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Erhöhung der Eintrittspreise von Stadttheater und Musikdirektion Aachen ab der Spielzeit 2018/19

E 46/47/0068/WP17 · Anhörung

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Herr Bruynswyck zeigt den Ausschussmitgliedern einen Zeitungsbericht aus dem Jahr 2011, in dem bereits über Sparmaßnahmen berichtet wurde und stellt fest, dass das Theater erfreulicherweise auch heute noch bestehe. Preiserhöhungen seien schon 2016 angedacht worden. Die vorgesehende Bildung einer Arbeitsgruppe habe aber verschoben werden müssen.

Frau Reuß teilt mit, die SPD habe zwar grundsätzlich Probleme mit Preiserhöhungen, könne aber vor dem Hintergrund einer möglichen Rücknahme mit einem Anstieg von 10% leben.

Wichtig sei eine differenzierte Struktur für soziale Gerechtigkeit.

Frau Crumbach-Trommler empfiehlt, Centbeträge aufzurunden. In der Anlage 2 sei im freien Verkauf ein unklarer Betrag. Dies möge bitte vom Theater nochmals geprüft werden.

Herr Fischer bezeichnet die Preiserhöhungen als kontraproduktiv, da er einen Rückgang der Zuschauer befürchtet. Eine entsprechende Beobachtung der Entwicklung der Zuschauerzahlen sei erforderlich. Die neuen ermäßigten Preise bewertet er als zu teuer. Insbesondere im Bereich des Schauspiels sei Aachen mit der Erhöhung deutlich teurer als Köln, Bonn und Mönchengladbach. In Bezug auf die Tariferhöhungen regt er an diese grundsätzlich als kommunale Aufgabe als Automatik mit einzuplanen. Den Eigenbetrieben könne nicht zugemutet werden, diese Erhöhung alleine zu tragen

Frau Beslagic-Lohe findet eine pauschale Erhöhung der Eintrittspreise von 10% zu einfach gedacht. Die Preiserhöhung sei ein sensibles und komplexes Thema, für das ein Konzept erforderlich sei.

Herr Schmitz-Aufterbeck erklärt, dass das Theater in einer schwierigen Situation gewesen sein. Der ehemalige Verwaltungsdirektor Herr Rüber sei lange krank gewesen. Die Preiserhöhungen wurden aufgrund der Zielvereinbarungen in kürzester Zeit erarbeitet. Eine Differenzierung der Erhöhung wäre auch aus seiner Sicht wünschenswert gewesen. Wichtig sei, dass bereits jetzt an der Erfüllung der Zielvereinbarung gearbeitet wird. Grundsätzlich sei das Theater nicht gegen die Preiserhöhungen. Im Bereich des Schauspieles sieht er die Erhöhung der Preise ebenfalls kritisch. Evaluierungen und ein entsprechendes Marketing seien angestrebt. Allerdings sei dafür Zeit notwendig, damit die Umsetzung verantwortungsvoll stattfinden könne.

Beigeordnete Frau Schwier rät, die Preiserhöhung sensibel zu betrachten. Im Verlauf der Umsetzung eines entsprechenden Controllings würden die Ergebnisse mitgeteilt werden. Die Zielvereinbarung sei langfristig gedacht und die Umsetzung bräuche deshalb ihre Zeit. Es sei es wichtig jetzt anzufangen.

Bürgermeisterin Frau Dr. Schmeer betont, dass sich die Theaterkarten ausgezeichnet verkaufen. Vor diesem Hintergrund seien Preiserhöhungen zu verkraften. In einer weiteren Phase könne man die Abo Strukturen überprüfen.

Herr Bruynswyck bedankt sich für die Wortmeldungen und bittet den Ausschuss um Abstimmung.

Beschluss

Der Betriebsausschuss Theater und VHS beschließt, dem Rat der Stadt Aachen zu empfehlen, die erläuterten Eintritts- und Abonnementpreise festzusetzen.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:


Der Betriebsausschuss Theater und VHS beschließt, dem Rat der Stadt Aachen zu empfehlen, die erläuterten Eintritts- und Abonnementpreise festzusetzen.

Der Rat der Stadt Aachen beschließt, die Eintritts- und Abonnementpreise von Stadttheater und Musikdirektion Aachen festzusetzen.

