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Fünfter Sachstandbericht zur Schulsozialarbeit

FB 45/0540/WP17 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Frau Griepentrog bedankt sich bei den Fachkräften der Schulsozialarbeit für ihre gute und unverzichtbare Arbeit vor Ort. Sie würde sich allerdings darüber freuen, wenn die Systematik der Auswertung künftig angepasst werden könne. Aktuell liefere die Auswertung lediglich reines Zahlenmaterial, beispielsweise wie viele Beratungsgespräche durchgeführt worden seien, ohne eine weitergehende Evaluierung der Maßnahmen. Ebenso bedeutsam seien die Fragen hinsichtlich der Qualität und des Erfolgs. Hieraus könne die Politik in die Lage versetzt werden, über die künftige Aufstellung der Schulsozialarbeit entscheiden zu können.

Herr Fischer bestätigt, dass im Bereich der Schulsozialarbeit bereits viel erreicht worden sei. Die gesamte Arbeit sei sehr professionell und es fände ein regelmäßiger Austausch statt. Allerdings hätten nach wie vor zwei Grundschulen und nahezu alle Gymnasien einen Bedarf an Schulsozialarbeit. Er regt daher die Einrichtung von mindestens zwei weiteren Vollzeitäquivalenten im Rahmen der anstehenden Haushaltsberatungen an.

Beschluss

Der Kinder- und Jugendausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis. Der Schulausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

  1. Der Kinder- und Jugendausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis.
  1. Der Schulausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis.

Erläuterungen

Erläuterungen:

  1. Ausgangslage

Entsprechend der Konzeption der Schulsozialarbeit der Stadt Aachen erfolgt regelmäßig im Kinder- und Jugendausschuss und im Schulausschuss eine Berichterstattungüber den jeweiligen Stand der Schulsozialarbeit. Der nun vorliegende fünfte Sachstandsbericht setzt die seit 2013 bestehende Informationsreihe fort.

  1. Schulsozialarbeit im Überblick

Mit Ratsbeschluss vom 24.01.2018 wurde das kommunale Team Schulsozialarbeit um zwei Vollzeitstellen erweitert und verfügt nun über insgesamt 29,5 Vollzeitäquivalente. Zum aktuellen Zeitpunkt besteht das Team aus 38 Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern, einer Schulsozialarbeiterin für Integrationsowie einer Teamleiterin.

Das Team ist angegliedert an das Sachgebiet Jugendförderung und besondere Dienste der Abteilung Jugend im Fachbereich Kinder, Jugend und Schule.

Der Einsatz der städtischen Fachkräfte für Schulsozialarbeit erfolgt im Schuljahr 2018/2019 an 24 Grundschulen, vier Förderschulen, einer Hauptschule, drei Realschulen, vier Gesamtschulen und zwei Gymnasien und zwar jeweils mit einem Beschäftigungsumfang von mindestens 19,5 Wochenstunden. Die detaillierte Auflistung der Schulen befindet sich in der Anlage 1.

Darüber hinaus finden mittlerweile an drei Gymnasien in städtischer Trägerschaft regelmäßige wöchentliche Beratungstage im Rahmen der Schulsozialarbeit als Reaktion auf die von diesen Schulen gemeldeten Bedarfe statt. Das Angebot wird seit dem Schuljahr 2016/2017 kontinuierlich durch eine Fachkraft am Kaiser-Karls-Gymnasium und St. Leonhard Gymnasium durchgeführt und startete im August 2017 zusätzlich am Anne-Frank-Gymnasium; hier praktischerweise durch den Einsatz einer seit vielen Jahren an der Heinrich-Heine-Gesamtschule tätigen Schulsozialarbeiterin. Möglich wurden diese Angebote aufgrund von Stundenerhöhungen bzw. freien Stundenkontingenten der Mitarbeiterinnen. Ebenfalls zu den Gelingensfaktoren gehörten die zielführenden Abstimmungsgespräche, die im Vorfeld und während der Umsetzung mit den betreffenden Schulleitungen stattgefunden haben.

Eine Ausweitung des Angebots an den drei Gymnasien ist derzeit nicht vorgesehen. Zum einen fehlen zusätzliche personelle Kapazitäten, zum anderen wird das bisherige Angebot seitens der Schulleitungen, Kollegien und Schülerschaft als sehr hilfreich und unterstützend erlebt. Sowohl die beteiligten Fachkräfte als auch die Schulleiter äußern sich durchweg positiv und zufrieden, auch im Namen der Schulgemeinden.

Insgesamt nahmen über 200 Kinder und Jugendliche sowie 23 Mütter und Väter das niedrigschwellige Angebot der Schulsozialarbeiterinnen im vergangenen Schuljahr in Anspruch. Themenschwerpunkte waren Erwartungs- und Leistungsdruck, Versagensängste, Trennung/Scheidung, Probleme im Elternhaus, Essstörungen, selbstverletzendes Verhalten sowie Konflikte im Freundeskreis, Klassenverbund und/oder in sozialen Netzwerken.

