Anpassung der Nordstraße zwischen Gewerbepark Brand und Eilendorfer Straße
FB 61/1026/WP17 · Entscheidungsvorlage
Beratung
Herr Bezirksbürgermeister Tillmanns begrüßt Herrn Larscheid vom Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen.
Herr Larscheid verweist auf die Vorlage und stellt die Planungsvarianten für die Nordstraße anhand einer Power-Point-Präsentation vor.
Er berichtet, dass den Anwohnern im Rahmen der Planungen für den Gewerbepark Brand zugesagt worden sei, eine Zunahme des Verkehrsaufkommens im angebauten Bereich der Nordstraße zwischen Trierer Straße und Brander Heide zu vermeiden.
In der Einwohnerfragestunde am 17.02.2016 sei nochmals durch einen Anwohner auf den wachsenden Verkehr aufmerksam gemacht worden. Vor Anbindung der Straße Gewerbepark an die Nordstraße sei im März 2013 eine Verkehrszählung durchgeführt worden. Bei einer erneuten Zählung im Juni 2016 sei festgestellt worden, dass das Verkehrsaufkommen um 12 % zugenommen habe, bei gleichbleibendem Anteil des Schwerlastverkehrs.
Herr Larscheid stellt zunächst die Bestandsituation vor und geht dann auf die Planungsvarianten 1-4 ein, die alle einen 1,50 m breiten Schutzstreifen für Radfahrer auf der Nordstraße in Fahrtrichtung Eilendorfer Straße bei einer verbleibenden Restfahrbreite von mindestens 5,20 m vorsehen. Mit einer abknickenden Vorfahrt und weiteren baulichen Maßnahmen könne die Attraktivität der Fahrbeziehung für den Durchgangsverkehr über die angebaute Nordstraße reduziert werden. Zur Verbesserung der Querungsmöglichkeiten für Fußgänger und Radfahrer werde in der Nordstraße nordöstlich der Kreuzung Brander Heide/Gewerbepark eine bauliche Mittelinsel angelegt.
Bei der Variante 2 werde auf die Linksabbiegespur in die untergeordnete Nordstraße verzichtet, so dass die Mittelinsel etwas weiter südlich angelegt werden müsste.
Die Variante 3 berücksichtige eine komplette Abbindung der Nordstraße, wobei dazu der Buslinienverkehr verlegt werden müsste. Diese Variante würde eine Verlagerung des Verkehrs in die Brander Heide, Hermann-Löns-Straße, Erftstraße und Erberichshofstraße bewirken und die ÖPNV-Erschließung verschlechtern.
Die Variante 4 unterscheide sich durch die Lage der Mittelinsel im Bereich der Straße Gewerbepark Brand. Der Schutzstreifen aus der Straße Gewerbepark Brand müsse dafür im unmittelbaren Bereich der Mittelinsel unterbrochen werden. Die Nordstraße solle im Abschnitt zwischen Brander Heide bis Eckener Straße in die bestehende Tempo-30-Zone einbezogen werden. Das Durchfahrtverbot für Kfz mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 t solle bestehen bleiben.
Die Verwaltung schlage nach Abwägung der Vor- und Nachteile die Variante 4 vor, weil hier die Ansprüche der Verkehrsteilnehmer am besten aufgenommen würden. Nach einem entsprechenden Beschluss werde die Ausführungsplanung erfolgen und danach eine Bürgerinformationsveranstaltung stattfinden. Die Bezirksvertretung Aachen-Brand werde dann über das Ergebnis informiert.
Herr Bezirksbürgermeister Tillmanns bedankt sich bei Herrn Larscheid für seinen Vortrag.
Ratsfrau Lürken von der CDU-BF teilt mit, dass sich ihre Fraktion intensiv mit Vorlage befasst habe und zu dem Ergebnis gekommen sei, dass keine der vorgestellten Varianten das absolute Highlight sei. Die vollständige Abbindung der Nordstraße werde nicht gewünscht, da in Brand eine schwierige Verkehrssituation bestehe. Sie könne sich an die früheren Überlegungen zur Nordstraße und die Entwicklung des Gewerbeparks im Zusammenhang mit der Sorge der Anwohner bezüglich der Zunahme des Lkw-Verkehrs gut erinnern. Die Variante 1 sei wegen der separaten Linksabbiegerspur interessant und die Variante 4 sei für den Radfahrer von Vorteil. Hier bittet sie um Prüfung, ob eine Kombination der Varianten 1 und 4 möglich sei.
