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NABU Naturschutzstation Aachen - Sachstandbericht

FB 36/0241/WP17 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Herr Dr. Aletsee vom NABU Aachen stellte anhand einer Präsentation die Naturschutzstation Aachen vor. Die vielfältigen Aufgabenfelder der Naturschutzstation reichen von der Beratung in Artenschutzfragen über die Beratung von Landschaftsplänen bis hin zur Bewirtschaftung von Freiflächen zum Anbau von Obstbäumen und ökoligischen Pflanzenkulturen.

Im Anschluss werden die Ziele der Naturschutzstation dargestellt zu denen u.a. die Förderung des ehrenamtlichen Engagements, dieUnterstützung des Landes NRW bei der Erfüllung von EU-Berichtspflichten, die Einbindung in die Landschaftsplanung und in das kommunale Flächenmanagement sowie die Planung und Durchführung von praktischen Naturschutz- und Landschaftspflegemaßnahmen. Die Naturschutzstation verfügt über drei hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie über verschiedene ehrenamtliche Mitarbeitende. Die Naturschutzstation Aachen verstehe sich als Bindeglied zwischen Naturschützern und Naturnutzern. Herr Dr. Aletsee führt im Anschluss aus, dass in Eilendorf derzeit noch keine Aktivitäten der Naturschutzstation stattgefunden haben und der Fokus derzeit in den Bezirken Kornelimünster / Walheim, Laurensberg und Haaren liegt.

Die Bezirksvertretung fragt im Anschluss nach, ob es möglich sei, der Naturschutzstation etwaige und ungenutzte Freiflächen in Eilendorf zu nennen, um diese möglicherweise zu bewirtschaften. Herr Dr. Aletsee gibt dabei zu bedenken, dass die Flächen auch für den Anbau geeignet sein müssen, dies aber grundsätzlich möglich sei.

Aus der Mitte der Bezirksvertretung wurde Herrn Dr. Aletsee zudem vorgeschlagen, im Rahmen des Bürgerfestes vom 08.06.2018 – 10.06.2018 einen Infostand zu besetzen. Herr Dr. Aletsee dankte für den Vorschlag, er könne jedoch zum jetzigen Zeitpunkt keine Zusage machen, da er die personellen Kapazitäten im Juni noch nicht wisse, er dies aber prüfen werde.

Beschluss

Die Bezirksvertretung Aachen-Eilendorf dankt Herrn Dr. Aletsee für seine Ausführungen und nimmt die Ausführungen zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Die Bezirksvertretung Mitte nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.

Die Bezirksvertretung Haaren nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.

Die Bezirksvertretung Eilendorf nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.

Die Bezirksvertretung Laurensberg nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.

Die BezirksvertretungRichterich nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.

Die Bezirksvertretung Kornelimünster/Walheim nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.

Die Bezirksvertretung Brand nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.

Der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz nimmt die Ausführungen der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis.


Erläuterungen

Erläuterungen:

I.Einleitung: Naturschutz, Ehrenamt und Naturschutzstationen

Die Zusammenarbeit des behördlichen und ehrenamtlichen Umwelt- und Naturschutzes zum Schutz und zur langfristigen Sicherung des Natur- und Landschaftsraumes hat in Aachen eine langjährige Tradition.

Nach einer Vorgabe des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG, § 3 Abs. 4) sollen die zuständigen Naturschutzbehörden hierfür auch mit den ehrenamtlich tätigen Umwelt- und Naturschutz-Organisationen kooperieren. Ehrenamtlicher Naturschutz trägt durch die Verankerung in der Gesellschaft ganz erheblich dazu bei, eines der wichtigsten strategischen Ziele des „Übereinkommens über die Biologische Vielfalt“ (Biodiversitätskonvention, 1992) und der „Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt“ (2007) umzusetzen[1].

Mit der „Förderrichtlinie Biologische Stationen NRW – FöBS“ werden die Trägervereine der Biologischen Stationen in NRW finanziell unterstützt. Das in Deutschland einzigartige Netz von Biologischen Stationen spielt eine große Rolle bei der Umsetzung der Naturschutzarbeit vor Ort, wobei Naturschutzfacharbeiten von landesweitem Interesse eine wesentliche Rolle spielen.

