Sachstandbericht - Montessori Zentrum, Aachen-Eilendorf
E 26/0136/WP17 · Kenntnisnahme
Beratung
Herr Tillmanns greift das in der Vorlage formulierte Ziel auf, den Ausschüssen bis Ende Februar 2019 eine Kostenberechnung und den Entwurf der Planung präsentieren zu wollen. Zielformulierungen seien aus seiner Sicht gut und wichtig, allerdings bestehe von Seiten der Ausschüsse gleichzeitig die Erwartung, dass diese Ziele auch erreicht würden. Er bittet daher um Einhaltung des Zeitplans, insbesondere vor dem Hintergrund, dass in den kommenden Sitzungen von Kinder- und Jugendausschuss und Schulausschuss die Haushaltsberatungen für 2019 anstünden und im Frühjahr 2019 bereits die Anmeldungen für das Haushaltsjahr 2020 erfolgen müssten. Damit die Ausschüsse im Frühjahr über weitere finanzielle Mittel für das Projekt entscheiden könnten, würden bis dahin verlässlichere Daten und Zahlen benötigt.
Frau Griepentrog schließt sich den Ausführungen von Herrn Tillmanns an. Ihrem Empfinden nach seien die Planungen einem ständigen Wandel unterlegen und sie sei nicht mehr in der Lage, nachzuvollziehen, welche Gebäudeteile nun letzten Endes abgerissen und welche erhalten bleiben würden. Nach dem aktuellen Stand würden nun vier Teile abgerissen, aber dies sei im Sommer diesen Jahres noch anders kommuniziert worden. Daher sei sie nun unschlüssig und wünsche sich vor einer endgültigen Entscheidung detailliertere Hintergrundinformationen. Zudem erkundigt sie sich danach, ob Aspekte des Denkmalschutzes in die Planungen involviert, da eines der Gebäude bereits 100 Jahre alt sei.
Herr Lennartz, Leiter der Abteilung Hochbautechnisches Gebäudemanagement der Stadt Aachen, präsentiert den aktuellen Planungsstand anhand des Luftbildes aus der Vorlage. Es sei stets Gegenstand der Planung gewesen, in den Gebäudeteilen C und D eine fünfgruppige Kita einzurichten und den Gebäudeteil C zudem als zentrale Verbindung zwischen Grundschule und der Kita zu nutzen. Allerdings entsprächen die Gebäudeteile C und D nicht den Vorgaben des LVR und müssten kostenaufwendig saniert werden, sodass ein Abriss und Neubau sinnvoller wäre. Zudem biete ein Neubau mehr Vorteile als eine Sanierung, da die Gebäudeteile dann miteinander barrierefrei verbunden werden könnten. Durch einen Neubau könne das Außengelände neu gestaltet werden, sodass der Innenhof sowohl von Grundschule und Kita gemeinsam als auch von der Bevölkerung genutzt werden könne. Für Letzteres müssten die leerstehenden Pavillons an der Karlstraße neben dem Kinderhaus auf der Ecke abgerissen und die Feuerwehrzufahrt verbreitert werden. Darüber hinaus seien aktuell im naturwissenschaftlichen Trakt zwischen dem Kinderhaus und Gebäudeteil A neuzugewanderte Menschen untergebracht und eine Auslagerung der Unterkunft sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Er sei optimistisch, dass eine finale Abstimmung noch vor Weihnachten erfolge und somit bis Januar 2019 eine qualifizierte Kostenschätzung von Seiten des Planungsbüro „Baupiloten“ vorgelegt werden könne. Die Kosten sowie die weitere Planung könne dann im Februar im Ausschuss vorgestellt werden. Es handele sich im Übrigen nicht um ein Baudenkmal.
Frau Griepentrog bemängelt, dass der Innenhof als Schulhoffläche für die Grundschule und die Kita sehr klein sei. Die künftige Nutzung des naturwissenschaftlichen Traktes nach der Auslagerung der Geflüchteten sei ebenfalls noch nicht politisch beschlossen worden. Sie wünsche sich daher eine politische Positionierung. Da dies in der jetzigen Planung nicht berücksichtigt sei, könne sie dieser heute nicht zustimmen.
Herr Krott weist darauf hin, dass der naturwissenschaftliche Trakt auch im ersten Planungsentwurf nicht mit berücksichtigt worden sei aufgrund der Flüchtlingsunterbringung. Er gehe bei der Planung der Innenhofsfläche jedoch davon aus, dass die vorgegebenen Standards für Außenflächen sowohl für die Kita als auch für die Grundschule eingehalten worden seien.