An der Ecke Nordstraße/ Gewerbepark Brand befindet sich ein Eckgrundstück, welches sich für eine Querung eignen würde. Das vorhandene Lkw-Verbot über 3,5 t werde missachtet und müsse durch eine bauliche Lösung ergänzt werden, die allerdings nicht zu eng ausgelegt werden dürfe, damit die vorhandenen Fahrbeziehungen erhalten bleiben. Sie bittet deshalb die Verwaltung, nochmals in die Planung einzusteigen und das Ergebnis vor einer Beschlussfassung bei einer Bürgeranhörung vorzustellen. Am besten würde dies in einer Sitzung des Bürgerforums vor Ort geschehen.
Für die SPD-BF bedankt sich Herr Müller bei Herrn Larscheid für die umfangreiche Vorlage. Auch seine Fraktion habe sich intensiv mit den Vorschlägen beschäftigt und sei zu dem gleichen Ergebnis gelangt. Bei Variante 1 finde die Linksabbiegerspur seine Zustimmung und bei Variante 4 die Querung für die Radfahrer. Allerdings solle die Mittelinsel der Variante 1 zusätzlich beibehalten werden. Die Variante 3 mit der kompletten Abbindung der Nordstraße halte er nicht für vertretbar. Er stellt fest, dass man von der Nordstraße kommend an der Stoppstraße anhalten müsse und den aus dem Gewerbepark kommenden vorfahrtsberechtigten Verkehr schlecht einsehen könne, da die Straße in einem sehr spitzen Winkel auf die Kreuzung treffe. Hier bitte er um eine Prüfung der Sichtbeziehungen.
Bei der damaligen Aufstellung des Bebauungsplanes für den Gewerbepark sei bereits über den Lärmschutz an dieser Kreuzung diskutiert worden. Von einer Lärmschutzwand sei seinerzeit die Rede gewesen. Es müsse auf jeden Fall die Möglichkeit des Lärmschutzes an dieser Stelle geprüft werden.
Dem Vorschlag von Ratsfrau Lürken, die kombinierte Variante im Bürgerforum vorzustellen, könne sich seine Fraktion anschließen.
Herr Hußmann von der Grünen-BF teilt zu den vorgestellten Varianten mit, dass seine Fraktion die Varianten 1 und 2 für akzeptabel halte. Variante 3 würde entfallen, bei Variante 4 sollte der Radfahrer auf die nördliche Seite geführt werden.
Herr Hellmann von der SPD-BF bekräftigt die Aussage des Herrn Müller bezüglich der Ausfahrt aus dem Gewerbepark mit dem spitzen Winkel. Die Situation sei problematisch, da man auf der vorfahrtberechtigten Straße i.d.R. schneller fahre. Seiner Meinung nach müsse zu jeder Seite eine freie Sicht gewährleistet sein. Dazu könne das Ecke Nordstraße liegende unbebaute Eckgrundstück freigehalten werden.
Herr Larscheid bestätigt, dass die Sichtbeziehungen eingehalten werden müssten. Bezüglich des Lärmschutzes könne er aus der Begründung zum Bebauungsplan heraus sagen, dass die Lärmschutzwände seinerzeit ausgeschlossen worden seien. Grundsätzlich sei in dem Gewerbegebiet die Anordnung der Betriebe nach ihrer zu erwartenden Lärmemission gestaffelt worden. Er halte allerdings einen passiven Schallschutz an den Häusern für denkbar.
Ratsfrau Lürken schlägt eine vom Vorschlag der Verwaltung abweichende Beschlussfassung vor. Die Verwaltung solle zunächst mit dem Entwurf einer neuen Variante auf der Basis der Varianten 1 und 4 beauftragt werden, die in einer Sitzung des Bürgerforums in Brand vorgestellt werden solle. Dabei sei auch die Berücksichtigung von zwei Mittelinseln denkbar.
