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Zukunfts- und Handlungskonzept für den Kur-, Bade-, Reha- und GesundheitsstandortAntrag der CDU und SPD-Fraktionen vom 21.12.2017

Dez VI/0002/WP17 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:geändert beschlossen

Beratung

Herr Prof. Dr. Sicking führt aus, dass die Verwaltung schon seit einiger Zeit hierzu Gespräche führe. Dabei habe sich der Standort Jägerstraße konkretisiert. Allerdings bestehe das Problem, das der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes NRW bisher nicht bereit sei, der Stadt diese Fläche für kommunale Zwecke zur Verfügung zu stellen. Hierzu werde weiter diskutiert. Parallel dazu habe man aber auch Gespräche über einen alternativen Standort begonnen. Die Michaelsbergstraße bzw. der Kurpark kämen eventuell in Frage. Derzeit sei man dabei, ein Büro auszuwählen, das bei der Erstellung eines entsprechenden Handlungskonzeptes helfen solle.

Frau Seufert, GRÜNE, begrüßt die Beauftragung eines Handlungskonzeptes und weist darauf hin, dass ihre Fraktion bereits im Mai 2017 einen Antrag zur Rahmenplanung rund um den Burtscheider Viadukt gestellt habe. Sie bittet die Verwaltung darum, dessen Inhalt bei der Erarbeitung der Planungen zu berücksichtigen.

Herr Schultheis, SPD, betont, dass der gemeinsam von CDU und SPD gestellte Antrag verschiedene Bereiche erfasse. Die städtebauliche Seite im Antrag der GRÜNEN sei nur ein Teilaspekt.

Aus seiner Sicht gebe es zum Standort Jägerstraße kein definitives Aus. Er führe hierzu Gespräche mit verschiedenen Beteiligten im Landtag. Es werde noch diskutiert, wie die Vorschrift des § 15 des Landeshaushaltsgesetzes, die regelt, wie das Land Vermögen veräußern darf, ausgelegt werden könne. Die Pläne für einen Neubau des Schwertbades seien für die Stadt Aachen strukturrelevant. Es gehe auch um die Existenz des Bades Aachen. Daher müsse man auch parallel alternative Standorte im Blick behalten.

Herr Baal, CDU, regt an, den von der Verwaltung formulierten Beschlussvorschlag so abzuändern, dass der von CDU und SPD gestellte Antrag nun auch beschlossen werde, gerne auch mit den städtebaulichen Anregungen von Frau Seufert. Es gehe darum, jetzt eine Konzeption zu erarbeiten.

Er habe mit Landesminister Laumann und Ministerpräsident Laschet hierüber gesprochen.

Die Kurkliniken seien für die Stadt von erheblicher Bedeutung. Deren Besucher entsprächen alleine einem Anteil in Höhe von 12 - 15 % aller Übernachtungen im touristischen Bereich in Aachen.

Daher schlägt er folgenden Beschlusstext vor:

Der Hauptausschuss stimmt dem gemeinsamen Antrag der Fraktionen von CDU und SPD vom 09.10.2017 zu und beauftragt die Verwaltung, entsprechend zu verfahren, unter Einbeziehung des gemeinsamen Antrages der Fraktionen von GRÜNEN und DIE LINKE vom 03.05.2017.

Herr Deumens, DIE LINKE, führt aus, dass seine Fraktion über die Standortfrage diskutiert habe. Dabei seien aber auch Fragen, wie Kaltluftschneise oder die Zukunft der Rosenquelle und der Kurparkterrassen zu berücksichtigen. Im heutigen Beschluss sollte auch auf den seinerzeitigen gemeinsamen Antrag von GRÜNEN und LINKE verwiesen werden.

Frau Breuer, CDU, appelliert an alle, in dieser Angelegenheit Geschlossenheit zu zeigen. Es sei höchste Zeit, dass an dieser Sache mit Druck gearbeitet werde.

