‘Erlebniswelt Mobilität Aachen‘: Entwicklung Aachens als Demonstrationslabor für autonomes Fahren
FB 02/0125/WP17 · Kenntnisnahme
‘Erlebniswelt Mobilität Aachen‘: Entwicklung Aachens als Demonstrationslabor für autonomes Fahren
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Frau Pitre vom Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft und Europa (FB 02) und Herr Pijls vom Ford Forschungszentrum geben anhand einer PowerPoint-Präsentation zunächst einen Rückblick auf die Entwicklungen der letzten 12 Monate und beschreiben die geplanten Arbeitspakete.
Dem Dank des Ausschussvorsitzenden für die Ausführungen schließt sich Frau Kehren an und erklärt, dass hier gezeigt werde, dass in Aachen Pionierarbeit für das autonome Fahren geleistet werde; gleichwohl bestehe im Hinblick auf die Bürgerakzeptanz und Beteiligung von Partnern noch Nachholbedarf. Frau Pitre erläutert, dass die Partner den urbanen Raum und dortige Tests im Fokus hätten; gerade wegen der Bürgerakzeptanz, die laut Herrn Pijls hier sehr interessant ist, wolle man das Projekt hier umsetzen. Frau Kehren fordert ergänzend die Einbindung der Politik. Herr Schultheis hält sowohl eine Partizipation und deren Organisation als auch eine Evaluation für wichtig.
Herr Begaß führt aus, dass im folgenden Monat die große Absichtserklärung komme, die schon sehr stark binden sollte. Man wolle Förderprojektmittel für Aachen nutzbar machen, mit den Arbeitspaketen werde sich der AAWW befassen. Auch Herr Adenauer zeigt sich begeistert angesichts des Innovationspotentials in Aachen und möchte näheres zur rechtlichen Situation wissen. Frau Pitre erklärt, dass in der kommenden Woche erste Gespräche mit den Rechtsabteilungen der Partner erfolgen. Auch Herr Pütz bedankt sich im Namen der Piraten für den Vortrag, fühlt sich aber nicht mitgenommen, da ja offenbar schon Tests stattgefunden hätten. Diese erfolgten aber laut Frau Pitre nicht im Rahmen des Projektes. Herr Pütz vertritt die Auffassung, dass die Bürger genau informiert werden sollten, wann bestimmte Gebiete ausgewählt werden. Frau Feldmann sieht die Stoßrichtung der GRÜNEN in Richtung Partizipation, z.B. in Bezug auf den ÖPNV. Dieser müsse einbezogen werden, um Akzeptanz für eine niedrigschwellige Nutzbarkeit zu schaffen. Herr Dr. von Courbière begrüßt das Projekt auch im Hinblick auf die Marktliner-Idee und regt eine Kooperation mit ‘so nah‘ an.
Herr Pijls bestätigt die Offenheit für die entsprechende Aachener StartUp-Szene. Frau Bach bewertet das Projekt sehr positiv für Senioren, dass es zu mehr Mobilität führe; sie bietet sich als Ansprechpartner an. Herr Pütz weist darauf hin, dass ein eGo-Mover ja auch die gesamte Infrastruktur wie Bushof o.ä. verändere, sieht aber die Marktliner-Idee kritisch. Frau Fröhlich gibt zu bedenken, dass durch autonom fahrende Fahrzeuge viele Arbeitsplätze wegfallen und möchte auch wissen, inwieweit Sicherheit garantiert werden kann, wenn kein Fahrer mehr da sei. Herr Pijls betont, dass die Sicherheit ein sehr wichtiger Aspekt im Projekt sei; Fahrzeuge würden Video überwacht, um bei Notfällen zu reagieren. Zudem würden sicherlich auch neue andere Arbeitsplätze entstehen. Herr Agirmann verweist auf einen schon seitens des BNA bestehenden Kontakt mit dem israelischen Unternehmen ‘mobiline‘ und stellt gerne einen Kontakt her. Herr Taufenbach sieht das interessante Projekt, aber auch die Verantwortung, kritische Fragen zu stellen, z.B. was mit arbeitslos werdenden Busfahrern erfolgt und wie die rechtlichen Konsequenzen und Haftung aussehen; dies müsse geklärt werden, bevor etwas passiere.
Herr Schultheis dankt abschließend Frau Pitre und Herrn Pijls für die Ausführungen. Sodann ergeht folgender ergänzter
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
- Der Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft nimmt die Entwicklung der ‘Erlebniswelt Mobilität Aachen‘ zustimmend zur Kenntnis. Die Verwaltung wird beauftragt, die weiteren Entwicklungen dem Ausschuss vorzustellen.
