6. März 2018 um 17:02, Sitzungssaal im Fachbereich Umwelt
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Biologische Vielfalt in Aachens Agrarlandschaft erhalten (Ratsantrag der Fraktion Die Grünen 01/2017 vom 06.02.2017)

FB 36/0253/WP17 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Herr Wiezorek (FB 36) berichtet anhand einiger Folien, die dieser Niederschrift als Anlage beigefügt sind.

Er berichtet von Ideen, die bei der Verwaltung existieren und über mögliche Instrumente der Umsetzung. Er teilt mit, dass Aachen zwar kein Teil der landesweiten Förderkulisse für Ackerstandorte sei, aber Ausgleichsmaßnahmen (z.B. AVANTIS) erfolgen würden.

Das Artensterben schreite landesweit voran und der Druck auf die Landwirtschaft wachse stetig.

Die Kernfrage sehe er im Finden einer Lösung, diesen Trend zu stoppen ohne dabei die Betriebe übermäßig zu belasten. Er rege an, derzeit in landwirtschaftliche Nutzung genommene, Wegeparzellen zu Blühstreifen umzuwandeln und hierfür notfalls städtische Flächen zu nutzen - falls andere Maßnahmen nicht fruchten würden. Erste Gespräche würden in den kommenden Wochen angegangen. Ein gutes, konstruktives Verhältnis zu den Landwirten sei dabei wichtig.

Ratsfrau Griepentrog (Fraktion: Die Grünen) dankt Herrn Wiezorek für den Vortrag und die Einbindung der Landwirte bzw. der Landwirtschaftskammer.

Diesem Dank schließt sich Herr Knörzer (Fraktion: Die Grünen) an und erklärt, dass die Vorgehensweise dem Ratsantrag entspreche. Der Prozess sei noch lange nicht abgeschlossen und der Antrag ziele primär auf Feldvögel ab. Einige dieser heimischen Vögel seien völlig verschwunden und es gäbe kaum noch natürliche Restflächen. Die noch vorhandenen Naturstreifen würden viel zu oft gemäht.Er fragt die Verwaltung, ob bekannt sei, wie groß die zuvor angesprochenen Flächen in Hektar seien.

Herr Helmig (SPD-Fraktion) erklärt, dass es sich bei den Streifen um städtische Flächen handele, welche zurückgefordert werden könnten.

Herr Formen (BUND) fragt ergänzend zur Qualität der Wege und wann mit den Besitzern der gewidmeten Parzellen Kontakt aufgenommen werde.

Herr Wiezorek (FB 36) antwortet auf diese Fragen. Im Aachener Norden können man durchaus noch Rebhühner und Wachteln in freier Natur antreffen und diesbezüglich habe man in Aachen schon viel erreicht.

Man befinde sich bezüglich der Pflege von Wegerändern aktuell auch in Gesprächen mit dem Aachener Stadtbetrieb (E18). Er kündigt für eine der kommenden Ausschusssitzungen eine Auswertung an, welche städtischen Wege/Flächen konkret verschwunden seien.

Er ergänzt, dass besonders die Arten zu schützen seien, die für die Stabilität des Ökosystemsrelevant seien.

Zur Zeit könne er noch keine konkreten Flächenangaben machen, da die Auswertung noch nicht abgeschlossen sei. Das nötige Potenzial wäre für eine Auswertung jedoch da.

Herr Grooten (CDU-Fraktion) betont, seitens der Landwirte werde bereits viel (und aktiv) für den Umweltschutz getan. Es gebe keine, oder nur wenige Wegeverbindungenam Schneeberg. Freilaufende Hunde seien zudem eine nicht zu unterschätzende Gefahr für den Nachwuchs von Bodenbrütern.

Herr Corsten (CDU-Fraktion) dankt der Verwaltung für die guten Ausführungen. Er begrüße den Einbezug der Landwirte und die Idee, alte Wegflächen erneut zurückzugewinnen.

Auch die Ausschussvorsitzende Frau Griepentrog dankt Herrn Wiezorek für seine Ausführungen.

Beschluss

Der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz nimmt den mündlichen Zwischenbericht der Verwaltung zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz nimmt den mündlichen Zwischenbericht der Verwaltung zur Kenntnis.

Erläuterungen


Auswirkungen

Abstimmungsergebnis

Einstimmig (ohne Enthaltungen) zur Kenntnis genommen.

Weitere Dokumente (1)

Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2018-02-15 FB 36_0253_WP17 Biologische Vielfalt SAO.pdf

16.11.2024

146.4 KB

Metadaten

TOP
Ö 5
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Klimaschutz
Gremium
Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz
Datum
Di., 06.03.2018
Uhrzeit
17:02
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Status
öffentlich
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 36 - Fachbereich Klima und Umwelt
Geändert
18.2.2026
Inhalt abgerufen
18. Februar 2026 um 22:12

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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