Herr Bezirksbürgermeister Tillmanns stellt klar, dass man bei dieser Vorgehensweise die betroffenen Bürger in die Diskussion einbeziehen könne. Die Beschlussfassung erfolge dann erst nach der Bürgerbeteiligung. Sodann lässt er über den geänderten Beschlussantrag abstimmen.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Die Bezirksvertretung Aachen-Brand nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis. Sie fasst den Planungsbeschluss und beauftragt die Verwaltung mit der Ausführungsplanung gemäß der vorgeleg-ten Planung der Variante 4 (Mittelinsel im Bereich der Einmündung der Straße Gewerbepark Brand, Änderung der Vorfahrtssituation und Schutzstreifen bis zur Eilendorfer Straße) und der Durchführung einer Bürgerinformationsveranstaltung.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Anlass
Im Rahmen der Planungen für das Gewerbegebiet Gewerbepark Brand (Ehemals Camp Pirotte) und des zughörigen Bebauungsplans wurde den Anliegern der Nordstraße zugesagt, dass der Verkehr zum Gewerbegebiet nicht über den angebauten Bereich der Nordstraße zwischen Trierer Straße und Brander Heide abgewickelt werden soll.
In der Bürgerfragestunde der Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Brand am 17.02.2016 wurde von einem Anwohner auf den – aus seiner Sicht – wachsenden Verkehr aufmerksam gemacht.
Die Verwaltung hat vor Beginn der Anbindung der Straße Gewerbepark Brand in die Nordstraße und nach Öffnung der Anbindung Verkehrszählungen durchgeführt. Die Auswertung der Verkehrszählung im Bereich der Einmündung der Straße Gewerbepark Brand auf die Nordstraße im Juni 2016 zeigt im Vergleich mit der Zählung im März 2013 (vor Baubeginn und Eröffnung der Straße Gewerbepark Brand) eine Zunahme des Verkehrs in der Nordstraße (im Bereich zwischen Brander Heide und Erftstraße) um etwa 12 %. Der Anteil des Schwerlastverkehrs blieb allerdings unverändert.
Heutige Situation (vgl. Anlage 1 – Lageplan Nordstraße (Bestand); Anlage 2 – Fotos Nordstraße (Einmündung Gewerbepark Brand))
Die Nordstraße ist im Bereich zwischen Trierer Straße und Brander Heide eine Haupterschließungsstraße im Bezirk Brand. Außerdem stellt sie über die Freunder Straße eine Verbindung nach Eilendorf sowie über die Debyestraße eine Verbindung zum Gewerbegebiet Eilendorf Süd dar.
Sie besitzt im Abschnitt zwischen Trierer Straße und Brander Heide eine heterogene städtebauliche Struktur mit Ein- und Mehrfamilienhäusern. Im Bereich zwischen Brander Heide und Eilendorfer Straße ist sie anbaufrei.
Die aktuellste Zählung aus dem Jahr 2016 belegt im Bereich der Nordstraße zwischen Brander Heide und Erftstraße eine Verkehrsbelastung von etwa 4.200 Kfz im Zeitraum zwischen 7 und 19 Uhr. Im weiteren Verlauf zur Eilendorfer Straße befahren etwa 3.900 Kfz im Zeitraum zwischen 7 und 19 Uhr die Nordstraße. Die Straße Gewerbepark Brand befahren im Einmündungsbereich zur Nordstraße etwa 2.220 Kfz im Zeitraum zwischen 7 und 19 Uhr.
Aus verkehrlicher Sicht sind diese Belastungen problemlos abwickelbar.
Die Straßenraumbreite ist ausreichend breit.
Derzeit ist die Nordstraße im Bereich zwischen der Trierer Straße und dem Ende der Wohnbebauung auf der nordwestlichen Seite (etwas hinter der Einmündung Eckener Straße) Teil einer Tempo-30-Zone. Im weiteren Verlauf bis zur Eilendorfer Straße gilt die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h.
Die Nordstraße ist derzeit im Bereich der Einmündung der Straßen Gewerbepark Brand (Unterordnung durch Zeichen 206 „STOP“) und Brander Heide (Unterordnung durch Zeichen 205 „Vorfahrt gewähren“) als Vorfahrtsstraße (Zeichen 306) beschildert. Für die Nordstraße zwischen Trierer Straße und Brander Heide sowie für die Straße Brander Heide besteht ein Durchfahrtverbot für Kfz mit mehr als 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht (ausgenommen Kraftomnibusse).