Herr Servos, SPD, plädiert dafür nun mit Zähnen und Krallen an der Erarbeitung eines Konzeptes zu arbeiten und dabei auch die Anregungen der verschiedenen Fraktionen zu berücksichtigen.

Anschließend fasst der Hauptausschuss folgenden

Beschluss

Der Hauptausschuss stimmt einstimmig dem gemeinsamen Antrag der Fraktionen von CDU und SPD vom 09.10.2017 zu und beauftragt die Verwaltung, entsprechend zu verfahren, unter Einbeziehung des gemeinsamen Antrages der Fraktionen von GRÜNEN und DIE LINKE vom 03.05.2017.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Hauptausschuss nimmt den Sachstandsbericht der Verwaltung zur Kenntnis.


Erläuterungen

Erläuterungen:

Um den Charakter als Kur- und Badestadt für die Stadt Aachen zu erhalten, haben in den vergangenen Monaten intensive Gespräche mit den privaten Trägern des Schwertbades und der Rosenquelle sowie Vertretern aus der Politik, Ministerien des Landes NRW und der Kur- und Badegesellschaft mbH stattgefunden.

Die Inoges AG hat als Eigentümerin des Schwertbades gegenüber der Politik und Verwaltung kommuniziert, dass ein Neubau einer modernen Reha-Klinik in Burtscheid unumgänglich sei, um den Kurstandort Aachen bzw. Burtscheid dauerhaft aufrecht erhalten zu können. Es wurde ein Bedarf in Höhe von 450 - 500 Betten ermittelt. Dies übersteigt das jetzige Angebot deutlich.

Jägerstraße

Als Standort für einen etwaigen Neubau scheint zunächst das Grundstück Jägerstraße 17-19 in Burtscheid aufgrund der Flächengröße (ca. 11.500 qm) geeignet. Das Grundstück befindet sich im Eigentum des BLB. Die gut ein Dutzend dort aufstehenden Gebäude werden derzeit von diversen Lehrstühlen und Instituten der RWTH genutzt. Der Hochschulentwicklungsplan sieht jedoch vor, dass die Hochschule das Areal mittelfristig in Richtung Campus Melaten verlassen wird.

Aufgrund dessen wurde gegenüber der Landesregierung mit Schreiben vom 02.11.2017 an das Ministerium für Kultur und Wissenschaft, das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie sowie das Finanzministerium das Ansinnen, den Klinikneubau auf dem vorgenannten Grundstück verwirklichen zu wollen, kommuniziert, verbunden mit der Bitte um Unterstützung hinsichtlich des Erwerbs dieses Grundstücks.

In einem Termin beim Ministerium für Kultur und Wissenschaft am 16.11.2017, an dem neben der Stadt Aachen Vertreter des Wirtschafts- sowie Finanzministeriums, des BLB, der RWTH Aachen sowie der Inoges AG teilnahmen, wurden die Planungen rund um das Grundstück Jägerstraße erläutert und diskutiert mit dem Ergebnis, dass die Jägerstraße derzeit eher nicht als neuer Klinikstandort in Frage kommt. Zum einen sei ein Umzug der RWTH frühestens zum Jahr 2024 realisierbar, was für die Inoges AG in zeitlicher Hinsicht nicht hinnehmbar ist. Zum anderen könne nach Angaben des Finanzministeriums sowie des BLB keine Direktvergabe des Grundstücks nach § 15 III Haushaltsgesetz des Landes NRW (HHG) an die Stadt Aachen erfolgen, da eine Kureinrichtung nach Auffassung des Finanzministeriums keinen Sonderfall (Erfüllung kommunaler Zwecke) dieser Vorschrift darstelle. Daher ist fraglich, ob die Stadt Aachen im Falle einer Veräußerung des Grundstücks durch den BLB überhaupt Eigentümerin des Grundstücks werden würde. Die Stadt könne lediglich durch ein Bebauungsplanverfahren zur Ausweisung des Grundstücks als Fläche für das Kurwesen Einfluss auf den Bieterkreis in einem etwaigen Bieterverfahren nehmen, nicht jedoch letzteres gänzlich umgehen.

