Zuschuss für die Bahnhofsmission aus der Stiftung ´Armenfonds
FB 20/0145/WP17 · Entscheidungsvorlage
Beratung
Herr Schäfer sagt aus, dass die beantragen 35.000 € als Zuschuss zu hoch sind. Einen Beschluss über 15.000 € mit der Aussicht auf jährliche Gewährung hält er für realistischer. Er betont ausdrücklich, dass die Reduzierung des Betrages keine mangelnde Wertschätzung der Arbeit der Bahnhofsmission darstellt, es aber hier zwei Dienstleistungen zu trennen gilt. Zum einen den allgemeinen Sozialdienst, den er für wertvoll und gut hält. Zum anderen die Begleitung der Reisenden der deutschen Bahn. Dies ist nicht Aufgabe der Kommune, sondern der Deutschen Bahn. Er vergleicht diese zweiten Leistungen mit denen eines Flughafens, der ebenfalls die Begleitung von alleinreisenden Kindern oder Personen mit körperlichen Einschränkungen anbietet, aber die Kosten selber trägt.
Die Bahnhofsmission soll daher den Differenzbetrag zur beantragten Förderung bei der Deutschen Bahn beantragen, da sie für diese Leistungen erbringt.
Frau Hüllenkremer stimmt Herr Schäfer zu. Sie lobt zum einen die vielfältige und elementare Arbeit der Bahnhofsmission, sieht aber auch die Verpflichtung der Deutschen Bahn.
Herr Deumens stimmt dem in der Vorlage genannten Beschlussvorschlag zu; ihm wäre ein jährlich wiederkehrende Leistung wichtig. Auch er sieht hier die Verpflichtung der Deutschen Bahn, regt aber an, die Bahnhofsmission in ihrem Versuch, von der Deutschen Bahn Gelder einzufordern, von kommunaler Ebene aus zu unterstützen.
Bezugnemend auf die Vorlage führt er aus, dass es neben den Büro-Öffnungszeiten an Gleis 1 (Besucherraum) auch Präsenzzeiten am Bahnhofsvorplatz und im Bahnhofsgebäude gibt. Herr Deumens fragt an, die die Büro-Öffnungszeiten erweiterbar sind.
Herr Hansen fragt an, ob es andere Träger gibt, die die Leistungen der Bahnhofsmission unterstützen können. Auch er ist dagegen, dass die Stadt Leistungen für einen Service übernimmt, der in die Zuständigkeit der Deutschen Bahn fällt. Er fragt, ob der neue Träger, die WABe e.V. in der Lage sein wird, zukünftig den Eigentanteil wieder selber zu erwirtschaften.
Frau Seufert lobt die tolle Arbeit der Bahnhhofsmission und und hält eine jährliche Bezuschussung für wichtig, um Planungssicherheit zu geben.
Sie fragt an, welche Auswirkungen es auf die Arbeit der Bahnhofsmission hat, wenn der Beschluss in dieser Form beschlossen wird; vor allem, ob es Einschränkungen im Angebot geben wird.
Herr Demmer äußert drei Fragen, die er direkt an die StädteRegion richtet:
- Gibt es bei der StädteRegion formale Probleme mit dem Antrag aufgrund des Trägerwechsels?
- Bei der Stadt Aachen wird eine dauerhafte Unterstützung angestrebt; ist dies bei der StädteRegion auch so oder wurde dort nur eine einmalige Unterstützung beschlossen?
- Bei der StädteRegion Aachen wurde nur ein Zuschuss von 6.500 € beschlossen. Wenn die Stadt Aachen jetzt nur 15.000 € anstatt der beantragten 35.000 € bewilligt, erhöht sich dann die Förderung durch die StädteRegion?
Frau Vomberg gibt hierauf folgende Antworten
Zu 1. Der Trägerwechsel stellt kein Probelm dar.
Zu 2. Auch seitens der StädteRegion wird eine jährliche Finanzierung grundsätzlich befürwortet; Voraussetzung hierfür ist aber, dass die Bahnhofsmission ein Gesamtfinanzierungskonzept vorlegen kann.
Zu 3. Bei den beschlossenen 6.500 € handelt es sich um den Maximalbetrag für dieses Jahr.
Herr Verholen wünscht sich eine dauerhafte, verlässliche Finanzierung und fragt bei der Verwaltung an, ob diese bis zur nächsten Sitzung mitteilen kann, ob und in welchem Umfang eine Unterstützung aus Stiftungsmitteln für 2019 möglich ist.
Er fragt, ob nicht ursprünglich beide Träger einen Antrag bei der StädteRegion über jeweils 6.500 € gestellt haben.
Frau Prof. Vomberg erklärt, dass IN VIA Aachen e.V. keinen Antrag bei der StädteRegion gestellt hat.
Herr Frankenberger teilt mit, dass eine Entscheidung über die Vergabe eines Zuschusses aus Stiftungsmitteln für die Folgejahre erst mit Genehmigung des Haushaltes 2019 im Frühjahr 2019 möglich ist.
Herr Poquet bedankt sich, auch im Namen von Frau Jülich, der Geschäftsführerin von IN VIA Aachen e.V., für die Beschäftigung mit dem Thema und die ihnen entgegengebrachte Wertschätzung. Er geht davon aus, dass mit der städtischen Unterstützung die Finanzierung des Gesamtkonzeptes sicher gestellt werden kann.
Zu den eingangs angesprochenen Büro-Öffnungszeiten stimmt er zu, dass diese eigentlich ausgeweitet werden müssen, hierfür aber das erforderliche Personal fehlt. Es wird nun verstärkt versucht, Vernetzungen zu Fachberatungen für Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten herzustellen. Außerdem wird die Möglichkeit geprüft, Menschen aus arbeitsmarktpolitischen Programmen in die Aufgaben der Bahnhofsmission mit einzubeziehen.