Fußgängerverkehr
Fußgänger können im Bereich der Nordstraße zwischen Erftstraße und Brander Heide, in der Straße Brander Heide sowie nach dem Endausbau der Straße Gewerbepark Brand beidseitig Gehwege benutzen. Im Bereich der anbaufreien Nordstraße zwischen Brander Heide und Eilendorfer Straße steht auf der nordwestlichen Seite (Seite des Gewerbepark Brands) ein Gehweg (mit Freigabe für den Radverkehr) zur Verfügung.
Radverkehr
Radfahrer können im Bereich der Nordstraße zwischen Erftstraße und Brander Heide wählen, ob sie die Fahrbahn im Mischverkehr befahren oder ob sie den für Radfahrer freigegebenen Gehweg auf der südöstlichen Seite nutzen möchten. In der Straße Brander Heide wird der Radverkehr im Mischverkehr der Tempo-30-Zone auf der Fahrbahn geführt. Beim Endausbau der Straße Gewerbepark Brand sollen für Radfahrer beidseitige Schutzstreifen in der Fahrbahn angelegt werden. Im Bereich der anbaufreien Nordstraße zwischen Brander Heide und Eilendorfer Straße können Radfahrer wählen, ob sie im Mischverkehr auf der Fahrbahn oder auf dem für Radfahrer freigegebenen Gehweg auf der nordwestlichen Seite (Seite des Gewerbepark Brands) fahren möchten.
ÖPNV
Die Nordstraße wird im Abschnitt zwischen Richard-Wagner-Straße und Eilendorfer Straße derzeit montags bis freitags von maximal 5 Bussen im Linienverkehr befahren.
Nach vollständiger Bebauung im Gewerbepark Brand ist vorgesehen zu überprüfen, ob eine Verlegung des Linienwegs der Linien 27 und 37, die heute von der Eilendorfer Straße über die Nordstraße zur Debyestraße fahren, durch den Gewerbepark Brand sinnvoller ist.
Planung
Ziel der Planung ist, eine weitere Zunahme des Verkehrs im angebauten Teil der Nordstraße zwischen Trierer Straße und Brander Heide zu verhindern. Darüber hinaus soll sowohl eine verkehrssichere und kontinuierliche Führung des Radverkehrs von der Eilendorfer Straße zum Gewerbepark Brand auch als Zulauf zum Vennbahnradweg als Lückenschluss gewährleistet werden.
Variantenbetrachtung
Es wurden vier Varianten für den Bereich des Knotenpunktes Gewerbepark Brand/Nordstraße erarbeitet. Alle Varianten sehen zur Reduzierung des Durchgangsverkehrs eine Änderung der Vorfahrtssituation vor, d.h. die heute bestehende Vorfahrtsregelung (Vorfahrtsstraße Nordstraße Unterordnung durch Stop-Schild der Straße Gewerbepark Brand) wird verändert. Zukünftig soll eine „abknickende Vorfahrt“ die Verbindung Gewerbepark Brand zur Nordstraße in Richtung Eilendorfer Straße bevorrechtigen. Zur Verdeutlichung wird eine bauliche Anpassung vorgesehen, die die Unterordnung der Nordstraße von der Trierer Straße kommend hervorhebt und eine zügige Durchfahrt durch den Einbau von Großpflaster in der direkten Fahrlinie unterbindet. Die Straße Brander Heide wird über eine Gehwegüberfahrt über einen Rundbord untergeordnet in die Nordstraße geführt, bevor diese in die neue Vorfahrtstraße Gewerbepark Brand Nordstraße einmündet. Dieser Teil der Nordstraße wird durch Zeichen 206 „STOP“ untergeordnet.
Unabhängig von dieser Knotenpunktgestaltung ist in allen Varianten vorgesehen, einen 1,50 m breiten Schutzstreifen für Radfahrer auf der Nordstraße in Fahrtrichtung Eilendorfer Straße bei einer verbleibenden Restfahrbahnbreite von mindestens 5,20 m einzuplanen und eine kontinuierliche Führung in die Eilendorfer Straße zu ermöglichen (vgl. Anlage 3 – Lageplan Nordstraße Variante 1).