Alternativer Standort

In Folge dessen wurden in Zusammenarbeit zwischen dem Dezernat III und Dezernat VI sowie im Dialog mit der Inoges AG weitere Überlegungen angestrengt, welche Alternativen im Bereich Burtscheid sowohl flächenmäßig als auch gestalterisch und bauplanerisch denkbar wären.

Eine Alternative, die derzeit geprüft wird, befindet sich im Bereich Kurpark – Michaelsbergstraße. Eine Überlegung ist, die Reha-Klinik auf zwei Baukörper aufzuteilen. Ein Baukörper würde dann im Bereich des Kurparks entlang der Michaelsbergstraße verlaufen, der zweite Baukörper auf der gegenüberliegenden Seite auf dem Kloster-Grundstück. In letztgenanntem Baukörper müsste das Kloster aufgrund des bestehenden Denkmalschutzes integriert werden. Inwieweit dies planerisch realisierbar ist, wird derzeit seitens FB 61 in einer ersten groben Planung geprüft. Entsprechende Planunterlagen liegen bis dato noch nicht vor. Überdies befindet sich die Inoges AG in ersten Gesprächen mit den Ordensschwestern, die Eigentümer des Klosters sowie weiterer dort aufstehender Gebäude sind, um die Bereitschaft einer etwaigen Veräußerung zu erfahren.

Im Falle einer Realsierung des vorgenannten Neubaus wäre über Zukunft der Klinik Rosenquelle sowie der Kurparkterrassen nachzudenken. Da in dem Kurparkgebiet eine Kaltluftschneise verläuft, könnte durch eine bauliche Veränderung bzw. Entwicklung in diesem Bereich aus Umweltgesichtspunkten ein Mehrwert erzielt werden. Analog zu den Veranstaltungsräumlichkeiten in den Kurparkterrassen wurden überdies entsprechende Mehrzweckräume in dem in Rede stehenden Klinik-Neubau diskutiert.

Handlungskonzept

Die Suche nach einem möglichen Standort für eine neue Reha-Klinik wird seitens der Verwaltung forciert. Sobald eine mögliche Alternative gefunden wurde, ist seitens der Verwaltung vorgesehen, in Zusammenarbeit mit der Kur- und Badegesellschaft schnellstmöglich ein externes Beratungsbüro (möglichst aus dem Gesundheitswesen) mit dem Erstellen eines Handlungskonzepts zu beauftragen. Hierfür hat die Politik in der letzten Sitzung des Hauptausschusses die Bereitstellung von Mitteln in Höhe von 50.000,00 € im Haushalt 2018 beschlossen. Das Handlungskonzept soll sowohl die Aspekte des Gesundheits- bzw. Rehawesens, als auch solche der Stadtplanung, Mobilität, Energie etc. berücksichtigen und so den gesamten Kurstandort Burtscheid einbeziehen. Die Inoges AG befindet sich zudem bereits in Gesprächen mit der Stawag, um die Möglichkeiten der energetischen Nutzung der Thermalquellen zu eruieren.


Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

X

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

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Auszahlungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Folgekos-ten (alt)

Folgekos-ten (neu)

Ertrag

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Personal-/

Sachaufwand

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Abschreibungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Weitere Dokumente (3)

Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.

Lageplan Kurpark
1.2 MB · PDF
RA_300_17
779.3 KB · PDF
Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2018-01-12 Dez VI_0002_WP17 Zukunfts- und Handlu SAO.pdf

20.11.2024

2.3 MB

Betroffene Straßen

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Metadaten

TOP
Ö 4
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Hauptausschusses
Gremium
Hauptausschuss
Datum
Mi., 24.01.2018
Uhrzeit
16:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
Dezernat VI
Geändert
18.2.2026
Inhalt abgerufen
18. Februar 2026 um 21:56