8. November 2017 um 17:00, Sitzungssaal Haus Löwenstein
TOP 9Öffentlich

Radvorrangrouten auf dem inneren GrabenringRatsantrag Grüne vom 21.06.2017

FB 61/0797/WP17 · Entscheidungsvorlage

im Ratsinformationssystem anzeigen
Beratungsergebnis:geändert beschlossen

Beratung

Frau Gaube begrüßt die Vorlage.

Herr Moselage stimmt dem Beschlussvorschlag der Verwaltung zu.

Herr Lindemann regt an, das Thema nach dem Beteiligungsverfahrenzeitnah der Bezirksvertretung Aachen-Mitte und dem Mobilitätsausschuss wieder vorzulegen und liest folgenden geänderten Beschlussvorschlag vor:

„Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis und empfiehlt dem Mobilitätsausschuss, die Verwaltung zu beauftragen, eine Voruntersuchung zur Führung des Radverkehrs auf dem Grabenring durchzuführen, um

-die unterschiedlichen, zum Teil widersprüchlichen Ansprüche an die Nutzung dieses

öffentlichen Raumes zusammenzutragen,

-die jeweiligen Vor- und Nachteile einzuschätzen und abzuwägen

-und auch schon erste grobe Ideen möglicher Lösungen zu skizzieren.

Zu diesem Zweck kann auch ein Beteiligungsverfahren zu den unterschiedlichen Nutzungsarten und zur zukünftigen Erreichbarkeit der Innenstadt durchgeführt werden.

Das Ergebnis dieser Voruntersuchung soll der Bezirksvertretung Aachen-Mitte und dem Mobilitätsausschuss möglichst zeitnah vorgelegt werden.

Der Ratsantrag 283/17 gilt damit als behandelt.“

Wegen des umfangreichen Beschlussvorschlags wird die Sitzung für einige Minuten zur Beratung unterbrochen.

Hiernach schlägt Herr Moselagevor, die Beschlussempfehlung dahingehend zu ändern, dass ein Beteiligungsverfahren durchgeführt werden soll.

Nach dem Wortbeitrag von Herrn Eckert schließt die Bezirksvertretung Aachen-Mitte sich den Anregungen von Herrn Lindemann und Herrn Moselage an und beschließt wie folgt.

Beschluss

Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis und empfiehlt dem Mobilitätsausschuss, die Verwaltung zu beauftragen, eine Voruntersuchung zur Führung des Radverkehrs auf dem Grabenring durchzuführen, um -die unterschiedlichen, zum Teil widersprüchlichen Ansprüche an die Nutzung dieses öffentlichen Raumes zusammenzutragen, - die jeweiligen Vor- und Nachteile einzuschätzen und abzuwägen -und auch schon erste grobe Ideen möglicher Lösungen zu skizzieren. Zu diesem Zweck soll auch ein Beteiligungsverfahren zu den unterschiedlichen Nutzungsarten und zur zukünftigen Erreichbarkeit der Innenstadt durchgeführt werden. Das Ergebnis dieser Voruntersuchung soll der Bezirksvertretung Aachen-Mitte und dem Mobilitätsausschuss möglichst zeitnah vorgelegt werden. Der Ratsantrag 283/17 gilt damit als behandelt.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Die Bezirksvertretung Aachen Mitte nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis und empfiehlt dem MoA die Verwaltung zu beauftragen, ein Beteiligungsverfahren zur Vorplanung des Grabenringes als Radverteilerring vorzubereiten.

Der Mobilitätsausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, ein Beteiligungsverfahren zur Vorplanung des Grabenringes als Radverteilerring vorzubereiten. Der Ratsantrag 283/17 gilt damit als behandelt.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Anlass

:

Der Mobilitätsauschuss hat am 27.04.2017 die Verwaltung einstimmig beauftragt, den Entwurf für ein Rad-Vorrang-Netz weiterzuentwickeln, damit das Netz politisch beschlossen werden kann. Dabei ist eine Führung der Rad-Vorrang-Route auf dem Grabenring einhelliger politischer Wunsch, um mögliche Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern innerhalb des Grabenringes zu minimieren.