Dazu muss die heutige Mittelmarkierung teilweise aufgehoben und angepasst werden. Zur Verbesserung der Querungsmöglichkeit für Fußgänger und Radfahrer wird in der Nordstraße im Bereich der Eilendorfer Straße eine bauliche Mittelinsel angelegt. Auf diese Weise können sichere und kontinuierliche Führungen für alle Fahrtbeziehungen der Radfahrer und Fußgänger angeboten und die Querung der Nordstraße erleichtert werden.
Radfahrer auf der Nordstraße können auch zukünftig von der Eilendorfer Straße kommend wählen, ob sie auf der Fahrbahn oder auf dem für Radfahrer freigegebenen Gehweg fahren möchten. Für die Radfahrer, die den freigegebenen Gehweg wählen, wird zukünftig im Zulauf zur Einmündung Gewerbepark Brand eine Führung vom Seitenraum in die Fahrbahn angeboten.
Knotenpunktvariante 1: Mittelinsel in Nordstraße mit Spur für Linksabbieger (vgl. Anlage 3)
Diese Variante sieht eine 2,50 m breite Mittelinsel in der Nordstraße im Bereich Richtung Eilendorfer Straße vor. Auf diese Weise können Fußgänger und auch Radfahrer sicher die Straßenseite wechseln und vom Wohngebiet zum Gewerbepark Brand gelangen. Im Schatten der Mittelinsel ist eine Linksabbiegespur vorgesehen, um auf der Nordstraße von der Eilendorfer Straße kommend in Richtung Trierer Straße weiter zu fahren. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse im Kurvenbereich kann der Schutzstreifen aus der Straße Gewerbepark Brand erst nach der Mittelinsel in der Nordstraße fortgesetzt werden.
Die Nordstraße im Bereich zwischen der Einmündung Brander Heide bis kurz vor der Eckener Straße soll in die bestehende Tempo-30-Zone einbezogen werden. Das bereits heute bestehende Durchfahrtverbot für Kfz mit mehr als 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht (ausgenommen Kraftomnibusse) bleibt bestehen.
Knotenpunktvariante 2: Mittelinsel in Nordstraße ohne Spur für Linksabbieger (vgl. Anlage 4)
Durch den Verzicht auf die Linksabbiegespur von der nördlichen Nordstraße auf die südliche Nordstraße in Fahrtrichtung Trierer Straße kann die Mittelinsel etwas weiter südlich (in Richtung Einmündung Brander Heide) angelegt werden. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse im Kurvenbereich kann der Schutzstreifen aus der Straße Gewerbepark Brand auch in dieser Variante erst nach der Mittelinsel in der Nordstraße fortgesetzt werden.
Die Nordstraße im Bereich zwischen der Einmündung Brander Heide bis kurz vor der Eckener Straße soll in die bestehende Tempo-30-Zone einbezogen werden. Das bereits heute bestehende Durchfahrtverbot für Kfz mit mehr als 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht (ausgenommen Kraftomnibusse) bleibt bestehen.
Knotenpunktvariante 3: Mittelinsel in Nordstraße bauliche Abtrennung zur Abbindung der Nordstraße (vgl. Anlage 5)
Diese Variante sieht die bauliche Abbindung der Nordstraße für Kfz aller Art vor. Lediglich Fahrräder und Fußgänger können zwischen der Straße Gewerbepark Brand und der Nordstraße verkehren. Eine Mittelinsel in der Nordstraße erleichtert die Querung. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse im Kurvenbereich kann der Schutzstreifen aus der Straße Gewerbepark Brand erst nach der Mittelinsel in der Nordstraße fortgesetzt werden.
Auch in dieser Variante wird die Nordstraße zwischen Eckener Straße und Brander Heide Bestandteil der Tempo-30-Zone. Auf diese Weise wird die Verkehrsbelastung am wirkungsvollsten eingeschränkt. Die Erreichbarkeit für die Anwohner bleibt über die Trierer Straße sowie die Eilendorfer und die Hermann-Löns-Straße gegeben. Für die Busse der Linie 50 müsste ein abweichender Linienweg gesucht werden. Eine Führung analog des Linienweges der Linien 27 und 37 über Wagnerstraße, Erberichshofstraße und Eilendorfer Straße wäre möglich. Es würde sich eine Verlängerung der Fahrzeit ergeben und die Haltestelle Brahmsstraße würde zukünftig nicht mehr erschlossen.
Außerdem wird diese Variante eine Verlagerung des Verkehrs in die Straße Brander Heide, Hermann-Löns-Straße, Erftstraße oder in die Erberichshofstraße bewirken.