II.NABU-Naturschutzstation Aachen

Nach intensiven Gesprächen und Abstimmungen zwischen NABU Aachen e.V. und Stadt Aachen, Fachbereich Umwelt, hat der NABU Aachen e.V. im Jahr 2006 die NABU-Naturschutzstation Aachen eingerichtet. Auf der Basis fachspezifischer Projektaufträge (z. B. Bestandserfassungen streng geschützter Arten wie Steinkauz, Gelbbauchunke oder Schleiereule, Erhalt und Förderung alter und lokaler Streuobstsorten, Neophytenbekämpfung) entwickelte sich in den folgenden Jahren eine erfolgreiche und enge Zusammenarbeit zwischen dem Fachbereich Umwelt und der Station.

Mit der Zielsetzung beim Land NRW eine Anerkennung der NABU-Naturschutzstation als landesgeförderte Biostation zu erwirken, gründeten Stadt Aachen und NABU Aachen e. V. im Herbst 2012 den Trägerverein „NABU- Naturschutzstation Aachen“. Nach intensiven Verhandlungen zwischen Land und beiden Vereinsträgern wird die Station seit 2015 gemäß der „Förderrichtlinie Biologische Stationen NRW – FöBS“ durch das Land NRW gefördert. Damit konnte die Finanzierung der Station auf ein solides Fundament gestellt werden.

Die Aufgaben der Naturschutzstation reichen in unterschiedlichste Felder des integrierten Naturschutzes und der Kulturlandschaftspflege. Mit ihrer bisherigen, erfolgreichen Arbeit konnte die Naturschutzstation:

wichtige Impulse für den Artenschutz (u. a. Steinkauz, Schleiereule, Fledermäuse, Gelbbauchunke, Edelkrebse) setzen,

signifikant zur Optimierung der Schutzgebietsbetreuung beitragen (u. a. FFH–Gebiet Brander Wald, diverse Naturschutzgebiete in Aachen, Streuobst- und Magerwiesen),

das ehrenamtliche (bürgerschaftliche) Engagement für den Naturschutz erkennbar ausbauen (z.B. im Bereich der Biotoppflege, Neophyten-Bekämpfung, Kartierung geschützter Arten),

zur Vertrauensbildung zwischen Verwaltung, Umweltverbänden und Landwirtschaft beitragen,

über die Fachbetreuung des landwirtschaftlichen Betriebs des NABU Stadtverbandes die Betreuung städtischer und eigener Kulturlandschafts- und Biotopflächen verbessern und

durch eine beachtliche mediale Präsenz zur Sensibilisierung für Fragen des Natur- und Artenschutzes beitragen[2].

Die durch das Land NRW geförderte NABU-Naturschutzstation trägt den städtischen Interessen und dem Gedanken des Bundesnaturschutzgesetzes in hohem Maße Rechnung.

Über aktuell laufende und zukünftig geplante Projekte der Naturschutzstation wird der Geschäftsführer, Dr. Manfred Aletsee, im Rahmen einer Präsentation informieren.


[1]Nach wissenschaftlichen Studien stehen die Chancen gut, die Zahl der ehrenamtlich für den Naturschutz engagierten Bürger weiter zu steigern. Die Erfahrungen der zurückliegenden Jahre in der Stadt Aachen bestätigen diesen Trend. Grundlegende Voraussetzung für ein aktives Engagement in den (Naturschutz-) Organisationen ist eine professionelle Betreuung der Aktivitäten. Gelingt dies, lässt sich der Natur- und Artenschutz weit über die Grenzen des behördlichen Wirkens befördern.

[2] Nähere Informationen sowie einzelne Projektberichte sind auch der offiziellen Homepage des NABU Aachen e.V. unter www.naturschutzstation-aachen.de zu entnehmen.

Abstimmungsergebnis

Siehe Anlage.

Weitere Dokumente (1)

Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2017-12-28 FB 36_0241_WP17 NABU Naturschutzstat SAO.pdf

7.11.2024

83.9 KB

Metadaten

TOP
Ö 7
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Eilendorf
Gremium
Bezirksvertretung Aachen-Eilendorf
Datum
Mi., 14.03.2018
Uhrzeit
18:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 36 - Fachbereich Klima und Umwelt
Geändert
18.2.2026
Inhalt abgerufen
18. Februar 2026 um 22:15

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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