Zwischenbericht zum 31.12.2017 der Volkshochschule Aachen
E 42/0096/WP17 · Kenntnisnahme
Beratung
Der Tagesordnungspunkt wird mit einer regen Diskussion eröffnet, an der sich Frau Reuß,
Herr Pilgram, Herr Fischer, Frau Crumbach-Trommler, Frau Bürgermeisterin Dr. Schmeer,
Herr von Hayn und Herr Ruof beteiligen.
Frau Reuß bedankt sich für die satzungsgemäße Vorlage, dankt für die geleistete Arbeit und
weist darauf hin, dass bei der überaus sparsamen Bewirtschaftung ein „Break Even
Point“ angestrebt werden soll.
Herr Pilgram lobt den ausführlichen Zwischenbericht und führt aus, dass die Politik den
finanziellen Rahmen vorgibt.
Herr Fischer erwartet nach dem erfolgten Sparkurs im Personalbereich nun Einstellungen
von neuem Personal, beispielsweise die von ihm geforderte Einrichtung einer halben Stelle
im Produkt „Wege gegen das Vergessen“.
Frau Crumbach-Trommler hebt lobend das Controlling der Volkshochschule als Grundlage für das gute finanzielle Ergebnis hervor und bittet, weiterhin das Gleichgewicht zwischen Auftrag und Ertrag zu halten. Abschließend dankt sie allen Beteiligten bei der Volkshochschule für ihren Einsatz.
Frau Bürgermeisterin Dr. Schmeer schließt sich dem Lob und dem Dank der Vorrednerinnen und Vorredner an und schlägt vor, die Zuführung des Jahresüberschusses zur Rücklage des Eigenbetriebes Volkshochschule im Rat der Stadt zu beantragen. Sie regt an, dass die Volkshochschule in ihr Erscheinungsbild investieren soll.
Herr von Hayn dankt ausdrücklich für die hohe Transparenz des Zwischenberichts.
Herr Ruof fragt, inwiefern die neuerlichen Tarifergebnisse im TVöD in den Wirtschaftsplan einkalkuliert werden.
Frau Dr. Blüggel dankt für das Lob und gibt dieses an die Mitarbeitenden der Volkshochschule weiter. Anschließend geht sie auf die jeweiligen Redebeiträge ein.
Sie erinnert an die finanzielle Situation noch vor zwei Jahren und die rechtliche Verpflichtung, als Eigenbetrieb Rücklagen zu bilden. Ausdrücklich betont sie, dass Einsparungen nicht nur im Personalbereich gemacht wurden, sondern in allen Bereichen. Gleichfalls konnte die Ertragsseite durch eine positive Entwicklung der Teilnehmendenentgelte und erhöhte Landeszuweisungen gestärkt werden.
Aktuell werden zwei neue Mitarbeitende im Interreg-Projekt TREE sowie eine sozialpädagogische Fachkraft und eine Weiterbildungslehrkraft in Nachfolge eines ausscheidenden Weiterbildungslehrers im College der Volkshochschule eingestellt.
Bei der Breite des Angebotes der Volkshochschule äußert Frau Dr. Blüggel Bedenken, eine zusätzliche halbe Stelle ausschließlich dem Produkt „Wege gegen das Vergessen“ zu widmen. Sie weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Aachen für die nächsten Jahre den Schwerpunkt „Demokratie“ in seiner Arbeit festgelegt hat und dass bereits über Möglichkeiten der Kooperation in diesem Bereich gesprochen wurde.
Darüber hinaus soll in die Verbesserung der Gebäudesituation und in Digitalisierung investiert werden. Die Volkshochschule erhält einen neuen Internetauftritt und baut das WLAN deutlich aus.
Die Tariferhöhungen sind analog zum Vorgehen der Stadtverwaltung mit 1% in den Wirtschaftsplan eingerechnet. Frau Dr. Blüggel erinnert an den Ratsbeschluss zur letzten Tariferhöhung, nach dem die Mitarbeitenden der Eigenbetriebe wie die der Stadtverwaltung zu behandeln sind.
