TOP 5Öffentlich

Integrierte städteregionale Sozialplanunghier: Städteregionale Berichterstattung

FB 56/0142/WP17 · Kenntnisnahme

Integrierte städteregionale Sozialplanunghier: Städteregionale Berichterstattung

im Ratsinformationssystem anzeigen
Beratungsergebnis:geändert beschlossen

Beratung

Frau Prof. Vomberg und Frau Rüter von der StädteRegion Aachen geben einen zusammenfassenden Überblick über den erstellten Bericht der integrierten städteregionalen Sozialplanung (Anlage 1).

Frau Höller-Radtke dankt für den interessanten Vortrag.

Frau Hüllenkremer bedankt sich ebenfalls für die Präsentation und nennt die Ergebnisse schockierend. Es ist gut, wenn man jetzt „von Daten zu Taten“ kommt, wie es in der Präsentation gesagt wurde.

Auch von städtischer Seite müsse man nun überlegen, welche Aktivitäten hieraus resultieren, Handlungsempfehlungen erarbeiten und im Ausschuss vorstellen.

Frau Höller-Radtke fragt, ob man ein Exemplar des Berichtes in gedruckter Form erhalten kann.

Frau Rüter sagte zu, dieses im Einzelfall auf Anfrage zur Verfügung zu stellen.

Herr Brantin dankt für die große Leistung und regt an, den Bericht als Arbeitsgrundlage zu nehmen. Erschreckend findet er die Zahlen der Altersarmut, deren Dunkelziffer höher ist als im Bericht aufgeführt. Die Kinderarmut ist ähnlich erschütternd; hier besteht großer Handlungsbedarf.

Frau Prof. Vomberg bedankt sich für die gute Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration, insbesondere den zuständigen Planungsstellen der Stadt Aachen.

Herr Frankenberger dankt für das Kompliment und gibt seinen Dank zurück.

Herr Deumens dankt für den umfangreichen Bericht, der für ihn aber keine Überraschung ist. Alters- und Kinderarmut werden schon lange diskutiert und sind bekannte Probleme. In Aachen wird im Vergleich zu anderen Kommunen bereits viel gegen Alters- und Kinderarmut getan.

Der Vorsatz, jetzt „von Daten zu Taten“ zu kommen, unterstützt er ausdrücklich. Die Kommune ist hier aber nur begrenzt handlungsfähig; die bundesweite Sozialplanung muss geändert werden.

Frau Strack fragt nach, ob es auch Auswertungen zu Menschen mit Erwerbsminderungen und mit körperlichen Einschränkungen gibt und wenn ja, ob diese auch weiter aufgegliedert werden können nach Art der Einschränkung.

Frau Rüter teilt mit, dass die Daten hierzu von den einzelnen Kommunen abgefragt wurden, aber sehr lückenhaft waren und teilweise nur geringe Zahlen genannt wurden, deren Veröffentlichung aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht möglich gewesen ist.

Sie weist auch darauf hin, dass die Daten von den einzelnen Kommunen unterschiedlich ausgewertet und aufbereitet wurden und es aufgrund dessen nicht möglich war, die Daten nach den einzelnen Sozialräumen verlässlich auszuwerten. Dies soll in der nächsten Berichterstattung nachgeholt werden.

Frau Höller-Radtke regt an, auch diesen Beschlussvorschlag um den Zusatz „zustimmend“ zu ergänzen.

Der Beschluss erfolgt einstimmig.

Beschluss

Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie nimmt die Ausführungen zustimmend zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie nimmt die Ausführungen zur Kenntnis.


Erläuterungen

Erläuterungen:

Die Einführung einer städteregionalen Sozialplanung ist im Städteregionstag vom 22.10.2015 im Zusammenhang mit dem Beschluss zum Strukturkonzept gefasst worden. Zentrale Grundlage einer Sozialplanung bildet eine entsprechende Berichterstattung.

Der im Februar 2018 vorgelegte städteregionale Bericht erfasst unterschiedliche Lebenslagen der in den 93 Sozialräumen wohnenden Bevölkerungsgruppen und nimmt zentrale soziale Aspekte der Lebenswirklichkeit in der Region in den Blick.

Wichtige Bezugsgröße der städteregionalen Sozialberichterstattung sind die mit Expertise des geografischen Instituts der RWTH Aachen und in Zusammenarbeit mit den regionsangehörigen Kommunen festgelegten Sozialräume. Für diese wurden zentrale Indikatoren aus den Themenfeldern Soziodemografie, Erwerbsbeteiligung, Sozioökonomie sowie ausgewählte Lebenslagen von Kindern und Familien durch das beauftragte geografische Institut der RWTH Aachen kartografisch aufgearbeitet und analysiert. Eine Anschlussfähigkeit an die in der Stadt Aachen bestehende Berichterstattung wurde durch die Einbindung der sozialräumlichen Aufteilung sowie der Abstimmung hinsichtlich der abgebildeten Indikatoren erwirkt.

