrunnenstraße“ zur Verfügung gestellt und in Höhe von 20.000,-- € aus Investorengeldern für Ausgleichsmaßnahmen und in Höhe von 152.000,-- € aus bereits erhaltenen Anzahlungen zur Stellplatzablöse gedeckt.

Bürgerinformation:

Die vorliegende Planung wurde am 21.09.2017 im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung den interessierten Bürgern vorgestellt und diskutiert.

Das Protokoll der Bürgerinformation ist als Anlage beigefügt.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

x

PSP-Element 5-120102-000-08700-300-1

Investive Auswirkungen

Ansatz

2017

Fortgeschriebe­ner Ansatz 2017

Ansatz 2018 ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 2018 ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

172.000

0

0

0

0

Ergebnis

0

-172.000

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

-172.000

0

Deckung ist gegeben*

Deckung ist gegeben

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

2017

Fortgeschriebe­ner Ansatz 2017

Ansatz 2018 ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 2018 ff.

Folgekos-ten (alt)

Folgekos-ten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

0

0

0

0

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Abschreibungen

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0

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0

Ergebnis

0

0

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0

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0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

*Zur Deckung stehen Mittel aus bereits erhaltenen Anzahlungen zur Stellplatzablöse i.H.v. 152.000 €

sowie aus erhaltenen Anzahlungen aus Investorengelder für Ausgleichsmaßnahmen i.H.v. 20.000 €

zur Verfügung.

Abstimmungsergebnis

einstimmig

Weitere Dokumente (2)

Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.

2016_036-L1
354.2 KB · PDF
Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2017-09-21 FB 61_0791_WP17 KurbrunnenstrasseVerb SAO.pdf

25.11.2024

1.2 MB

Betroffene Straßen

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Metadaten

TOP
Ö 13
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Mobilitätsausschusses
Gremium
Mobilitätsausschuss
Datum
Do., 12.10.2017
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Geändert
19.2.2026
Inhalt abgerufen
19. Februar 2026 um 10:37

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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