Erläuterungen

Erläuterungen:


Die Fraktion Bündnis ´90 die Grünen hat mit Ratsantrag vom 28.03.2017 (Eingang in der Verwaltung am 04.04.2017) unter dem Betreff „Eigenbetriebe im Bereich Kultur brauchen Planungssicherheit“ beantragt, im Wege einer zu bildenden Finanz- und Strukturkommission ein abgestimmtes Konzept zu erarbeiten, das den Eigenbetrieben im Bereich Kultur mittelfristig für den Zeitraum von drei bis fünf Jahren Planungssicherheit gibt. Dieser Ratsantrag wurde in der Sitzung des Rates der Stadt Aachen am 03.05.2017 angenommen.

Verwaltungsintern wurden unmittelbar nach Eingang dieses Antrages Gespräche zur Frage des Vorgehens aufgenommen. Zwischen Finanz- und Kulturdezernat einerseits und in Abstimmung mit den Fraktionen der Großen Koalition andererseits wurde Einvernehmen dahingehend erzielt, dass keine weitere Strukturkommission gebildet werden sollte. Stattdessen wurde vereinbart, verwaltungsinterne Arbeitsgruppen zur gemeinsamen Erarbeitung von verschiedenen Denk- und Lösungsansätzen zu formieren. Diese sollten als Grundlage für den sich anschließenden politischen Diskussionsprozess dienen.

Insbesondere sollte Ziel der Überlegungen die Erstellung einer sogenannten Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung sein, durch die Planungssicherheit und Kontinuität in Finanzierungsfragen für das Theater Aachen aber auch für die Finanzverwaltung hergestellt wird.

Nach erfolgter ausführlicher und durchaus kontroverser Beratung in einer Sondersitzung des Betriebsausschusses Theater und VHS am 10.01.2018 wurde mit Ratsbeschluss vom 24.01.2018 der Abschluss dieser Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung zwischen Finanzsteuerung und Theater Aachen beschlossen.

Zur Realisierung der in der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung geforderten beträchtlichenKonsolidierungsbeiträge waren bereits im Vorfeld einige Vorschläge durch die Verwaltung erarbeitet worden. Diese wurden den Fraktionssprechern des Betriebsausschusses Theater und VHS in einem interfraktionellen Gespräch am 28.08.2017 vorgestellt und von diesen angenommen. Ein Baustein der Konsolidierungsbeiträge soll hiernach die Erhöhung der Ticketpreise um 10% sein, wodurch eine Ertragssteigerung in Höhe von ca. 200.000 € erwartet wird.

Diese Erhöhung der Eintrittspreise wurde nun - dem in den v.g. Termien am 28.08.2017 und 10.01.2018 formulierten politischen Willen folgend - entsprechend einkalkuliert. Auf Grundlage dessen wurden auch die Preise für die verschiedenen Abonnements angepasst. Im Übrigen empfahl sich im selben Schritt die Glättung von Preisen im Nachkommabereich.

Die neuen Preise sind den als Anlagen beigefügten tabellarischen Übersichten zu entnehmen.

Ob sich die erwarteten Ertragssteigerungen in der kalkulierten Höhe tatsächlich ergeben werden, wird mittels Controlling seitens des Theaters Aachen nachgehalten.

Ob und inwiefern sich das Besucherverhalten aufgrund der Preiserhöhungen verändern wird, unterliegt ebenfalls dem Controlling.

Im Betriebsausschuss Theater und VHS wird halbjährlich über die Auswertung des Controllings berichtet.

Nach § 8Abs. 4 der Betriebssatzung obliegt dem Betriebsausschuss für Theater/ VHS die Beratung über die Entgelte vor Beschlussfassung durch den Rat.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

Entf.

Weitere Dokumente (5)

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Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2018-04-10 E 46_47_0068_WP17 Erhoehung der Eintrit SAO.pdf

9.11.2024

551.4 KB

Metadaten

TOP
Ö 8
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Betriebsausschusses für das Theater und die VHS
Gremium
Betriebsausschuss Theater und VHS
Datum
Do., 19.04.2018
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Anhörung
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Anhörung
Federführend
E 46/47 - Stadttheater und Musikdirektion
Geändert
18.2.2026
Inhalt abgerufen
18. Februar 2026 um 22:27