Der städteregionale Bericht umfasst zwei Teile sowie die eigenständige Stellungnahme der Wohlfahrtsverbände:

  • Der erste Teil „Sozialraum-Monitoring StädteRegion Aachen“ ermöglicht einen städteregionalen Vergleich auf kleinräumiger Ebene für insgesamt 33 Indikatoren zu den vorgenannten Themenfeldern und stellt mögliche Zusammenhänge dar.
  • Der zweite, von der Verwaltung erstellte Teil „Sozialraumprofile“ enthält eine Vielzahl statistischer Angaben und gewährt in tabellarischer Form einen differenzierten Blick auf die Themenfelder und Lebenslagen aus kommunaler Perspektive. Da die Stadt Aachen durch ihre umfangreiche und langjährige städtische Sozialentwicklungsplanung bereits über entsprechende Berichtsdaten verfügt, wurde sich in der Ausarbeitung dieses Berichtsteils auf die Altkreiskommunen konzentriert.

Der gesamte Bericht steht auf der Homepage der StädteRegion Aachen zur Verfügung. (www.staedteregion-aachen.de/sozialbericht)

Über die verschiedenen Indizes und Sachverhalte zeigt sich in der sozialräumlichen Betrachtung der StädteRegion Aachen, dass:

  • die Unterschiede zwischen Sozialräumen innerhalb einer Kommune oftmals ausgeprägter sind als die Unterschiede zwischen den Kommunen;
  • Sozialräume verschiedener Kommunen vergleichbare Anteilswerte bei besonders niedrigen oder hohen Ausprägungen aufweisen;
  • Daten zu den soziodemographischen und –ökonomischen Strukturen sowie gesundheits-, bildungs- und erziehungsbezogenen Merkmalen die ungleiche räumliche Verteilung sowie die Häufung in bestimmten Sozialräumen belegen;
  • Weitere Vorgehensweisesich materielle Armutsrisiken und benachteiligte Lebenslagen häufig in den Stadtzentren verschiedenster Kommunen und vornehmlich urban geprägten Sozialräumen konzentrieren;
  • die mit der Alterung der Gesellschaft verbundenen Herausforderungen dagegen eher die ländlichen und teilweise suburban strukturierten Sozialräume der jeweiligen Kommunen betreffen.

Der Sozialbericht stellt eine vornehmlich deskriptive Bestandsaufnahme dar, die als Grundlage für die Entwicklung von strategischen und operativen Zielen und Handlungsansätzen auf sozialräumlicher Ebene im Dialog mit politischen und kommunalen Entscheidungsträger*innen, Fachleuten und beteiligten Akteuren genutzt werden soll. Hierfür stellen die im Rahmen der Berichtserstellung aufgebauten Arbeits- und Kommunikationsstrukturen eine gute Grundlage dar.

Sich aus der Berichterstattung ergebende erste städteregionale Gestaltungs- und Steuerungsmöglichkeiten liegen u.a.in der Verknüpfung mit städteregionalen Fachplanungen (z.B. mit der Pflegeplanung insbesondere im Bereich der Tagespflege), in der Unterstützung von städteregionalen Themenschwerpunkten und Angeboten (z.B. Themenschwerpunkt „Integration im Quartier“ des Kommunalen Integrationszentrums der StädteRegion Aachen) sowie in der Ableitung und Prüfung sich ergebender Bedarfe im Hinblick auf die Vergabe freiwilliger Mittel im sozialen Bereich (ehemalige Globalzuschüsse).

Ferner ist im weiteren Verlauf für die Sozialberichterstattung beabsichtigt, wichtige Querschnittsthemen wie beispielsweise Inklusion, Integration, Gesundheit und Wohnen in die Berichterstattung schrittweise zu integrieren.

Frau Rüter vom Amt für Inklusion und Sozialplanung der StädteRegion Aachen wird in der Sitzung über ausgewählte Inhalte der Sozialberichterstattung berichten.


Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

x

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Folgekos-ten (alt)

Folgekos-ten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

0

0

0

0

0

0

Abschreibungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Es ergeben sich keine finanziellen Auswirkungen.

Abstimmungsergebnis

Siehe Anlage.

Weitere Dokumente (1)

Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2018-04-03 FB 56_0142_WP17 Integrierte staedtere SAO.pdf

17.11.2024

103.5 KB

Metadaten

TOP
Ö 5
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Soziales, Integration und Demographie
Gremium
Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie
Datum
Do., 26.04.2018
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 56 - Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration
Geändert
18.2.2026
Inhalt abgerufen
18. Februar 2026 um 22:30

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

Öffnen