Der Beschluss erfolgt einstimmig.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie beschließt die Gewährung eines Zuschusses für 2018 in Höhe von 15.000 € aus der Stiftung „ Armenfonds“ und beauftragt die Verwaltung zu prüfen, inwieweit eine wiederkehrende jährliche Bezuschussung in Höhe von 15.000 € aus Stiftungsmitteln in den Folgejahren möglich ist.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Mit Schreiben vom 03.11.2017 (Anlage 1) beantragten das Diakonische Werk im Kirchenkreis Aachen e.V. und IN VIA Aachen e.V. als Träger der Bahnhofsmission eine jährliche Unterstützung der Arbeit der Bahnhofsmission in Höhe von 35.000 € ab 2018. Gleichzeitig hat das Diakonische Werk. einen Antrag auf Förderung bei der StädteRegion in Höhe von 6.500 € jährlich gestellt. Eine Antragstellung von IN VIA Aachen e.V. bei der StädteRegion erfolgte nicht.
Bisher haben die beiden Träger die Arbeit der Bahnhofsmission durch Spenden und sonstige Erträge sowie einem Eigenanteil in Höhe von ca. 65.000 € finanziert. Im Jahr 2014 erfolgte eine einmalige Gewährung eines Zuschusses aus Stiftungsmitteln in Höhe von 30.000 €. Der Eigenanteil kann von den Trägern in der Höhe nicht mehr erbracht werden.
In seiner Sitzung am 07.12.2017 hat der Ausschuss der von der Verwaltung vorgeschlagenen Vorgehensweise zugestimmt, zusammen mit den antragstellenden Trägern, potentiellen Übernahmeträgern und der StädteRegion das konzeptionelle Angebot der Bahnhofsmission zu prüfen und abzustimmen sowie dem Ausschuss eine mögliche Bezuschussung durch Stiftungsmittel zur Beratung vorzulegen.
Der Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Senioren und demographischen Wandel der StädteRegion hat in der Sitzung am 30.11.2017 und der Städteregionsausschuss in der Sitzung am 07.12.2017 über die freiwillige Förderung der Bahnhofsmission in Höhe von 6.500 € für 2018 beraten. Vorbehaltlich einer finanziellen Beteiligung durch die Stadt Aachen im Jahr 2018 beschließt der Städteregionsausschuss eine freiwillige Förderung für das Diakonische Werk oder einen Nachfolgeträger in Höhe von 6.500 € für 2018.
Zwischenzeitlich haben die Abstimmungsgespräche mit dem Diakonischen Werk und IN VIA e. V. unter Beteiligung des WABe e.V. stattgefunden. Es ist vereinbart, dass der WABe e. V. zum 01.04.2018 neben IN VIA e. V. Träger der Bahnhofsmission sein wird. Die abgestimmte Konzeption ist in der Anlage 2 beigefügt.
Zielgruppe der Bahnhofsmission sind sowohl Reisende als auch Personen, die sich im Bahnhof, auf dem Bahnhofplatz bzw. in der näheren Umgebung aufhalten und um Hilfe ersuchen oder augenscheinlich der Hilfe bedürfen. Die Bedarfslagen umfassen u. a. Einschränkungen der Mobilität, Orientierungslosigkeit, psychische- oder Suchterkrankungen, fehlende finanzielle Mittel bis hin zur Wohnungslosigkeit.
Neben Reisehilfen beim Ein-, Aus- und Umsteigen bzw. der Organisation des Reisewegs werden einfache materielle Hilfen in Form von Sachleistungen gewährt. Zudem erfolgen Informationen über bzw. Vermittlungen an weitergehende Hilfeangebote. Die Hilfen erfolgen zu verlässlichen Öffnungszeiten in der Beratungsstelle der Bahnhofsmission sowie aufsuchend während der Anwesenheitszeiten der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen auf dem Gelände. Damit ist das Angebot der Bahnhofsmission eine Ergänzung zum bestehenden Angebot in der Unterstützung einkommensschwacher Menschen, von Menschen mit Behinderungen und wohnungsloser Menschen in der Stadt Aachen.
Unter Würdigung des Umfangs der ergänzenden Leistungen wird vorgeschlagen, die Einrichtung zur Fortführung des Angebotes mit einem Zuschuss aus Stiftungsmitteln in Höhe von 15.000 € in 2018 zu unterstützen. Da die gewährten Leistungen mildtätig sind, werden in 2018 finanzielle Mittel aus der Stiftung „Armenfonds“ bereitgestellt. Es wird zu prüfen sein, ob und inwieweit darüber hinaus eine Bezuschussung aus Stiftungsmitteln möglich ist.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
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Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | ||||||||
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||||||
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||||||
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||||||
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | ||||||||||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | |||||||||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff. | Folgekos-ten (alt) | Folgekos-ten (neu) | ||||||||
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||||||
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||||||
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||||||
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||||||
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | ||||||||||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | |||||||||||||
Es entstehen keine finanziellen Auswirkungen. Die Stiftungsmittel sind im Haushalt eingeplant.
Weitere Dokumente (2)
Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.
Technische Details
ID: 86780
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=86780
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2018-04-09 FB 20_0145_WP17 Zuschuss fuer die Bah SAO.pdf
17.11.2024
855.5 KB
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 6
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Soziales, Integration und Demographie
- Gremium
- Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie
- Datum
- Do., 26.04.2018
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- FB 20 - Fachbereich Finanzsteuerung
- Geändert
- 18.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 18. Februar 2026 um 22:30