Dies wird von Herrn Lennartz bestätigt.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
1.Beschlussvorschlag für den Kinder- und Jugendausschuss sowie Schulausschuss:
Der Kinder- und Jugendausschuss sowie der Schulausschuss nehmen in ihrer gemeinsamen Sitzung die Ausführungen der Verwaltung zum Sachstandbericht „Montessori Zentrum Aachen-Eilendorf“ zur Kenntnis.
2.Beschlussvorschlag für die Bezirksvertretung Aachen - Eilendorf
Die Bezirksvertretung Aachen-Eilendorf nimmt die Ausführungen der Verwaltung zum Sachstandbericht „Montessori Zentrum Aachen-Eilendorf“ zur Kenntnis.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Am Standort Kaiserstraße in Eilendorf soll die bestehende 2 - zügige Montessori-Grundschule als Schwerpunktgrundschule für die Förderschwerpunkte Geistige Entwicklung (GE) und Körperliche und Motorische Entwicklung (KM) zu einem modernen Montessori-Zentrum einschließlich einer
5-gruppigen KiTa weiterentwickelt werden.
Erster Planungsansatz war, den vorhandenen Baubestand größtmöglich zu erhalten und den neuen Anforderungen anzupassen. Bereits im Rahmen der Vor- und Variantenuntersuchungen wurde jedoch deutlich, dass dieser Ansatz starke bauliche Eingriffe und somit hohe Aufwendungen erforderlich macht.
Auf der Basis der Vor- und Variantenuntersuchungen, erfolgten Abstimmungen und durch den Bauherren FB 45 vorgegebenen Rahmenbedingungen sind weitergehende Untersuchungen der Bausubstanz der verschiedenen Baukörper erfolgt.
Im Ergebnis kann festgestellt werden, dass der im Jahre 1909 erbaute Altbau (Bauteil A) durchaus in der Lage ist, die gewünschten und notwendigen Anforderungen zur Aufnahme der Grundschule zu erfüllen.
Bestätigt wurde in diesem Rahmen auch der notwendige Abriss des Mittelteils (Bauteil B). Dieser Baukörper aus den 50 - er Jahren ist zwar in der Lage, den Flächenbedarf einer 5- gruppigen KiTa innerhalb der Landschaftsverband Rheinland (LVR) – Richtlinien zu erfüllen, jedoch aufgrund der vorhandenen Gebäudestruktur ist eine Veränderung sehr aufwändig und aufgrund erheblicher baulicher und somit auch Kosten-Risiken nicht empfehlenswert.
Grundlage der weiteren Planung ist nunmehr die Entwicklung eines neuen Baukörpers unter Abriss der Bauteile B, C und D, der sich unmittelbar an den Altbau (A) anschließt und die im Workshop erarbeiteten Ergebnisse eines Raumkonzeptes umfänglich erfüllt.
Mit diesem neuen Ansatz gelingt es darüber hinaus, den Gesamtkomplex im Sinne von Barrierefreiheit zu optimieren, eine verbesserte städtebauliche Einfügung in das Umfeld zu erzielen und die nutzbaren Freiflächen zu optimieren.
Die beauftragten Architekten (baupiloten) erstellen derzeit die Entwurfsplanung für das „neue“ Gebäude in dem oben beschriebenen Sinne.
Dies geschieht auch weiterhin unter enger Einbindung des Fachbereichs Jugend, Kinder und Schule, der Montessori-Schule, KiTa und der Initiative Über-Mittags-Betreuung (ÜMI). Erste Planungsgespräche haben stattgefunden.
Ziel ist es, bis Ende Februar 2019 die Kostenberechnung und den Entwurf den Ausschüssen zu präsentieren.
Finanzielle Auswirkungen:
Sachstandsbericht – derzeit keine finanziellen Auswirkungen.
Abstimmungsergebnis
Weitere Dokumente (2)
Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.
Technische Details
ID: 89652
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=89652
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2018-10-09 E 26_0136_WP17 Sachstandbericht - M SAO.pdf
16.11.2024
1.1 MB
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 5
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses gemeinsam mit dem Schulausschuss
- Gremium
- Kinder- und Jugendausschuss
- Datum
- Di., 30.10.2018
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- E 26 - Gebäudemanagement
- Geändert
- 19.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 18. Februar 2026 um 23:39