Herr Bruynswyck dankt abschließend allen, die an diesem finanziellen Ergebnis beteiligt waren.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Gem. § 7 Absätze 5 und 12 der Satzung der Volkshochschule Aachen nimmt der Betriebsausschuss Theater und Volkshochschule den Zwischenbericht zum 31. Dezember 2017 zur Kenntnis.
Es erfolgt kein Beschluss.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Es wird auf die beigefügte Anlage verwiesen. Die dort aufgezeigten wesentlichen Abweichungen bzw. Veränderungen werden gem. den Vorgaben der Stadtkämmerei vom 22.2.2006 wie folgt erläutert:
Allgemeines:
Der Zwischenbericht zeigt in tabellarischer Form die Entwicklung der Erträge und Aufwendungen, ausgehend von den im Wirtschaftsplan festgesetzten Ansätzen.
Um ablesen zu können, ob die Entwicklung zu den Stichtagen 31.03., 30.06., 30.09. und 31.12. im vorgesehenen Rahmen verläuft, werden die Ansatzzahlen (Jahresbeträge) durch 12 (Monate) dividiert und anschließend mit der Zahl der Monate bis zum jeweiligen Stichtag multipliziert. Diese theoretischen Sollzahlen werden den zum jeweiligen Stichtag erreichten Ist-Zahlen gegenübergestellt und die sich daraus ergebenden Abweichungen in Plus- oder Minus-Prozenten dargestellt. Zudem wird dem Jahresplanansatz die Jahresprognose ebenfalls im Vergleich mit den sich daraus ergebenden Abweichungen gegenüber gestellt.
In der Jahresprognose sind die zum Zeitpunkt der Auswertung bekannten weiteren zu erwartenden bzw. zu reduzierenden Erträge und Aufwendungen ausgewiesen.
Die entsprechenden Zahlen des Vorjahres sind zum Vergleich aufgeführt.
Die wesentlichen Entwicklungen sowohl auf der Ertrags- als auch auf der Aufwendungsseite werden mündlich bei der Sitzung des Betriebsausschusses vorgetragen.
Erträge:
Zu 2.:
Die Höhe der Erträge hängt zusammen mit der Zahl der Studienreisen, siehe auch Aufwendungen Position 9.
Zu 3.:
Die Prognose wird den Ansatz zwar überschreiten, aber hier wird noch eine Rückzahlung von Zuweisungen erfolgen, die zu einer Reduzierung des Ist-Betrages führen wird.
Zu 4.:
Die Einnahmen von Drittmitteln sind an Zahl und Umfang von Projekten und Auftragsmaßnahmen gekoppelt. Einige beantragte Projekte bekamen keine Bewilligung. Die damit zusammenhängenden Aufwendungen werden ebenfalls nicht getätigt. Das Herabsetzen von Drittmitteln in der Jahresprognose ist auf eine geänderte Bewertung des Risikoportals zurückzuführen. Hier wird ebenfalls eine Rückzahlung von Zuweisungen im Zusammenhang mit einem Projekt stattfinden, die zu einer geringen Verringerung des Ist-Betrages führen wird.
Zu 5:
Hier konnten u. a. Rückstellungen für Energie- bzw. Nebenkosten aufgelöst werden.
Aufwendungen:
Zu 1.:
Personalaufwand für Projekte, die (noch) keine Bewilligung erhielten, wurde nicht getätigt. Urlaubs- und Mehrarbeitskontingente konnten abgebaut werden.
Zu 2.:
Die Honorarkräfte rechnen überwiegend erst zum Semesterende die ihnen zustehenden Honorare ab. In der Jahresprognose wird jedoch berücksichtigt, dass geplante Honorarleistungen für Projekte, die keine Bewilligung erhielten, nicht erfolgen werden und für noch nicht abgerechnete Honorare Rückstellungen gebildet wurden.