Knotenpunktvariante 4: Mittelinsel in der Straße Gewerbepark Brand (vgl. Anlage 6)
Diese Variante sieht eine 2,50 m breite Mittelinsel in Straße Gewerbepark Brand vor. Auf diese Weise können Fußgänger und Radfahrer sicher die Straßenseite wechseln und vom Wohngebiet zum Gewerbepark Brand gelangen. Der Schutzstreifen aus der Straße Gewerbepark Brand muss nur im unmittelbaren Bereich der Mittelinsel auf einem kurzen Abschnitt unterbrochen werden.
Die Nordstraße im Bereich zwischen der Einmündung Brander Heide bis kurz vor der Eckener Straße soll in die bestehende Tempo-30-Zone einbezogen werden. Das bereits heute bestehende Durchfahrtverbot für Kfz mit mehr als 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht (ausgenommen Kraftomnibusse) bleibt bestehen.
Die Verwaltung wird die Situation nach der Umsetzung beobachten. Sollte es zu Problemen mit den aus der Straße Brander Heide ausfahrenden Fahrzeugen kommen, behält sich die Verwaltung eine Anpassung der Situation vor. Auch die Einrichtung einer wegführenden Einbahnstraße wäre dann an dieser Stelle denkbar.
Baukosten
Die Baukosten werden im Rahmen der Vorplanung über die Fläche ermittelt. Für die vier Varianten ergeben sich keine wesentlichen Kostenunterschiede. Es werden jeweils die Kosten für den Umbau von Eilendorfer Straße bis zur Einmündung Brander Heide/Gewerbepark Brand angegeben. Die Baukosten (inkl. Markierung) für die Varianten 1 und 2 belaufen sich auf rund 129.500 €. Die Baukosten (inkl. Markierung) für die Varianten 3 und 4 belaufen sich auf rund 138.300 €.
Finanzierung
Die Einplanung der zur Umsetzung der Maßnahme notwendigen Mittel erfolgt haushaltsneutral mit der zukünftigen Haushaltsplanung.
Vorschlag der Verwaltung
In Abwägung der vorgestellten Varianten schlägt die Verwaltung die weitere Planung gemäß der Variante 4: Mittelinsel in der Straße Gewerbepark Brand vor.
Eine vollständige Abbindung der Nordstraße im Bereich der Einmündung Brander Heide erscheint derzeit nicht notwendig und würde zu einer Verdrängung der Verkehre in die umliegenden Straßen führen. Durch die bauliche Anpassung, den Einbezug in die Tempo-30-Zone sowie die Änderung der Vorfahrtsituation wird die Fahrtbeziehung entlang der Nordstraße für Durchgangsverkehr unattraktiver.
Gleichzeitig wird in Variante 4 die Möglichkeit zur Querung und Berücksichtigung aller Fahrt- und Wegebeziehungen für die Radfahrer und Fußgänger am besten gewährleistet.
Weiteres Vorgehen
Im Anschluss an die politische Beratung ist die Durchführung einer Bürgerinformation beabsichtigt. Verwertbare Ergebnisse der Anhörung fließen in die Ausbauplanung ein; ein Protokoll der Bürgerinformation wird den Ausschüssen in diesem Zusammenhang zur Verfügung gestellt.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
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Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | ||||||||
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||||||
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||||||
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||||||
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | ||||||||||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | |||||||||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff. | Folgekos-ten (alt) | Folgekos-ten (neu) | ||||||||
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||||||
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||||||
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||||||
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||||||
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | ||||||||||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | |||||||||||||
Die Einplanung der zur Umsetzung der Maßnahme notwendigen Mittel erfolgt haushaltsneutral mit der zukünftigen Haushaltsplanung.
Abstimmungsergebnis
Weitere Dokumente (6)
Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.
Technische Details
ID: 88768
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=88768
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2018-08-15 FB 61_1026_WP17 Anpassung der Nordst SAO.pdf
11.11.2024
2.0 MB
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 7
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Brand
- Gremium
- Bezirksvertretung Aachen-Brand
- Datum
- Mi., 12.09.2018
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
- Geändert
- 19.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 18. Februar 2026 um 23:21
Beschlussdokument
Sammeldokument öffentlich
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