Außengastronomie auf dem MarktplatzAntrag der CDU-BF vom 05.07.2018 (Nr. 60/WP17)
BA 1/0136/WP17 · Kenntnisnahme
Beratung
Ratsfrau Lürken von der CDU-BF bedankt sich bei der Verwaltung für die Vorlage. An den Wochenmarkt- und Kirmestagen sehe sie den Marktplatz positiv mit Leben gefüllt. Mit Sorge beobachte sie allerdings die Klientel, die sich zeitweise abends dort aufhalte. Die ursprüngliche Intention des Antragssei, den Marktplatz - vergleichsweise mit dem Frankenberger Viertel - mit einer weiteren Gastronomie dauerhaft zu beleben und dadurch die unerwünschten Besucher und deren Müllaufkommen zu vermeiden. In Anbetracht der hygienischen Vorschriften im Gastronomiebereich sei dies aber ohne die notwendigen Einrichtungen nicht möglich. Es bleibe nur die Hoffnung, dass sich aus den anliegenden Gebäuden heraus Gastronomie entwickeln werde.
Auf die Wiederkehr der Eislaufbahn freue sie sich besonders.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Die Bezirksvertretung Aachen-Brand nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis. Der Antrag der CDU- Bezirksfraktion vom 05.07.2018 gilt damit als behandelt.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Mit Datum vom 05.07.2018 beantragt die CDU-BF die Entwicklung eines Konzepts für Außengastronomie auf dem Brander Marktplatz oder im Park Eschenallee.
Da die Planung des Marktplatzes mit einer umfangreichen Beteiligung der Bürgerschaft durchgeführt wurde, entsprechen die Gegebenheiten nach dem Umbau in vielerlei Hinsicht dem tatsächlichen Bedarf. Insbesondere die Spielangebote für Kinder und Jugendliche werden stark in Anspruch genommen. Darüber hinaus bietet der Platz ausreichend Raum für die Wochenmärkte und andere Veranstaltungen. Der Wochenmarkt hat sich durch Ergänzungen des Angebots positiv entwickelt. Insbesondere bei schönem Wetter wird samstags der Kaffeewagen mit Außenbestuhlung gut angenommen.
Die Außengastronomie auf dem vom Architekten entworfenen „Gastronomieband“ (zwischen Brunnen und Trierer Straße)hat sich seit dem Umbau ebenfalls deutlich entwickelt. Der zwischenzeitlich angesiedelte Bäckereibetrieb mit Café bewirtschaftet nicht nur eine Außenterrasse auf Privatgrund, sondern auch eine große Fläche im öffentlichen Straßenraum. Bei geeignetem Wetter wird dieses gastronomische Angebot von den Gästen gut angenommen.Allerdings ist der Betrieb zeitlich begrenzt.
Bereits vor dem Umbau wurde vom nebenliegenden Café Liège eine Außenterrasse bewirtschaftet, die sich nun nach Bedarf räumlich ausdehnen kann. Die Inhaber des Gastronomiebetriebes haben auf Nachfrage mitgeteilt, dass ihre Versuche, die Öffnungszeiten in die Abendstunden hinein auszudehnen, mangels Nachfrage erfolglos geblieben seien. Aufgrund der begrenzten Küchenkapazitäten könnten dort aber auch nur kleine Gerichte angeboten werden. In den anderen an den Marktplatz angrenzenden Immobilien haben sich bislang keine Gastronomiebetriebe angesiedelt.
Bei dem Platzumbau wurden zwar Stromanschlüsse und eine Wasserversorgung für Veranstaltungen, aber keine dauerhafte Infrastruktur für Gastronomiebetriebe vorgesehen. In der Praxis lässt sich ein gastronomisches Angebot nur etablieren, wenn es aufgrund der Qualität und der Preisgestaltung konkurrenzfähig ist. Ohne eine entsprechende Küchenausstattung ist dies problematisch. Es könnten demnach lediglich Imbisse in Verkaufswagen oder Buden betrieben werden, die aber nur im Kontext mit einer Veranstaltung oder einer besonderen Attraktion wie zum Beispiel der Eislaufbahn ausreichend Zulauf generieren können. Ohne Bezug zu einer wetterunabhängigen Bewirtungsmöglichkeit in baulich geeigneten Räumen ist ein kontinuierlicher Betrieb nicht wirtschaftlich.
Mit einer Eislaufbahn konnte der Marktplatz im vergangenen Winter über mehrere Wochen hinweg belebt und gastronomisch genutzt werden. Aufgrund des Alleinstellungsmerkmals der Freilufteislaufbahn hatte das Angebot trotz schwieriger Wetterbedingungen so viel Zulauf, dass die Betreiber eine erneute Auflage dieses Adventmarkts für die kommende Saison mit einem optimierten Konzept angekündigt haben. Der weniger kommerzielle Weihnachtsmarkt der IG-Brander Handel, Handwerk und Gewerbe konnte sich hingegen mit seinem Konzept nicht mehr behaupten und wird daher voraussichtlich nicht mehr stattfinden.
Trotz entsprechender Gespräche hat sich bislang kein Veranstalter gefunden, der ein wochenendbezogenes Wein- oder ein Bierfest auf dem Marktplatz organisieren möchte. Auch ein bundesweit agierender Veranstalter wollte aufgrund der Lage außerhalb des Stadtzentrums von Aachen sein ursprünglich für die Innenstadt entwickeltes Konzept nicht auf dem Marktplatz umsetzen.
Dabei hat der Platz aus Sicht der Verwaltung sehr wohl Potential für kommerzielle und nichtkommerzielle Veranstaltungen, was mit dem vom Bürgerverein Brand e.V. organisierten Eröffnungsfest im Mai 2017 belegt worden ist. Aktuell werden Gespräche mit Brander Vereinen und Institutionen über mögliche Veranstaltungen auf dem Marktplatz in 2019 geführt. Allerdings müssen dabei auch die Interessen der Anwohner insbesondere in Bezug auf Lärmimmissionen berücksichtigt werden.
Auswirkungen
Abstimmungsergebnis
Weitere Dokumente (1)
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Technische Details
ID: 89657
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=89657
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2018-09-11 BA 1_0136_WP17 Aussengastronomie auf SAO.pdf
20.11.2024
209.8 KB
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 7
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Brand
- Gremium
- Bezirksvertretung Aachen-Brand
- Datum
- Mi., 31.10.2018
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- B 1 - Bezirksamt Aachen-Brand
- Geändert
- 19.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 18. Februar 2026 um 23:42