Bezugnehmend hierauf hat die Fraktion GRÜNE mit dem Ratsantrag Nr. 283/17 beantragt, einen „Workshop für die Gestaltung des inneren Grabenringes durchzuführen“.

Erläuterung:

Innerstädtisches „Kernstück“ des Rad-Vorrang-Netzes soll eine Führung des Radverkehrs auf dem Grabenring sein. Damit soll der zentrale Fußgängerzonenbereich deutlich vom Radverkehr entlastet werden.

Übergeordnetes Ziel des Rad-Vorrang-Netzes ist es, den Radverkehrsanteil in der Stadt deutlich zu steigern. Dazu müssen potentielle „AufsteigerInnen“ gewonnen werden, denen die Teilnahme am Straßenverkehr mit dem Fahrrad heute zu unsicher erscheint. Die zu schaffenden Rad-Vorrang-Routen müssen deshalb eine objektiv sichere und im besonderen Maße „subjektiv“ verkehrssichere und attraktive Infrastruktur bieten. Vorliegende repräsentative Befragungen legen den Schluss nahe, dass durch ein deutlich höheres Maß an „gefühlter“ Sicherheit im Straßenverkehr der Radverkehrsanteil deutlich gesteigert werden kann. Für die geplanten Routen zwischen den Außenbezirken und der Innenstadt ist dazu vor allem eine Führung auf verkehrsarmen Straßen geeignet.

Im Gegensatz dazu ist der Grabenring aufgrund seiner an vielen Stellen engen Querschnittsbreiten, der vorhandenen Verkehrsflächenaufteilung und städtebaulichen Gestaltung sowie der aktuellen Verkehrsbelastung durch Pkw, Busse und Lastverkehr für viele RadfahrerInnen kein Straßenraum, der die Anforderungen an eine Rad-Vorrang-Route erfüllt. Die in den vergangen Jahren vorgenommenen Markierungen haben die Situation für den Radverkehr zwar verbessert, sie stellen jedoch nicht den notwendigen Quantensprung in der Gestaltung des öffentlichen Raumes für einen Radvorrang dar.

Zur zukünftigen Gestaltung des Grabenrings, auf dem sich Radfahrer sicher fühlen, wurden in den vergangenen Monaten verschiedene Vorschläge in die Diskussion eingebracht. Diese werden von der Verwaltung ausdrücklich begrüßt und bei der weiteren Diskussion berücksichtigt. Zur sachgerechten Abwägung müssen alle Ansprüche an die Nutzung dieses öffentlichen Raumes zusammengetragen und eine belastbare Planung erarbeitet werden. Dabei ist eine Vielzahl von zu Beteiligenden zu berücksichtigen. Aufgrund der Lage in der Stadt und zahlreicher Nutzungen stellt eine Umgestaltung dieses Raumes ein sehr anspruchsvolles verkehrs-städtebauliches Projekt dar. Die Durchführung eines frühen Beteiligungsverfahrens zum Thema „Gestaltung des Grabenrings als Rad-Vorrang-Route“ zu Beginn des Planungsprozesses ist dabei gut geeignet, um Ziele zu schärfen und weitere Umgestaltungsideen zu generieren. Die Verwaltung wird Art und Umfang des Verfahrens vorbereiten und dabei auch die Hinzuziehung externer Beratung prüfen.

Abstimmungsergebnis

Einstimmig

Weitere Dokumente (1)

Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2017-10-11 FB 61_0797_WP17 Radvorrangrouten auf SAO.pdf

8.11.2024

425.3 KB

Metadaten

TOP
Ö 9
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Mitte
Gremium
Bezirksvertretung Aachen-Mitte
Datum
Mi., 08.11.2017
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Geändert
19.2.2026
Inhalt abgerufen
19. Februar 2026 um 10:43