- Der Mobilitätsausschuss nimmt die Entwicklung der ‘Erlebniswelt Mobilität Aachen‘ zustimmend zur Kenntnis. Die Verwaltung wird beauftragt, die weiteren Entwicklungen dem Ausschuss vorzustellen.
Erläuterungen
‘Erlebniswelt Mobilität Aachen‘: Entwicklung Aachens als Demonstrationslabor für autonomes Fahren
Neue Mobilitätslösungen für den Stadtverkehr der Zukunft entwickeln sich in rasantem Tempo und Aachen gehört mit seinen Forschungs- und Entwicklungstreibern im Bereich autonomer E-Fahrzeuge bereits heute zu den Vorreitern. Aus einem von FB02 organisierten Austausch zwischen den Firmen e.GO Mobile, Streetscooter, Ford Forschungszentrum Aachen, FEV, Lumileds/Philips, Ericsson und PEM ist eine vielversprechende und von den Unternehmen überaus motiviert geführte Initiative zur Weiterentwicklung Aachens als Demonstrationsstandort für neue Formen der Mobilität in der intelligenten Stadt von Morgen entstanden.
Die ‘Erlebniswelt Mobilität Aachen‘ soll als Plattform und Experimentallabor für alle Teilnehmer etabliert werden, um sowohl im Verbund wie auch eigenständig Technologien in den Themenfeldern automatisiertes Fahren sowie Smart City praxisnah im öffentlichen Raum zu erproben. Die erste Streckenführung ist auf dem Campus Melaten geplant. Anfang Februar 2018 einigten sich die Partner auf eine gemeinsame Projektbeschreibung mit verschiedenen Arbeitspaketen – von Infrastruktur über internationale Gremienarbeit und Fördermittelakquise bis zu konkreten Anwendungsfällen, in dessen Rahmen sich die Zusammenarbeit der Partner zukünftig bewegen soll. Die Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding ist für Anfang Mai dieses Jahres geplant. Neben FB02 und FB61 ist ebenfalls FB01 eingebunden.
Als ausgewiesene Wissenschaftsstadt ergibt sich hier für Aachen die einmalige Chance, durch eine Bündelung der zahlreichen lokalen Kompetenzen eine Initiative mit überregionaler Strahlkraft mit anzustoßen zur Entwicklung Aachens als Modellstandort für autonomes Fahren. Zusätzlich kann Aachen durch die Anwendungsfälle erheblich profitieren, da diese speziell auf die Bedürfnisse der Stadt Aachen zugeschnitten werden um später als Best-Practice-Beispiele für Unternehmen und andere Kommunen zu dienen. Die miteinander verzahnten Use Cases, u.a. im Bereich der Citylogistik, der intelligenten Verkehrssteuerung oder des Smart Parking, werden mit und für die Stadt Aachen entwickelt und erprobt und sind allesamt höchstinnovative Lösungen für die urbane Mobilität von Morgen.
Neben der städtischen Sicht, die Aachen als Partner in den Anwendungsfällen einbringt, wird die Verwaltung Bürgerinnen und Bürger im Rahmen eines partizipativen Prozesses aktiv einbinden und Interesse wecken für die neue Mobilität “made in Aachen“. Denn die Entwicklungen der hiesigen Innovationsschmieden werden zuerst in Aachen präsentiert und geben Aachenern die Möglichkeit, das vor Ort Entwickelte zu sehen und zu erfahren. Gleichzeitig profitieren die Unternehmen von den Rückmeldungen der zukünftigen Nutzer. Einen weiteren Schwerpunkt legt die Verwaltung in die aktive Einbindung des Einzelhandels und der Tourismuswirtschaft, die durch die Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle von den neuen Mobilitätslösungen nachhaltig profitieren können.
Die Bedeutung des lokalen Faktors als das wichtige Alleinstellungsmerkmal der ‘Erlebniswelt Mobilität Aachen‘ begünstigt gleichzeitig eine starke und nachhaltige Verzahnung der kooperierenden Unternehmen mit dem Standort und lässt zudem positive Effekte für die zukünftige Akquise von Fachkräften, Drittmitteln und Investoren erwarten.
Das Konzept der Erlebniswelt Mobilität Aachen wird im Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft sowie im Mobilitätsausschuss von Firmen und städtischen Vertretern mündlich vorgestellt.
Technische Details
ID: 86554
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=86554
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2018-03-23 FB 02_0125_WP17 _Erlebniswelt Mobili SAO.pdf
8.11.2024
71.6 KB
Metadaten
- TOP
- Ö 2
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft
- Gremium
- Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft
- Datum
- Mi., 11.04.2018
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Status
- öffentlich
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- FB 02 - Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa
- Geändert
- 18.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 18. Februar 2026 um 22:23