11. Oktober 2018 um 17:00, Verwaltungsgebäude Marschiertor
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Einrichtung eines Fahrgastbeirats bei der ASEAGAntrag der Fraktion Die Linke vom 05.12.2017

FB 61/1052/WP17 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Herr Müller erläutert zusammenfassend die Vorlage.

Herr Siepmann teilt mit, als Antragsteller müsse er dazu nicht mehr viel hinzufügen. Er hoffe, dass die ASEAG ihre Bedenken zerstreuen könne. In anderen Städten gebe es solche Beiräte schon länger.

Herr Carmincke erklärt, das Beschwerdemanagement sei das tägliche Geschäft. Man sei täglich im Kontakt mit den Kunden und nehme deren vielschichtige Anregungen auf. Er habe Bedenken, ob durch einen solchen Beirat mit immer den gleichen Personen ein Mehrwert entstehe. Wenn es gewünscht werde, wolle man sich aber nicht dagegen sperren.

Nach Mitteilung des Herrn Fischer unterstützen die Grünen ganz klar diesen Antrag. Es sei eine Möglichkeit, die Kunden ernst zu nehmen und deren Anregungen zeitnah wahrzunehmen. Er sehe einen hohen Mehrwert und es könne sogar ein Marketing-Argument sein.

Frau Breuer schließt sich ihren Vorrednern an. Man habe zwar noch keine Erfahrung, aber selbst, wenn es nur schon einen geringen Mehrwert hätte, würde ihre Fraktion dem zustimmen.

Frau Rhie erklärt, sie verstehe den Antrag der Fraktion Linke nicht als Kritik, sondern als zusätzliches Instrument. Wenn der Beirat gut strukturiert arbeite, könne dies sehr positiv sein. Ihre Fraktion werde deshalb zustimmen.

Herr Blum bezieht sich auf die Äußerungen des Herrn Carmincke. Er habe verschiedene Instrumente genannt. Diese würden aber eher der „Abwehr“ dienen, z. B. das Beschwerdemanagement. Der Beirat sei aber ein Instrument, das vorbeugend, d. h. im Vorfeld agiere. Es müssten auch nicht immer dieselben Personen teilnehmen.

Es ergeht der folgende

Beschluss

Der Mobilitätsausschuss der Stadt Aachen nimmt den Bericht der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, in Abstimmung mit dem AVV und der ASEAG ein Konzept für einen Fahrgastbeirat auszuarbeiten. Das Konzept wird dem Mobilitätsausschuss zur Beschlussfassung vorgelegt.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Mobilitätsausschuss der Stadt Aachen nimmt den Bericht der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, in Abstimmung mit dem AVV und der ASEAG ein Konzept für einen Fahrgastbeirat auszuarbeiten. Das Konzept wird dem Mobilitätsausschuss zur Beschlussfassung vorgelegt.

Erläuterungen

Erläuterungen:


Die Fraktion Die Linke hat mit Datum 05.12.2017 den Ratsantrag "Einrichtung eines Fahrgastbeirats bei der ASEAG" gestellt: Die Verwaltung soll gemeinsam mit der ASEAG und dem Aachener Verkehrsverbund (AVV) einen Fahrgastbeirat einrichten. Aufgrund der Bedeutung des Unternehmens für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Stadt und Altkreis Aachen sollen dabei auch Vertreter der übrigen Städteregion vertreten sein.

Ein Fahrgastbeirat ist ein Gremium zur Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Verkehrsunternehmen (/Aufgabenträgern/Verkehrsverbünden) und Fahrgästen. Als solches dient er zur Mitwirkung bei der Optimierung von Fahrplänen und Angebot. Er hilft zudem mit, Anregungen und Kritik an die zuständigen Stellen weiterzuleiten. Damit trägt ein Fahrgastbeirat dazu bei, die Qualität des ÖPNV als Alternative zum motorisierten Individualverkehr zu fördern.