Zu 3.:
Im Berichtszeitraum sind keine größeren Gebäudeunterhaltungskosten angefallen. Es fand eine sparsame Bewirtschaftung statt.
zu 6.:
Hier kann eine Reduzierung vorgenommen werden.
zu 8:
Diese Position enthält neben den Unterrichts- und Veranstaltungskosten die weiterzuleitenden Drittmittel an Kooperationspartner von Projekten. Der Aufwand für eingeplante Mittel für Projekte, die nicht stattgefunden haben, kann im Vergleich zum Ansatz nach unten korrigiert werden.
Zu 9.:
Der Aufwand für diese Position hängt mit der Zahl der Studienreisen zusammen, siehe auch Erträge Position 2. Die Abrechnungen erfolgen teilweise später.
Zu 10.:
Es wird auch hier auf eine sparsame Bewirtschaftung geachtet.
Zu 11. und 12.:
Es wurde sparsam gewirtschaftet.
Zu 13.:
Es bestand ein erhöhter Bedarf an Fortbildungen und Schulungen. Der Mehraufwand in dieser Position ist im Wirtschaftsplan gedeckt.
zu 14.:
Es fielen mehr Kosten für den Sicherheitsdienst an. Dieser Mehraufwand ist ebenfalls im Wirtschaftsplan gedeckt.
zu 15.:
Die Nebenkostenabrechnungen in dieser Position schlossen günstiger ab als geplant.
Zu 16.:
Es fanden keine Umzüge durch Fremdfirmen statt.
Zu 18.:
Die Mittel für das Anmieten von Cambio-Fahrzeugen wurden nicht voll ausgeschöpft.
Wesentliche Maßnahmen im Rahmen des Wirtschaftsplans
Im Berichtszeitraum wurden zusätzliche allgemeine Integrationskurse und Jugendintegrationskurse eingerichtet.
Die Sichtung von Förderprogrammen und die Akquisition von Projekten werden weiter vorangetrieben.
Der Wirtschaftsplan2017 beinhaltet einRisikoportal in Höhe von 344 TEUR. Dieses Risiko wurde durch das Risikomanagement als bestandsgefährdend ausgewiesen. Das Risiko konnte geschlossen werden, wie aus der Jahresprognose ersichtlich wird. Das geschaheinerseits durch eine erfreuliche Entwicklung bei den Teilnehmendenentgelten und erhöhte Landeszuweisungen, andererseits durch sparsame Bewirtschaftung in den Aufwandspositionen. Außerdem ermöglichendiese Maßnahmen einen weiteren Aufbau von Rücklagen in Höhe von ca. 528 TEUR. Die Höhe dieser Summe ist vor allem auf eine einmalige Auflösung von Rückstellungen für Mehrarbeitsstunden aus dem Bereich der Weiterbildungslehrenden zurück zu führen, entstanden durch Teilnahme an der Gleitzeit, das wurde inzwischen durch eine neue Regelung geändert.
Es bleibt jedoch eine gewisse Unsicherheit für die Folgejahre bestehen, weil befristete Projekt- bzw. Drittmittel keine dauerhaft gesicherte Finanzierung gewährleisten.
Die Darstellung der Kennzahlen (Kurse, Teilnehmende, Unterrichtseinheiten, Honorare) des aktuellen Semesters werden im Vergleich zum gleichen Semester der letzten drei Jahre aufgeführt und zueinander im Verhältnis gestellt, z. B. durchschnittliche Teilnehmendenzahl pro Kurs.
Im Übrigen wird - wie bereits eingangs erwähnt - in der Sitzung des Betriebsausschusses mündlich berichtet.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
entfällt
Weitere Dokumente (3)
Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.
Technische Details
ID: 86583
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=86583
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2018-03-27 E 42_0096_WP17 Zwischenbericht zum SAO.pdf
25.11.2024
480.7 KB
Metadaten
- TOP
- Ö 4
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Betriebsausschusses für das Theater und die VHS
- Gremium
- Betriebsausschuss Theater und VHS
- Datum
- Do., 19.04.2018
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- E 42 - Volkshochschule
- Geändert
- 18.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 18. Februar 2026 um 22:27