Darüber hinaus fanden zahlreiche Fallbesprechungen und kollegiale Beratungen mit den Lehrkräften der drei Schulen statt.

Das Angebot des kontinuierlichen Beratungstages im Rahmen der Schulsozialarbeit wird aufgrund der positiven Auswertung an den drei betreffenden Gymnasien aufrechterhalten und im bisherigen Umfang fortgeführt.

Neben den kommunalen Schulsozialarbeitern und Schulsozialarbeiterinnen gibt es in Aachen zehn unbefristete Landesstellen in Vollzeit an Schulen in städtischer Trägerschaft. Diese verteilen sich auf eine Förderschule, drei Hauptschulen und vier Gesamtschulen. Außerdem hat der Einsatz einer kommunalen Fachkraft an der Viktor-Frankl-Schule unter anteiliger Personalkostenbeteiligung des LVR bewirkt, dass dort eine weitere Landesstelle für Schulsozialarbeit befristet in Teilzeit eingerichtet werden konnte.

Zwei weitere Landesstellen wurden auf der Grundlage des Erlasses des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen „Soziale Arbeit an Schulen zur Integration durch Bildung für neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler (Multiprofessionelle Teams)“ vom 02.02.2016, in geänderter Fassung vom 28.03.2017 zur Verfügung gestellt und bilden mit der bereits oben aufgeführten städt. Mitarbeiterin das Team Schulsozialarbeit für Integration. (siehe auch Vorlage „Integration durch Bildung für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche“)

  1. Die Arbeitsschwerpunkte der Schulsozialarbeiter/-innen im Schuljahr 2017/2018

Wie in den Jahren zuvor dokumentierten die städtischen Schulsozialarbeiter/-innen ihre Arbeit im Schuljahr 2017/2018 anhand einer Statistik, deren Auswertung einen Überblick über die geleistete Arbeit gewähren soll.

Im Rahmen der Einzelhilfe wurde mit 1.225 Kindern und Jugendlichen gearbeitet. Hierbei wurden 537 Eltern in die Arbeit mit einbezogen. In vielen Fällen wurde mit anderen, außerschulischen Fachkräften kooperiert, hierzu gehörten vor allem die Sozialraumteams und die ASD der städteregionalen Jugendämter, Fachkräfte der Erzieherischen Hilfen, Ärzte, Therapeuten, der Schulpsychologische Dienst, das Sozialpädiatrische Zentrum und andere.

Die Schulsozialarbeiter/-innen organisierten und leiteten pro Halbjahr rund 400 Gruppenangebote.

Im Bereich der Konfliktberatungen wurden mehr als 4.000 Beratungen durchgeführt.

Eine weitere Aufgabe ist die Beratung und Unterstützung im Zusammenhang mit Bildung und Teilhabe (BuT). Hier fanden über 1.000 Einzelberatungen und an vielen Schulen Informationsveranstaltungen statt. Bei über 3.000 Anträgen leisteten die Schulsozialarbeiter/-innen im vergangenen Schuljahr Hilfeleistung. Sie kooperierten mit den zuständigen Mitarbeiter/-innen der Bewilligungsbehörden und zum Teil mit Anbietern von Lernförderung sowie mit Vertreter/-innen von Vereinen etc.

Das Gelingen der Arbeit hängt maßgeblich von der Zusammenarbeit, dem fachlichen Austausch und der kollegialen Beratung der Fachkräfte verschiedener Professionen und Aufgaben ab. Insgesamt gab es rund 4.700 Fachgespräche - schulintern mit den Lehrkräften, OGS-Mitarbeiter/-innen und Sonderpädagogen/innen sowie zum Teil mit externen Fachkräften.

Detaillierte Ausführungen zu den Arbeitsschwerpunkten befinden sich in der Anlage 2.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

X

Keine, da Sachstandbericht

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

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Ergebnis

0

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Folgekos-ten (alt)

Folgekos-ten (neu)

Ertrag

0

0

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0

Personal-/

Sachaufwand

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Abschreibungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Abstimmungsergebnis

Zustimmung:Ablehnung:Enthaltung: Einstimmig.

Weitere Dokumente (2)

Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2018-10-04 FB 45_0540_WP17 Fuenfter Sachstandber SAO.pdf

7.11.2024

358.5 KB

Betroffene Straßen

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Metadaten

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Ö 12
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses gemeinsam mit dem Schulausschuss
Gremium
Kinder- und Jugendausschuss
Datum
Di., 30.10.2018
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 45 - Fachbereich Kinder, Jugend und Schule
Geändert
19.2.2026
Inhalt abgerufen
18. Februar 2026 um 23:39