In Deutschland existieren derzeit ca. 100 solche Beiräte, z.B. in Köln, Solingen und Kreis Düren. Der Fahrgastbeirat ist ein ehrenamtliches Gremium, das ca. 3 bis 4-mal jährlich tagt. Da im Fahrgastbeirat möglichst unterschiedliche Nutzergruppen vertreten sein sollten, empfiehlt sich eine Zusammensetzung sowohl aus Vertreterinnen und Vertretern von Verbänden und Organisationen als auch aus verschiedenen Kundengruppen. Die Leitung und Organisation kann sowohl seitens des Verkehrsunternehmens als auch verwaltungsseitig bzw. in Kooperation erfolgen.

Stellungnahmen

Die Verwaltung befürwortet die Einrichtung eines Fahrgastbeirates in der Stadt Aachen. Als Aufgabenträger für den straßengebundenen öffentlichen Personennahverkehr im Stadtgebiet ist die Kundenzufriedenheit ein zentrales Anliegen, für das nicht alleine das Verkehrsunternehmen verantwortlich ist. Ein Fahrgastbeirat wäre aus Sicht der Stadtverwaltung eine geeignete Austauschplattform u.a. für Beschwerdeschwerpunkte und andere aktuelle Themen, da er die Fahrgastinteressen vertritt. Der Fahrgastbeirat kann einen Beitrag leisten, um das Ansehen und die Akzeptanz des ÖPNV in Aachen zu steigern.

Die ASEAG erachtet den Mehrwert eines Fahrgasbeirates als eher gering und verweist auf ihre bereits heute zahlreiche Aktivitäten zum Austausch und Diskussionen mit verschiedenen Kundengruppen, Institutionen und Politik, vgl. Anlage 2. Gleichwohl sei man bereit, gemeinsam nach Umsetzungsmöglichkeiten zu suchen, wenn der Wunsch besteht.

Aus Sicht des AVV macht die Einrichtung eines Fahrgastbeirates als Kommunikationsplattform Sinn. "Gerade an den Schnittstellen zu den Fahrgästen kann es unserer Meinung nach durchaus sinnvoll sein, den stetigen Austausch zu fördern und gemeinsame Ideen zur qualitativen Fortentwicklung des ÖPNV in einem hierfür noch festzulegenden organisatorischen Rahmen zu diskutieren und ggf. weiterzuverfolgen. In diesem Kontext ist der AVV als Verbundgesellschaft im Rahmen ihrer zur Verfügung stehenden Ressourcen gerne bereit, den Gesamtprozess je nach behandeltem Themenkomplex inhaltlich zu unterstützen".

Fazit

Die Verwaltung schlägt vor, in Abstimmung mit der ASEAG und dem AVV ein Konzept für einen Fahrgastbeirat zu entwickeln. Ein solches Konzept sollte die Erfahrungen bereits eingerichteter Fahrgastbeiräte berücksichtigen. Dabei bietet sich insbesondere eine Kontaktaufnahme mit dem im Gebiet des AVV verorteten Fahrgastbeirat in Düren an. Das erarbeitete Konzept wird mit den entsprechenden Details und Aufwandsschätzungen zur weiteren Beratung dem Mobilitätsausschuss vorgelegt.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

x

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

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Auszahlungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Folgekos-ten (alt)

Folgekos-ten (neu)

Ertrag

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Personal-/

Sachaufwand

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Abschreibungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Abstimmungsergebnis

einstimmig

Weitere Dokumente (2)

Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2018-09-12 FB 61_1052_WP17 Einrichtung eines Fa SAO.pdf

19.11.2024

1.3 MB

Metadaten

TOP
Ö 6
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Mobilitätsausschusses
Gremium
Mobilitätsausschuss
Datum
Do., 11.10.2018
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Geändert
19.2.2026
Inhalt abgerufen
18. Februar 2026 um 23:36